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 Jagd in der Presse 2010 

krone.at vom 30.12.2010

Vertauschte Rollen - Wildschwein macht Jäger in Ebersbrunn zum Gejagten 

Verrückte Welt in Ebersbrunn im Weinviertel - wie von der Tarantel gestochen, hat dort ein Wildschwein den erfahrenen Jagdaufseher Anton K. attackiert, als dieser auf einem Feld seine tägliche Revier-Kontrolle durchführte. "Ich war ausnahmsweise ohne Gewehr unterwegs, als ich es plötzlich laut Schnaufen hörte", schilderte der Pensionist der "Krone".

Er hielt dem Tier noch seinen Pirschstock entgegen, wovon sich der vierbeinige Angreifer aber nicht aufhalten ließ. Ganz im Gegenteil: Das Wildschwein verbiss sich mit seinen 44 Zähnen im Holzstück und hatte danach wohl Lust auf mehr.

Jetzt wurde dem 77- Jährigen die Sache zu heiß, er flüchtete zu Fuß und brachte sich in seinem Auto in Sicherheit. Warum das Wildschwein so ausflippte: "Es war verletzt und deshalb zum Kampf bereit." Der 77- Jährige entkam dem Tier gerade noch rechtzeitig.

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tt.com vom 27.12.2010

Tödlicher Jagdausflug: Waidmann stürzte vom Hochstand in den Tod 

Tragischer Jagdunfall im Gemeindegebiet von Sellrain: Ein Jäger rutschte auf der vereisten Sprosse eines Hochstandes aus - und stürzte ins Verderben.

Sellrain – Zwei Jagdkameraden planten für den Montagnachmittag einen spannenden Tag am Hochstand. Sie wollten im Waldgebiet „Innere Zehent“ vom Jagdstand Bodensitz den Hirschausritt beobachten.

Der 53-Jährige ging voraus. Immerhin kannte er das Gebiet sehr gut und nach 20 Minuten Gehzeit erreichten sie den Bodensitz. Der 53-Jährige stieg als erster auf den Jagdstand. Sein 59-jähriger Freund folgte ihm nach.

Da es am Jagdstand sehr eng ist, blieb der 59-Jährige auf der letzten Stufe stehen, um seinem Jagd-Kameraden seinen Rucksack zu übergeben und um eine zweite Jacke überzuziehen. Dabei rutschte er auf der teilweise vereisten Stufe ab.

Mit dem Kopf auf einen Stein

Am Boden prallte er mit voller Wucht mit dem Kopf gegen einen großen Stein und stürzte anschließend weiter 20 Meter in ein vereistes Bachbett ab. Der 53-Jährige, der alles beobachtet hatte, eilte die Sprossen vom Jagdstand hinab und hinunter zum regungslosen Körper seines Freundes im Bachbett.

Er versuchte eine Reanimation - aber erfolglos. Der verständigte Notarzt konnte nur mehr den bereits eingetretenen Tod feststellen. Der Leichnam wurde durch den Hubschrauber „Libelle“ des Innenministeriums mittels Taubergung geborgen und nach Sellrain geflogen.

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nachrichten.at vom 23.12.2010

Jäger verwechselte Hündin "Lolka" mit einem Fuchs und knallte sie ab 

LENZING. "Eine Schrotkugel hat ein Leben ausgelöscht und ein großes Loch hinterlassen", trauert Marlene Krenn um ihre Hündin "Lolka". Ein Jäger hat sie mit einem Fuchs verwechselt und erschossen. Er wird wegen Gemeingefährdung und Sachbeschädigung angezeigt.

Wie fast jeden Tag war Marlene Krenn heute vor einer Woche mit ihrer Hündin "Lolka" auf dem Raiffeisen-Wanderweg hinter dem Lenzinger Sportplatz spazieren. Gegen 18 Uhr kracht ein Schuss durch die helle Mondnacht: Die Hündin, etwa 30 Meter vom Frauerl entfernt, jault auf. Obwohl sie sofort zum Tierarzt gebracht wird, ist die sechs Jahre alte "Lolka" nicht mehr zu retten.

Geschossen hat ein Lenzinger Jäger mit einer kombinierten Waffe samt Zielfernrohr. Laut Messung der Polizei war der Hund vom Hochstand, auf dem sich der Jäger befand, 29,5 Meter entfernt. Er habe die Hündin mit einem Fuchs verwechselt, gibt der Weidmann an, der sich offensichtlich keiner Schuld bewusst ist.

"Unsere Lolka war viel größer als ein Fuchs und hatte keinen buschigen Schwanz wie ein Fuchs", sagt Marlene Krenn. Sie und vor allem Tochter Stella (1,5 Jahre alt) trauern um die brave Hündin, die überaus sanft und gutmütig war.

Dem Jäger drohen jetzt rechtliche Konsequenzen. Da der Schuss unmittelbar neben einer Siedlung abgegeben wurde, zeigt die Hundebesitzerin den Weidmann wegen Gemeingefährdung und vorsätzlicher Sachbeschädigung an.

"Man kann nicht alles, was kreucht und fleucht, niederschießen", ist Regina Resch, Obfrau des Tierschutzvereins Vöcklabruck, empört. Sie vermutet, dass ähnliche Fälle in der Vergangenheit totgeschwiegen worden seien.

Der Jäger selbst gibt über den Vorfall auf Anfrage der OÖNachrichten keinen Kommentar ab. Ein Jagdkollege hingegen schüttelt den Kopf: "Ich darf nicht auf etwas schießen, was ich nicht kenne und vor allem nicht neben einer Siedlung." Wäre er Jagdleiter, dann hätte der besagte Jäger keinen Ausgangsschein erhalten.

Ähnlich kommentiert Landesjägermeister Sepp Brandmayr den Schuss. "Wenn ich das Ziel nicht erkennen kann, dann darf ich den Finger nicht krumm machen." Ohne den Fall im Detail zu kennen, geht er davon aus, dass der Jäger wegen grober Fahrlässigkeit Probleme bekommen könnte.

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krone.at vom 22.12.2010

Jäger erschießt geliebten Schäfer seiner Nachbarn 

Während sich die meisten Steirer sehr auf das Weihnachtsfest freuen, wird das für eine Familie aus Radmer im Bezirk Leoben heuer ein trauriges Fest. Ihr geliebter Schäferhund "Vox" wurde vom Nachbarn erschossen. "Meine Tochter ist völlig fertig. Sie bricht ständig und heult Rotz und Wasser", erzählte die geschockte Mutter.

Die 14- jährige Tochter und der Hund waren ein Herz und eine Seele - jetzt ist das Mädchen am Boden zerstört. Der Nachbar, ein Jäger, gibt zu, den Schäfer erschossen zu haben.

Vox war abends noch vors Haus Gassi gegangen und dabei auf das Nachbargrundstück gelangt. Das war sein Todesurteil. Er starb durch Kugeln aus einer Schrotflinte. Die Argumentation des Nachbarn, der sich selbst anzeigte, lässt Grund zur Sorge aufkommen: "Ich hab den Hund mit einem Fuchs verwechselt. Ich hab nur einen schwarzen Wutzel gesehen."

Seltsame Verwechslung

Da stellt sich die Frage, wie so eine Verwechslung eines 42- Kilo- Hundes mit einem leichtgewichtigen Fuchs passieren kann? Noch dazu einem Jäger. "Ich hab mich höflich entschuldigt", meinte der Nachbar.

Landesjägermeister Heinz Gach wird sich die Sache genau ansehen: "Ich kann davor nur Grundsätzliches dazu sagen. Aber eines unserer fundamentalsten Grundgesetze ist: 'Schieß nur auf das, was einwandfrei identifiziert worden ist'."

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dolomitenstadt.at vom 22.12.2010

Innervillgraten: Alpinunfall bei Jagd 

Am 22. Dezember 2010 begab sich ein 59-jähriger Osttiroler mit einem Bekannten oberhalb von Innervillgraten zu den Sieben Seen, um Gämsen zu jagen.

Nachdem er zu Mittag ein Wild erlegt hatte, wollte er zu diesem aufsteigen, um es zur Jagdhütte zu transportieren. Dabei rutschte er auf gefrorenen Boden aus und stürzte rund 120 Meter über eine steile Rinne ab.

Trotz schwerer Arm- und Beinverletzungen konnte er noch selbstständig zu seiner Jagdhütte absteigen.

Von dort wurde schließlich ein Notruf abgesetzt. Der Notarzthubschrauber Martin 4 brachte den Verletzten in das BKH Lienz.

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orf.at vom 18.12.2010

Illegale Waffensammlung entdeckt 

Sprengstoff, Gewehre, Revolver und tausende Stück Munition - all das hat die Polizei am Freitag bei einer Hausdurchsuchung in Gaishorn im Bezirk Liezen sichergestellt. Der Besitzer, ein aktiver Jäger, wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Zwölf Gewehre, zehn Faustfeuerwaffen

Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte die Polizei zum Haus des Waffenliebhabers. Mit Unterstützungen der Spezialeinheit Cobra durchsuchte die Polizei am Freitag das Einfamilienhaus in Gaishorn - und was sie fand, gleicht einem kleinen Waffenlager: Zwölf Langfeuerwaffen sind ebenso im Besitz des 55-Jährigen wie zehn Faustfeuerwaffen, wobei einige davon unbrauchbar gemacht wurden: Bei einem Revolver wurde die Trommel verkürzt, bei einer russischen Maschinenpistole der Lauf verschweißt.

5.000 Schuss Munition

Ebenso wie die Waffen waren auch die 5.000 Schuss Munition nicht ordnungsgemäß verwahrt.

Sprengstoff unter dem Bett

Auch eine größere Menge Sprengstoff fanden die Beamten - und zwar unter dem Bett des Jägers. Zum Lockern von alten Wurzelstöcken habe er den gelatinösen Sprengstoff verwendet - was allerdings nur ausgebildete Sprengmeister dürften, so die Polizei.

"Um die Sicherheit besorgt"

Der 55-Jährige Obersteirer - er besitzt weder Waffenbesitzkarten noch Waffenpässe - sei um die eigene Sicherheit und die seiner Familie besorgt gewesen, so die ermittelnden Beamten. Im Haushalt des Waffensammlers lebt auch ein 13-jähriges Kind - das Mädchen habe aber kein Interesse an den Sammelobjekten gezeigt, heißt es von der Polizei.

Der 55-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt; gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt.

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nachrichten.at vom 11.12.2010

OÖN-Lokalaugenschein bei einer Treibjagd - „Has’ außi!“ 

OÖNachrichten-Redakteur Alfons Krieglsteiner klopfte bei der Treibjagd
in Engerwitzdorf wild entschlossen auf den Busch.

ENGERWITZDORF. Treibjagd in Engerwitzdorf: Hase und Fasan werden heute aufs Korn genommen. Die Jäger haben ihren Stand bezogen, und die Treiberschar rückt klappernd über das Feld.

Beim „Punz’n im Bühl“ an der Autobahnabfahrt Engerwitzdorf sind die Pächter der Jagdgesellschaft Engerwitzdorf und ihre Jagdgäste versammelt. Der Jagatee macht warm, dann geht’s hinaus in die graue Wolkenwand – schneidig im Jagag’wand, das orange Band um den kecken Hut geschlungen und den Patronengurt mit den gelben Hülsen um den Leib geschnürt. Jagdleiter Hubert Wall (59), Landwirt aus Katsdorf, instruiert die 50 Schützen, ermahnt zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Nach der Fanfare der Jagdhornbläser Engerwitzdorf wünscht man sich einen „guten Anblick“. Das Ziel:
Feldgehölze, wo Hase und Fasan stecken.

Zweck der Treibjagd ist die Regulierung der Bestände: Bis zu vier Sätze bringt eine Häsin pro Jahr zur Welt, jedes Mal mit zwei bis vier Jungen.
Der Überschuss muss „geerntet“ werden, genauso wie die überzähligen Fasanenhähne. Denn ein zu hoher Hahnenbesatz würde das Brutgeschäft stören.

Treibermeister Andreas Rammer (27) weiß, wie der Hase läuft. Er hat sich sein Team selber ausgesucht. 14 Treiber (alle unfallversichert) sollen das Wild „locker machen“ – zum Lohn gibt’s 20 Euro und ein Gratismittagessen. Einzige Dame in der Treiberschar ist Anna Hofbauer (16), Landwirtschaftsschülerin aus Katsdorf, die selber einmal Jägerin werden möchte. Der Längstgediente ist Richard Schauer (71) aus Hartmannsdorf. Mit 13 hat er seine Karriere in Pregarten begonnen, mittlerweile hat er es auf 160 Treibjagden gebracht.

„A Linie bilden!“, kommandiert Rammer. Die grellgelbe Warnweste locker über den Schultern, übe ich meine neue Rolle. Immer vertrauter wird das Knallen des Haselnusssteckens, den man bei jedem Schlag gegen einen Baumstamm federnd in der Hand fühlt. Dem Siegi mach’ ich’s nach, der unerhört laut die Treiberrufe erschallen lässt: „Hussassassa! Has’ außi!“

Schon bricht‘s im Gestrüpp: Die Hasen flitzen hin und her, kaum einer passiert die Schützenlinie heil. Die Schrote pfeifen. Getroffen stirbt der Hase den Schocktod, schlägt dabei ein Rad, dass der Schnee stäubt.
Ein anderer macht noch ein paar Sätze, dann bleibt er liegen.

Beim Mittagessen im Gasthaus „Klammühle“ sind alle dabei: Anita Lehner, die einzige Jägerin („Ich bin mit der Jagd aufgewachsen, fühle mich in dieser Männergesellschaft gut integriert“), der Hauer Sepp, Leiter des Seniorenheims Engerwitzdorf, der Burner Franz, Futtermittelvertreter aus Zinngießing, der Engelbert Mayr, Zimmerer aus Niederleiten, den sie wegen seines Rauschebarts „unseren Jesus“ nennen. Und der Reindl Hans aus Au, Onkel des Jagdleiters, mit 79 der älteste unter den Weidmännern, ein vorbildlicher Fasanenheger.

Wer da mit rechts zum „Weidmannsheil!“ anstoßen will, provoziert Gelächter. Denn „mit der Rechten halten wir Jaga unsere Leber, trinken tun ma mit der Linken“, klärt mich Hubert Wall schmunzelnd auf.

Frisch gestärkt, erwacht die Jagdlust neu. Auch bei „Polly“, dem vierjährigen Chesapeake-Retriever. Hans Pichler (63), pensionierter Straßenmeister aus Neumarkt, führt sie am Riemen. Den Kolben an die Wange gedrückt, die Mündung ausgerichtet, so wartet er dann, dass das Wild schussgerecht daherkommt. „Terr terr“, steht ein Hahn auf, bricht prasselnd durchs Geäst. Jetzt heißt es eilig mitfahren, vorhalten und den Finger krümmen. Getroffen! Dumpf schlägt der Hahn in den Schnee, und ein Wölkchen rostbraunen Federflaums stäubt vom Himmel.

Nach dem Abblasen wird das Gewehr „abgebrochen“, entladen und links geschultert. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Wenig Fehlschüsse, kaum Nachsuche, das zeichnet eine gelungene Treibjagd aus. Mit Einbruch der Dämmerung wird die Strecke gelegt: 58 Hasen, 26 Hahnen, eine Henne und ein schwaches Reh.

Der Jagdtag endet mit dem „Schüsseltrieb“, auf den sich keiner so freut wie Hubert Mittermayr, Ex-Schmuckhändler aus Linz und seit 56 Jahren Jäger. Als „Weinheiliger“, liest er den Schützen die Leviten und überreicht dem Weidmann, der heute seinen ersten Hahn erlegt hat, den kunstvoll aus Fasanenfedern drapierten „Hahnenbruch“. Da träumt so mancher junge Treiber von Höherem: „Nächstes Mal bin i a schon bei die Jaga dabei!“

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kurier.at vom 10.12.2010

Wildsau fiel in Pool und ertrank 

Wildschweinplage: Niederösterreichs Weidmänner erhöhen den Jagddruck, um Schäden so gering wie nur möglich zu halten

Bei euch rennt a Wüdsau durch den Garten." Josef und Maria K., die in Neusiedl an der Zaya, Bezirk Gänserndorf, ein Einfamilienhaus bewohnen, dachten zuerst an einen Scherz, als ein Angestellter einer örtlichen Bank sie gestern Vormittag darauf aufmerksam machte.

Das Ehepaar hielt Nachschau und erschrak: Im Schwimmbecken schwamm tatsächlich ein Wildschwein. "Wir verständigten sofort die Polizei und unseren Jagdleiter. Die rückten nach einiger Zeit gemeinsam mit der Feuerwehr an. Und die hat an Wochentagen große Personalnot."

Schließlich begann die Feuerwehr, den Pool auszupumpen. Aber es war zu spät. Das rund 80 Kilo schwere Wildschwein war bereits ertrunken. Ein Gnadenschuss durch den Jagdleiter oder den Polizeibeamten wurde durch die Gesetzeslage verhindert: Laut nö. Jagdgesetz dürfen Jäger nur 150 Meter außerhalb des Siedlungsgebietes Schüsse abgeben. Die Polizei darf Tiere nur dann töten, wenn akute Gefahr für Menschen besteht. Beides war hier nicht der Fall. Schließlich wurde das tote Tier geborgen und von der Jägerschaft abtransportiert.

Am Schwimmbecken entstand durch den Vorfall ein Schaden von rund 5000 Euro, den der nö. Landesjagdverband ersetzen wird. Und zwar deswegen, weil am Mittwoch in Neusiedl eine ausgedehnte Wildschweinjagd stattgefunden hat, bei der 31 Stück Schwarzwild erlegt worden sind. Aufgeschreckt durch den Jagdbetrieb ist laut Zeugen eine der Wildsauen quer durch die Weinviertler Gemeinde gelaufen und schließlich in das Becken gefallen. "Wenn im Zuge einer Jagd durch ein Stück Wild ein Schaden verursacht wird, dann deckt dies unsere Haftpflichtversicherung", sagt Peter Lebersorger, der Generalsekretär der Österreichischen Landesjagdverbände.

Schwierige Jagd

Wildschweine sind schwer zu bejagen. Sie sind sehr schlau und wegen der großen Zahl an Naturnutzern meist nur noch nachts unterwegs.

Europaweit haben die Bestände stark zugenommen. Noch am leichtesten sind Wildschweine bei Schneelage in mondhellen Nächten zu bejagen oder mit sogenannten "Riegeljagden", wie der in Neusiedl.

1950 wurden in Österreich etwa 300 Wildschweine erlegt, 1990 waren es bereits 13.000 und im Jahr 2008 mehr als 31.000 Stück. Ihr Wildbret wird sehr geschätzt. Wildschweinschinken oder Wildschweinbraten gelten als absolute Delikatesse.

"Um Schäden vor allem an landwirtschaftlichen Kulturen zu vermeiden wollen wird heuer die Abschusszahlen um 20 Prozent erhöhen", sagt Lebersorger.

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Presseaussendung Tierschutzverein Robin Hood vom 09.12.2010

Montecuccoli lässt wieder morden 

Blaues Blut im Blutrausch im Revier Hohenegg

Für morgen, 10.Dezember 2010, hat der Adelige und zuständige Hegeringleiter (!) Felix Montecuccoli wieder blaues Blut in das Jagdrevier Hohenegg geladen um zum jährlich Morden aufzurufen.

Schon im Vorjahr wurde das Gebiet hermetisch abgeriegelt, um Jagdgegnern keine Möglichkeit zu geben, ihren Unmut zu zeigen.
Dabei trifft sich die Créme de la Créme der Jägerschaft, an die 40 Jägerinnen und Jäger werden sich morgen zur Treibjagd einfinden, um Tiere der Meinung von Insidern nach völlig unkontrolliert zu ermorden.

Wie der Tierschutzverein Robin Hood heute von Informanten erfahren konnte, ist das große Problem der Abschuss von Geißen, die zuerst vor den Kitzen laufen und erschossen werden, die Kitze bleiben übrig und sterben. An sich ist diese Jagdpraktik nicht erlaubt, doch wer kontrolliert das blaublütige Gemetzel? Auch Wildschweine, und hier auch Bachen und Frischlinge werden gemordet, dies leider völlig legal.

Im Vorjahr konnten Tierschützer am nächsten Tag noch Blut und Eingeweidereste vor Ort finden, obwohl versucht wurde, “ordentlich aufzuräumen”.

Ein großes Problem bei den Treibjagden ist die mangelnde Nachsuche, unzählige Tiere werden “nur” angeschossen und humpeln dann tagelang schwer verletzte Tiere durch den Wald und so manche Tiere mit Steckschüssen im Hals oder im Gebiss verenden qualvoll. Der Informant sprach von einem Rehbock, der mit durchschossenen Unterkiefer noch lange gesichtet worden ist.

Was die Jagd wirklich ist, formulierte der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Theodor Heuss, vor fast 50 Jahren treffend: „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.“ Und vor einer Diplomatenjagd auf Hasen äußerte der große Staatsmann: „Ich hoffe für die Hasen!“

Der Tierschutzverein Robin Hood kann sich dieser Meinung nur anschließen und verurteilt die Jagd an sich und die Treibjagd im Besonderen aufs Schärfste.

Daten zur Treibjagd (Riegeljagd) im Dunkelsteinerwald:
Termin: Freitag, 10. Dezember 2010
Beginn: 08.00 – 08.30h
Treffpunkt: Parkplatz vor der Burgruine Hohenegg

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orf.at vom 21.11.2010

Neue Bestimmungen für Jäger 

Der Landtag hat eine Novellierung des Jagdgesetzes beschlossen, die mit Beginn des neuen Jahres in Kraft treten soll. Künftig werden Jagdkarten aus anderen Bundesländern anerkannt, außerdem gibt neue Bestimmungen für Jagdgatter.

Keine Extras für Eigenjagdgebiete

Jagdgatter heißen in Zukunft umfriedete Eigenjagdgebiete. Es gelten damit die gleichen Bedingungen wie für alle anderen Jagdgebiete.

Bislang hat es nämlich kaum Regelungen gegeben, Wild konnte an 365 Tagen im Jahr fast ohne Einschränkungen erlegt werden. In Zukunft müssen Jäger aber Schon- und Schusszeiten beachten und Aufzeichnungen über den Wildbestand führen.

Tore für Jagdgäste offen

Außerdem kann die Behörde künftig umfriedete Eigenjagden, also Jagdgatter, untersagen, wenn schwerwiegende negative Einflüsse auf die Wildbahn zu erwarten sind. Der Geschäftsführer des niederösterreichischen Jagdverbandes, Peter Lebersorger, begrüßt die Änderungen.

Bei den Jagdkarten ist Niederösterreich das erste Bundesland, das auch Karten anderer Bundesländer nach einer entsprechenden Prüfung anerkennen kann. Jäger aus anderen Bundesländern können dann ohne Jagdgastkarte auf die Jagd zu gehen.

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orf.at vom 20.11.2010

Unfälle bei Treibjagden 

Zwei Jagdunfälle haben sich Samstagnachmittag im Mühlviertel ereignet. Im Bezirk Freistadt wurde ein Treiber von einem Jäger angeschossen. Im Bezirk Rohrbach wurde ein Jäger von einem Geschoß verletzt.

Peilstein

Noch sind die Umstände, die zu dem Unfall im Gemeindegebiet von Peilstein im Bezirk Rohrbach geführt haben, nicht restlos geklärt. Ein 40-jähriger Jäger schoss auf einen Hasen, dabei dürfte ein Teil der Schrotladung einen anderen Waidmann getroffen haben. Der Verletzte musste von der Rettung versorgt und in das Krankenhaus nach Rohrbach gebracht werden. Die Ermittlungen sind derzeit noch nicht abgeschlossen.

Neumarkt im Mühlkreis

Glimpflich ging der Jagdunfall im Bezirk Freistadt aus. Ein Treiber wurde im Pfarrerwald in Neumarkt im Mühlkreis von einem Querschläger getroffen. Der 40-Jähriger wurde an der Hand verletzt und musste ebenfalls im Krankenhaus versorgt werden.

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"Wirtschaftsblatt" vom 18.11.2010

Wenn große Jäger über tolle alte Zeiten sinnieren 

BUCHPRÄSENTATION. Klaus Neuberger präsentiert Tolle Zeiten & Große Jäger beim Jagdausstatter Joh. Springer’s Erben

Wien. Für Jäger waren die Zeiten auch schon einmal besser. Gut also, dass Klaus Neuberger die Jagderinnerungen großer österreichischer Jäger im Monumentalwerk Tolle Zeiten & Große Jäger zusammentrug und beim noblen Wiener Jagdausstatter Johan Springer’s Erben präsentierte. Auf unzähligen Seiten, illustriert mit 625 Bildern, erfährt man also, warum Staatsvertragsarchitekt Josef Figl in Tirol jagte, auf welchen Hochsitzen Senfbaron Manfred Mautner Markhof seine Geschäftsideen schmiedete und in welchen Revieren der Industrielle Karl Friedrich Flick sein Unwesen trieb.

Das ließen sich auch die großen Jäger von heute nicht entgehen – unter den Gästen waren: Porr-Chef Karl Heinz Strauss, Executive-Headhunter Phillipp Harmer, Schellhammer-Schattera Direktor Peter Böhler, die Familienunternehmer Alfred Umdasch, Helmut Niedermeyer und Leo Nagy sowie die Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kodolsky samt Philipp Ita, der jetzt bei der ÖBB arbeitet. Auch der österreichische CIC-Delegierte und Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly fühlte sich im Waffenladen sichtlich wohl.

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orf.at vom 15.11.2010

Jagd auf Katzen sorgt für Aufregung 

Die Jagd auf Katzen sorgt in der Gemeinde St. Willibald im Innviertel für Aufregung unter Tierschützern. Zwölf Tiere sind in den letzten Monaten verschwunden. Einige Katzen fanden sich in Lebendfallen im Wald wieder.

Qualvoll verhungert und schon im verwesten Zustand: So fanden zwei Schulkinder eine der vermissten Katzen in einer Lebendfalle in einem Waldstück bei St. Willibald (Bezirk Schärding).

Zu wenig Kontrolle der Lebendfallen

Tierschützer aus der Gegend befürchten, dass auch die anderen abgängigen Katzen von Jägern gefangen beziehungsweise erlegt wurden.

Hannelore Rügen vom Linzer Tierschutzverein kritisiert, dass die Lebendfallen nicht ausreichend alle 24 Stunden kontrolliert würden und an Plätzen aufgestellt seien, die gar nicht auf den Grundstücken der Fallensteller sind.

Jägerschaft weist Vorwürfe zurück

Die Jägerschaft weist alle Vorwürfe zurück, und verweist auf das Jagdgesetz. Demnach seien wildernde Katzen im Wald zu erlegen oder mit Fallen zu fangen, weil sie den Wildhasen nachstellen, so Walter Irger, der Jagdleiter von Raab.

Im Fall der verwesten Katze sei nicht auszuschließen, dass das Tier dem Jagdpächter nachträglich als Racheakt in die nicht scharf gestellte Falle gelegt worden sei.

Keine Stellungnahme der Katzenbesitzer

Die betroffenen Katzenbesitzer selbst, darunter Landwirte und eine Krankenschwester, wollten dazu keine Stellungnahme abgeben, wohl aus Angst, dass dann noch mehr ihrer Katzen auf mysteriöse Weise verschwinden.

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pnp.de vom 15.11.2010

Die Tierquäler aus dem Unterholz 

Geschwärztes Gesicht, die Büchse bereit: Solche „Schwarzgeher“ sind meist nur in Heimatromanen zu finden. „Echte“ Wilderer führen nicht selten Nachtsichtgeräte mit sich und jagen vom Auto aus.

Sie kommen mit Schalldämpfern und Suchscheinwerfern, sie sind auf der Jagd nach Trophäen, und sie versetzen Österreichs Jäger in Aufruhr: Immer mehr Wilderer treiben in der Alpenrepublik ihr Unwesen. Bei diesen „Schwarzgehern“ ganz vorne mit dabei: die Deutschen.

Jennerwein und Wildschütz - das war einmal. Längst streifen Wilderer nicht mehr mit Kniebundhose und Trachtenhut durch die Wälder, und auch längst ist es nicht mehr der Hunger, der sie in die Illegalität treibt. Trophäenjagd, lautet heutzutage das Zauberwort, das Wilderer aus halb Europa nach Österreich lockt.

„Organisierte Banden sind das zum Teil. Sie schneiden den Tieren die Köpfe ab und lassen den Rest liegen“, sagt Johann Maier, österreichischer Nationalrat aus Salzburg. 507 Anzeigen gab es im vergangenen Jahr wegen Wilderei in Österreich. Ein Anstieg um fast 35 Prozent. Die Zahlen hat der SPÖ-Abgeordnete aus einer Anfrage bei der Regierung. Die Schwerpunkte liegen in Tirol, Wels und im Salzburger Raum. 55 Anzeigen wurden 2009 rund um die Mozartstadt registriert, mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor - und das sind nur die Fälle, die entdeckt und gemeldet wurden. Die Dunkelziffer soll weitaus höher liegen.

Mit die meisten Wilderer sind Deutsche

Auffällig dabei: Beinahe jeder zweite auf österreichischem Boden ermittelte Wilderer war Ausländer. Mit an erster Stelle stehen Möchtegern-Jäger aus Deutschland. Sie rangierten 2009 hinter den Rumänen auf Platz zwei. 2008 führten sie das „Ausländer-Wildererranking“ sogar an - mit einem Anteil von 20 Prozent.

Für Nationalrat Maier ist klar: Es muss etwas passieren, denn mit „Sozialromantik“ habe die heutige Wilderei nichts mehr zu tun. Pure Tierquälerei sei das, empört sich der SPÖ-Abgeordnete. „Geschossen wird meist mit Kleinkalibergewehren, weil die Waffen weniger Krach machen. Doch wegen der geringen Wucht werden die Tiere oft nur verletzt. Sie flüchten ins Unterholz und gehen dort jämmerlich zugrunde. Eine Frechheit.“

„Eine Frechheit“, das findet auch Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands. Zwar liegen im Freistaat die Wildererfälle inklusive Schwarzfischerei mit jährlich rund 500 Anzeigen seit Jahren konstant, doch ausgerottet sei die Wilderei auch in Bayern längst nicht. „Man hört laufend davon“, sagt Vocke, der wie Maier von einer nicht geringen Dunkelziffer ausgeht.

Abgesehen haben es die Wilderer vor allem auf Rehe und Hirsche. Dazu kommen per Fallen gefangene Füchse und Marderarten sowie im Gebirge die klassische Wildererbeute: die Gams. Drei Typen von Wilderern unterscheidet Vocke: Heranwachsende, die sich beweisen wollen, ausgebildete Jäger, die sich an fremden Revieren vergreifen - und „Autowilderer“.

Sie sind es, die bei der Jägerschaft den größten Zorn hervorrufen. Meist direkt vom Fahrzeug aus erlegen sie ihre Beute. Ausgerüstet sind sie dabei nicht selten mit modernen Hilfsmitteln wie Nachtsichtgeräten und Schalldämpfern. Ihre Taktik: Feld- und Waldwege abfahren, sobald sich ein Reh zeigt aufblenden und das für kurze Zeit erstarrte Tier dann abschießen. Wird die Beute nur verletzt - was angesichts der schwachen Kleinkalibergeschosse oft genug vorkommt - und flüchtet es ins Unterholz, fahren die Wilderer einfach weiter.

Fälle dieser Art verzeichnen Jäger und Behörden längst nicht nur in den traditionellen Wilderergebieten im Gebirge. „Man hört auch bei uns immer wieder davon“, sagt Ludwig Unterstaller, Vorsitzender des Altöttinger Jagdverbands. Jedes Jahr gebe es mehrere Vorkommnisse - Fälle etwa, wie in der Nähe von Burgkirchen, wo sich ein Landwirt über Reifenspuren wunderte, die mitten durch eine seiner Wiesen führten. Die Spuren führten den Bauern direkt zu einer von Rehblut verschmierten Stelle. Ein „Autowilderer“ hatte hier zugeschlagen.

Auch im Bayerischen Wald ist Wilderei alles andere als unbekannt. „Es gibt immer wieder dubiose Sachen, die nicht zuzuordnen sind“, sagt Karl-Heinz Schupp, Chef des Jagdverbands Regen-Zwiesel. Schwerpunkte seien zwar nicht festzustellen, doch Fahndung mit Plakaten und „Kopfgeld“ bis vor zwei Jahren sorgte ein Revier bei Kirchdorf für Aufregung: Immer wieder fanden Jäger dort an Schussverletzungen verendete Rehe oder Kadaverreste. Die Sache ging soweit, dass mit Plakaten und einer Belohnung nach dem Täter gesucht wurde. Ohne Ergebnis.

Nicht anders die Situation im Passauer Bereich: Im eigenen Revier nahe Ruhstorf hatte es Vorstand Ernst Gerauer vom Jagdschutzverein dort mit einem Fall von Wilderei zu tun - ein am Ufer der Rott gefundener Rehkadaver, der Spuren eines schlecht platzierten Kleinkaliberschusses aufwies.

Anders als in Österreich sind auf bayerischer Seite allerdings die meisten Wilderer Einheimische - zumindest lassen Zahlen des Innenministeriums darauf schließen. Nur einer von 59 im Jahr 2009 überführten Tätern war Ausländer.

Umso größer der Ärger in Österreich, wo Revierbesitzer zusehen müssen, wie ihnen Wilderer aus Deutschland, Osteuropa und dem Balkan die kapitalsten Tiere wegschießen. Nationalrat Johann Maier fordert deswegen ein deutlich härteres Vorgehen gegen die illegalen Waidmänner. Vor allem ruft er die heimischen Jäger auf, jeden Fall rigoros anzuzeigen. Dieser Forderung schließen sich auch die bayerischen Jäger an. Schließlich seien Wilderer „keine Abenteurer und Helden, sondern Kriminelle ohne einen Funken Ehrfurcht vor der Kreatur“, wie es beim bayerischen Jagdverband heißt. Präsident Vocke wendet sich dabei auch an alle Autofahrer. Auch sie könnten leicht in Konflikt mit dem Gesetz kommen. Dann nämlich, wenn ihnen ein Wildtier vors Fahrzeug läuft und sie den Kadaver einfach mitnehmen. Auch das zählt als Wilderei.

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oe24.at vom 15.11.2010

68-Jähriger bei Jagd angeschossen 

Der Jäger hatte bei dem Unfall einen Fuchs im Visier.

Ein Jagdunfall im Gemeindegebiet von Obritzberg (Bezirk St. Pölten) hat am Sonntagnachmittag einen Verletzten gefordert. Ein 68-Jähriger wurde von einer Schrotpatrone in den linken Oberschenkel getroffen. Das Opfer musste ins Landesklinikum St. Pölten eingeliefert werden.

Zu dem Unfall war es gekommen, als ein 34 Jahre alter Mann in einer Schützkette stehend auf einen Fuchs schoss. Das Tier war seinen Angaben zufolge parallel zur Jagdgesellschaft gelaufen, so die Polizei.

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ots.at vom 09.11.2010 

Wildschwein"plage" oder Wildschweinzucht? 

VIER PFOTEN: Hausgemachte Probleme endlich an der Wurzel packen

Wien (OTS) - "Wenn immer mehr Wildtiere geschossen werden, weil es immer mehr gibt, müssen dann noch mehr geschossen werden, damit es weniger werden?" Diese provokante Frage stellte der Wiener Zoologe Doz. Dr. Wolfgang Scherzinger bereits 1995 in seinem Buch "Naturschutz im Wald" (Ulmer). Auch bei jeder Jägertagung ist die jährlich höhere - seit langem unnatürliche -  Wilddichte, die für einen Dauerkonflikt zwischen Forst und Jagd sorgt, heftigst diskutiertes Thema.

Es mangelt jedoch am Willen zur Ursachenbekämpfung: denn ein hoher Wildbestand garantiert dem Jäger erst die gewünschten zahlreichen Abschüsse. Dazu ist die irreführend als "Hege" bezeichnete Zucht durch Fütterung nötig - bei Wildschweinen mit tonnenweise fruchbarkeitssteigerndem Mais. Damit die Revierinvestitionen sich rentieren, verkauft er immer öfter Abschüsse an betuchte Herrschaften oder lädt diese ein, um im Gegenzug gute Geschäfte zu machen. "Und die meist nicht gerade treffsicheren Hobbyjäger schießen auf alles, was ihnen vor die Flinte gestellt oder getrieben wird", so VIER PFOTEN-Geschäftsführerin Johanna Stadler. Denn "auf alles" bedeutet auch Muttertiere und sogar Leittiere, wodurch zusätzlich die Fortpflanzung angekurbelt wird, weil die führungslosen Jungtiere dadurch schneller ins geschlechtsreife Alter kommen.

Erhöhte Populationsdichten verursacht die (auch bäuerliche) Jägerschaft somit eindeutig selbst. Unverständlich, wenn also sogar die Landwirtschaftskammer auf orf.at fordert, dass auch Leitbachen bejagt werden dürfen. "Werde die Muttersau erlegt, zerfalle der Familienverband, und die Tiere würden sich weiter zerstreuen. Diese Tiere seien dann noch schwerer zu jagen", erkennt immerhin Bezirksjägermeister Elmar Müller (auf
http://orf.at/stories/2023251/2023258/) einen Teil des Problems.

Eine Einbremsung der Schießwut ist hier also längst überfällig, denn es gibt wegen der Jagd ohnehin schon lange keine natürlich gewachsenen, gesunden Rottenstrukturen mit allen Altersstufen mehr.
"Jäger wissen einfach nicht, was sie damit anrichten oder es ist ihnen egal", ist Stadler erzürnt. "Bei so beeindruckenden Tieren wie Wildschweinen von einer Plage zu sprechen, spricht auch für den Egoismus der Jäger, die mit solchen Meldungen die Aufhebung sämtlicher Tötungsbeschränkungen erreichen wollen." In Niederösterreich hat man damit bereits vor Jahren erreicht, Wildschweine (neben u.a. Enten, Gänsen und Füchsen und sogar den bedrohten Auerhähnen!) auch nachts gnadenlos verfolgen zu dürfen.

Wildschweine sind übrigens wahrscheinlich intelligenter als Hunde.
Sie sind normalerweise tagaktiv und streifen friedlich auf der Suche nach Futter durch den Wald. Die Jagd hat sie vielerorts in die Nachtaktivität getrieben und die massive Fütterung führt zu regelrechter Massentierhaltung im Wald, was an den Böden im Umkreis der Futterplätze leicht zu erkennen ist.

Weitere Infos zu Auswüchsen der Jagd auf vier-pfoten.at unter Wissen/Jagd.

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ots.at vom 09.11.2010 

FPÖ-Hofer: WWF bläst zum Halali - Musterbeispiel für bigotte NGO's 

Wien (OTS) - Als Musterbeispiel für Bigotterie, sei durch das Internetportal www.erstaunlich.at, der WWF geoutet worden, berichtete heute der freiheitliche Vize-Parteiobmann NAbg. Norbert Hofer. Betreibe doch der Tierschutzverein WWF vier Eigenjagden in Niederösterreich, so Hofer.

Grundsätzlich sei die Jagd nichts Verwerfliches, so Hofer, es stelle sich in diesem Zusammenhang nur die Frage, wieso ausgerechnet ein Tierschutzverein zum Halali blasen müsse, zumal der WWF eine sehr kritische Haltung zur Jagd einnehme. So protestiere der WWF etwa gegen die Abschuss-Verordnung der Niederösterreichischen Landesregierung, mit den Worten: "Das Land NÖ erlaubt Töten als Freizeitvergnügen." Offenbar hätten die Tierschützer des WWF hier vergessen, dass sie selbst vier Eigenjagden in Niederösterreich besäßen, zeigte Hofer auf. Es handle sich hierbei um Eigenjagden in den Donau- und Marchauen, so Hofer. "Hier hat der WWF jede Glaubwürdigkeit verloren", kritisierte Hofer.

Damit liefere der WWF ein ungustiöses Musterbeispiel für gewissenlose Abzocke gutgläubiger Spender und bestätige einmal mehr, dass es der NGO-Industrie ausschließlich um die Selbsterhaltung und Selbstbedienung gehe, kritisierte Hofer. Genau jene Organisationen seien es, die bei jeder noch so kleinen Ungereimtheit, Zeter und Mordio schreien würden, bei eigenen Machenschaften aber rigoros über die allergrößten Schweinerein hinwegsehen würden, fasste Hofer zusammen. Er, Hofer, werde sich diese, den Spendern gegenüber unhaltbaren Zustände, genauer ansehen und gegebenenfalls parlamentarische Initiativen setzen. "Die Gutmenschenabzocke muss beendet werden", schloss Hofer.

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orf.at vom 07.11.2010 

Jäger von Kollegen angeschossen 

Ein 49-jähriger Jäger ist am Samstagvormittag bei einer Jagd in Alkoven bei Eferding von einem Schrotprojektil getroffen und verletzt worden. Der Linzer und ein Jägerkollege waren in einem Wald in der Ortschaft Polsing unterwegs.

Auf Hasen geschossen


Dabei entdeckten beide Männer einen Hasen und schossen auf ihn. Der 49-Jährige dürfte laut Polizei dabei für seinen 51-jährigen Kollegen nicht sichtbar gewesen sein, weil er in einer Senke stand.

Projektil in Unterlippe gesteckt

Eine Schrotkugel traf den Mann an der Lippe. Möglich sei laut Polizei, dass das Projektil von einem Baum abgeprallt war. Die Schrotkugel verletzte die Oberlippe und blieb in der Unterlippe stecken. Im Krankenhaus wurde sie operativ entfernt.

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orf.at vom 06.11.2010 

Wildschweinbestände nehmen rasant zu 

Durchwühlte Felder und Wiesen, zerstörte Gärten: Wenn eine Wildschweinrotte auf Wanderschaft ist, dann hinterlässt sie eine Spur der Verwüstung. In weiten Teilen Österreichs leiden die Bauern unter einer regelrechten Wildschweinplage. Die Jägerschaft steht dem Problem rat- und hilflos gegenüber.

Die Jäger, die in diesem Herbst wieder in leuchtend orange Warnwesten in Waldstücken und auf Wiesen Stellung beziehen, müssen nicht lange warten, bis ihnen das erste Wildschwein vor die Flinte rennt. 1950 wurden in Österreich 300 Wildschweine erlegt, 1990 waren es bereits 13.000 und 2008 sogar über 31.000. Das Schwarzwild hat sich in den letzten Jahrzehnten explosionsartig vermehrt - und ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen. Vor allem Bauern stöhnen unter der Plage und fordern lockerere Abschussregeln.

7.600 Wildschweine erlegt

Besonders das Burgenland leidet unter der Plage. Im Bezirk Oberpullendorf haben Jäger in den letzten drei Jahren rund 6.000 Tiere erlegt - im ganzen Bundesland waren es allein in diesem Jahr 7.600 Wildschweine. Doch eine Eindämmung wurde damit nicht erzielt. „Die Wildschweine produzieren so viel Nachwuchs, dass wir mit dem Jagen nicht mehr nachkommen“, sagte der Bezirksjägermeister Reinhold Iby gegenüber Radio Burgenland - mehr dazu in burgenland.ORF.at .

Um zumindest die Weingärten vor den hungrigen Rotten zu schützen, haben Bauern Elektrozäune aufgestellt, denn wenn die Bachen (Muttersäue, Anm.) einmal mit ihren Frischlingen in einen Weingarten eingefallen sind, bleibt keine Traube mehr auf dem Rebstock. Doch als optimale Lösung haben sich die Zäune bisher nicht bewehrt. Wenn ein Frischling unter dem Zaun durchschlüpft, sei auch die Bache nicht mehr zu halten, erklärte ein betroffener Winzer.

Streifzüge durch das Innviertel

Mittlerweile haben sich die Tiere weit über ihre bisherige Verbreitungsregionen hinaus vermehrt, etwa in Oberösterreich. Auf ihren bis zu 20 Kilometer langen nächtlichen Wanderungen richteten sie heuer vor allem im Innviertel große Schäden an. Die Jäger sind ratlos, wie sie der Plage Herr werden sollen. Da es keine Schonzeiten für die Tiere gibt, werden sie rund ums Jahr geschossen. Ausgenommen sind nur trächtige Tiere und Mutterschweine. Doch das ist den Landwirten mittlerweile nicht mehr genug.

Keine Bedrohung für Wanderer

Wildschweine sind die weltweit am weitesten verbreiteten Paarhufer. Sie kommen auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis vor. Für Spaziergeher stellen sie keine Gefahr da, da sie bei Störung sofort das Weite suchen. Nur Bachen mit Frischlingen sollte man besser nicht in die Quere kommen.

So forderte die Landwirtschaftskammer Vorarlberg, dass künftig auch Leitbachen bejagt werden dürfen. Die Jägerschaft lehnte dieses Ansinnen aber ab. Werde die Muttersau erlegt, zerfalle der Familienverband, und die Tiere würden sich weiter zerstreuen, sagte Elmar Müller von der Vorarlberger Jägerschaft. Diese Tiere seien dann noch schwerer zu jagen. Wegen der milden Winter haben sich die Allesfresser bereits bis auf 1.000 Meter Seehöhe angesiedelt - mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Zu schlau für Jäger?

Warum sich die Tiere in den vergangenen Jahren so rasch vermehrt haben und sich mittlerweile auch auf Gebiete ausdehnen, wo sie bisher noch nicht heimisch waren, ist unklar. Mit Sicherheit spielen Faktoren wie milde Winter und die Tendenz zu mehr Mischwäldern eine Rolle. Aber auch die hohe Intelligenz der Tiere macht es den Jägern schwer, den Tieren aufzulauern. Sobald die Rotte eine Falle wittert, flüchtet sie. Selbst Flüsse und Bäche werden dabei problemlos durchschwommen.

Als einzige Handhabe gegen die Wildschweinschwemme bleibt der Abschuss. Und obwohl die Tiere das ganze Jahr über gejagt werden dürfen, sind sie im Sommer, wenn die Felder hoch stehen, so gut wie unsichtbar. Jäger raten Bauern daher beim Anbau etwa von Mais, ein paar Meter Abstand zum Waldrand zu halten. Doch dazu sind nur die wenigsten bereit. Denn das würde für Landwirte wieder weniger Ertrag bedeuten.

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"Vorarlberger Nachrichten" vom 06.11.2010 

Morddrohung statt Bergerlebnis 

Gargellen - Im Montafon wurde ein Jagdpächter wegen einer Morddrohung angezeigt. "Nicht weiter, sonst erschieße ich euch", soll er zu Wanderern gesagt haben. Polizei ermittelt gegen Jagdpächter im Montafon.

Den Ausflug auf die Valiseraalpe in Gargellen hatte sich das Paar aus dem Vorarlberger Unterland wohl anders vorgestellt. Denn statt eines Bergerlebnisses setzte es eine deftige Drohung: „Nicht weiter, sonst erschieße ich euch“! Mit diesen Worten soll der Jagdpächter die erschrockenen Wanderer eingeschüchtert haben. Inzwischen liegt der Fall bei der Polizeiinspektion Gaschurn. „Noch fehlt die Einvernahme eines Zeugen aus Wien. Sobald diese da ist, geht der Akt an die Staatsanwaltschaft Feldkirch und die Bezirkshauptmannschaft Bludenz“, bestätigt Inspektor Michael Zimmermann auf VN- Nachfrage. Dem Jagdpächter aus Tirol steht demnach eine Anklage wegen des Verdachtes der schweren Nötigung ins Haus.

„Waffen gesehen“

Es war ein Wochenende im Oktober und Hirschbrunft, als das Paar auf dem als öffentlich ausgeschilderten Wanderweg vom Valiseramaisäß zur Valiseraalpe spazierte. „Es gab auf der ganzen Strecke keinen Hinweis darauf, dass man wegen der Hirschbrunft nicht weitergehen soll“, sagt der Anzeiger, der die Alpe noch von früher kennt. Dafür wurden die Wanderer kurz vor dem Ziel abrupt gestoppt. Ein Hund kam auf sie zugerannt. „Wir dachten noch, die Männer, die wir bei der Alpe erblickten, werden das Tier schon zurückpfeifen“, erzählt der Götzner. Stattdessen kam es, so die Schilderungen des Paares, noch schlimmer. Einer der Männer habe nach anderen beleidigenden Aussagen wortwörtlich erklärt, er werde sie erschießen, sollten sie weiterwandern. Die Drohung sei glaubwürdig gewesen, da sie Waffen bei den Männern gesehen hätten.

„Ich dachte, ich bin im falschen Film“, so der Betroffene. Etwas „wohler“ fühlte sich das Paar erst, als ein anderer – laut Aussage – bewaffneter Jäger auf den Plan trat. Der habe sich zwar für das Verhalten des Jagdpächters entschuldigt und in vernünftigem Ton erklärt, es sei Hirschbrunft und sie sollten bitte umkehren, aber auch angemerkt, „weil ihr das sonst eher nicht überleben werdet“. Diese massiven Drohgebärden veranlassten den Betroffenen schließlich, Anzeige bei der Polizeiinspektion Götzis zu erstatten. Diese hat den Akt nach der Vernehmung der Beteiligten an die „Tatort zuständige Dienststelle“ in Gaschurn abgetreten, wo er der „Endbearbeitung“ harrt. Bei solchen Delikten kann eine Entschuldigung reichen, aber auch eine Geld- oder Haftstrafe verhängt werden. Auf die Frage, ob sich der Beschuldigte denn entschuldigen wolle, um die Wogen zu glätten, ließ Michael Zimmermann wissen: „Er will ja seine Jagdpacht nicht verlieren.“

Aufklärung gefordert

Die Jagd selbst ist im Besitz des Standes Montafon und bereits in der zweiten Periode an den derzeitigen Nutzer, einem Mitglied der Swarovski- Familie, verpachtet. Für Betriebsleiter Ing. Hubert Malin ist die Angelegenheit, wenn in dieser Form erwiesenermaßen vorgefallen, „kein normales Verhalten“ und „absolut untragbar“. Doch das habe der Jagdpächter zu verantworten. Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich fordert eine „gründliche Aufklärung“ vor allem in Interesse der übrigen Jägerschaft. Immerhin handle es sich um einen Vorwurf von gravierendem Ausmaß. Sollte die weitere Untersuchung den angezeigten Tatbestand bestätigen, wird ein Vereinsausschluss überlegt. Die Jagdkarte kann einem Jagdpächter allerdings nur von der BH entzogen werden.

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"Kronen Zeitung" vom 06.11.2010 

Forstamt schäumt - Aktivisten sorgen für Jagdabbruch in Lainz 

Wilde Szenen im Tiergarten Lainz. Während einer vom Forstamt organisierten Jagd drangen radikale Tierschützer ins derzeit gesperrte Areal ein und stellten sich den Waidmännern in den Weg. Diese holten die Polizei. Als die Aktivisten dennoch nicht abzogen, wurde die Jagd abgebrochen. Die MA 49 will Schadenersatz.

Eklat im Sperrgebiet - mehrere Aktivisten der Gruppe "Verein gegen Tierfabriken" (VGT) waren mit Kameras "bewaffnet" über die Tiergartenmauer geklettert. Sie wollten das ihrer Meinung nach "perverse Massenschlachten" von Wildschweinen dokumentieren und gerieten in die Schusslinie. "Diesen Jägern geht es ums Töten, der Stadt um Einnahmen", wetterte VGT- Obmann Martin Balluch. Forstamt- Chef Andreas Januskovecz zeigte sich über die Aussagen und die Aktion der radikalen Tierschützer entsetzt.

Ohne Abschüsse "würde Zahl der Tiere explodieren"

Ohne gezielte Abschüsse würde die Anzahl der Tiere explodieren. "In einem abgegrenzten Areal wie Lainz wäre das gesamte Öko- System gefährdet", so Januskovecz. Viel mehr als die konstant gehaltenen 1.300 Vierbeiner würden der Grünoase mehr schaden als nutzen. Januskovecz erstattet nun Anzeige und will den Schaden ersetzt bekommen. Denn neben den Profis der MA49 waren auch 40 Gast- Waidmänner bei der Jagd dabei. Diese bezahlen pro erlegtem Tier eine festgelegte Taxe. Ein ausgewachsener Keiler bringt um die 4.000 Euro. "Diese Einnahmen kommen selbstverständlich wieder dem Tiergarten zugute", so der Forstdirektor. Etwa werde davon Futter gekauft.

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"Kurier" vom 03.11.2010 

Ärger um den "Hirsch-Befreier" 

Aufregung bei den Wildtierhaltern. Ein Unbekannter öffnet Gehege, die Tiere laufen davon. Der Schaden ist beträchtlich.

Das ist eine absolute Frechheit. Ich frage mich: Wer macht so etwas?", schimpft Christian Bugl aus Mannersdorf. Der Ärger ist verständlich. Denn der Wildtierhalter wurde kürzlich Opfer eines "Hirsch-Befreiers", der seit Tagen im Bezirk Melk sein Unwesen treibt. Der Schaden beträgt mehrere Tausend Euro, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wann genau der Unbekannte in Mannersdorf zuschlug, ist nicht bekannt. Der Täter dürfte jedenfalls aus dem Gatter mehrere Haken herausgerissen haben und verschwand danach wieder. Es dauerte nicht lange, bis mehrere Hirsche und zwei Mufflonwidder davonliefen. "Wir haben es nicht geschafft, wieder alle einzufangen", erzählt Bugl. Er befürchtet, dass für einige die Flucht auch das Todesurteil bedeuten könnte. "Das Wild braucht Futter. Das könnte vor allem im Winter problematisch werden, wenn sie keine Futterstellen finden."

Der Wildtierhalter überlegt nun, eine Überwachungskamera bei dem Gatter zu montieren. "Ob es was bringt, wird man dann sehen. Zumindest könnte es der Abschreckung dienen."

Wildbret-Saison

Der Mannersdorfer ist aber längst nicht das einzige Opfer des "Hirsch-Befreiers". Auch Engelbert Erhart, seines Zeichens Obmann der ARGE landwirtschaftlicher Wildhalter Österreichs, musste kürzlich in Maierhöfen gleich eine ganze Herde von sibirischen Sickerhirschen zurück ins Gehege treiben. "Jemand hatte den Zaun aufgezwickt. Zum Glück konnten alle elf Hirsche wieder eingefangen werden."

Dass die Taten genau zur Wildbret-Saison passieren, könnte ins das Vorgehen von militanten Tierschützern passen. Festlegen will man sich bei den Betroffenen und der Polizei freilich nicht. Erhart: "Wir sind ständig strengen Kontrollen unterworfen und achten sehr auf die Haltung. Wer wirklich hinter den Aktionen steckt, lässt sich deshalb nicht sagen." Auch der Wildhalter-Obmann denkt nun daran, eine Kamera bei dem Gatter zu installieren.

Hinweise werden bei der Polizei Melk entgegengenommen: ö 059133/3130

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orf.at vom 02.11.2010 

Der Vormarsch der Wildschweine  

Die Wildschweine haben sich in den vergangenen Jahren derart stark vermehrt, dass sie mittlerweile zu einer Plage geworden sind. Die Tieren richten auf Feldern und in Weingärten enorme Schäden an.

Immer auf der Suche nach Futter


Der Wald als Lebensraum reicht den Wildschweinen schon lange nicht mehr. Sie kommen bis an bewohntes Gebiet heran. Vor allem die Bauern haben ihre liebe Not mit den Wildschweinen, weil sie auf der Suche nach Fressbarem landwirtschaftliche Kulturen zerstören.

Sehr fruchtbar

Besonders viele Wildschweine gibt es im Bezirk Oberpullendorf. Obwohl die Jäger dort in den vergangenen drei Jahren an die 6.000 Tiere erlegten, werden es nicht weniger.

"Die Wildschweine produzieren so viel Nachwuchs, dass wir mit dem Jagen gar nicht mehr Nachkommen", sagt Bezirksjägermeister Reinhold Iby.

Elektrozäune zur Abschreckung

Im Bezirk Eisenstadt-Umgebung fallen immer öfter Wildschweine in waldnahe Weingärten ein. Um die Tiere abzuhalten, haben einige Weinbauern rund um ihre Weingärten Elektrozäune aufgestellt.

Überträger von Krankheiten

Burgenlandweit wurden heuer bereits 7.600 Wildschweine geschossen. Bei einer Überpopulation können bei den Tieren auch gefährliche Krankheiten ausbrechen, wie etwa die Schweinepest.

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orf.at vom 31.10.2010 

Fehlschuss bei Jagd legte Bahnschranken lahm Jäger 

Ein Fehlschuss bei einer Fasanenjagd ist vermutlich die Ursache für den Ausfall mehrerer Schrankenanlagen am Samstag und Sonntag in der Oststeiermark. Eine Schrotladung beschädigte ein Datenkabel.

Lufthängekabel beschädigt

Sechs automatische Schrankenanlagen der Thermenbahn zwischen Friedberg und Fehring waren betroffen. Während der Störung wurden die Eisenbahnkreuzung händisch geregelt. Am Sonntag konnte der Fehler gefunden werden: ein beschädigtes Lufthängekabel.

Schütze dürfte Treffer nicht bemerkt haben

Das Kabel dürfte vermutlich durch einen Schuss aus einem Schrotgewehr aus kurzer Entfernung getroffen worden sein. Die Polizei ermittelt zwar wegen schwerer Sachbeschädigung, geht aber davon aus, dass der Schütze seinen Treffer gar nicht bemerkte.

Bahnkabel statt Fasan

Als mögliches Szenario für den Hergang nimmt die Polizei eine Niederwildjagd an, bei der ein Jagdteilnehmer auf einen aufsteigenden Fasan geschossen und dabei – möglicherweise unbemerkt – das Kabel getroffen hat.

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"Kleine Zeitung" vom 30.10.2010 

"Irgendwer hat unseren Toni einfach erschossen" 

Unbekannter erschoss dreijährige Katze einer Familie in St. Magdalena am Lemberg. Polizei ermittelt wegen Tierquälerei, Jäger weisen jeden Verdacht von sich. Erst im Frühling war hier eine Katze mit einem Durchschuss im Kopf gefunden worden.

Einen gehörigen Schreck erlitt eine Familie aus St. Magdalena am Lemberg:


Im Garten vor dem Haus lag ihr toter Kater Toni. Das dreijährige Tier war allerdings weder von einem Auto überfahren noch einem Hund angefallen worden - sondern offenkundig erschossen. "Ich weiß nicht, wer so etwas tut. Wir sind fassungslos", sagt Katzenbesitzer Stefan Mackowski. Vor allem seine beiden Kinder seien schockiert gewesen. Für ihn steht fest, dass Toni entweder auf oder neben dem Grundstück der Familie erschossen worden sein muss. "Ich habe am Vorabend einen Schuss gehört und mir nichts dabei gedacht."

Im Ort meint man sich zu erinnern, dass es zuletzt mehrere Fälle von erschossenen Katzen gegeben haben soll. Sollte womöglich ein Tierquäler unterwegs sein, müsste dieser dringend gestoppt werden, meint Mackowski.

   Der 54-Jährige hat Anzeige bei der Polizei erstattet, Ermittlungen wegen Tierquälerei wurden aufgenommen. Bislang allerdings mit bescheidenem Erfolg, wie der zuständige Beamte der Polizeiinspektion Bad Waltersdorf gesteht.
"Das ist wirklich nicht so einfach." Dass das Tier direkt am Grundstück erschossen worden ist, bezweifelt er. Wahrscheinlich habe es sich von irgendwo nach Hause geschleppt.

Von der angeblichen "Serie" von Katzenmorden rund um St. Magdalena weiß der Ermittler nichts. Im Frühling sei in der Gegend allerdings eine Katze mit einem glatten Durchschuss im Kopf gefunden worden. Die habe der Tierarzt damals wieder gesund gepflegt.

Bleibt die Frage nach dem Schützen. Neben der These, ein Tierquäler könnte sein Unwesen treiben, wurde auch schon die Vermutung laut, ein Jäger könnte Toni auf dem Gewissen haben. Um dem nachzugehen, hat die Polizei inzwischen mit den Jagdleitern des betroffenen Gebietes gesprochen.
Ergebnis: Von den Waidmännern will's keiner gewesen sein. "Es gibt von unseren Leuten aus der fraglichen Zeit absolut keine Schussmeldung", erklärt Jagdleiter-Stellvertreter Anton Uitz der Kleinen Zeitung. Er habe die Kollegen extra auf den Fall angesprochen. "Da lege ich wirklich die Hand ins Feuer." Man habe schließlich kein Interesse daran, das gute Einvernehmen mit der Bevölkerung aufs Spiel zu setzen.

Polizei

Ähnlich argumentiert Josef Haindl, Jagdleiter im Nachbarrevier, das in der Nähe von Mackowskis Haus beginnt. Ihm sei nichts bekannt, das habe er der Polizei schon gesagt. "In diesem Winkel jagt sowieso nie jemand von uns." Und auch St. Magdalenas Bürgermeister Gerhard Gschiel glaubt nicht an einen Jäger als Täter (siehe Interview rechts).

Stefan Mackowski und die Kinder haben sich inzwischen von ihrem Toni verabschiedet. "Wir haben noch zwei Katzen - aber der Toni war die zutraulichste von allen", sagt er. Die Hoffnung, dass die Wahrheit vielleicht doch noch ans Tageslicht kommt, hat er nicht aufgegeben.

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derstandard.at vom 30.10.2010 

Jäger trifft Jäger 

Treibjagd - Schrotladung traf Mistelbacher in Bauch und Hals

Linz - Ein 48-jähriger Jäger aus Mistelbach (Niederösterreich) ist am Samstag bei einer Treibjagd in Vorderweißenbach (Bezirk Urfahr-Umgebung) in Oberösterreich angeschossen und schwer verletzt worden. Das teilte der ÖAMTC am Samstag mit.

Der Vorfall ereignete sich am Samstagvormittag bei einer Hasentreibjagd. Der 48-Jährige war als Jäger tätig, als er von einem anderen Jäger angeschossen wurde. Dabei wurde er im Hals- und Bauchbereich getroffen und schwer verletzt. Der genaue Unfallhergang wurde am Samstagnachmittag von der Polizei noch ermittelt. Der Waidmann wurde mit dem ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 10 ins Linzer AKH geflogen.

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diepresse.com vom 15.10.2010 

Wie man Wild erntet  

Der Mensch ist ein großer Fütterer. Er füttert sogar, was per definitionem jenseits menschlicher Fürsorge steht: Wildtiere. Zur höheren Ehre der Jägerei. Ergebnis: Die Grenze zwischen Jagd und Viehzucht ist bereits gefallen. Ein Zustandsbericht.

Von Karoline Schmidt

Zu Beginn unseres Lebens werden wir gefüttert – und am Ende oftmals auch. In den Jahren dazwischen füttern wir andere. Denn der Mensch ist ein großer Fütterer. Er füttert sogar, was per definitionem außerhalb menschlicher Fürsorge steht: Wildtiere. Neben den Gefiederten werden nur die Geweihten mit so besonderer Hingabe versorgt. In Österreich so intensiv wie sonst nirgendwo.

Für Uneingeweihte ist kaum vorstellbar, welche Mengen Futter seit Jahrzehnten in unseren Wäldern ausgelegt werden. Eine Überschlagsrechnung: Mehr als 150.000 Stück Rotwild leben in österreichischen Jagdrevieren. Etwa drei Viertel davon verbringen den Winter an einem Futtertrog. Was heißt Winter! Sieben, acht, oft neun Monate ist Fütterzeit, denn die Winterfütterung ist besonders im Frühling wichtig, weshalb die Jäger schon im Herbst damit beginnen. Fünf Kilogramm Futter pro Stück und Tag, gut 200 Tage lang, macht mehr als 100 Millionen Kilogramm Mais- und Grassilage, Rüben, Apfeltrester und Heu, die alljährlich dem Rotwild vorgelegt werden.

Viele Fütterungen werden täglich beschickt, Scheunen werden gebaut, Wege zu den Fütterungen werden freigepflügt, Motorschlitten eingesetzt, und gar manche Futterbereiche werden großräumig meterhoch eingezäunt, damit sich das Wild im Frühjahr nicht früher als erlaubt selbstständig macht. Erst wenn die Bauern die erste, oft auch die zweite Mahd eingefahren haben, darf das Wild aus diesen Wintergattern an das frisch wachsende Grün. Und wozu all dieser personelle und finanzielle Aufwand? Rund 300 Euro kostet eine anständige Fütterung für jedes erlegte Stück Wild, wenig mehr als zwei Euro pro Kilogramm bekommt der Jäger für das Wildbret, und das Durchschnittsgewicht des erlegten, aufgebrochenen Rotwildes liegt deutlich unter 100 Kilogramm. So gesehen ist die Fütterung ein eindeutiges Verlustgeschäft.

Aber bei der Jagd geht es nicht um Wildbret. Selbst in Jäger- und Sammlergesellschaften ist die Großwildjagd nachweislich eine reichlich ineffiziente Form der Fleischversorgung – allerdings ein effizientes Mittel, sich mit Fähigkeiten hervorzutun, die der Gemeinschaft in anderen Lebensbereichen nutzen: Jagd trainiert für den Krieg.

Jägern, die der Gemeinschaft neben Fleisch vor allem Schutz und Sicherheit gaben, wurden Ansehen und Macht verliehen. „Der Erste, der Macht gewann auf Erden“, war wohl nicht zufällig der „gewaltige Jäger“ Nimrod. Macht aber will demonstriert werden, und so war und ist die große Jagd immer auch ein Zurschaustellen der Macht. Im Altertum protzt der heldenhafte Jäger, der im mannhaften Alleingang den gefährlichen Löwen oder Eber bezwingt, im Mittelalter der körperlich ausdauernde, präzise Schütze und ab dem Hochmittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts der verschwenderische Jagdherr, Herrscher über weite Jagdgebiete, der, ausgestattet mit einem Gefolge von Jagdhelfern und modernsten Jagdtechniken, in höfischen Gesellschaftsjagden zusammengetriebenes Wild zu Hunderten abknallt wie feindliche Heere oder rebellische Untertanen.

In ihrer Selbstdarstellung verkörpern die großen Jäger dabei die jeweilig vorherrschenden gesellschaftlichen Strukturen und Werte. Nicht verwunderlich also, dass heute zumindest im Alpenraum der finanziell ausdauernde, kompetente Heger und erfolgreiche Wildmanager das Bild der großen Jagd prägt. Allerdings ist die Jagd in demokratischen Gesellschaften keine öffentliche Machtdemonstration mehr, viele der hohen Jäger wollen unerkannt bleiben. Doch Jagd ist als Atavismus der Macht weiterhin ein verbindendes Element der Mächtigen. Denn jene Jäger, die in den großen, wildreichen Revieren auf den Hochständen sitzen und mit intensiver Fütterung das Rotwild lenken, sitzen in den hohen Etagen der Finanz und der Wirtschaft und lenken das Konsumverhalten der Bevölkerung und die Entscheidungen der Politiker. Nicht zufällig ist einer der mächtigsten Banker Österreichs auch einer der einflussreichsten Jäger, gehört die größte zusammenhängende Jagd Mitteleuropas, das Forstgut Alwa in der Steiermark, den Mitbesitzern des Pharmabetriebes Boehringer Ingelheim.

Jäger in den großen Revieren sind passionierte Heger, die ihre Reiche ganz im Sinn des aufgeklärten Absolutismus führen. „Alles für das Wild, nichts durch das Wild“ – mit meist hohem finanziellem Engagement: Fütterungskosten von hochgerechnet 15 Millionen Euro sind ein geringer Posten, Löhne, Gehälter für Berufsjäger, Jagdaufsichtsorgane und Beschäftigte im Jagdwesen belaufen sich immerhin auf knapp 200 Millionen Euro. Bestmögliches Wildtiermanagement scheint weit von der Jagd im ursprünglichen Sinn entfernt. Der Inbegriff des Jägers? Vor unserem geistigen Auge sehen wir einen Buschmann auf der Jagd nach Gazellen, einen Indianer auf Büffeljagd, sie bringen das Wildbret, das die Gemeinschaft sättigt. Unsere heimischen Jäger stellen das Bild auf den Kopf: Sie versorgen nicht ihre Mitmenschen, sondern ihre Beute mit Nahrung. Und doch ist intensive Hege, insbesondere die Fütterung, eine folgerichtige Erweiterung der Jagd: Neben der kurzen Macht, das Leben von Wildtieren zu beenden, steht nun die langfristige Macht, das Leben dieser Tiere zu lenken.

Die Winterfütterung galt lange als überlebensnotwendiger Ersatz für die an menschliche Besiedlung verloren gegangenen ursprünglichen Winterstreifgebiete. Das passte gut ins Selbstbild der Jäger: Sie kompensieren, was die Bevölkerung dem Wild genommen hat. Praktischerweise dort, wo es die Jäger haben wollen: im eigenen Jagdrevier. Wild, in der ursprünglichsten Bedeutung des Adjektivs „wandernd, umherirrend“, war das Rotwild zunehmend weniger. Das Wilde wurde ihm im 20. Jahrhundert endgültig weggefüttert. Passenderweise waren es die Nationalsozialisten, die mit dem Reichsjagdgesetz die Hege, die allerdings viel mehr als nur Füttern umfasst, als Pflicht implementierte.

Die Fütterungspflicht haben wir auch heute noch im Jagdgesetz verankert: „Mit dem Jagdrecht ist die Berechtigung und die Verpflichtung verbunden, das Wild zu hegen. Während der Notzeit ist das Wild in den Wintereinständen zu füttern.“ Notzeit ist ein dehnbarer Begriff. Auch in früheren Jahrhunderten und Jahrzehnten hat man dem Wild in besonders schneereichen Wintern Heu vorgelegt, aber sobald sich die Fütterung durch die gesetzliche Verpflichtung als Norm und Notwendigkeit in den Köpfen festgesetzt hatte, gab's kein Halten mehr. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rotwildfütterung zur Obsession. Nun sollte sie nicht mehr nur das Wild ans Revier binden und sein Überleben sichern, sondern auch Kondition und Geweihmasse maximieren. Ab den 1960er-Jahren fütterte jeder nach Gutdünken, was das Bankkonto erlaubte.

Zeitgleich dokumentierte das Institut für Forstinventur in den seit 1961 systematisch erhobenen Stichproben zum Zustand des Waldes waldverwüstende Verbiss- und Schälschäden. Rotwild frisst Baumwipfel, Rotwild nagt und schält Rinde von den Baumstämmen. An den freigelegten Stellen dringen Pilze ein, der Stamm fault und bricht bei Wind- oder Schneedruck. Rotwild hat immer schon Baumrinde genagt, schon an den Trieben der Weltesche aus der nordischen Mythologie fressen Hirsche, spätestens in den 1970er-Jahren allerdings eindeutig zu viel. Die Schälschäden erreichten ein für Forstleute alarmierendes Ausmaß, gerade als die Fütterungsmanie auf dem Höhepunkt war und das Wild so gut versorgt wurde wie nie zuvor.

In Frage gestellt wird die Rotwildfütterung in Österreich selten. Sie gilt als unverzichtbare Maßnahme im Rotwild-Management. Unverzichtbar ist sie tatsächlich, da die im wirtschaftlichen Konzept des Revierjagdsystems gesteckten Ziele nur mittels Fütterung erreichbar sind: hohe und vor allem stabile Rotwilddichten, welche, kombiniert mit einer stark selektiven Bejagung und damit selektiver Fortpflanzung, die Einhaltung jagdlicher Sollwerte ermöglichen. Als überaus wirksames Lenkungsinstrument macht die Fütterung das Wild und damit den Jagderfolg voraussehbar. Minimaler jagdlicher Zeitaufwand für maximalen Trophäenertrag. Jagderfolg ist jetzt nicht mehr Göttergeschenk oder Jagdglück, beruht nicht mehr auf Ausdauer, Kraft und List, sondern ist der Ertrag eines richtigen Hege- und Jagdmanagements: ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt, da nicht das Wildbret sondern die Jagderfolge den Wert eines Reviers ausmachen.

Jagen, ohne zu füttern, gilt in Jägerkreisen fast schon als Raubbau. Die emotionale Grenze zwischen Jagd und Viehzucht ist da bereits gefallen. Damit einhergehend, und mit der zeitgleich vermehrt ablehnenden Einstellung der Gesellschaft zur Jagd an sich, zum Erlegen von Wild, hat sich auch der Gefühlswert des Begriffs „Jagdbeute“ verändert. Während man Beute den Raubtieren zugesteht, die dadurch von Räubern zu Beutegreifern aufgewertet werden, hat sich der Beutebegriff für den menschlichen Jäger zunehmend in malam partem verändert, betont nun eine gewaltsame Aneignung, Diebsbeute, Kriegsbeute. Ernten hingegen kann man die Früchte der eigenen Hege. Der geerntete Hirsch ist in einer zunehmend antimilitaristischen Gesellschaft auch innerhalb der Jägerschaft lieber gesehen als der erbeutete.

Auch vor Nichtjägern schützt der fütternde Heger sein Wild: Futterstellen im Winter sind wie Wasserstellen in der Trockenzeit – dort können Menschen endlich jene frei lebenden Wildtiere sehen, die den Rest des Jahres auf der Hut vor Jägern verborgen leben. Nicht ohne Grund werben Nationalparks mit Schaufütterungen. Doch ist selbst intensiv gefüttertes Rotwild immer noch ein Wildtier, das zwar dem Futtergeber vertraut, nicht aber Menschen generell. Was im Nationalpark kontrolliert abläuft, verursacht anderorts Störungen, Unruhe, Stress und in der Folge Schäl- und Verbissschäden. Um solche Forstschäden rund um Fütterungen gering zu halten, ermöglicht das Jagdgesetz die Ausweisung kleinräumiger Gebiete als Wildruhezonen mit temporärem Betretungsverbot für jagdfremde Personen. Jäger, die einstmals ihre Mitmenschen und deren Vieh vor wilden Tieren schützten, schützen nun ihr nicht mehr wildes Wild vor den nichtjagenden Mitmenschen.

Für viele Jäger nimmt das durch perfekte Planung vorhersehbare Erlegen des Wildes der Jagd jene Unvorhersehbarkeit, die doch gerade ihr Hauptcharakteristikum ist. Garantierter Abschuss kann nicht Jagd sein. Doch die Fütterung ist eine Schiene, die im Reviersystem, mit einer Grundeigentümerbindung der Jagd, nicht leicht zu verlassen ist, zumal sich für einen Spurwechsel nicht nur die Jäger zurücknehmen müssen, sondern auch die Allgemeinheit ihrer sozialen Verpflichtung gegenüber Wildtieren als landeskulturellem Erbe nachkommen und die Jäger aus ihrer alleinigen „Sorgepflicht“ für das Wild entlassen muss.

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kleinezeitung.at vom 14.10.2010 

"Eine tote Ente knallte vor mir auf den Boden" 

Klagenfurter beschwert sich über Treibjagd nahe eines Radweges in Viktring. Bezirksjägermeister vermutet hingegen eine Übertreibung.

"Es wurde ein paar Meter vor mir, hinter mir, seitlich von mir auf die aufgescheuchten Enten geschossen. Eine tote Ente knallte unmittelbar vor mir auf den Boden", schreibt ein Klagenfurter in einem Leserbrief an die Kleine Zeitung. Der Mann war genau zu jener Zeit auf dem Radweg entlang der Glanfurt zwischen Viktring und Waidmannsdorf unterwegs, als dort eine Treibjagd auf Enten stattfand.

"Es kann nicht gewährleistet sein, dass sich bei einer solchen Jagd nicht einmal eine Schrotkugel in einen Passanten verirrt", so der Klagenfurter, der sein Schreiben auch an die Kärntner Jägerschaft richtete. "Ich weiß von dem Fall nichts. Generell darf aber während einer Treibjagd niemand gefährdet werden. Genaue Distanzregelungen vom Jäger zum Spaziergänger gibt es rechtlich nicht. Es gibt lediglich einen Gefahrenbereich, der beachtet werden muss", sagt Freydis Burgstaller-Gradenegger, Juristin der Kärntner Jägerschaft.

Bei Polizei gemeldet

Die Jagd sei laut Bezirksjägermeister Dietmar Egger auch bei der Polizei gemeldet gewesen, obwohl das eigentlich nicht gemacht werden müsse: "Das haben wir schon vorsorglich getan, um Beschwerden zu vermeiden. Häufig wird dann nämlich bei den Beschwerden auch übertrieben. Die Jäger sind alle einer Prüfung unterzogen und wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Wenn nämlich eine Entenplage herrscht, brauchen die Leute ja auch unsere Hilfe." Laut ihm gibt es deshalb keinen Grund zur Beschwerde, da nicht auf einer öffentlichen Straße geschossen wurde. Das ist Jägern nämlich untersagt.

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kleinezeitung.at vom 11.10.2010 

Bei Spaziergang im Wald wurde Hund erschossen  

Was sich wie das Krachen eines Astes anhörte, war ein Schuss. Jäger muss sich vor Gericht verantworten.

Am Abend eines heißen Julitages war ein Mann mit seinem eineinhalbjährigen Hund, einem Collie-Schäfer-Mischling, im Wald unterwegs: Während das Herrl in einem Bachbett spazierte, lief der Vierbeiner "in 50 bis 60 Meter Entfernung" einmal zum Wasser, dann wieder zur Uferböschung.

Plötzlich war ein Schuss zu hören, "zuerst habe ich gedacht, es bricht ein Ast von einem großen Baum", so der Hundebesitzer. Als er registriert, was das eigentlich für ein Geräusch sei, habe er mehrmals geschrien: "Hallo, hallo, wir sind im Bachbett." Dann sei ein zweiter Schuss gefallen. "In Panik" lief der Mann davon, geschätzte 500 bis 700 Meter. "Dann bin ich aber zurück, habe nach dem Hund geschaut, ihn jedoch nicht gefunden."

Erst nach einiger Zeit habe er das wimmernde Tier entdeckt: "Es war kein Blut zu sehen." Der Hund konnte aber nicht laufen, der Tierarzt ihm trotz aller Bemühungen nicht mehr helfen. "Es sei eine Sauerei, mit Schrot auf einen Hund zu schießen", habe der Mediziner gemeint.

"Nicht schuldig" bekannte sich der Jäger, der sich wegen Gefährdung, Tierquälerei und Sachbeschädigung im Bezirksgericht Voitsberg zu verantworten hat. Er ist an besagtem Julitag zusammen mit einem Kollegen im Wald unterwegs gewesen und hat zwei Schüsse abgegeben, allerdings "auf drei wildernde Hunde, die hinter einer Rehgeiß" her gewesen seien. Weil die Tiere auf die Schüsse überhaupt nicht reagiert hätten, sei er zurück zu seinem Auto und nach Hause gefahren, um die Polizei von dem Vorfall zu verständigen. Seinen Kollegen ließ er im Wald. Den Hundebesitzer habe er nicht gesehen, erklärte der Angeklagte. Allerdings stieß der Kollege des Jägers auf den Hundehalter: "Er hat mich wüst beschimpft."

Die Verhandlung wurde zwecks Ladung weiterer Zeugen vertagt.

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regionews.at vom 10.10.2010 

Vater und Sohn bei Treibjagd in Kötschach-Mauthen verletzt 

KÄRNTEN. Bei einer Treibjagd in Kötschach-Mauthen (Bezirk Hermagor) sind an Samstag ein Landwirt aus Oberdrauburg und sein 14 Jahre alter Sohn verletzt worden. Die beiden Hobbyfischer wurden von verirrten Schrotkugeln getroffen.

Gegen 14 Uhr waren der Landwirt und sein Sohn an einem Teich in Mauthen zum Fischen. Zur gleichen Zeit gaben 17 Teilnehmer einer Treibjagd zeitgleich aus ihren Gewehren Schüsse in die Luft ab, um Niederwild aufzuscheuchen. Durch die Streuwirkung von Schrot - es erreicht einen Radius von bis zu 200 Metern - traf ein zu Boden fallendes zwei Millimeter großes Schrot-Korn den Landwirt an der Stirn und fügte ihm eine leichte Hautverletzung zu, der Sohn wurde an der Brust von der Kugel gestreift. Während der 14-Jährige auf ärztliche Hilfe verzichten konnte, brachte die Rettung den 48-Jährigen ins Krankenhaus Lienz.

Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Wer den verhängnisvollen Schuss abgab, kann im Nachhinein jedoch kaum noch ermittelt werden - insgesamt nahmen 30 Jäger an der Treibjagd teil.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 12.10.2010 

Leserbrief zu "Kater mit Schrot beschossen"  vom 12.10.2010 

Kater Moritz wurde am 21.September mit Schrot beschossen, die Niederwildjagd mit Schrot beginnt am 1. Oktober. Fazit: Hier wurde außerhalb der Schusszeit Schrot benutzt und dies ist leider kein Einzelfall. Es ist höchste Zeit, dass die Jäger zur Verantwortung gezogen werden, zuviele schwarze Schafe tummeln sich unter ihnen.

Marion Löcker
Tierschutzverein Robin Hood
www.robinhood-tierschutz.at

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 12.10.2010 

Kater mit Schrot beschossen 

ÜBERLEBT  Kater Moritz wurde auf einem Feld in Ybbs von 15 Schrotkugeln am ganzen Körper getroffen und entging nur knapp einem qualvollen Tod. Der Besitzer ist empört.

YBBS Die Aufregung unter den Haustierhaltern der Primsleiten-Siedlung in Ybbs-Göttsbach ist noch immer groß. Vor drei Wochen wurde Kater Moritz, seit drei Jahren treuer Freund seines Herrls Josef Jud, mit einem Schrotgewehr beschossen und entging nur knapp einem qualvollen Tod. Wer geschossen hat, konnte noch nicht eruiert werden.

Es war am Dienstag, dem 21. September. Nach seinem morgendlichen Spaziergang am nahegelegenen Feld hat sich Moritz richtiggehend heimgeschleppt. Er hat am ganzen Körper geblutet , berichtet Josef Jud. Wie sich herausstellte, war Moritz mit einem Schrotgewehr beschossen worden.

Insgesamt 15 Kugeln trafen den Kater am ganzen Körper, auch am Kopf.

Josef Jud suchte sofort die Neumarkter Tierärztin Waltraud Lotz auf. Sie wies Moritz in die Tierklinik nach Linz ein, wo er operiert wurde. Dort konnten ihm nur die Hälfte der Kugeln entfernt werden. Die restlichen acht Schrotkugeln mussten im Körper des Katers bleiben. Eine Operation hätte einen zu großen Gewebeschaden verursacht und wäre für das Tier lebensgefährlich gewesen. Da sich die Kugeln im Körper abkapseln, kann Moritz damit leben.

Laut Auskunft der Tierärzte dürfte das Haustier aus rund 50 Metern Entfernung getroffen worden sein.  Wäre ich nach dem Vorfall nicht zufällig zu Hause gewesen, wäre Moritz elendig zugrunde gegangen , ist sein Besitzer Josef Jud noch immer empört.

Ich kenne diesen Vorfall nicht.

So etwas sollte nicht passieren, man kann es aber leider nie ganz ausschließen , erklärt Bezirksjägermeister Bernhard Egger. Laut Egger ist die Gesetzeslage so, dass Katzen in Entfernung von mehr als 300 Metern zum nächsten Wohnhaus zum Raubzeug werden und auf sie sogar geschossen werden darf.

Da dürfte Kater Moritz so etwas wie eine Vorahnung gehabt haben, wie Josef Jud berichtet:  Auch wenn Moritz mit mir unterwegs war, hat er vor dem Wald immer umgedreht ...

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regionews.at vom 10.10.2010 

Vater und Sohn bei Treibjagd in Kötschach-Mauthen verletzt 

KÄRNTEN. Bei einer Treibjagd in Kötschach-Mauthen (Bezirk Hermagor) sind an Samstag ein Landwirt aus Oberdrauburg und sein 14 Jahre alter Sohn verletzt worden. Die beiden Hobbyfischer wurden von verirrten Schrotkugeln getroffen.

Gegen 14 Uhr waren der Landwirt und sein Sohn an einem Teich in Mauthen zum Fischen. Zur gleichen Zeit gaben 17 Teilnehmer einer Treibjagd zeitgleich aus ihren Gewehren Schüsse in die Luft ab, um Niederwild aufzuscheuchen. Durch die Streuwirkung von Schrot - es erreicht einen Radius von bis zu 200 Metern - traf ein zu Boden fallendes zwei Millimeter großes Schrot-Korn den Landwirt an der Stirn und fügte ihm eine leichte Hautverletzung zu, der Sohn wurde an der Brust von der Kugel gestreift. Während der 14-Jährige auf ärztliche Hilfe verzichten konnte, brachte die Rettung den 48-Jährigen ins Krankenhaus Lienz.

Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Wer den verhängnisvollen Schuss abgab, kann im Nachhinein jedoch kaum noch ermittelt werden - insgesamt nahmen 30 Jäger an der Treibjagd teil.

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orf.at vom 09.10.2010 

Jäger stirbt bei Hirsch-Abtransport 

Beim Abtransport eines erlegten Hirschs ist Samstagvormittag ein 55-jähriger Jäger bei Mittersill (Pinzgau) tot zusammengebrochen. Der Mann dürfte an einem Herzinfarkt gestorben sein.

Über Schmerzen im Brustkorb geklagt


Der 55-Jährige hatte mit einem Begleiter den Hirsch über steiles Waldgelände im Felbertal transportiert. Kurz vor 10.00 Uhr klagte er dabei über Schmerzen im Brustkorb. Wenig später brach er zusammen.

Der Begleiter des Mannes alarmierte die Rettungskräfte, die dem Jäger aber nicht mehr helfen konnten. Bergretter brachten die Leiche des 55-Jährigen ins Tal. "Der Mann dürfte an einem Herzinfarkt gestorben sein", sagte Notarzt Thomas Pulda vom Alpin Heli 6 der APA.

55-Jähriger hinterlässt Familie mit Kindern

Jetzt muss der Sprengelarzt zur Todesursache befragt werden. Die Polizei geht aber von einem natürlichen Tod aus. Der 55-jährige Pinzgauer hinterlässt eine Familie mit Kindern.

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"Kleine Zeitung" vom 08.10.2010 

Wer bindet da dem Gericht einen Bären auf? 

Familie belastet Kärntner (47), der Braunbär Ronik erlegt haben soll. Prozess vertagt.

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" lässt im Fall des im Vorjahr in der Gemeinde Bad Eisenkappel erlegten Braunbären "Ronik" nicht locker. Geschäftsführerin Johanna Stadel kündigte gestern neue Anzeigen wegen Tierquälerei, mutwilliger Tötung, Wilderei und Verstößen gegen das Artenschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt an.

Begleitet von internationalem Medieninteresse ging gestern der Prozess gegen einen Kärntner (47) am Landesgericht in die erste Runde. Erster Staatsanwalt Franz Simmerstatter legt dem gelernten Fleischer und wegen einer Nervenerkrankung in Frührente befindlichen Bauernhofbesitzer "Verletzung fremden Jagdrechtes" zur Last. Strafrahmen: bis zu drei Jahre Haft. Vertreten von Anwalt Maximilian Motschiunig hält der Beschuldigte hartnäckig an seiner Rechtfertigungslinie fest: "Ich habe mit dem Fall nichts zu tun."

Zweieinhalb Stunden hörte Einzelrichterin Michaela Sanin acht von bisher
15 nominierten Zeugen. Zu Wort kamen unter anderem Mitglieder der zerstrittenen Familie, die kaum ein gutes Haar an dem 47-Jährigen ließen. Er wurde unter anderem als Egozentriker und wegen seines Jähzorns als gefürchtet beschrieben. Für einen Jagdkollegen in übergeordneter Funktion war der Beschuldigte hingegen immer "ein guter Jäger und ausgezeichneter Schütze". Der Frührentner wurde mittlerweile - nicht rechtskräftig - aus der Kärntner Jägerschaft ausgeschlossen.

Faserspuren

Mehrere Zeugen wollen am Abend des 30. Mai 2009 einen Schuss aus Richtung des von Wald und Wiesen umgebenen Gehöftes des Beschuldigten gehört haben. Den "Kugelschlag" (damit beschreiben Jäger den hörbaren Aufprall der Kugel am Tierkörper) will aber niemand vernommen haben.

Ernüchternd sind die Ergebnisse sündteurer mikrobiologischer und kriminaltechnischer Untersuchungen. Im Auto des Beschuldigten sind Faserspuren gefunden worden, die von einer Decke stammen, wie sie im Logartal (Slowenien) neben dem Bärenkadaver gefunden worden ist. Haare auf der Decke stammen von einem Bären, sind aber nicht eindeutig "Ronik" zuordenbar.

Erstmals öffentlich bekannt wurde, dass es vier namentlich erfasste Jäger aus dem Bezirk Völkermarkt und einen aus der Gemeinde Moirje (Slowenien) gibt, die in Zusammenhang mit "Ronik" gebracht worden sind. In der nächsten Verhandlungsrunde soll es zu einem Lokalaugenschein auf dem Hof des Beschuldigten kommen.

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krone.at vom 08.10.2010 

Polizei jagt verrückten Wilderer im Lavanttal 

Ein heimtückischer Wilderer macht derzeit das Lavanttal unsicher. Der unbekannte Schütze knallt einfach zum Spaß Rehe ab! Die Kadaver der getöteten Wildtiere legt der Wilderer dann heimlich vor den Fahrzeugen und Häusern der örtlichen Jäger ab.

Immer nur auf Rehe hat es der Wildschütz abgesehen, "weil sie nachts leicht zu erlegen sind", glaubt der Wolfsberger Bezirksjägermeister Walter Theuermann: "Zahlreiche Stücke hat der Unbekannte bereits erlegt." Kaum abgeknallt, trennt der Täter den Tieren den Kopf ab und legt die Kadaver so, dass sie jeder sehen kann, vor die Autos oder Wohnhäuser der offiziellen Jäger. Einige Anzeigen liegen bereits bei der Polizei in St. Paul im Lavanttal auf. Theuermann: "Wir sind dabei, alles genau zu belegen, alle Jäger im betroffenen Gebiet sind informiert und irgendwann wird uns der Wilderer ins Netz gehen."

Wer der unbekannte Schütze ist, der nicht einmal auf tragende Rehe Rücksicht nimmt, darüber gibt es im Lavanttal nur Spekulationen. "Wir wissen aber wirklich nicht, wer es ist." Dabei war es der Polizei erst 2006 im Lavanttal gelungen, drei Wilderer auszuforschen, die 160 Rehe, 56 Füchse und viele andere Wildtiere abgeknallt hatten. Der Haupttäter aus St. Paul fasste damals dafür vor Gericht eine Haftstrafe aus.

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krone.at vom 07.10.2010 

Causa "Roznik" - Bär erschossen: Prozess gegen Jäger vertagt 

Einem 47-jährigen Jäger, der im Verdacht steht, im Juni 2009 den Braunbären "Roznik" erschossen zu haben, ist am Donnerstag am Landesgericht Klagenfurt wegen Verletzung fremden Jagdrechtes der Prozess gemacht worden. Dem Mann drohen bis zu drei Jahre Haft, er beteuert jedoch seine Unschuld. Das Verfahren wurde vertagt, Richterin Michaela Sanin will weitere Zeugen hören und eventuell einen Lokalaugenschein durchführen.

Laut Anklage soll der Mann das Tier geschossen, fachmännisch zerteilt und mit seinem Traktor abtransportiert haben. Staatsanwalt Franz Simmerstatter führte weiters ins Treffen, dass der Beschuldigte nicht nur Jäger, sondern auch Fleischhauer sei. Familienmitglieder des Jägers belasteten den Mann schwer. Klare Beweise wurden allerdings nicht vorgelegt.

Mehrere Zeugen, unter ihnen Mitglieder einer Jagdgesellschaft, bestätigten, dass "schon viele neidisch" auf den Jäger gewesen seien, weil er oft "gute Abschüsse" zu verzeichnen hatte. Der Obmann der Jagdgesellschaft gab an, den Beschuldigten im vergangenen Jahr auf den Vorfall angesprochen zu haben. Dieser habe beteuert, mit dem Bärenabschuss nichts zu tun zu haben.

Verteidiger ortet zweifelhafte Indizien

Der Verteidiger des Angeklagten, Maximilian Motschiunig, will weitere Beweise einholen. "Es handelt sich hier um eine Indizienkette, die von den Ermittlern aufgestellt wurde. Aber jedes einzelne dieser Indizien unterliegt berechtigten Zweifeln", sagte der Rechtsanwalt. Es soll laut Motschiunig auch vier Anzeigen gegen weitere mutmaßliche Schützen geben. Deren Ermittlungsergebnisse sollen in der nächsten Verhandlung vorgebracht werden.

Kadaver in Bachbett gefunden

Der Braunbär hatte sein Revier im Grenzland von Kärnten und Slowenien und war im Logartal (Logarska Dolina) knapp hinter dem Grenzübergang Paulitschsattel (Bezirk Völkermarkt) gefunden worden. Roznik war mit einem Peilsender ausgestattet gewesen und zuletzt im Raum Bad Eisenkappel geortet worden. Der Kadaver des Tieres wurde in einem Bachbett gefunden - Kopf und Tatzen waren abgetrennt und das Fell fachmännisch abgezogen.

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salzburg.com vom 02.10.2010 

Absturz nach Jagderfolg 

Nachdem er einen Hirschen erlegt hatte, stürzte ein 34-jähriger Tamsweger auf der Stegeralm im Gemeindegebiet von Thomatal auf dem Rückweg ab und verletzte sich dabei schwer.

Salzburg. Der Jäger war am Freitagnachmittag allein unterwegs gewesen. Nach dem erfolgreichen Abschuss verständigte er einen Freund, der ihm bei der Bergung des erlegten Hirschen behilflich sein sollte.
Gemeinsam seilten sie den erlegten Hirsch über eine steile, mit Felsen durchsetzte Grasrinne ab. Beide Männer stiegen danach ebenfalls durch diese steile Grasrinne ab. Dabei rutschte der 34-jährige Jäger aus und stürzte ca. fünf Meter über einen Felskopf ab und blieb mit schweren Verletzungen am linken Unterschenkel in der Rinne liegen.

Sein Freund stieg zu ihm ab, leistete Erste Hilfe und verständigte mittels Handy um ca. 19.15 Uhr einen Bergrettungsmann, der die weitere Alarmierung der Einsatzkräfte übernahm.

Ein Notarzt, zwei Notfallsanitäter und acht Mann der Bergrettung Tamsweg stiegen danach zum Verunglückten auf.

Nach der erfolgten Erstversorgung durch den Notarzt an der Unfallstelle wurde der Verletzte von der Bergrettung Tamsweg unter schwierigen Verhältnissen geborgen und dem Roten Kreuz übergeben, das den 34-Jährigen in das Krankenhaus Tamsweg einlieferte.

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noen.at vom 28.09.2010 

Betroffenheit über Adlertod 

TIERMORD Zwei Kaiseradler wurden vergiftet aufgefunden. Tierschützer über Tod der geschützten Tiere schockiert. Täter bisher unbekannt, Jäger weisen Verdacht von sich.

GOLDGEBEN Es war ein großer Schock für die Jägerschaft und die heimischen Tierschutzorganisationen: Am 20. August wurden zwei Kaiseradler in der Nähe von Goldgeben tot aufgefunden. Ein Bauer entdeckte die Kadaver der äußerst seltenen und streng geschützten Tiere bei einem Hochstand. Sofort wurden der zuständige Jagdleiter und die Polizei verständigt. Nach einer Untersuchung des Forschungsinstituts für Wildtierkunde stand fest: Die Tiere wurden mit dem illegalen Gift Carbofuran vergiftet.

Das Pestizid Carbofuran wurde früher in der Landwirtschaft zur Vernichtung von Schädlingen eingesetzt, konnte jedoch oftmals auch in Giftködern nachgewiesen werden. Daher wurde die Substanz als illegal erklärt. Obwohl das Nervengift seit 2008 verboten ist, horten Giftleger offenbar noch Lagerbestände, um weiterhin illegale Anschläge auf seltene Wildtiere zu verüben, ist sich Christian Pichler von der Tierschutzorganisation WWF sicher. Auch in den Kröpfen der getöteten Adler konnten noch Reste von Giftködern gefunden werden. Der Verlust der beiden Tiere wiegt schwer, denn der Kaiseradler ist nicht nur die seltenste heimische Adlerart, sondern auch in seinem Weltbestand gefährdet. In ganz Österreich leben nur noch sechs Paare und einige herumstreifende Individuen. Es überleben ohnehin nur drei von zehn Jungadlern ihre ersten Jahre, erklärt Gabor Wichmann von der Organisation BirdLife Österreich, die an dem internationalen Schutzprogramm für seltene Vögel beteiligt ist. Daher ist das rasche Auffinden der Täter umso wichtiger. Wir dürfen nicht zulassen, dass unverantwortliche Einzelpersonen internationale Schutzbemühungen zunichte machen, so Wichmann.

Auch die Jägerschaft ist über den Vorfall entsetzt.

Man hofft, den Täter bald ausfindig machen zu können. Wir verurteilen die illegale Tat scharf und sind an einer raschen und vollständigen Aufklärung interessiert, versichert Peter Lebersorger von der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände. Besonders betroffen zeigt sich die Jägerschaft in Hausleiten. Sie trauert nicht nur um den Tod der Kaiseradler, sondern fürchtet auch um ihren Ruf.

Die Jägerschaft verurteilt die illegale Tat scharf

Für mich ist diese Tat nicht nur völlig unverständlich, sondern richtiggehend verabscheuungswürdig, so Gerhard Malafa, der Jagdleiter in Goldgeben. Wir waren sehr stolz darauf, dass sich Adler bei uns einnisten, so Malafa. Dass es sich bei dem Täter um einen Jäger handelt, kann er ausschließen. Ein Giftanschlag geht gegen alles, was die Jagd auszeichnet. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass die Leute aus meinem Revier unschuldig sind. Auch einen Jäger aus der Umgebung kann ich mir nicht als Täter vorstellen. Außerdem ist anzunehmen, dass ein Jäger die Tiere wohl kaum in der Nähe eines Hochstandes auslegen würde, ist der Jagdleiter überzeugt.

Von dem Täter fehlt bisher jede Spur

Die heimische Jägerschaft ist derzeit damit beschäftigt, alte Vergiftungsfälle in der Umgebung auf der Suche nach Hinweisen wieder aufzurollen. Der Kaiseradler ist die seltenste Adlerart in Österreich. Der Tod der beiden Tiere trifft die heimischen Tierschutzorganisationen und die Jägerschaft schwer.

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noen.at vom 28.09.2010 

Tierschützer-Prozess: Zeugen vom NÖ Landesjagdverband vor Gericht 

Prozesstag über die Bühne gegangen. Als Zeuge einvernommen wurde u.a. Peter Lebersorger, Geschäftsführer des NÖ Landesjagdverbandes. Der Drittangeklagte erschien "passend" dazu in Jäger-Grün gehüllt und mit Hut vor Gericht.

Lebersorger sagte zu einem Buttersäureanschlag im April 2008 auf das Geschäftslokal des Landesjagdverbandes in Wien aus. Durch die Schlösser sei von bisher unbekannten Tätern in allen drei Etagen Buttersäure eingebracht worden, dadurch sollen Kosten von rund 13.000 Euro entstanden sein. Kurz vor dem Anschlag hätten in Wien die Landesjägertagung sowie eine Anti-Jagd-Demo stattgefunden. Weil erstere medial mehr Aufmerksamkeit bekam, habe man den Anschlag als "Retourkutsche" dafür empfunden, erläuterte der Jäger.

Bei einer Podiumsdiskussion hätte Lebersorger auf den erstangeklagten Martin Balluch, Obmann des Vereins Gegen Tierfabriken (VGT), treffen sollen. Er habe aber schon zuvor gegenüber den Veranstaltern betont, nicht mit Balluch oder jemandem vom VGT diskutieren zu wollen, weil diese sich seiner Meinung nach "außerhalb des Verfassungsbogens" befänden, sie die Verfassung nicht respektierten und er deren Maßnahmen - etwa Jagdstörungen oder das Stoppen von Tiertransporten - nicht unterstütze, erklärte er. Als der Erstangeklagte dann dennoch an Ort und Stelle war, habe er das Podium verlassen.

Weitere Zeugen sagten zu sieben Hochständen aus, die Ende 2007 im Bezirk Hollabrunn umgeschnitten worden waren - von wem, fand die Polizei bisher nicht heraus. Es seien massiv gebaute Gebilde gewesen, für deren Zerstörung eine größere Gruppe von Leuten verantwortlich gewesen sein muss, so deren Besitzer. Er schloss sich dem Verfahren als Privatbeteiligter mit einer Schadenshöhe von rund 1.500 Euro an.

Einmal mehr war das Verhandlungsklima äußert gespannt und mit kleinlichen Streitereien gespickt - u.a. darüber, ob einer der Verteidiger beim Stellen eines Antrags "gegrinst" habe oder nicht. Wenig zu einer Verbesserung der Atmosphäre dürfte auch beigetragen haben, dass vier der Angeklagten die Mittagspause um 20 Minuten überzogen - die Stimmung war nachher noch gereizter als vorher.

Morgen, Mittwoch, wird weiterverhandelt. Dann geht das seit 2. März laufende Verfahren in eine weitere, längere Pause und wird erst in der zweiten Novemberhälfte fortgesetzt.

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regionews.at vom 24.09.2010 

Eifersuchtsdrama endet mit Mord und Selbstmord im Bezirk Ried 

Ein 51-Jähriger tötete seine Ex-Freundin, dann verübte er Selbstmord

MÖRSCHWANG. Zu einem Beziehungsdrama ist es in der Nacht zum Donnerstag in Mörschwang im Bezirk Ried gekommen: Ein 51-Jähriger tötete zuerst seine ehemalige Freundin mit mehreren Schüssen, danach verübte er Selbstmord, teilte die Polizei mit.

Der in der Nähe von Obernberg am Inn wohnhafte Landwirt fuhr kurz nach 1 Uhr zum Haus seiner früheren Lebensgefährtin. Die Frau öffnete die Türe und noch im Eingangsbereich zog der Landwirt und Jäger eine mitgebrachte Pistole und feuerte mehrmals auf die 44-Jährige, die reglos zusammenbrach. Danach ging er zu seinem Auto und erschoss sich.

Eltern und Geschwister der 44-Jährigen waren durch die Schüsse wach geworden und alarmierten die Polizei. Die Frau wurde noch ins Krankenhaus gebracht, starb jedoch eine Stunde später an ihren schweren Schussverletzungen.

Die Leiche der Ermordeten soll nun obduziert werden. Die 44-Jährige hinterlässt einen dreijährigen Buben, der aus der Beziehung mit dem mutmaßlichen Mörder stammt. Das Kind schlief zum Zeitpunkt der Tat. Das Paar war bereits seit längerem getrennt.

Derzeit laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

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diepresse.at vom 23.09.2010 

Tirol: Italienischer Wolf reißt sechs Schafe 

Auf der Wildenkaralm im Grenzgebiet zu Bayern sind sechs Schafe von einem Wolf getötet worden. Auch auf der Bärenbadalm sind 20 Schafe unauffindbar.

Im Tiroler Grenzgebiet zu Bayern geht ein Wolf um: Nach Angaben der Landesveterinärdirektion in Innsbruck wurden bei sechs Schafen, die auf der Wildenkaralm bei Thiersee gerissen wurden, die Spuren des Raubtiers gefunden. Die Vermutung der Jäger wurde von einem Labor in Lausanne bestätigt.

Der Wolf stammt aus Italien. Allerdings konnte noch nicht geklärt werden, um welches Individuum es sich handelt, erklärte Martin Janovsky, Tierschutzombudsmann und Bärenbeauftragter des Landes Tirol.

Bereits im Vorjahr wurde im Grenzgebiet von Bayern und dem Bezirk Kufstein ein männlicher Wolf nachgewiesen. Ob es sich um dasselbe Tier handelt, könne man vorerst noch nicht sagen. Jener Wolf, der letztes Jahr im Gemeindegebiet von Imsterberg nachgewiesen wurde, war ein Weibchen. Unklar ist auch, ob der Wolf für das Verschwinden von 20 Schafen auf der Bärenbadalm verantwortlich ist.

Gute Nachrichten gab es für die Schafzüchter. Laut Tiroler Jägerverband seien Schäden, die durch einen Wolf verursacht werden, durch die Haftpflichtversicherung des Jägerverbandes abgedeckt.

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krone.at vom 16.09.2010 

Jäger springt ab, bevor Jeep 50 m in die Tiefe stürzt

Filmreifer Autounfall in Salzburg: Wegen eines Steinschlags hat ein Jäger auf der Höchalpe in St. Veit im Pongau das Steuer seines Jeeps verrissen und ist vom Güterweg abgekommen. Geistesgegenwärtig öffnete der Mann die Autotür und sprang buchstäblich in letzter Sekunde ab. Der Geländewagen rast 50 Meter in die Tiefe.

"Dass ich noch am Leben bin, grenzt an ein Wunder." Alexander Droste zu Vischering-Galen (33) steht vor den Trümmern seines Jeeps und kann es kaum fassen, dass er völlig unverletzt ist.

Der hauptberufliche Rettungssanitäter war am Dienstag gerade auf dem Rückweg von seinem Jagdrevier, als sich plötzlich mehrere Steine aus einer Felswand lösten und auf die Fahrbahn donnerten.

"Ich verriss vor Schreck den Wagen. Im nächsten Moment sah ich schon den Abgrund vor mir. Ein Vorderreifen hing bereits in der Luft. Ich kam nicht mehr zum Nachdenken. Ich riss einfach die Autotür auf und sprang hinaus", schildert der Jäger. Der Jeep stürzte in die Tiefe. Der Jäger alarmierte noch selbst die Einsatzkräfte.

Bergung mit Hindernissen

Die Bergung des Wracks gestaltete sich mehr als schwierig. "Es war äußerst gefährlich. Ständig lösten sich Steine. In dem felsigen Gelände konnten wir anfangs auch die Seilwinde nicht sichern", schildert St.
Veits Feuerwehrkommandant Manfred Brugger. Sieben Mann der Bergrettung St. Johann unterstützten die Helfer.

"Wir machten in einem Waldgelände über der Felswand eine Umlenkrolle für die Seilwinde fest", berichtet deren Einsatzleiter August Prommegger.
Meter um Meter konnte der Jeep in achtstündiger mühevoller Arbeit wieder auf den Weg zurückgezogen und letztlich abgeschleppt werden.

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"NÖ Nachrichten" vom 15.09.2010 

Kater Strizzis Schicksal zieht bereits weite Kreise 

GESETZESÄNDERUNG? /  Jäger im Visier. Schrotschuss könnte wichtige Konsequenzen haben.

HÖTZELSDORF / NÖN-Leser wussten es zuerst: Das Schicksal des Hötzelsdorfer Katers Strizzi, der vermutlich von einem Jäger angeschossen wurde und von seiner Besitzerin mit 16 Schrotkugeln im Körper aufgefunden wurde, sorgt für Empörung.

Auf Grund des NÖN-Berichts nahmen sich auch Tageszeitungen des Themas an, und dem ORF NÖ war die Thematik sogar einen Beitrag in der Sendung  NÖ heute  wert. Jetzt wird in diversen Foren heiß diskutiert. Nicht gut kommen dabei die Jäger weg, in deren Reihen einige  schießwütige  Exemplare vermutet werden.

In letzter Konsequenz könnte der Vorfall in Hötzelsdorf sogar Anlass sein, das von Tierschützern heftig kritisierte Jagdgesetz zu ändern. Diesem zufolge müssen (!) Jäger frei laufende Katzen, die sie mehr als 300 Meter vom nächsten Wohnhaus antreffen schießen, da sie dann als  Raubzeug  gelten und (jungen) Wildtieren gefährlich werden können.

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"Kronen Zeitung" vom 13.09.2010 

Alarm um wilde Hausschweine 

Die Tiere richten seit drei Jahren Schaden an Maisfeld komplett kahl gefressen

Eine Rotte von Schweinen hält im Bezirk Villach die Jäger in Atem. Seit drei Jahren richten die Tiere großen Schaden auf Feldern an. Ursprünglich dachte man, es handle sich um Wildschweine, erst als ein Jäger vor einigen Tagen eines schoss, erkannte man den Irrtum: Es sind ausgewilderte Hausschweine und "Mischlinge"!

Verwilderte Hausschweine sehen den wilden Verwandten ähnlich

Als der Jäger seine Beute nämlich näher betrachtete, merkte er, dass er gar kein Wildschwein erlegt hatte, es sah nur so aus. Lediglich die Klauen waren rosa; der Jäger erstattete Selbstanzeige.

Das bestätigt Wolfgang Oswald von der Jägerschaft: "Wenn Hausschweine auswildern, dann nehmen sie sogar das Aussehen ihrer wilden Verwandten an. Ihre Schwarte wird mit der Zeit ebenso dunkel. Und sie werden nachtaktiv, aggressiv und fressgierig."

So hätten vier Schweine, darunter auch zwei Einkreuzungen in einer Nacht ein ein Hektar großes Maisfeld kahl gefressen. Oswald: "Seit drei Jahren bekommen wir immer wieder solche und ähnliche Meldungen."

Ein Abschuss der verwilderten Schweine sei aber streng verboten. "Nur, wenn man nachweisen kann, dass sie Schaden angerichtet haben, dürfen sie mit einer Sondererlaubnis erlegt werden. Man kann auch einen Tierarzt rufen, der sie betäubt. Ich nehme aber an, dass die Tiere dann sowieso geschlachtet werden", meint Wolfgang Oswald.

Wo diese Schweine herkommen ist unbekannt; kein Landwirt hat jemals einen Verlust gemeldet.

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"Kurier" vom 11.09.2010 

"Katzen sind keine Zielscheibe" 

Ein Jäger dürfte den streunenden Kater ins Visier genommen haben. Völlig zu Recht - laut Jagdgesetz. Jetzt wird Kritik daran laut.

Bei jedem lauten Geräusch zuckt Strizzi zusammen", erzählt Stefanie Frank, während sie ihren geliebten Stubentiger in den Armen hält. Der Kater der 20-Jährigen aus Hötzelsdorf im Bezirk Horn wurde vor wenigen Wochen angeschossen. 14 Schrotkugeln, vermutlich aus dem Gewehr eines Jägers, steckten in seinem Körper. Der Fall löst nun heftige Kritik an der Jägerschaft und am Paragraf 64 des NÖ-Jagdgesetzes aus.

Tagelang war Strizzi abgängig.

Als er dann vor der Tür saß, war der Schock bei Stefanie und Mutter Gertrude groß. "Es hat schlimm ausgesehen, wir sind sofort zum Tierarzt gefahren. Einige Kugeln konnten entfernt werden. Sonst wäre Strizzi an einer Bleivergiftung gestorben", sagt Gertrude Frank.

Neun Kugeln stecken aber immer noch im Körper der Samtpfote. Einige sind durch das linke Auge gedrungen. "Wenn es zu einer Entzündung kommt, muss Strizzi das Auge entfernt werden", sagt Stefanie Frank. Die Frauen können nicht verstehen, warum auf ihren Kater geschossen wurde.

Freie Wildbahn

Von Seiten der Jägerschaft verweist man auf Paragraf 64 des Jagdgesetzes). "Hunde und Katzen können außerhalb des Ortes eine Gefahr für junge Wildtiere darstellen. Vor allem für Rehkitze, Hasen oder Fasane", sagt Peter Lebersorger, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes.

Das sieht Madeleine Petrovic, die Sprecherin der niederösterreichischen Grünen und Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins, anders: "Katzen sind keine Zielscheibe", betont sie. Zwar könne bei wild herumstreunenden Hunden ein Abschuss gerechtfertigt sein, dass aber Katzen großen Schaden anrichten könnten, sei Unsinn, hält Petrovic fest.

Und sie übt auch Kritik an den Jägern. "Die meisten kommen ihrem Hegeauftrag vorbildlich nach. Aber es gibt auch schwarze Schafe, die am Stammtisch damit angeben, wie viele Hunde und Katzen sie schon geschossen haben. Hier sollte es zu einem Selbstreinigungsprozess innerhalb der Jägerschaft kommen", meint Petrovic.

Sie nimmt den Fall Strizzi zum Anlass, gegen den Paragrafen 64 vorzugehen. "Wir werden im Landtag einen Antrag stellen, das Gesetz zu ändern", kündigt sie an.

Lebersorger will das nicht kommentieren, betont aber: "Das Jagdgesetz ist eine gute Lösung. Man kann mit dem Tierschutz nicht bei Wildtieren aufhören. Auch die gehören geschützt."

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"Kronen Zeitung" vom 11.09.2010 

Nach Gewehrschuss auf Katze streiten Tierfreunde und Jäger  

Unbekannter verletzte "Strizzi" mit einer Ladung Schrot:

Liebevolle Pflege braucht derzeit "Strizzi". Die Katze war in Hötzelsdorf im Waldviertel offenbar einem unbekannten Schützen vor die Flinte gelaufen. "20 Schrotkugeln mussten wir aus der Schusswunde entfernen", klagt die Besitzerin. Der Fall hat jetzt eine Diskussion um das Jagdgesetz ausgelöst. Tierschützer fordern Änderungen.

Auf freiem Feld - 300 Meter vom nächsten Haus entfernt - gilt jeder schnurrende Stubentiger plötzlich als Raubtier. "Außerhalb dieser Schutzzone sind die Katzen zum Abschuss freigegeben", heißt es. Dieser Paragraf des Jagdgesetzes könnte auch "Strizzi" beinahe zum Verhängnis geworden sein. Die Besitzerin bezweifelt, dass sich ihre Samtpfote zu weit vorgewagt hatte: "Strizzi ist immer in Rufnähe." Sie glaubt, dass ein übereifriger Jäger ihren Liebling ins Visier genommen hat.

Waidmänner verteidigen die geltende 300-Meter-Regel. "Eine wildernde Katze kann jungen Hasen, Fasanen und sogar einer trächtigen Rehgeiß gefährlich werden", sagt ein Sprecher des Jagdverbandes. Tierfreunde fordern indes die Aufhebung dieser Gesetzespassage.

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usinger-anzeiger.de vom 09.09.2010 

Ökologe macht die Jäger selbst für Überbestände in ihren Revieren verantwortlich 

Das wollten die Jäger nicht auf sich sitzen lassen: Die in Deutschland und Österreich übliche Art der Bejagung sei mitverantwortlich dafür, dass der Bestand an Füchsen, Rot- und Schwarzwild sowie der in der Jägersprache abfällig als „Raubzeug“ definierten Krähenvögeln steige. Denn dies ist eine der provokanten Thesen des Biologen und Ökologen, Prof. Dr. Josef Reichholf, der in der Hugenottenkirche sprach.

Reichholf ist Leiter der Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung in München und Hochschullehrer für Ökologie und Naturschutz an der Technischen Universität München.

Die Vogelschutzgruppe Usingen mit Unterstützung unter anderem des Usinger Anzeigers und des BUND hatte zu diesem Vortrag eingeladen und so freuten sich die Veranstalter über das lebhafte Interesse nicht nur bei den Vogel- und Naturschützern, sondern auch in der Jägerschaft. Die wiederum schien nicht sehr erfreut über die Argumente Reichholfs und so widersprachen einige der Jäger in der abschließenden Diskussionsrunde vehement. Mehrere der Wortbeiträge bezogen sich vor allem auf die Grundthese des Themas „Artenschutz mit dem Jagdgewehr? - Krähen, Elstern und Füchse in unserer Kulturlandschaft“, bei dem Reichholf mit Statistiken untermauert vortrug, warum die Bejagung kontraproduktiv sei, wenn es bei der Hege um eine gewünschte Verringerung des Wildbestandes und damit eine Verringerung der Schäden zum Beispiel durch Verbiss gehe.
Das Gegenteil trete ein, so Reichholf, je mehr versucht werde, durch die Jagd die Wildschwein-, Fuchs- oder Krähenvögelbestände zu reduzieren, umso höher sei die Reproduktion der Tiere. Die sich zu Wort meldenden Jäger nannten Beispiele aus ihrer eigene Erfahrung und Praxis, die die Thesen Reichholfs nicht bestätigen könnten. Einigen zweifelten gar die Statistiken an, was Reichholf allerdings erstaunen ließ, seien dies doch die offiziellen Zahlen der Behörden, die diese wiederum von den Jagdverbänden erhielten. Außerdem, so Reichholf, seien die Bestände von Füchsen oder Elstern in den Städten konstant, obwohl oder eben gerade, weil hier Jagdverbot herrsche.

Er persönlich sei nicht generell gegen Bejagung, doch er forderte eine Abkehr der Jagd nach dem nur noch in Deutschland und Österreich üblichen Reviersystem und eine sanftere Methode, die das Wild weniger belaste.

Was sich zunächst schlimm anhörte, erschien den Zuhörern bei näherer Betrachtung durchaus als sinnvoll, zumindest gab es hierfür Applaus und Kritik wurde nicht geäußert: Reichholf fordert die Jagd mit Schalldämpfer oder Blasrohr, die das Wild nicht scheuen lässt, es nicht unter Stress und Druck setzt, sodass nicht nur besser einzelne Tiere gezielt geschossen werden könnten, sondern auch die unerwünscht hohe Reproduktionsrate vermieden werde. Eine starke Bejagung fördere eine schnellere Abwanderung und Vagabundisierung mit der Folge, dass Krankheiten wie der Fuchsbandwurm kreuz und quer verbreitet und mehr Tiere überfahren werden. „Stadtfüchse hingegen werden so gut wie nie überfahren, sie kennen die Ampelphasen durch ihr gutes Gehör, und die Wildschweine in den Stadtrandgebieten wissen ebenfalls ganz genau, wo Gefahren durch den Verkehr lauern.“ Gerade bei Wildschweinen sei es eklatant wichtig, bestimmte Bachen zu schießen. „Bei ungestörten Säugetierrevieren unterdrücken die dominanten Weibchen die Reproduktionsfähigkeit und -bereitschaft der unterlegenen Weibchen durch bestimmte Duftmarkierungen“, erklärte Reichholf.

Bei Krähenvögeln, die Menschen individuell unterscheiden und sich genau merken könnten, welcher Mensch in ihrem Revier Jagdabsichten habe, sei es einfach dumm, sie mit dem lauten Knall des Jagdgewehrs auch noch entsprechend zu konditionieren. Überhaupt lobte Reichholf in seinem Vortrag die Intelligenz der Raben, Krähen und Elstern. Er spickte seinen Vortrag mit allerlei amüsanten Beispielen, in denen Kolkraben sogar Hunde oder Wildschweine narrten, Steinadler als Jagdgehilfen ausnutzen oder überhaupt als Lebenskünstler selbst in Megastädten wie Tokio bestens zurechtkommen und hier ebenfalls die Menschen zu meist unfreiwilligen Helfern nutzten.

Das konnte einer der Zuhörer nicht glauben, er hielt den kürzlich zu diesem Thema von Dr. Ralf Klinger im Usinger Anzeiger veröffentlichten Artikel für einen „verspäteten Aprilscherz“. Klinger beschreibt die Intelligenz der Raben und ihrem Hang, sich auf Kosten anderer Tiere zu amüsieren mit einigen Beispielen, die Reichholf durchaus bestätigen konnte. Seine Bewunderung für die als „Raubzeug“ geschmähten Tiere war ihm deutlich anzumerken und offensichtlich konnte er einen Großteil der rund hundert Zuhörer ebenfalls begeistern, denn die Kommentare reichten von „faszinierend“ über „lehrreich“ bis „beeindruckend“, als für die Gastgeber Horst Wolff nach drei Stunden die Veranstaltung schloss.

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bvz.at vom 08.09.2010 

Rettungshund wurde erschossen 

DEUTSCH EHRENSDORF / Eine Hündin, die als Rettungshund ausgebildet war, wurde erschossen. Der zweite Rassehund wurde den Besitzern wieder zurückgebracht.

Zu einem tragischen Vorfall kam es Ende August in Bildein. Zwei Hunde einer Familie aus Deutsch Ehrensdorf sind am 17. August ausgerissen. Die 14-jährige Zuchthündin der Rasse Golden Retriever ist nicht mehr nach Hause gekommen. Der zehnjährige Rüde und Erstgeborene der Hündin ist einer Familie in Winten zugelaufen und wurde den Besitzern am 22. August völlig verstört zurückgebracht. „Er ist nicht mehr der Alte. Er liegt meistens nur auf seinem Platz, bellt und bewegt sich kaum“, erzählt die Besitzerin verbittert.

Sohn dürfte bei der Tat dabei gewesen sein

Als Grund für die Verstörung des Rüden vermutet die Deutsch Ehrensdorferin folgenden: „Die Hündin ist am 24. August von Freunden in Bildein bei einem Spaziergang auf einem Feld tot aufgefunden worden.“ Bei der Entsorgung des Hundes machten die Besitzer eine schlimme Entdeckung: „Wir haben beim Wegräumen einen Schuss im Hals entdeckt.“ So vermuten die Hundeführer, die ihre beiden Tiere als Rettungshunde der Hundebrigade ausgebildet haben, dass ein Jäger den Schuss abgegeben haben könnte, die Tat wurde jedoch nicht gemeldet. „Anton, der Rüde, dürfte dabei gewesen sein, als Gloria erschossen wurde, deswegen ist er auch so verstört und traurig.“ Nun haben die Besitzer Anzeige bei der Polizei Strem erstattet.

Polizei versucht nun den Vorfall aufzuklären

Laut Polizeiinspektion Strem heißt es: „Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen laufen noch.“ Beide Tiere sind gechippt. Bereits im vergangenen Jahr gab es in Bildein einen ähnlichen Vorfall, bei dem eine Katze angeschossen wurde.

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krone.at vom 08.09.2010 

Gerechtigkeit für Roznik – Prozess gegen Bärenmörder 

Wilderei ist kein Kavaliersdelikt mehr - nicht erst seit dem Fall jenes Unterkärntners, der hinter Gitter musste, weil er Hunderte Tiere rücksichtslos abgeknallt hatte, ist das ein Faktum. Nun droht auch dem mutmaßlichen Bärenmörder aus Bad Eisenkappel Gefängnis. Anfang Oktober wird ihm wegen schweren Eingriffs in fremdes Jagdrecht der Prozess gemacht.

Fast eineinhalb Jahre ist es her, dass der sinnlose Tod des dreijährigen Braunbären Roznik Kärnten erschütterte – denn das geschützte und gerade erst mit einem Peilsender bestückte Tier wurde auf grausame Weise erschossen, der Kadaver brutal ausgeweidet und teilweise im Straßengraben entsorgt.

Bei ihrer Jagd nach dem Täter stieß die Kriminalpolizei bald auf einen Jäger aus Bad Eisenkappel, der allerdings bis heute beharrlich schweigt.
Erst vor Kurzem wurde im Labor ein DNA-Vergleich von Rozniks Fell und Spuren auf einer bei dem Verdächtigen sichergestellten Decke abgeschlossen. Vermutlich hatte der Mann mit dem Stoff Bärenstücke transportiert. Auf diesen Beweis stützt sich die Anklage der Klagenfurter Staatsanwaltschaft wegen schweren Eingriffs in fremdes Jagdrecht. "Darauf steht eine Strafe von bis zu drei Jahren Gefängnis", bestätigt Sprecher Helmut Jamnig. Wobei der Prozess juristisch anspruchsvoll zu werden verspricht. Denn die Tötung Rozniks ist keine typischer Wilderei, wo Reviergrenzen verletzt werden: Bären haben in Österreich zwar ganzjährig Schonzeit, strafrechtlich gibt es wegen dieser Bestimmung aber noch wenig Präzedenzfälle.

Die Kärntner Jägerschaft hat übrigens schon reagiert und den mutmaßlichen Bärenmörder ausgeschlossen – lebenslänglich! Die Sanktion ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

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orf.at vom 07.09.2010 

Schuss löst sich: Jäger im Knie getroffen 

Bei einem Schussunfall Dienstagnachmittag in Saalfelden (Pinzgau) wurde ein Jäger im Knie verletzt. Aus einem geladenen Gewehr eines anderen Waidmannes hatte sich ein Schuss gelöst.

Unfall beim Laden des Gewehrs


Die beiden Pensionisten wollten gemeinsam jagen gehen. Sie trafen sich gegen 15.00 Uhr vor dem Haus des 66-Jährigen in Saalfelden und waren gerade dabei, Jagdutensilien von einem Auto in das andere umzuladen.

Der 70-jährige Salzburger lud dabei auch seine Waffe. Dabei passierte der Unfall: Laut Polizei wollte er das Gewehr sichern, kam dabei aber mit einem Finger an den Abzug. Ein Schuss löste sich, die Kugel traf den 66-jährigen Saalfeldener ins rechte Knie.

Ins Spital geflogen

Nach der Erstversorgung durch die herbeigerufenen Rettungskräfte musste des 66-Jährige ins Spital nach Salzburg geflogen werden. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Beschlagnahme der Waffe an.

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orf.at vom 03.09.2010 

Roznik: Jäger schließen Verdächtigen aus 

Jener Jäger, der im Juni 2009 in Kärnten den Braunbären Roznik erschossen haben soll, ist nun auf Dauer aus der Kärntner Jägerschaft ausgeschlossen worden. Der Verurteilte legte Berufung ein, der Ausschluss ist nicht rechtskräftig.

Erstmals lebenslanger Ausschluss


Der unabhängigen Disziplinarrat der Kärntner Jägerschaft schloss den verdächtigen Bad Eisenkappler auf Lebensdauer aus, teilte die Jägerschaft am Freitag in eines Aussendung mit. Ein lebenslanger Ausschluss sei vom Disziplinarrat in seiner Geschichte erstmals verhängt worden und wegen der vorliegenden Beweismittel und Zeugenaussagen erfolgt, heißt es in der Aussendung.

Da der Verurteilte Berufung beim Unabhängigen Verwaltungssenat angemeldet hat, ist das Disziplinarerkenntnis allerdings noch nicht rechtskräftig.

Das Ende von Braunbär Roznik

Der Braunbär Roznik, der sein Revier im Grenzland von Slowenien und Kärnten hatte, war im Juni vergangenen Jahres im Logartal (Logarska Dolina) knapp hinter dem Grenzübergang Paulitschsattel (Bezirk Völkermarkt) tot gefunden worden.

Das Tier wurde mit einem Herzschuss erlegt, Kopf und Tatzen waren abgetrennt, das Fell fachmännisch abgezogen. Der mit einem Peilsender ausgestattete Bär war zuletzt im Raum Bad Eisenkappel geortet worden. Den Kadaver hat der Wilderer kurz hinter der Staatsgrenze über eine Straßenböschung geworfen.

Die Polizei ging davon aus, dass der Bär auch in diesem Gebiet getötet worden war. Nach monatelangen Ermittlungen überführte die Polizei den Wilderer anhand von DNA-Faserspuren auf einer Decke. Der Jäger leugnet die Tat, die Causa liegt seit einigen Wochen bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. In Kärnten ist der Braunbär strengt geschützt, in Slowenien gilt er als jagdbares Wild.

WWF: "Das einzig richtige Signal"

Der WWF begrüßt in einer Aussendung den Ausschluss des Verdächtigen aus der Jägerschaft: "Das Land Kärnten und vor allem die Kärntner Jägerschaft haben gezeigt, dass sie den Bärenschutz ernst nehmen und die illegale Tötung eines Bären nicht als Kavaliersdelikt durchgehen lassen", sagt Christoph Walder vom WWF. Der Ausschluss des Jägers sei "das einzig richtige Signal." Dem Täter würden bei Verurteilung bis zu zwei Jahren Haft drohen.

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oe24.at vom 31.08.2010 

Student bei der Jagd angeschossen  

Ein 29 Jahre alter Student aus Graz ist Montagabend bei einem Jagdunfall in Arnoldstein (Bezirk Villach) in Kärnten schwer verletzt worden. Er wurde von einem Schuss getroffen, der sich aus dem Gewehr seines Begleiters - eines 38 Jahre alten Kärntners - gelöst hatte. Laut Polizei wurde der verletzte Jäger von seinem Kameraden ins Landeskrankenhaus Villach gebracht.

Beim Aussteigen

Das Unglück ereignete sich in einem Revier in Greuth. Laut Exekutive öffnete der Kärntner nach dem Aussteigen aus dem Pkw die hintere Fahrzeugtür, um seinen auf der Rückbank sitzenden Vorstehhund ins Freie zu lassen. Dabei löste sich aus dem in der Halterung auf der Rückseite der Vordersitze verwahrten Jagdgewehr ein Schuss. Das Gewehr soll geladen aber gesichert gewesen sein. Das Projektil durchschlug die hintere Beifahrertür und traf den im Freien stehenden 29-Jährigen.

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diepresse.com vom 29.08.2010 

Ehepaar im Südburgenland erschossen aufgefunden 

Ein 66-jähriger Mann hat in der Nacht auf Sonntag offenbar seine 49-jährige Frau erschossen und danach Selbstmord begangen. Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange.

Zwei Tote hat ein Beziehungsdrama am Samstagabend in Welgersdorf (Bezirk Oberwart) gefordert. Zwischen einem 66-jährigen Mann und seiner 49-jährigen Ehefrau war es offenbar zu einem Streit gekommen. Dieser eskalierte als der Mann gegen 22.15 Uhr zuerst seine Partnerin mit einer Schrotflinte und danach sich selbst erschoss, wie die Sicherheitsdirektion am Sonntag mitteilte.

Nachbarn hatten die zwei Schüsse gehört und erstatteten am Sonntagvormittag Anzeige. Bei der sofort durchgeführten Nachschau fanden Polizeibeamte das Ehepaar im Wohnzimmer ihres Einfamilienhauses. Der Kreisarzt konnte nur mehr den Tod der beiden durch je einen Schrotschuss feststellen. Die Polizei geht von Mord und Selbstmord aus, ein Dritter dürfte nicht beteiligt gewesen sein.

Die Ermittlungen über die Hintergründe der Tat liefen am Sonntagabend noch auf Hochtouren, so ein ermittelnder Beamte. Das Paar sei laut Angaben der Nachbarn erst vor wenigen Monaten aus Wien ins Südburgenland gezogen und habe zurückgezogen gelebt.

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ots.at vom 17.08.2010 

Wölfe in Tirol: VIER PFOTEN fordert Koexistenz statt Abschuss 

Wien (OTS) - Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN widerspricht energisch Forderungen, den Wolf im Tiroler Almtal abzuschießen.
"Anstatt ständig die Jagd einzelner Tiere zu fordern, muss mit geeigneten Maßnahmen die Koexistenz von Mensch und Wolf sichergestellt werden", erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN.

VIER PFOTEN begrüßt die langsame Rückkehr von Wölfen nach Österreich. Mensch und Wolf leben in vielen europäischen Ländern wie Italien, Slowenien und der Slowakei gut miteinander. Zwar fallen vor allem Schafe und Ziegen ins Beutespektrum von Wölfen, sie können aber wirksam geschützt werden. In anderen Ländern haben sich hierfür Elektrozäune und Herdenschutzhunde bewährt. Auch sollen Halter, deren Nutztiere einem Wolfsangriff zum Opfer gefallen sind, unbürokratisch entschädigt werden. Tierhalter in nachgewiesenen Wolfsgebieten sollten als Vorraussetzung für Zahlungen jedoch einen ausreichenden Schutz der Herden vor Wölfen sicherstellen.

Bestehenden Vorurteilen muss mit sachlicher Aufklärung entgegen getreten werden. Wölfe stellen für die Bevölkerung keine ernsthafte Gefahr dar. Die Tiere bemerken Menschen frühzeitig und suchen das Weite. Die Anwesenheit der faszinierenden Tiere kann auch eine Chance für die Region bedeuten und eine Attraktion für naturverbundene Touristen darstellen.

Experten rechnen bereits seit längerem mit einer verstärkten Zuwanderung von Wölfen, da die Populationen in den Nachbarländern aufgrund wirksamer Schutzmaßnahmen angewachsen sind. Eine große Mehrheit der Österreicher begrüßt die langsame Rückkehr der Wölfe nach Österreich. "Das Märchen vom bösen, gefährlichen Wolf ist wissenschaftlich längst widerlegt und gehört ins Reich der Mythen", so Stadler.

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ovb-online.de vom 11.08.2010 

Wolf schlug auch in Tirol zu 

Der Wolf, der seit Monaten am Sudelfeld herumstreift, hat offenbar einen Ausflug über die Grenze nach Tirol unternommen. Sechs Schafe soll er im Gebiet von Thiersee gerissen haben. Auch wenn das Ergebnis von DNA-Analysen noch aussteht, weist die Art der Verletzungen auf einen Wolf hin.

Kufstein/Landkreis Rosenheim - Seit Juni sind von einer Alm bei Thiersee fünf Schafe verschwunden. Ein sechstes Tier starb, kurz nachdem der Besitzer es schwer verletzt gefunden hat, wie die Tiroler Tageszeitung gestern berichtete.

Laut dem Tiroler Bärenanwalt Martin Janovsky, der den Kadaver in Augenschein nahm, deuten Art und Verteilung der Bissverletzungen auf einen Wolf hin. Letzte Gewissheit können erst die Untersuchungen der entnommenen Proben ergeben, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Janovsky ist sich aber auch ohne DNA-Analyse sicher, dass es sich um den Wolf handelt, der im Sudelfeld in vier bestätigten Fällen Schafe gerissen hat. Um weitere Verluste unter den Tieren zu verhindern, wurde die Tiroler Schafherde mittlerweile ins Tal getrieben.

In der Tiroler Landesregierung macht man sich Gedanken, wie man mit dem auch in Österreich streng geschützten Tier umgehen soll. Ebenso wie in Deutschland kommt ein Abschuss nicht in Frage.

Mehr Erfahrungen mit Wölfen hat man bereits in der Schweiz, wo 20 Tiere leben. Dort wird viel Geld in den Schutz von Schafherden investiert.
Laut Schweizer Gesetz darf ein Wolf erlegt werden, wenn er mehr als 25 Schafe in einem Monat reißt. So wurde Anfang August ein Wolf im Wallis zum Abschuss freigegeben, der etliche Schafe sowie zwei Rinder gerissen hat.

Der stellvertretende Tiroler Landeshauptmann Anton Steixner sagte:
"Natürlich ist das eine schwierige Situation, weil Wölfe anders als zum Beispiel die Bären regelmäßig Schafe reißen." In erster Linie gelte es, die betroffenen Besitzer rasch zu entschädigen. Dann müsse aber auch über mögliche Abwehrstrategien nachgedacht werden. Schließlich sollen die Tiroler Almen auch in Zukunft bewirtschaftet werden.

Für Schafhalter ist das Auftreten eines Wolfes eine schlechte Nachricht:
Wölfe sind reine Fleischfresser, die laufend neue Nahrung brauchen.
Schafherden, die unbeaufsichtigt steile Berghänge abweiden, sind für ihn offenbar leichte Beute.

Auch auf bayerischer Seite wurden erneut tote Tiere gemeldet. Am Berggasthof Hocheck, Gemeinde Oberaudorf, fand Wirt Thomas Berger am Wochenende in einem Gehege, 80 Meter vom Haus entfernt, eine tote Ziegengeiß. "Es war das älteste und langsamste Tier", so Berger. Proben des übel zugerichteten Kadavers werden nun nach DNA-Spuren des Wolfes untersucht. In Fischbachau, Kreis Miesbach, soll dem Vernehmen nach ein totes Kalb gefunden worden sein. 

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orf.at vom 25.07.2010  

Beim Verrichten der Notdurft schwer verletzt 

In Schönau im Mühlkreis (Bezirk Freistadt) ist ein Jäger beim Verrichten der Notdurft so unglücklich gestürzt, dass er ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat.

Mit Hinterkopf auf Kante aufgeschlagen

Der 67-Jährige war mit Kollegen auf der Jagd. Den Jagderfolg - einen Rehbock - feierten sie anschließend. Der Pensionist ging dann vor die Türe, um seine Blase zu entleeren. Dabei stürzte er und landete mit dem Hinterkopf genau auf einer Betonkante. Der Rettungshubschrauber flog den Schwerverletzten in das Linzer AKH.

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kleinezeitung.at vom 21.07.2010 

Jäger unter Beschuss der Anrainer 

Empörung wegen Wildschwein-Abschuss bei Schonzeit in Ferndorf. Jägerschaft verteidigt die Bejagung. "Jagd"-Konflikt auch in Velden.

Immer wieder prallen auch in Villach die Welten von Jägern und Anrainern aufeinander. Der jüngste Fall von verbotener Wildschweinjagd in Villach regt auf: "Vier Jäger haben in Ferndorf eine Wildsau mit sechs Frischlingen gejagt", sagt Auguste Windisch-König vom Villacher Tierschutzverein. Ein anonymer Anrufer aus "Insider-Kreisen" hat den Tierschützern den Hinweis gegeben. Diese erstatteten Anzeige. "Laut Jagdgesetz dürfen führende Tiere, Bachen wie auch Rehe, erst ab 1. August geschossen werden", ist Windisch-König empört. "Alles war völlig korrekt", erklärt hingegen Bezirksjägermeister Gundrich Natmessnig. "Das Tier war ein Überläufer, also nicht das Muttertier." Überhaupt müsse man den Schwarzwild-Bestand ob der landwirtschaftlichen Schäden, den die Tiere anrichten, sehr im Auge behalten.

Rehkitze dürfen weiterleben

Aufregung gab es auch in Velden. Ein Jäger hat sein Jagdrevier gleich mit einem riesigen und extra-breiten Hochsitz markiert und getönt, es auf die zwei Kitze einer Reh-Geis abgesehen zu haben. Außerdem gibt es immer wieder Konflikte mit Hundebesitzern, die in einem nahen, tierfreundlichen Hotel am Saisser See Urlaub machen. Mit einem konstruktiven Gespräch mit Verantwortlichen und Anrainern konnte gestern alles zum Guten gewendet werden. Der imposante Hochsitz muss weg, die Kitze dürfen auf jeden Fall weiterleben.

Maßgeblich eingebracht hat sich dabei der Rehwildbeauftragte des Landes, Wolfgang Oswald. "Ängste und Anregungen aus der Bevölkerung sollten sehr ernst genommen werden", erklärt er. Überhaupt sei gerade in diesem sensiblen Bereich sehr viel Aufklärungsarbeit nötig. Beispielsweise, dass Hunde im Wald nur angeleint und auf Wegen bleiben sollten. "Rennen diese quer durch das Gelände, verängstigen sie allein durch ihren Geruch das Wild."

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krone.at vom 21.07.2010 

Grausiger Fund - Frau stößt beim Beerenpflücken auf toten Jäger 

Eine Krankenschwester aus Oberösterreich hat beim Beerensammeln im Bezirk Zwettl eine schreckliche Entdeckung gemacht. Statt reifen Früchten fand die 42-jährige Christine Sch. einen toten Jäger im Dickicht! In ihrer Verzweiflung versuchte die Linzerin noch, den Mann wiederzubeleben. Doch Erich S., ein elffacher Großvater, dürfte schon eine Stunde vor dem Fund verstorben sein.

Jetzt sind sie wieder reif und stehen in Niederösterreich in voller Pracht - die Früchte des Waldes. Als besonderes Paradies für Heidelbeeren gilt die Gegend rund um Arbesbach. Mittwochmittag machte sich hier, wie kurz berichtet, Christine Sch. aus Linz auf die Suche nach dem blauen Obst.

Gegen 14.30 Uhr dann das Horrorerlebnis: Die Krankenschwester entdeckte mitten im Wald die Leiche eines Mannes. Trotz Schock leitete die Oberösterreicherin sofort Reanimationsversuche ein, erst als sich kein Anzeichen auf Atmung feststellen ließ, alarmierte die Frau vom nächsten Bauernhof aus die Polizei.

Schon eine Stunde vor dem Fund dürfte der 71-jährige Waidmann während der Pirsch verstorben sein. Der beliebte Rotkreuz-Mitarbeiter hinterlässt fünf Kinder, elf Enkerln und ein Urenkerl.

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noen.at vom 14.07.2010 

Schrotschüsse auf Kater 

ALBERNDORF / Wer schießt hier auf Streuner? Alberndorfer Familie hofft endlich auf ein friedliches Nebeneinander.

Aufregung herrscht bei Katzenbesitzern im Pulkautal. Immer wieder bleiben Vierbeiner spurlos verschwunden. Eine Alberndorfer Familie will sich das nicht länger gefallen lassen und geht deshalb an die Öffentlichkeit. Einer ihrer Kater hatte sich an einem Juni-Abend mit schweren Verletzungen am Auge und am linken Hinterlauf heimgeschleppt.

Nach einem Befund der Tierärztin sei der Vierbeiner von Schrotkugeln getroffen worden. Die Knochen des linken Hinterlaufs wurden zertrümmert. „Es steckten noch Kugel-Fragmente darin“, berichtet Besitzerin Andrea Strobl. Der Kater wurde in der Tierklinik Hollabrunn operiert, überlebte mit knapper Not.

„Abgesehen vom menschlichen Leid – der Kater gehört meinem jüngsten Sohn, der tief schockiert von dieser Tat ist – ist der wirtschaftliche Schaden enorm“, so Strobl. Die Tierarztkosten belaufen sich mittlerweile auf rund 850 Euro.

Doch ein Unglück kommt selten allein: Der zweite Kater der Familie ist gar nicht mehr nach Hause gekommen. Die Strobls rechnen mit dem Schlimmsten und haben auch schon Anzeige bei der Polizei erstattet.

Zurecht, wie selbst Dr. Peter Lebersorger, Geschäftsführer des NÖ Landesjagdverbandes gegenüber dem Österreichischen Tierschutzverein (ÖTV) einräumt: „Das ist ein Fall für die Polizei, denn es widerspricht völlig der jagdlichen Praxis, dass Jäger im Juni mit einem Schrotgewehr ins Revier gehen.“ Die Zeit der Schrotjagd sei in Niederösterreich ab 1. Oktober (Niederwildsaison).

Entsetzt zeigt sich auch Marion Löcker vom ÖTV. Auch, wenn derartige Vorfälle fast an der Tagesordnung stehen. „Uns als Tierschutzverein werden immer wieder solche Fälle geschildert und auch uns persönlich widerfahren immer wieder Dinge, die weder mit dem Jagdgesetz, noch mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind.“ Die Strobls hoffen indes, dass Aufklärung und das Erregen von Aufmerksamkeit künftig zu einem friedlicheren Zusammenleben zwischen Anrainern und den Schützen, denen man kaum auf die Schliche kommt, führt.

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orf.at vom 14.07.2010 

Roznik erschossen: Jäger als Täter überführt 

Nach dem Abschuss des Braunbären Roznik im Mai 2009 konnte nun der Täter mittels DNA-Spuren auf einer Decke überführt werden. Es handelt sich um einen Jäger aus Bad Eisenkappel, der schon länger im Visier der Ermittler war. Er wird angezeigt.

Tier nach Abschuss in Decke gewickelt


Ende Mai des Vorjahres wurde der junge Braunbär Roznik bei Bad Eisenkappel erschossen. Zwei Wochen später wurde der gehäutete Kadaver des Tieres in einem Bachbett im slowenischen Logartal gefunden.

Seit rund einem Jahr stand ein Jäger aus Bad Eisenkappel im Visier der Ermittler. Jetzt konnten sie ihm die Tat nachweisen. Auf einer Decke, die dem mutmaßlichen Bärentöter gehört, konnten DNA-Spuren eindeutig dem getöteten Braunbären zugeordnet werden.

Kriminaltechnische Ergebnisse wurden abgewartet.
Martinz: "Akribische Ermittlungsarbeit"

Oberst Christian Martinz, der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes Kärnten: "Der Erfolg ergab sich durch die akribische Arbeit der Ermittler. Wir mussten noch auf einige Ergebnisse der Kriminaltechnik warten. Deshalb ist eine gewisse Zeit verstrichen."

Die Anzeige der Kriminalpolizei ist am Mittwoch an die Staatsanwaltschaft ergangen, bestätigte Martinz. In welcher Form Anklage erhoben wird, muss der zuständige Staatsanwalt entscheiden.

Tatverdächtiger in Widersprüche verstrickt

Der mutmaßliche Bärentöter will nach wie vor nichts mit der Tat zu tun haben. Die Polizei ist aber sicher, den Richtigen erwischt zu haben.

"Er hat sich in einige Widersprüche verwickelt. Wir konnten aber einige Sachbeweise finden, die für uns schlüssig sind, dass er mit dem Verschwinden des Bären zutun hat", sagte Martinz.

10.000 Euro Ergreiferprämie.
Empfänger von Ergreiferprämie noch unklar


Zeugen hatten die Ermittler zu dem Jäger aus Bad Eisenkappel geführt, der Roznik getötet haben soll. Noch ist unklar, wer die 10.000 Euro Ergreiferprämie erhält, die unter anderem von vier Pfoten und dem Land Kärnten ausgesetzt wurde.

Der Unterkärntner Jäger werde seine Lizenz im Fall einer Verurteilung verlieren, betonte die Jägerschaft in einer Aussendung.

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orf.at vom 05.07.2010 

Schuss löste sich aus Gewehr: Jäger verletzt 

Ein 40-jähriger Mann aus Deutschkreutz ist durch eine Schussverletzung schwer verletzt worden. Der Jäger stieg in seiner Hauseinfahrt aus seinem Auto aus, dabei löste sich ein Schuss aus seinem Jagdgewehr.

Ursache noch unklar

Der Mann wurde am Oberschenkel getroffen und schwer verletzt, er wurde mit dem Notarztwagen in das Krankenhaus Eisenstadt gebracht. Warum sich der Schuss aus dem Gewehr löste, ist noch nicht geklärt.

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ots.at vom 29.06.2010 

Österreichischer Tierschutzverein war schneller als Polizei und Jäger und rettete so einem kleinen Fuchs das Leben!

Salzburg - Ein ca. 4 Monate alter Fuchs hatte sich in einer Plastikeinkaufstasche verfangen und humpelte durch Hocheck, O.Ö. Eine Passantin verständigte die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins. Da die Frau aber auch die Polizei gerufen hatte, die wiederum einen Jäger rief, war Eile geboten. 


Ein ca. 4 Monate alter Fuchs hatte sich in einer Plastikeinkaufstasche 
verfangen und humpelte durch Hocheck, O.Ö.
Foto: Österreichischer Tierschutzverein


sZum Glück für den Fuchs war die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins schneller als Polizei und Jäger, fing den Fuchs ein und rettete ihn auf einen ÖTV-Assisi-Hof. Dort wurde er tierärztlich versorgt, wird nun, da er stark untergewichtig ist, aufgepäppelt und sobald er kräftig genug ist, wieder frei gelassen.

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orf.at vom 23.06.2010 

Mann stürzt sechs Meter von Hochsitz - tot 

In Predlitz im Bezirk Murau ist am Dienstag ein 72-jähriger Pensionist von einem Hochsitz gestürzt und ums Leben gekommen. Der Mann erlitt beim Sturz aus sechs Meter Höhe tödliche Verletzungen.

Tödliche Verletzungen


Der 72-Jährige hatte laut Polizei Reparaturarbeiten am Hochsitz durchgeführt. Dabei dürfte er aus noch unbekannter Ursache sechs Meter in die Tiefe gestürzt sein. Er erlitt tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle.

Erst am Abend fand ihn ein Förster, der die Polizei verständigte.

Erst am Samstag ist ein 70-jähriger Jäger in den Grazer Murauen von einem fünf Meter hohen Hochsitz gestürzt und schwer verletzt worden. Als der Jäger über eine Stiege auf den Hochsitz kletterte, brach eine Sprosse.

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kleinezeitung.at vom 22.06.2010 

Wildernde Hunde auf frischer Tat ertappt 

Im südsteirischen Glanz wurden Schafe von Hunden gerissen. Ein Hund wurde erlegt, Suche nach Besitzer läuft.

Neun Wochen herrschte nach zahlreichen Hunderissen von Damwild, Schafen und Hasen in der Region um Schloßberg offenbar Ruhe. Montag in der Früh haben wildernde Hunde jedoch im benachbarten Glanz erneut zugeschlagen. Diesmal wurden die Tiere aber auf frischer Tat ertappt.

Drei Hunde waren es, die sieben Mutterschafe und einen Schafbock von Landwirt Hubert Gaube rissen, ehe sie von einem Jäger gestoppt werden konnten. "Wir dachten uns, der ganze Spuk ist vorbei, wir können die Tiere wieder ohne Angst auf die Weide lassen. Und jetzt das", ist Gaube geschockt.

Suche nach Besitzer

Ein Hund - ein schwarzbrauner Schäfermischling - wurde erschossen. Da er kein Halsband trägt und auch nicht gechipt ist, ist es schwer, die Besitzer auszumachen. Versuchen will es Polizeiinspektor Reinhard Bierbauer vom Posten Leutschach dennoch: "Es ist nicht einfach, weil in der Gegend fast auf jedem Hof ein oder mehrere Hunde sind. Und Schäfermischlinge sind ja doch sehr häufig zu finden. Dennoch werden wir uns bemühen und schauen, ob wo ein Tier fehlt", versichert der Polizist. Den Anblick der gerissenen Schafe wird er übrigens nicht so schnell vergessen: "Es war wirklich grauslich. Sechs Tiere haben noch gelebt, als wir gekommen sind. Sie waren schwerst verletzt und entsetzlich zugerichtet. Gut, dass sie vom Jäger erlöst wurden."

Ob die Hunde, die diesmal zugeschlagen haben, die Übeltäter der Fälle in Schloßberg und Großwalz waren, kann nicht festgestellt werden. Bezirksjägermeister Rudolf Gaube weiß aber, dass seine Jäger extrem aufmerksam waren, um die tierischen Wilderer zu erwischen. Was dennoch nicht gelungen ist.

Jäger Karl Dworschak, dessen Damwildgehege in Schloßberg Anfang April "ausgeräumt" wurde, weiß, dass jenseits der Grenze kürzlich Schafe gerissen wurden. Auch glaubt er, dass die Hunde in der Region aktiv geblieben sind: "Wir haben zahlreiche gerissene Rehe gefunden. Sie haben offenbar nur ihre Beute gewechselt."

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orf.at vom 21.06.2010 

Jäger stürzt von Hochsitz: Schwer verletzt 

Ein 70-jähriger Jäger ist Samstagfrüh in den Grazer Murauen von einem fünf Meter hohen Hochsitz gestürzt und schwer verletzt worden. Als der Jäger über eine Stiege auf den Hochsitz kletterte, brach eine Sprosse.

Sprosse gebrochen


Der Jäger war gegen vier Uhr früh in den Murauen zum Hochsitz unterwegs. Er stieg die Leiter zum Hochsitz hinauf. Plötzlich brach in einer Höhe von etwa dreieinhalb Metern eine Sprosse der Leiter.

Zahlreiche Knochenbrüche

Der 70-Jährige stürzte fünf Meter tief zu Boden. Mit zahlreichen Knochenbrüchen und Abschürfungen schleppte er sich zur nächstgelegenen Straße und blieb dort liegen. Als sich ein 50-jähriger Lenker näherte, schaltete der Jäger seine Taschenlampe ein und machte mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam.

Der Pkw-Lenker verständigte Polizei und Rettung. Nach der Erstversorgung wurde der 70-Jährige mit schweren Verletzungen in das LKH Graz gebracht.

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krone.at vom 17.06.2010 

Jäger will Rehbock erlegen und schießt sich selbst ins Bein 

Per Heli ins Spital

Bei dem Vorhaben, einen Rehbock von seinem Geländewagen aus zu erlegen, hat sich ein Jäger in Fels am Wagram (Bezirk Tulln) am Mittwochnachmittag selbst ins Bein geschossen. Der Mann konnte noch selbst nach Hause fahre, wo bereits der von seiner Mutter verständigte Notarzt wartete.


Der Jäger war laut Polizei auf einem Güterweg unterwegs, als er eigenen Angaben zufolge zwei Rehböcke sah. Er habe eines der Tiere erlegen wollen und deshalb zu seinem Gewehr gegriffen, das er auf den Oberschenkeln abgelegt hatte. Dabei habe sich ein Schuss gelöst.
Der 30-Jährige wurde nach Angaben der Sicherheitsdirektion NÖ am linken Oberschenkel getroffen. Das Projektil durchschlug das Bein des Mannes und trat daraufhin durch die Fahrertür des Geländewagens aus.

Der Rettungshubschrauber "Christophorus 2" transportierte den Verletzten schließlich ins Landesklinikum Krems.

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orf.at vom 16.06.2010 

Jäger trafen einander im Barockschloss 

Die Standesvertretung der burgenländischen Jägerschaft tagte im Barockschloss Halbturn - mit Feldmesse und Jagdhundeschau. Neben einer Bilanz über das abgelaufene Jagdjahr war auch das Image der Jagd Thema.

Wünsche für das Jahr

Der 61. Landesjagdtag im Hof des Barockschlosses von Halbturn wurde standesgemäß eröffnet - von den Neusiedler Jagdhornbläsern.

Für mehr Verständnis

Die Waidmänner zogen Bilanz über das abgelaufene Jagdjahr und artikulierten Wünsche für das Jagdjahr 2010 - darunter der Wunsch, mehr Verständnis bei der Bevölkerung für das Tun der Jäger zu erzeugen.

"Nachhaltig ernten"

"Wir wünschen uns, dass wir hier nachhaltig ernten durchaus im Sinne des Wildes, aber natürlich auch in dem Sinn, wertvolles Wildbret für die Bevölkerung zu erzeugen", so Landesjägermeister Peter Prieler.

6.700 Jagdkartenbesitzer

Im Burgenland gibt es derzeit mehr als 6.700 Jagdkartenbesitzer, die knapp 490 Reviere betreuen.

Thema des Landesjagdtages war auch das Image der Jäger. Dieser Frage wurde bei der heimischen Bevölkerung nachgegangen, Man habe wichtige Schritte gesetzt und werde diesen Weg weitergehen, sagt Förster Roman Bunyai von der Werkstatt Natur.

Wild und Wald näherbringen

"Wir versuchen in der Werkstatt Natur - und das ganz erfolgreich - Kindern und Jugendlichen die Themen Jagd, Wild und natürlich auch Wald etwas näher zu bringen, sie darauf vorzubereiten, dass Jagd auch sehr notwendig ist und im Zuge dessen auch den richtigen Umgang mit Wald und Umwelt", so Bunyai.

Sieben Millionen Euro Pacht

Die Jagd ist auch im Burgenland ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. So bekommen allein die Grundbesitzer eine jährliche Pacht von sieben Millionen Euro insgesamt wird der Wirtschaftsfaktor Jagd mit 20 Millionen Euro beziffert.

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"Wirtschaftsblatt" vom 04.06.2010 

Jagdschmuck ist en vogue wie nie 

WIEN Juwelier HaIder legt im ersten Halbjahr um 30 Prozent zu

Eine konsequente Nischenpolitik beschert dem Wiener Jagdschmuckspezialisten Halder stetige Umsatzzuwächse. Neue Standorte gibt es trotzdem nicht.

Wien. Konsequente Nischen­politik zahlt sich aus. Davon ist Katharina Sturzeis, Chefin des Jagd- und Trachtenschmuckerzeugers Halder, überzeugt. "Wir sind in den letzten fünf Jahren um durch­schnittlich zwölf Prozent ge­wachsen", erzählt Sturzeis. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnte der Umsatz sogar um 30 Prozent gestei­gert werden. Angaben über den Umsatz selbst wollte Sturzeis - auch aus Sicherheitsgründen - nicht machen.

Grundlage des Erfolges sei, dass die Nische Jagdschmuck konsequent bespielt werde. Diese Nischenpolitik werde von ihrer Maxime "Service, Service, Service" optimal unterstützt. "Man muss die Bedürfnisse des Kunden befrie­digen, koste es, was es wolle", sagt Sturzeis, die den 1895 gegründeten Juwelier Halder am Wiener Michaelerplatz vor mehr als 20 Jahren übernommen und seither den Umsatz verzehnfacht hat.

Dass Edelmetall gerade jetzt als Wertanlage geschätzt werde, sieht Sturzeis auf Schmuck bezogen etwas differenzier­ter. "Natürlich ist Edelmetall immer im weitesten Sinn eine Geldanlage. Aber eher in Form von Münzen oder Barren", erklärt sie. Bei Schmuck müsse immer ein Verlust durch die Arbeit und die Facon eingerechnet werden.

Rund 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Sturzeis im Ausland, Hauptmarkt ist Mitteleuropa. Aber selbst aus Russland und den USA kom­men Fans des Jagdschmucks nach Wien. Vertrieben werden die Schmuckstücke, Jagdabzeichen und Dekorationsgegenstände, zu denen oft auch die eigenen Trophäen der Kunden verarbeitet und gefasst werden, im Geschäft in der Wiener Innenstadt, auf Messen, Kongressen und Ausstellungen. "Oft schicken die Kunden auch die Trophäen per Post, und per Mail wird der Rest erledigt", sagt Sturzeis.

Filialen nicht ideal

Daneben werden in Wien auch Abzeichen für Sport-, Hunde-, Wander- und Reitclubs, Pfadfinder, Alpen- und Heimatvereine kreiert und hergestellt. Von einer Filiale hält Sturzeis wenig: Zum einen sei Wien ein durchaus attraktiver Platz, zum anderen seien Filialen für jemanden in dieser Größe nicht ideal. "Wir können unsere Kunden nur hier in der optimalen Breite und Qualität betreuen", ist Sturzeis überzeugt. Und vor allem Letztere ist Sturzeis, die aus der Juweliersfamilie Heldwein stammt, wichtig: "Qualität liegt mir im Blut, da mache ich keine Abstriche."

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 30.05.2010 

Leserbrief zu "Verantwortung für die ganze Umwelt"  vom 26.05.2010 

Der Bezirksjägermeister Josef Fritz meint - aus seiner Sicht - zurecht, wenn man nun In der Rotwildhegegemeinschaft Donauauen 2009 wahrscheinlich die stärksten Hirsche erlegt habe, dies „Lohn der langen Arbeit“ sei. Jäger sehen darin die „Ernte“ für ihre Tätigkeit, nicht zuletzt getrieben möglichst große und prächtige Trophäen zu gewinnen. Absurd wird es, wenn er meint, dass sie mit ihrer Arbeit „ein ausgeglichenes Biotop erhalten wolle“. Dieses Beispiel zeigt mal wieder wie die Realität rasch mit der Welt der Jägermärchen vermischt wird. Hier tut Aufklärung not.

Was die Jägerschaft schlecht annehmen kann, ist dass sich die Natur von selbst reguliert und diese nun – auf einer deutlich höhere Ebene als der Jäger - verantwortlich für Nachhaltigkeit, Tiere und Pflanzen sei. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen dies und sehen die Jagd nicht nur als nicht erforderlich an sondern geradezu als schädlich für unsere Natur. Wenn das ureigenste Interesses der Jäger tatsächlich der Arten- und Naturschutz sei, dann würden sie umgehend auf Ihre Waffen verzichten. Da das aber nicht passiert, kann sich jeder selber von den wahren Jägermotiven ein Bild machen: Naturschutz oder Trophäengeilheit.

Dr. Christian Nittmann

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 26.05.2010 

„Verantwortung für die ganze Umwelt“ 

WEIDMANNSHEIL Jägerschaft traf sich im Z2000: Nachhaltigkeit & Öffentlichkeitsarbeit. 

STOCKERAU Eine „wilde Sache“: Nach einer gemeinsamen Hubertusmesse wurde im Z2000 der Bezirksjägertag abgehalten.

Bezirksjägermeister Josef Fritz zog Bilanz. „Vor 15 Jahren hat es noch ganz anders ausgesehen“, sagte er über das Rotwild, „jetzt erhalten wir den Lohn der langen Arbeit.“ In der Rotwildhegegemeinschaft Donauauen wurden 2009 wahrscheinlich die stärksten Hirsche erlegt. „Wir wollen ein ausgeglichenes Biotop erhalten“, ist Fritz entschlossen.

„Besonders stolz“ ist der Bezirksjägermeister auf das Thema Krähenbejagung. Die Krähen sind Gewinner der Kulturlandschaft, eine hohe Dichte dieser Beutegreifer wirkt sich negativ auf ihre Beutetiere wie Rebhühner aus. Fritz erwartet sich Lob von Grün-Gruppierungen: „Wir betreiben hier wirklich Artenschutz.“

Ein großes Thema im Jagdverband ist die Öffentlichkeitsarbeit. „Hundeführer, Falkner und Waldhornbläser haben schon einen großen Schritt getan“, ist Fritz überzeugt. Nun sei jeder einzelne Jäger für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Wir Jäger sind verantwortlich für Nachhaltigkeit, Tiere, Pflanzen und die gesamte Umwelt“, diese Bemühungen müssten auch kommuniziert werden, damit es nicht heißt, die Jäger würden nur Bambis erschießen.

Pernkopf: „Jagd ist Teil unserer Landeskultur“

Die Jagd als Mittel der Nachhaltigkeit war auch Thema des Referats von Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Die Jagd ist ein lebendiger Teil unserer Landeskultur.“ Allein in Niederösterreich gibt es 34.000 Jägerinnen und Jäger. Pernkopf sprach auch den Konflikt mit Freizeitsportlern an: „Es gibt eine Natur und viele verschiedene Nutzer, die nicht alle das Gleiche wollen.“

Als Vorstandsmitglied des Landesjagdverbands lieferte Albin Haidl, Bezirksjägermeister in Waidhofen, einen Bericht ab. Albin ermahnte die versammelten Jäger, am freiwilligen Übungsschießen teilzunehmen. Nur 38 Prozent im Bezirk taten das vergangenes Jahr. Weil die Jagd ohne Hund Schund ist, ist ab 2011 ein geprüfter Jagdhund in jedem Revier Pflicht. Pernkopf ergänzte: „Die Jagd ohne Horn ist Schmorrn.“ Deswegen sorgten im Z2000 die Jagdhornbläsergruppen Kreuttal, Kreuzenstein und Senning für die musikalische Umrahmung.

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standard.at vom 25.05.2010 

WWF: Bleivergiftungen gefährden Greifvögel 

Toter Seeadler im Waldviertel entdeckt - Schon geringste Mengen Blei führen zu schweren Vergiftungssymptomen

Aus aktuellem Anlass machten WWF und der niederösterreichische Landesjagdverband am Dienstag - einmal mehr - auf die Gefährdung von Greifvögeln durch Bleivergiftungen aufmerksam: Im Waldviertel entdeckte ein Jäger im April in Reitzenschlag (Bezirk Waidhofen an der Thaya) einen verendeten Seeadler - die Obduktion an der veterinärmedizinischen Universität Wien ergab als Todesursache Bleivergiftung.

Greifvögel nehmen mitunter über die Nahrung Blei in Form von Schrotkügelchen auf, wenn sie angeschossene Enten oder Gänse erbeuten oder unsachgemäß entsorgte Eingeweide von erlegten Rehen oder Wildschweinen - den sogenannten Aufbruch - fressen. Schon geringste Mengen führen zu schweren Vergiftungssymptomen, die Tiere verhungern oder kollidieren wegen ihrer eingeschränkten Reaktionsfähigkeit mit Autos, Schnellzügen und Stromleitungen.

"Wir werden unsere Jäger in Zukunft verstärkt darauf hinweisen, dass das Entfernen der Aufbrüche aus der Natur insbesondere in Gebieten mit Seeadlervorkommen einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Bleivergiftungen bei diesen geschützten Tieren darstellt", kündigte Peter Lebersorger von der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände an. Empfohlen werde auch, bei der Jagd auf Wasserwild auf Bleischrot zu verzichten. NÖ Landesjagdverband und WWF sind Partner beim Seeadler-Schutzprojekt "Vorsicht Gift!", das sich gegen den illegalen Einsatz von Giftködern wendet.

Alternativen

Aus Sicht des WWF wird mittelfristig ein flächendeckender Ausstieg aus der Verwendung von bleihältiger Jagdmunition notwendig sein. "In ökologisch besonders sensiblen Gebieten wie Nationalparks sollte schon jetzt auf Alternativen zur Bleimunition zurück gegriffen werden", forderte Seeadler-Projektleiter Christian Pichler in einer Aussendung.

Der WWF hofft, dass die Bleiproblematik nicht zu einer Unterbrechung der positiven Bestandsentwicklung beim größten heimischen Adler führt. "Unsere Seeadler sind eindeutig im Aufwind", so Pichler. "Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es keinen einzigen heimischen Seeadler mehr - und heuer halten wir bereits bei 13 Brutpaaren." Derzeit ziehen die majestätischen Adler ihre Jungen in den Horstbäumen der March-Thaya-Auen - dem wichtigsten Vogelschutzgebiet Österreichs - sowie an der Donau, im Gebiet des Neusiedler Sees und im Waldviertel groß.

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salzburg.com vom 24.05.2010 

Jäger in Unken abgestürzt 

Ein 51-jähriger Jäger aus Kuchl ist am Sonntag in Unken ca. hundert Meter abgestürzt. Der Mann wurde mit einem 40-Meter-Seil geborgen und ins Unfallkrankenhaus geflogen.

Der 51-jährige Kuchler war Sonntagmittag in der Nähe der Kühstein-Jagdhütte unterwegs, als er in unwegsamen Gelände hundert Meter abstürzte.

Ein Jagdkollege, der sich vor der Hütte befand, hörte den Absturz und stieg mit zwei Jagdkollegen zum Verunglückten auf. Per Mobiltelefon setzten sie einen Notruf ab. Erst mithilfe eines 40 Meter langen Seils konnte der Schwerverletzte vom Hubschrauber geborgen und ins UKH Salzburg geflogen werden. Ein Alpinpolizist und sechs Mann der Bergrettung Unken waren bei der Bergung im Einsatz.

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krone.at vom 21.05.2010 

Rund 5.000 Krähen und Elstern bald frei zum Abschuss 

3.000 Nebelkrähen, 830 Rabenkrähen und 990 Elstern sind in Graz und Graz-Umgebung zum Abschuss freigegeben. Das Land Steiermark erteilte die Ausnahmegenehmigung, denn Landwirte klagen über enorme Schäden, die die Tiere verursachen würden.

Krähen und Elstern sind eigentlich geschützte Tierarten, will man sie erschießen, braucht man dafür eine Sondergenehmigung vom Land. Auf Betreiben der Land- und Forstwirtschaftskammer wurde diese nun erteilt.

Werner Lakose von der zuständigen Naturschutzabteilung: "Der Abschuss ist das letzte Mittel. Zuvor müssen von den Landwirten Maßnahmen ergriffen werden, die Tiere zu verscheuchen, etwa durch Schreckschüsse, Vogelscheuchen usw. Funktioniert das nicht, dürfen die zuständigen Jäger geholt werden." Die Landwirte klagen über gewaltige Schäden, die Krähen und Elstern verursachen würden: Siloballen, die zum Trocknen auf dem Feld lagern, würden regelmäßig aufgerissen und das Saatgut dezimiert, falls es zur Krähenabwehr nicht gebeizt ist.

Jagd auf "Junggesellen"

Geschossen werden darf nun auf "Junggesellen" - im Gegensatz zu brütenden Krähen fliegen sie in Gruppen - nicht in der Nähe von Nestern und während der Brutzeit. Auf die Krähen darf nur zwischen 1. Juli 2010 und 31. März 2011, auf die Elstern zwischen dem 1. August 2010 und 15.
März 2011 geschossen werden. "Die Grazer müssen sich nicht fürchten, dass Vögel in Siedlungen oder gar im Stadtpark geschossen werden. Nur Landwirte dürfen die Jäger rufen, und die agieren dann auf freiem Feld", so Lakose.

Wie viele Krähen es in Graz und Graz-Umgebung gibt, weiß niemand so ganz genau - heuer soll aber eine Zählung stattfinden. Lakose: "Die genehmigten Abschüsse gefährden die Population der Tiere aber sicher nicht." Für gewaltiges Aufsehen sorgten vor zweieinhalb Jahren Krähen, die in Weiz insgesamt sieben Lämmer gerissen haben. Solche Fälle sind aber die absolute Ausnahme.

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"Kurier" vom 04.05.2010 

Bären-Ansiedelung vorerst aufgeschoben 

Kärnten - Import-Gedanke durch WWF / Bevölkerung und Bauern sind dagegen

In der Kärntner Landesregierung wurde am Montag intensiv über den Import von Bären aus Slowenien diskutiert. Dort sind jedes Jahr mehrere Bären zum Abschuss freigegeben. Zehn Bären könnten statt dessen in Österreich eine neue Heimat finden.

Gemeinsam mit Vertretern des WWF, der dieses Projekt finanziell übernehmen würde, wurde im Beisein eines Wiener Veterinärmediziners, eines Professors für Bodenkultur, des Kärntner Landesjägermeisters Ferdinand Gorton und des Naturschutzreferenten Uwe Scheuch konferiert. Fazit des Gipfels: Es werden vorerst keine Bären aus Slowenien nach Österreich gebracht. Die Steiermark und NÖ sind dagegen, OÖ und Kärnten dafür. "In Zukunft soll es eine intensivere Vernetzung von Informationen über das Bärenaufkommen mit unseren Nachbarländern Italien und Slowenien geben", erklärt Scheuch. Mit Hilfe von genetischem Monitoring soll der Zeitraum von drei Jahren beobachtet werden. "So können wir genau feststellen, wo sich die Bären aufhalten, welches Geschlecht sie haben und wie sie leben." Viele Bauern sind skeptisch und strikt gegen den Zuzug.

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"Wirtschaftsblatt" vom 29.04.2010 

Joh. Springer's hat jetzt Waffen-Leasing im Visier 

WIEN Traditions-Jagdausrüster setzt im Wettbewerb auf innovative Dienstleistungen

Luxuriöse Waffen für eine breitere Kundenschicht attraktiv zu machen, das ist das Ziel des neuen Leasingmodells von Joh. Springer's Erben und Raiffeisen Leasing.


Wien. "Wir setzen nicht auf Expansion, sondern auf innovative Dienstleistungen", beschreibt Christian Johann Springer seine Geschäftsstra­tegie. Dieser folgend, bietet der traditionsreiche Jagdaus­rüster Joh. Springer's Erben jetzt auch ein Leasingmodell für alle Waffen ab 5000 € an. "Wir wollen damit luxuriöse Waffen auch einer nicht ganz so liquiden Kundschaft zu­gänglich machen", erklärt Ge­schäftsführer Springer das mit Raiffeisen Leasing entwickel­te Modell. 50 Leasing-Verträ­ge will Springer heuer unter Dach und Fach bringen, zwi­schen 100 und 150 sollen es 2011 sein.

Derzeit ist das Leasing­modell nur für österreichische Kunden möglich, sollte es sich bewähren, bestehe die Mög­lichkeit, es mit Töchtern oder Partnern von Raiffeisen Lea­sing auch auf den EU-Raum auszuweiten. "Aber das ist noch Zukunftsmusik", sagt Springer.

Auktionen auf Schiene

Dass er ein gutes Auge für seine Ziele hat, zeigt sich auch bei den Auktionen, die Springer seit zwei Jahren in Kooperation mit dem briti­schen Auktionshaus "Holt's Auctioneers" zweimal jähr­lich abhält. "Wir haben bei unserer vierten Auktion 260.000 € umgesetzt und da­mit auch das Dorotheum geschlagen", freut sich Sprin­ger, der diese Business Unit „schön auf Schiene" sieht.

Reisefreudig

Viel Freude machen ihm auch die Jagdreisen: 600.000 € wurden damit im Vorjahr umgesetzt, zwischen 800.000 und 900.000 € sollen es heuer werden. 4,2 Millionen € hat der Jagdausrüster im Vorjahr insgesamt umgesetzt, heuer hofft Springer auf 4,5 bis fünf Millionen €. Wäh­rend Kunden aus den USA und Russland die Jagdkultur in Revieren in Österreich, Ungarn und Tschechien kennen lernen wollen, zieht es Österreicher vor allem nach Australien, Afrika und Kanada.

"Wir spüren überhaupt kei­ne Krise", ist Springer, dessen Exportquote zwischen 20 und 25 Prozent liegt, zufrieden. An ein weiteres Projekt will er sich ebenfalls bald heranpir­schen: die Zentrale in Wien­Josefstadt soll in den nächs­ten zwölf Monaten zu einem kleinen Museum mit begeh­barer Werkstätte umgestaltet werden. "Ich muss jetzt end­lich an die konkrete Finan­zierung herangehen", sagt Springer.

Waffen-Leasing

Ähnlich wie beim Pkw-Leasing leistet der Leasingnehmer eine Anzahlung von 20 Prozent des Kaufpreises der Waffe, der Rest dann wird mittels günstiger Leasingkonditionen beglichen. Die Laufzeit beträgt 36 bis 48 Mo­nate, das Angebot gilt für Waffen· ab 5000 € (inkl. Optik). Eine frühzeitige Tilgung ist ebenso möglich", so Peter Engert, Spre­cher der Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing GmbH. Das Leasingangebot schone Eigen­mittel sowie Liquidität und greife auch die Kreditwürdigkeit bei der jeweiligen Hausbank nicht an, betont Springer.

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kleinzeitung.at vom 20.04.2010 

Ein toter Hund hält die Jäger auf Trab  

Jagdverein in Seeboden "kämpft" mit dem Abschuss eines Rottweilers am Vorabend des 24. Dezembers. Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Lange Nachwehen im Jagdverein Treffling-Tangern in Seeboden hat ein Vorfall vom 23. Dezember 2009. Unter dem Titel "Jäger erschossen Hund und ließen Kadaver liegen" berichtete die Kleine Zeitung darüber, dass zwei Waidmänner dieses Jagdvereines den Rottweiler "Mauki" erschossen hatten und der Kadaver eine Woche im freien Gelände gelegen hatte. Die Meldung der Jäger bei der Polizei erfolgte tags darauf, am Heiligen Abend. "Der Hund lief frei herum, die zwei Jäger haben in Notwehr gehandelt", sagte damals Michael Unterlerchner, der Jagdleiter der Trefflinger Jäger. Geschehen ist der Abschuss am Hofgelände des Hundebesitzers im Finstern.

Dunkelheit

Allein diese beiden Fakten widersprechen den Gesetzen der Jagd. Denn zu Winterbeginn herrscht um diese Tageszeit - der Abschuss erfolgte gegen 17.45 Uhr - längst absolute Dunkelheit und damit Schussverbot. Auch eine Aussage der Schützen habe sich als falsch herausgestellt. Damals waren sie zufällig vom Hundebesitzer und einer Begleitperson wenige Minuten nach den zwei Schüssen angesprochen worden, ob sie auf den Hund geschossen hätten: "Wir sind auf der Nachsuche nach einem Rehkitz", war die Antwort - in der Dunkelheit im tiefen Dezember. Der Besitzer wurde im Unklaren gelassen und Bezirksjägermeister Franz Kohlmayer erfuhr vom Vorfall erst durch die damalige Recherche der Kleinen Zeitung.

Überprüfung

Vielfach wurde in Seeboden erklärt, dass sich der Rottweiler gegenüber anderen Tieren oder Menschen immer friedfertig verhalten habe. Es gibt auch keine Anzeige gegen den Hundehalter Horst Klementin wegen kritischer Vorfälle mit "Mauki". Einzig zwei Strafen (insgesamt 60 Euro) wegen "schlampiger Tierhaltung" hatte der Hundebesitzer zu entrichten. Er glaubt, dass sein Hund nicht dort erschossen wurde, wo man den Kadaver zwischen Jungfichten fand. "Die Schüsse hörten wir so nahe, als wenn es bei meinem Stallgebäude gewesen wäre", sagt der Hundebesitzer, der den Vorfall auch der Kärntner Jägerschaft in Klagenfurt "mit der Bitte um Überprüfung des Sachverhaltes" übergeben hat. Mitte März hat er bei der Polizei auch Anzeige gegen Jagdverein und Schützen erstattet, wodurch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurde.

Aufgrund der Brisanz wird dieser Fall beim Bezirksjägertag am Samstag in Lendorf Thema unter den Grünröcken sein.

***

Jagdverbot. Die Jagd ruht eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang auf Schalenwild (dazu zählen die Rehe). Ebenso im Bereich von bewohnten Gebieten, in unmittelbarem Bereich etwa von nicht eingefriedeten Gehöften.

Verständigungspflicht. Soweit einem Jäger oder Jagdschutzorgan der oder die Eigentümer von getöteten Tieren (wenn es kein Wild ist) bekannt sind, hat die Verständigung unverzüglich zu erfolgen.

Verwarnung. Wenn ein Hund im Verdacht steht, zu wildern, so muss der Besitzer schriftlich verwarnt werden. Das ausgefüllte Formular der Jäger müssen auch die Kärntner Jägerschaft, der Jagdaufseherverband Kärnten, die Bezirkshauptmannschaft, Polizei und Tierschutzverein erhalten; Ähnliches gilt beim Abschuss.

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swr.de vom 08.04.2010 

Kritik an der Jagd 


Rund fünf Millionen Wildtiere werden jedes Jahr durch Jäger erlegt. Neben Wildschweinen oder Rehen werden beispielsweise auch Enten, Wildgänse oder Kormorane geschossen. Die Jäger argumentieren, sie müssten die Tierbestände regulieren und den Wald schützen. Neue wissenschaftliche Studien zeigen aber eindeutig: Jagd löst keine ökologischen Probleme sondern schafft sie erst...

Sonntag morgens um sieben Uhr auf einer Waldlichtung. Die Luft riecht wild und würzig, die Spannung unter den 35 Jägern und Jägerinnen steigt. Wer wird heute den kapitalen Hirsch schießen? Der uralte Jagdinstinkt! Für fast 300.000 passionierte Jäger in Deutschland noch immer eine wunderbare Möglichkeit, die schöne Naturerfahrung mit dem Nützlichen zu verbinden. Mit Hege und Pflege.

Dass das Töten von Tieren auch Spaß macht, solch eine Aussage wird man von einem Jäger nicht bekommen. Allerdings: so ganz von der Hand zu weisen ist dieser Thrill für die Jäger offenbar doch nicht: Eine Waidfrau aus der Gesellschaft gibt zu: „Ich finde es für mich sehr schön, dass ich mit einer geladenen Waffe auf einem Hochsitz sitzen kann und es in meinem Ermessen liegt, ob ich schieße oder nicht.“ Ihre Antwort auf die Nachfrage, welche Gefühle da bei ihr aufkommen: „Ah! Machtgefühle, irgendwie.“

Jäger regeln Wildtierbestand?

Offiziell sprechen die Jäger aber lieber von der Regelung des Bestandes. So auch Bundestagsmitglied Jochen Borchert, Präsident des größten deutschen Jagdverbands. Unter Helmut Kohl war er sogar Landwirtschaftsminister. Also wirklich vom Fach, sollte man meinen. Die Vorstellung, man könnte die Jagd einschränken oder gar ganz auf sie verzichten, ist für ihn eine romantische Illusion:

„Wir leben in einer Kulturlandschaft die intensiv genutzt wird und in der viele Raubtiere verschwunden sind. Wenn hier der Jäger nicht regulierend eingreifen würde, dann würden sich bestimmte Wildarten, die mit der Kulturlandschaft, mit der Besiedelung durch die Menschen besser fertig werden, außerordentlich stark vermehren und andere Wildarten würden Opfer dieser Arten und würden am Ende ganz verschwinden. Und ich denke, insofern leistet die Jagd eine wichtige Aufgabe beim Erhalt der Artenvielfalt und bei der Begrenzung und Regulierung der Wildbestände.“

Raubtiere unerwünscht?

Auf den ersten Blick leuchtet das vollkommen ein: Wölfe im Wald, die den Wildbestand regulieren – das wollen doch nur Naturromantiker. Die Mehrheit der Menschen hat - seit den Märchen der Kindheitstage - Angst vor dem bösen Wolf. Da sind Leute mit Flinten und grünen Mützen im Wald doch angenehmer. Kann daran etwas falsch sein?

Ja, alles! Sagt der Zoologe Professor Josef Reichholf, der an der TU München 30 Jahre lang Naturschutz lehrte und zahlreiche Preise für seine Publikationen erhielt. Der Jäger als Ersatz für fehlende Raubtiere? Für ihn ein Märchen: „Das ist eine falsche Vorstellung. Die Raubtiere haben nie bei uns die Wildbestände nennenswert reguliert. Es waren immer Krankheiten, Winterhärte und der Nahrungsmangel. Und genau die letzteren schaltet der Jäger systematisch aus. Und die Raubtiere hat er auch ausgeschaltet. Die Winterfütterung und die Wildpflege soll ja auch bewirken, dass der Bestand besonders hoch wird. Und das haben die Jäger ja auch erreicht.“

Illegale Winterfütterung

Den Bestand päppeln durch Winterfütterung? Das ist laut Jagdrecht eigentlich gar nicht erlaubt. Tatsächlich ist es aber eher die Regel als die Ausnahme. Winterfütterung lässt die Zahl der Tiere steigen. Besonders gerne päppeln die Jäger Hirsche – also das Rotwild, wegen der beeindruckenden Trophäen. Seltsam, denn gleichzeitig erklären die Jäger, dass sie mit der Jagd den Bestand des Rotwildes klein halten müssen, um den Wald zu schonen.

So auch der Präsident des größten deutschen Jagdverbandes, Jochen Borchert: „Natürlich gibt es Schäden durch das Rotwild. Das kommt, weil das Wild in Revieren, in denen viele Besucher im Wald unterwegs sind, kaum noch aus der Dickung hervorkommt um auf den Wiesen zu grasen – um es mal nicht fachmännisch auszudrücken. Und dann bleibt dem Wild gar nichts anderes übrig, als die Bäume zu verbeißen.“

Auch hier widerspricht der Zoologe Reichholf. Die Jäger lösen nicht das Problem, sie verursachen es: „Das Rotwild wird bei uns durch die typische Form der Hege in die Wälder gelockt und gedrückt. Gedrückt, weil es scheu gemacht worden ist durch die lange Bejagung. Gelockt durch die Fütterungen gerade auch mit den Wintergattern. Dadurch wird ein Bestand aufgepäppelt, künstlich hochgehalten auf einem Niveau das die Wälder natürlich schädigt. Wir haben derzeit die dreifache Menge des Wildes in unseren Wäldern wie das vor der Zeit der gezielten Hege der Fall war.“

So sind Jäger auch mitverantwortlich für die hohe Zahl der Wildunfälle in Deutschland. Obwohl die Waidleute natürlich sagen, dass sie ihren Job machen um genau dieses Problem so klein wie möglich zu halten. Augenwischerei. Fast schon Zynismus. Auf jeden Fall: Jägerlatein.

Wildpachtzinsen müssen erwirtschaftet werden

Es ist sicher etwas krass ausgedrückt, kommt der Wahrheit aber recht nahe: Der Wald ist die Schießbude der Jäger. Dort haben sie das Wild optimal für sich aufgestellt. Für Schießspaß und für einen anständigen Ertrag. Schließlich kostet die Pacht ja auch einen Batzen, da muss der Jäger schon irgendwie auf seine Kosten kommen. Mit Spaß, Wildbret und Trophäen.

Jochen Borchert weist dies weit von sich: „Also der Vorwurf, dass Jäger zu viel jagen und zu viel Wild erlegen, trifft ganz sicher nicht zu. Dazu wird Jagd heute von allen Jägern nachhaltig ausgeübt, das heißt, es wird immer nur so viel Wild abgeschossen, wie wieder nachwächst, ohne dass der Bestand gefährdet wird.“

Natürlich muss das alles wieder nachwachsen. Sonst hätten die Jäger ja im nächsten Jahr kaum Spaß an ihrem Hobby. Darin besteht ja die Kunst der „Hege und Pflege“: Das Wild so zu halten, dass sich das teure Revier lohnt, sagt auch Prof. Reichholf: „Bei den hohen Wildpachtzinsen haben die Jäger ein Interesse, einen hohen Wildbestand zu haben und diesen auch so hoch wie möglich zu halten. Also gibt es einen Zweikampf zwischen denen, die die Wildschäden beklagen und den Jägern, die einen Wildbestand haben möchten, auf hohem Niveau. Und zwar seit Jahrzehnten anhaltend auf hohem Niveau.“

Und das wird wahrscheinlich vorerst auch so bleiben, denn die deutschen Jäger haben eine starke Lobby. Und nutzen die Wälder als Wildzuchtanlage für ihren privilegierten Freizeitspaß.

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nachrichten.at vom 04.03.2010 

Jäger beim Wildern fotografiert: Nun droht der Entzug der Jagdkarte Bild vergrößern 

ALTMÜNSTER. Von einem Boot im Traunsee aus erlegten drei Männer mehrere geschützte Wasservögel mit der Schrotflinte. Ihr Pech: Sie wurden dabei fotografiert. Einer der Verdächtigen wurde nun ausfindig gemacht. Es handelt sich um einen Jäger aus der Gegend.

Die drei Männer, die während der Weihnachtsfeiertage einen Prachttaucher und drei Großmöven – alle diese Vögel sind streng geschützt – erlegt haben, wussten nicht, dass jemand sie dabei ablichtet. Ein Grazer Vogelbeobachter, der extra an den Traunsee gereist war, um hier seinem Hobby nachzugehen, schoss Fotos von der illegalen Vogeljagd. Auf einem der Bilder ist die Kennziffer des Bootes deutlich erkennbar.

„Zwei Strafverfahren laufen“

Nach einer Anzeige bei der Gmundner Bezirkshauptmannschaft konnten die Beamten dort inzwischen tatsächlich einen der Verdächtigen ausfindig machen. Ihm droht eine Verwaltungsstrafe. „Wir haben gegen die Person zwei Strafverfahren eröffnet“, sagt Bezirkshauptmann Alois Lanz. „Einmal wegen Verletzung des Naturschutzrechts und ein zweites wegen der Verletzung des Jagdrechts.“ Das bedeutet: Beim Verdächtigen handelt es sich um einen Jäger, der nun damit rechnen muss, seine Jagdberechtigung zu verlieren. Ob ihm neben verwaltungsrechtlichen Konsequenzen auch strafrechtliche drohen, ist noch offen.

Über die Identität der beiden Mittäter hat die Behörde derzeit keine Informationen. Der ausgeforschte Jäger dürfte die Namen nicht preisgeben.

Als die drei Wilderer mit ihren Schrotflinten am helllichten Tag auf den See hinausfuhren, wussten sie offenbar nicht, dass im Winter viele Birdwatcher das Geschehen am See aufmerksam beobachten. Der Traunsee gilt als beliebter Überwinterungsplatz für etliche geschützte Wasservogelarten aus Nordosteuropa.

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kleinezeitung.at vom 25.02.2010 

Landesjägerschaft: Tödlicher Vorfall war vermeidbar 

Karl Sirowatka von der steirischen Landesjägerschaft kritisiert das unverantwortliche Verhalten der Tierbesitzer, sieht darin aber keinen Grund für die tödlichen Schüsse. Der "Aktive Tierschutz" ist empört und spricht von "nicht zu rechtfertigender" Tat.

Die Berichterstattung über einen in Pichla bei Kapfenstein von einem Jäger erschossenen Pitbull löste eine emotionale Diskussion aus. Herbert Oster, Präsident des Vereins "Aktiver Tierschutz Steiermark" zeigte sich empört und erklärte, dass die Tötung des sechsjährigen American Pitbull Legolas "nicht zu rechtfertigen ist". Oster weiter: "Sofort zu schießen, weil irgendwo in der Straße Hunde herumlaufen, ist absolut nicht in Ordnung." Der Schuss wäre nur zu rechtfertigen gewesen, wenn Anton H.
die beiden Hunde von Emanuel L. und Thorsten J. beim Wildern erwischt hätte. Ein Umstand, der laut Polizei auszuschließen ist.

"Ich habe den Jäger gerufen, weil die beiden Hunde eine halbe Stunde lang einfach in den Straßen herumgestreunt sind", sagt Regina N., eine Bewohnerin von Pichla. Gejagt sollen die beiden Hunde aber nicht haben. "Angst hatte ich trotzdem", so Regina N. "Man hört von diesen Kampfhunden ja immer so schlimme Sachen und ich hab ein kleines Enkerl".

Zusätzlich verunsichert war N. durch einen Vorfall, der sich vor kurzer Zeit in Pichla zugetragen haben soll. Der Stefford Shire Bull Terrier von Emanuel L. soll zwei Ziegen eines Nachbars gerissen haben. Der Polizei wurde dieser Vorfall gemeldet. "Selbst wenn das passiert wäre, kann der eine Fall nicht auf den anderen übergewälzt werden und einfach ein anderer Hund abgeschossen werden", erklärt Tierschutzpräsident Oster.

Auch für Karl Sirowatka von der steirischen Landesjägerschaft gibt es "in diesem Fall keinen Grund für den Jäger, zu schießen". Er verweist auf das steiermärkische Jagdgesetz, in dem es wörtlich heißt: "Hunde, die abseits von Häusern, Wirtschaftsgebäuden, Herden und Wegen Wild jagend angetroffen werden, (...), dürfen vom Jagdberechtigten oder vom beeideten Jagdschutzpersonal oder von mit schriftlicher Erlaubnis versehenen Jagdgästen getötet werden."

Jäger fühlte sich bedroht

Wie nun bekannt wurde, dürfte sich der Jäger von dem sechsjährigen American Pitbull von Thorsten J. bedroht gefühlt haben. Anton H. wollte den Hund durch Rufen vertreiben, doch der Hund rannte auf ihn zu. Rund acht Meter bevor ihn der Hund erreicht hätte, drückte H. ab. Bei der Polizei gab Anton H. an, aus Notwehr gehandelt zu haben. Auf Anfrage der Kleine Zeitung Digital war Anton H. nicht dazu breit, zum Vorfall Stellung zu nehmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, ob die Schüsse gerechtfertig waren.

Sirowatka ist der Überzeugung, dass es nicht zu diesem Zwischenfall hätte kommen müssen. "Es ist nicht Sache des Jägers, herumlaufende Hunde zu erschießen", so Sirowatka. Er hätte vielmehr Regina N. darauf aufmerksam machen sollen, dass sie sich an die Polizei, die Bezirkshauptmannschaft, den Amtstierarzt oder an den aktiven Tierschutz hätte wenden müssen. "Dem Jäger alleine die Schuld an dem Vorfall zu geben, ist nicht gerecht", ergreift Sirowatka Partei für Anton H.

Damit spielt Sirowatka auf das Steiermärkische Landessicherheitsgesetz an, wonach Hunde an öffentlich zugänglichen Orten entweder einen Maulkorb tragen müssen oder an der Leine zu führen sind. Sirowatka sieht in der Missachtung des Gesetzes "den eigentlichen Auslöser dieses Malheurs".

Verärgert zeigt sich Sirowatka darüber, dass durch diesen Vorfall nun auf die gesamte Jägerschaft ein schlechtes Licht fällt. Seit Jahren appelliere man an die Vernunft der Jäger, keine Hunde und Katzen zu schießen. In Zusammenarbeit mit dem aktiven Tierschutz wurden landesweit Formulare aufgelegt, um Fälle von herumstreunenden Hunden zu melden. Ein Tierinspektor nimmt sich der Problemfälle an.

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kleinezeitung.at vom 23.02.2010 

Jäger erschießt Pitt Bull vor den Augen des Besitzers 

Ein Schuss. Ein Jäger. Ein toter Pitt Bull. So die Kurzfassung jenes Vorfalls, der sich am Freitag südoststeirischen Pichla bei Kapfenstein zugetragen hat.

Torsten J. war seit zwei Tagen zu Besuch bei seinem Freund Emanuel L. in Pichla. Neben der Freundschaft verbindet die zwei jungen Männer vor allem eines, sie sind beide Besitzer eines Pitt Bulls. Torsten J. war dies zumindest bis Freitag. Sein sechsjähriger Hund "Legolas" wurde von einem Jäger mit zwei Schüssen niedergestreckt. Der Hund war sofort tot.

Nachbarn holten Jäger

Aufgeregte Nachbarn hatten den Jäger angerufen. Sie waren darüber besorgt, dass zwei Pitt Bulls frei durch den Ort laufen. "Die Leute sind durch die Berichterstattung von Hundeattacken schon sehr verunsichert. Das hat hierbei sicherlich auch mitgespielt", so einer der erhebenden Beamten der Dienststelle St. Anna. Ob die beiden Hunde tatsächlich frei im Ort herumgelaufen sind, ist noch nicht genau geklärt. Torsten J. und Emanuel L. geben beide an, dass die Hunde im Garten gespielt haben. Das Grundstück ist nicht eingezäunt - ein Umstand, der die Nachbarn zusätzlich verunsichert haben könnte. Der Jäger selbst widerspricht den beiden Männern und gab an, die beiden Pitt Bulls auf einem freien Feld gesehen zu haben. Er parkte sein Auto neben dem Grundstück von Emanuel L. und wartete ab, bis die beiden "Streuner" wieder nachhause kamen. Dann drückte er ab.

Der 25-jährige Torsten J. kann nicht recht begreifen, was hier vorgefallen ist. "Der Hund war das Einzige, was ich gehabt habe auf dieser Welt". Dementsprechend emotional reagierte der junge Mann auf die tödlichen Schüsse. Er und sein Freund Emanuel L. gingen nach dem Vorfall auf den Jäger mit einem Aschenbecher los. Dabei erlitt der Jäger Kopfverletzungen. Auch Torsten J. wurde bei der Rangelei leicht verletzt. Torsten J. gab in der Einvernahme durch die Polizei St. Anna an, vom Jäger bedroht worden zu sein. "Er hat die Waffe gegen mich gerichtet und mir gedroht: Wenn du einen Schritt weitergehst, bist du der Nächste".

Situation geriet außer Kontrolle

Einer der ermittelnden Beamten kann sich daran erinnern, dass die Situation außer Kontrolle geraten ist. "Ich und mein Kollege hatten allerhand damit zu tun, die beiden Männer und den Jäger auseinander zu bekommen." Im LKH Feldbach gerieten der Jäger und Torsten J. dann erneut aneinander. Torsten J. gab an, erneut von ihm mit dem Umbringen bedroht worden zu sein. Einer Krankenschwester gelang es, dass die beiden Männer voneinander abließen.

Da sich die Hunde in keinem Waldstück befunden haben und somit auch nicht beim Wildern erwischt wurden, ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Bezirkshauptmannschaft nun gegen den Jäger. Geprüft wird, ob sich der Jäger richtig verhalten hat und wie sein Handeln zu rechtfertigen ist. Im Fall einer Verurteilung droht ihm der Entzug seiner Jägerlizenz. Daneben müssen sich alle drei Beteiligten vor Gericht wegen Körperverletzung verantworten.

Vor einigen Wochen kündigte der Jäger seine Tat an. Das sagte zumindest Emanuel L. aus. Er sei mit seinem Pitt Bull auf einer Wiese unterwegs gewesen. L. ließ seinen Hund von der Leine. Der Jäger verwarnte ihn daraufhin und drohte, den Hund zu erschießen, sofern er ihn nochmals freilaufend erwischen soll. Geschossen hat er nun tatsächlich, nur handelte es sich dabei um ?Leogolas“, den Hund von Torsten J.

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krone.at vom 19.02.2010 

Jäger hält Hund für einen Fuchs - erschossen 

SCHWARZENBACH / Profi-Schütze erlegte „Kronen-Zwölfer“ und ließ das Tier liegen. Der Fall wurde an die Kriminalpolizei übergeben. Trauer bei Kindern.

Haustiere auf der Abschussliste: Nur Tage, nachdem in Hagenberg ein Kater erschossen worden war, erreichte die "OÖ-Krone" ein anonymer Hinweis, der sich bestätigte. In Bad Wimsbach-Neydharting erschoss ein Jäger die Schäferhündin "Bella" – "aus Versehen".

Das ganze Haus ist in Aufruhr, die Kinder weinen und der Hund "Maxi" (im Bild mit seinem achtjährigen Herrchen Nico) sucht verzweifelt nach seiner Gefährtin, der Schäferhündin "Bella". Doch sie kommt nicht mehr zurück.

Schäferhund für Fuchs gehalten

Ein Jäger erschoss unweit des Hauses in Bad Wimsbach-Neydharting die Hündin. Besitzer Johann Rahstorfer (67) berichtet: "Er stand plötzlich vor der Tür, meinte, er hätte die 'Bella' für einen Fuchs gehalten und sie aus Versehen erschossen. Vorstellen kann ich mir das nicht, der Hund ist ja viel größer und schwerer als ein Fuchs."

Der ehemalige Hundeführer hatte die zwölf Jahre alte Schäferhündin gut abgerichtet, kannte sich aus – "Bella" war Wachhund für die gesamte Nachbarschaft, ohne je jemanden angegriffen zu haben. Sie geht allen ab.

"Maxi" als Trostspender

Besonders die Enkel des Besitzers, Tim (6) und Nico (8), sind am Boden zerstört, es bleibt ihnen nur noch "Maxi". Rahstorfer überlegt nun, den Jäger bei der Polizei anzuzeigen.

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noen.at vom 15.02.2010 

Ein Wilderer erschoss Hirsch aus dem Auto

SCHWARZENBACH / Profi-Schütze erlegte „Kronen-Zwölfer“ und ließ das Tier liegen. Der Fall wurde an die Kriminalpolizei übergeben.

Mit zwei gezielten Schüssen hat ein Wilderer in der Vorwoche in Schwarzenbach einen Hirschen erlegt. Das knapp sieben Jahre alte, 120 Kilo schwere Tiere wurde wenige Stunden später von der Straßenmeisterei Kirchberg neben der Landesstraße 102 aufgefunden.
„Der Schütze muss jagdlich versiert sein, so wie er das Rotwild getroffen hat. Genau aufs Blatt“, berichtet Johann Stupphann, Jagdleiter im Genossenschaftsjagdgebiet, Hegering 16. Der Hirsch, ein Kronen-Zwölfer, sei Opfer eines „Wildhassers, Jägerhassers oder Trophäensammlers“, vermutet Stupphann. „Ein normaler Jäger tut so etwas nicht.“

Da keine Spuren im Schnee gefunden wurden, gehen die Jäger davon aus, dass der Wilderer mitten im Jagdgebiet aus dem Auto auf das Tier schoss, 400 Meter vom Gebiet von Hochlandrinderzüchter Friedrich Hardegg entfernt. „Der Schütze wollte ihn mitnehmen, ist aber scheinbar gestört worden.“ Tier und Geweih blieben unangetastet. Vor 15 Jahren waren zuletzt in Schwarzenbach zwei Hirsche in einem Gehege angeschossen worden.

„Ein Schuss auf Rotwild ist eher Einzelfall“, weiß Bezirksjägermeister Josef Petschko. „Das ist schlimm fürs Rotwild, das durch solche Vorfälle verschreckt wird, von den Fütterstellen flüchtet und sich erst spät wieder hier einstellt.“ Der Fall wurde an die Kriminalpolizei übergeben.

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kleinezeitung.at vom 09.02.2010 

Sensation: Wolf ging in Glödnitz in Foto-Falle 

Willkommen daheim! Einem Jäger gelang in Glödnitz die Sensation. Gleich zweimal konnte er auf seinem Grund mit einer Foto-Falle einen Wolf ablichten. Damit ist auch bildlich bewiesen, dass Meister Isegrim wieder durch Kärnten streift.

Karl Weyrer, Jäger aus Glödnitz, ist eine Sensation gelungen, die man eigentlich nur mit einem doppelten Lotto-Sechser vergleichen kann. Von Gattin Christa und seinen Kindern zu Weihnachten mit einer Foto-Falle bedacht, installierte man den Apparat am Stefanitag am Grundstück. Und siehe da! "Das erste Mal gelang es am 8. Jänner um ein Uhr nachts damit einen Wolf abzulichten", erzählt Weyrer. Vor wenigen Tagen, am 4. Feber, stolperte erneut ein Wolf in die Foto-Falle des Jägers - um 7.30 Uhr in der Morgensonne.

"Natürlich hat man bei einem Foto immer ein Restrisiko, dass es sich um einen Hund handeln könnte. Aber war man schon beim ersten Bild ziemlich sicher, einen Wolf zu sehen, so konnten jetzt internationale Experten bei einem Treffen in Slowenien endgültig jeden Zweifel zerstreuen", sagt der Wildtierökologe Thomas Huber. In Glödnitz wurde tatsächlich der Wolf "abgeschossen".

Könnten auch zwei Tiere sein

Weyrers Neugier wurde im März 2009 geweckt, als die DNA-Analyse einer Losung aus Glödnitz ergab: Hier ist der Wolf unterwegs. Unklar ist jedoch, ob es sich bei den beiden Foto-Tieren um den gleichen Wolf handelt. "Bei der Analyse wird die mitochondrielle DNA untersucht, womit man die Art und die Herkunft bestimmt. Die Losung vom März stammte von einem Tier, das aus Italien eingewandert ist", erklärt Huber. Eine zweite Kotprobe, die Anfang August in den nördlichen Nockbergen gefunden und ebenfalls analysiert wurde, stammt von einem Wolf aus der Balkanpopulation. Und da Wölfe weit wandern - bis zu 60 Kilometer Luftlinie pro Nacht - könnte Weyrer zwei verschiedene Tiere fotografiert haben. Eine persönliche Begegnung mit dem scheuen Tier ist allerdings unwahrscheinlich, da Wölfe Menschen meiden.

"Der Wolf ist eine streng geschützte Art und nach dem Kärntner Jagdgesetz das ganze Jahr über geschont", sagt Freydis Burgstaller-Gradenegger, Geschäftsführerin der Kärntner Jägerschaft. Im Moment ernähren sich die Wölfe in erster Linie von Schalenwild. Verursachen sie Schäden beim Vieh, so werden diese von der Jägerschaft abgegolten.

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noen.at vom 08.02.2010 

Tödliche Familientragödien 

ZWEI TOTE / In Perchtoldsdorf erschoss ein Vater seinen Sohn, in Ebreichsdorf eine Frau ihren Mann.

Schreckliche Tat in Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling). Am Dienstagabend erschießt der 62-jährige Alfred St. – eigenen Angaben zufolge aus Notwehr – seinen Sohn Klaus (25). Auslöser soll ein Streit um das Erbe der verstorbenen Frau bzw. Mutter gewesen sein. Fakt ist, dass Klaus offensichtlich mit einer Softgun, die einer echten Pistole täuschend ähnlich sieht, zum Gespräch erschienen ist. Vater Alfred, ein Jäger, ist aber im Besitz zweier „richtiger“ Faustfeuerwaffen. „Für beide Waffen gibt es gültige waffenrechtliche Dokumente, die in Wien ausgestellt wurden“, so Mödlings Bezirkshauptmann Hannes Nistl.

Einer der ersten am Tatort ist der stellvertretende Polizeiin-spektionskommandant Ernst Biegler: „Mann mit Schussverletzung“, lautete der Einsatzgrund. Zur selben Zeit trifft der Rettungstransportwagen der Rot- Kreuz-Dienststelle Perchtoldsdorf ein. „Zwei Schüsse in die Brust“, berichtet Rot-Kreuz-Ortsstellenleiter Dieter Mayerhofer. „Leider konnten wir nichts mehr tun …“ Die Polizei spricht die Festnahme aus, Alfred St. wird zur Einvernahme in die Polizeiinspektion Perchtoldsdorf gebracht, ehe die Kollegen des Landeskriminalamtes die Amtshandlung übernehmen.

Leopold Etz, der Leiter der Mordkommission, spricht von einem „sehr speziellen Fall“. Auch, wenn der derzeitige U-Häftling – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – mit Aussagen bis zur Rückkehr seines Anwalts (Urlaub) zuwartet, haken die Ermittler nach. Vor allem die „Glaubwürdigkeit der Notwehrsituation“ ist Gegenstand der Recherchen. Die Schussabgabe aus knapp einem halben Meter Entfernung sei „eine bemerkenswerte Situation“, so Etz.

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orf.at vom 08.02.2010 

Tollwut: Jäger wollen ohne Geld weiterjagen 

Das Burgenland gilt als tollwutfrei. Deshalb zahlt der Bund 2010 den Jägern keine Abschussprämien mehr. Die Jäger plädieren aber weiter für Kontrolle und Impfung und wollen die Füchse so intensiv wie bisher bejagen.

Nur mehr knapp 140 Füchse


Im Jahr 2009 wurden im gesamten Burgenland rund 2.400 Rotfüchse von den heimischen Jägern erlegt und auf etwaige Krankheiten untersucht. Denn der Fuchs gilt nach wie vor als der Hauptüberträger der gefährlichen Tollwut.

Nachdem aber seit 2008 österreichweit keine kranken Füchse mehr registriert wurden, wurde auch das Burgenland für tollwutfrei erklärt.
Im Burgenland werden nur mehr knapp 140 Füchse auf diverse Krankheiten untersucht.

Regelmäßige Kontrollgänge durch das Revier stehen bei den burgenländischen Weidmännern beinahe täglich auf dem Programm, denn vor allem die Rotfüchse, die meistens sehr versteckt leben, müssen genau beobachtet werden.

"Machen es nicht der Prämie wegen"

Auch im Jahr 2010 werde die Jägerschaft diese Kontrollen weiterführen, auch wenn der Bund die Prämienzahlung für jeden geschossenen Fuchs einstellt, sagte Helmut Reif, der Bezirksjägermeister von Neusiedl am See.

"Wir werden den Fuchs genauso intensiv bejagen wie vorher, denn wir haben das ja nicht der Prämie wegen gemacht, sondern um das Niederwild zu schützen", so Reif.

"Oft Stunden auf dem Hochstand"

"Wir müssen oft Stunden auf dem Hochstand verbringen, bis der Reineke kommt. Im winter ist die Bejagung schöner", so Reinhard Bors, Revierjäger von St. Andrä am Zicksee.

Tiere werden krank

Es gibt auch noch einen weiteren Grund für die Kontrollen: Gibt es zu viele Tiere, werden sie krank. Dies war im Jahr 1990 schon einmal der Fall. Damals wurden im gesamten Burgenland mehr als 400 Tollwutfälle bei Rotfüchsen festgestellt. Die kranken Tiere, die durch diese Infektion ihre natürliche Scheu verlieren, kamen auch in die Ortschaften und gefährdeten Menschen.

Jäger wollen Fortsetzung der Untersuchungen

Daher würden es die Jäger begrüßen, würden die Untersuchungen an den Füchsen fortgesetzt, sagte Reif. Tollwut sei eine gefährliche Krankheit, auch sei "der Fuchsbandwurm direkt auf den Menschen übertragbar".

In Italien und Slowenien sind bereits wieder Tollwutfälle aufgetreten.

Impfaktion an Rotfüchsen geht weiter

In den südlichen Bezirken des Landes wird die seit 20 Jahren durchgeführte Impfaktion an Rotfüchsen weitergehen, denn in den Nachbarländern Italien und Slowenien sind bereits wieder Tollwutfälle aufgetreten - die Krankheit könnte daher auch im Burgenland wieder Fuß fassen.

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"Kleine Zeitung" vom 02.02.2010 

Leserbrief zu "Hüttenwirt will den Abschuss der Wölfe "  vom 02.02.2010 

Herr Morgenbesser dürfte wohl Jäger sein und sieht in den Wölfen konkurrierende Beutegreifer, wie sonst ist seine Sorge um die Gämsen zu erklären. Schäden durch Wildtiere müssen ersetzt werden, doch solange dafür kein Budget vorhanden ist, sieht es düster aus für die Rückkehr der natürlichen und einzig berechtigten Jäger, nämlich Bär, Luchs, Wolf und andere Prädatoren. Absolut lächerlich die angeblichen Bedenken der Eltern - Wölfe sind als extrem scheu bekannt und keine Kindermörder – hier hat man wohl zu tief ins Märchenbuch geblickt.

Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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"Kleine Zeitung" vom 02.02.2010 

Hüttenwirt will den Abschuss der Wölfe 

Massiver Schaden für den Tourismus wir befürchtet.

WECHSEL. Für Aufregung rund um den Wechsel sorgen dort jagende Wölfe (wir berichteten). Bauern beklagen Dutzende gerissene Nutztiere, teilweise äußerten Eltern Bedenken, ihre Kinder in der Dunkelheit alleine ins Freie gehen zu lassen.

Gestern meldete sich Alois Morgenbesser, Betreiber des Wetterkoglerhauses am Hochwechsel, zu Wort und forderte, die Wölfe umgehend zum Abschuss freizugeben. "Der Wirbel ist auch ein enormer Schaden für den Tourismus", klagt er. Die Politik sei angehalten, die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf die Tiere entsprechend anzupassen. Dies traue sich leider niemand laut auszusprechen, da offensichtlich alle eine Konfrontation mit Tierschützern fürchten, kritisiert Morgenbesser.

Der Wechsel sei als Jagdgebiet für Wölfe zu klein. Werde nichts unternommen, werde der Schaden in der Nutztierhaltung weiter steigen und es werde dort bald keine Gämsen mehr geben, glaubt er.

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oe24.at vom 30.01.2010 

VP zittert nach Verhaftung des Waffen-Grafs 

Knalleffekt im Fall Mensdorff-Pouilly: Der schwarze Graf sitzt seit vorgestern in London in Haft – jetzt zittert die ÖVP vor Enthüllungen...

Die Nachricht schlug in der Wiener VP-Zentrale wie eine Bombe ein: Alfons „Ali“ Mensdorff-Pouilly bringt die Partei wieder einmal in die Bredouille. Seit Freitag sitzt der Ehemann von Ex-VP-Ministerin Maria Rauch-Kallat in London in Untersuchungshaft. Es geht um den Vorwurf der Korruption und mutmaßliche Schmiergeldzahlungen an offizielle österreichische Stellen – was Mensdorffs Anwalt Harald Schuster heftigst dementiert.

U-Haft in London wegen Schmiergeld-Verdachts

Durch die Ermittlungen der britischen Antikorruptionsbehörde kehrt plötzlich in Österreich der für die ÖVP längst ausgestanden geglaubte Krimi um die Eurofighter ins Rampenlicht zurück.

Britische Agenten des „Serious Fraud Office“ (SFO) ermitteln seit 2000 wegen unglaublicher Bestechungsvorwürfe in globalem Ausmaß gegen den Konzern British Aerospace – und sie stolperten dabei immer wieder über einen Namen: Alfons Mensdorff-Pouilly, Graf mit Schlössern in Schottland und Luising (Bgld.) und einst enger Vertrauter von Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel.

Britischer Geheimbericht für Österreich Polit-Bombe

Der Geheimbericht der britischen Ermittler vom SFO beschert Österreich eine wahre Polit-Bombe: Graf Mensdorff-Pouilly soll von British Aerospace laut „Geheimakte Ali“ insgesamt 107,6 Millionen Euro für „nützliche Aufwendungen“ bei Rüstungsdeals in ganz Europa erhalten haben.

18,2 Millionen Euro davon sollen für Aufwendungen in Österreich rund um die Beschaffung der umstrittenen Abfangjäger Eurofighter Typhoon reserviert gewesen sein. Und laut den Ermittlungsakten des Wiener Staatsanwalts Michael Radasztics (Aktenzahl 604 St 308g) konnte der Graf bisher den Verbleib von 14 Millionen Euro aus diesem Budget nicht ausreichend erklären.

3 Strafverfahren in Wien gegen Schüssel-Freund

Dass der Mann aus dem innersten Kreis der Schüssel-ÖVP gesiebte Luft atmet, ist für Mensdorff freilich keine Premiere: Bereits im Frühjahr 2009 saß er mehr als ein Monat lang in Wien in U-Haft. Der Haftgrund lautete damals: Verdacht der Geldwäsche und Bestechung im Zusammenhang mit dem Eurofighter-Kauf. Beide Verfahren sind – vor allem angestachelt durch die neuen britischen Ermittlungen – ebenso wenig ausgestanden, wie eines wegen falscher Zeugenaussage. Vor dem Eurofighter-U-Ausschuss im Parlament hatte Mensdorff treuherzig erklärt, dass er niemals Waffenlobbyist gewesen sei: „Ich bin nur Bauer.“ Was den Grünen Peter Pilz zur Anzeige wegen falscher Zeugenaussage veranlasst hatte.

Tatsächlich ist Mensdorff freilich nicht nur Bauer, er ist auch passionierter Jäger. Als solcher hatte er etwa 2002 schwarze Minister samt ihrer Kabinette zur Fasanenjagd in Luising zu Gast. Was das große Zittern in der ÖVP erklärt.

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"Oberösterreichische Nachrichten" vom 28.01.2010 

Jäger als Tierquäler 

TIMELKAM. Eine Anzeige wegen Tierquälerei hat sich ein Jäger eingefangen: Er hatte seinem Jagdhund ein verbotenes Teletakhalsband angelegt, mit dem Stromstöße gesetzt werden können.

Der Jagdhund wurde im Siedlungsgebiet von Pichlwang gefunden - laut Augenzeugen mit Teletak- und Stachelhalsband, was laut Tierschutzgesetz verboten ist. "Das ist eine massive Tierquälerei", empört sich Regina Resch, Obfrau des Tierschutzvereines. Sie hat den Hund in Verwahrung genommen und ein tierärztliches Gutachten erstellen lassen, das zu "erschreckenden" Ergebnissen gekommen sei.

Der "amtsbekannte" Jäger (so Resch) konnte als Besitzer ausgeforscht werden, obwohl sein Hund weder gechipt war noch eine Hundemarke trug. Die Tierschützerin hat den Fall bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt und empfiehlt, dem Herrl die Jagdkarte für zwei Jahre abzunehmen.

Neben Strafe droht auch Entzug der Jagdkarte

"Es tut mir vom Herzen leid, aber ich habe nicht gewusst, dass das Teletak mittlerweile verboten ist", sagt der Jäger im OÖN-Gespräch. Er hatte seinem Deutsch-Drahthaar-Hund das Band bei der Nachsuchung eines angeschossenen Fuchses angelegt - zu dessen eigenem Schutz, damit er ihn von der B1 fernhalten könnte. Für seinen Fehler aus Unwissenheit rechnet er nur mit einer Ermahnung, eventuell mit einer Verwaltungsstrafe. Der Timelkamer Weidmann geht aber auch auf den Tierschutzverein los: "Es kann nicht sein, dass man einen Hund in Gewahrsam nimmt und den Besitzer nicht informiert." Sein Jagdhund sei am Ohr tätowiert und so eindeutig zuordenbar.

Landesjägermeister Sepp Brandmayr kennt den Fall nicht, bestätigt aber, dass das Teletak verboten ist. Konsequenzen gibt es für den Jäger vorerst nicht: "Wir sind keine Behörde." Eine Verurteilung wegen Tierquälerei könne aber den Entzug der Jagdkarte nach sich ziehen.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 26.01.2010 

Jägerball sorgt weiter für Unmut 

NACHSPIEL / Der Grüne Ing. Andreas Vanek ist zwar gegen pauschale Kritik an der Jagd, spricht jedoch von mangelndem Fingerspitzengefühl der Veranstalter des Jägerballs.

LASSEE / Letzte Woche störten Demonstranten den Jägerball. Das Veranstaltungsplakat des Balles sorgt immer noch für Entsetzen.

Die Demonstration des Vereins gegen Tierfabriken in der vergangenen Woche - die NÖN berichtete - verlief letztlich ohne Ausschreitungen. Nun erregt jedoch das Veranstaltungsplakat, auf dem die "Verlosung von Jagdeinladungen und Abschüssen von Rehbock, Geiß, Kitz und Wildschwein" angepriesen wurde, die Gemüter.

Vanek hinterfragt die gängigen Jagdmethoden

So ist zum Beispiel Ing. Andreas Vanek (Die Grünen) der Meinung, dass das Wild in unseren Breiten - durch das Fehlen natürlicher Feinde - vom Menschen zwar auf einem umweltverträglichen Bestand gehalten werden muss, man allerdings auch über die gängigen Jagdmethoden diskutieren sollte.

Den Unmut der Tierschützer erregte Vanek zufolge die unangebrachte Ankündigung auf dem Plakat: "Mit dieser Instinktlosigkeit - nämlich unter dem Gaudium einer Tombolaverlosung das Schicksal von Tieren zu besiegeln nach dem Motto: "Schiaß ma a Kitzerl, oder darf es gleich ein Bock sein" - bestätigten die Veranstalter die von den Tierschützern aufgestellten Klischees, die sicher nicht auf die Mehrheit der Jäger zutreffen."

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noen.at vom 26.01.2010 

Wildschweine richten massive Schäden an 

BEZIRK MELK / Bei drei revierübergreifenden Schwarzwildjagden am Hiesberg wurden insgesamt 35 Wildschweine erlegt.

Im Sommer wurden einige Maisfelder in der Gegend rund um den Hiesberg von Wildschweinen heimgesucht. „Beziffern kann man den Schaden nicht genau. Aber es waren mehr als zehn Bauern betroffen“, weiß Robert Wurzer, Leiter des Hegerings St. Leonhard-Ruprechtshofen. Auch Bezirksjägermeister Bernhard Egger von der Bezirkshauptmannschaft Melk bestätigt, dass die Landwirtschaft stark betroffen ist: „Der Schaden ist beträchtlich.“
Um der Überpopulation von Schwarzwild entgegenzuwirken, wurden im Jänner gleich drei Bewegungsjagden organisiert. 35 Stück Schwarzwild wurde dabei erlegt.

Population an Schwarzwild hat stark zugenommen

Die größte revierübergreifende Treibjagd organisierte Hegeringleiter Robert Wurzer. 162 Jäger und Jagdgehilfen waren mit 28 Hunden im Einsatz. Gejagt wurde in neun Revieren auf einer Fläche von 1.000 Hektar. Dabei konnten 19 Wildschweine erlegt werden. „Wir hoffen, dass im nächsten Sommer das Schwarzwild viel weniger Schaden anrichtet als im letzten Jahr“, so Organisator Robert Wurzer.

Die Schwarzwildpopulation hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Ein Grund dafür sind die milden Winter. Bei strengen Wintern ist der natürliche Verlust bei den Jungtieren größer. Bei warmen Temperaturen in der kalten Jahreszeit ist auch das Nahrungsangebot größer. Wie viele Wildschweine tatsächlich am Hiesberg leben, lässt sich nur schwer einschätzen. „Sicher ist nur, dass die Größe der Population meist unterschätzt wird“, weiß Robert Wurzer.
Damit keine Überpopulation und somit auch keine großen Schäden für die Landwirtschaft entstehen, setzen die Jäger auch weiter auf verstärkte Bejagung. Eine große Bewegungsjagd wird es aber in den nächsten Monaten nicht geben.

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orf.at vom 26.01.2010 

Nicht nur Weidmänner beim 89. Jägerball 

Mehr als 6.000 Besucher haben in der Wiener Hofburg beim 89. Jägerball bis in den frühen Dienstagnorgen gefeiert. Viel Jugend war zu sehen, dafür waren die Promis heuer etwas spärlicher gesät als sonst.

Minister und Wirtschaftskapitäne


Der Ball war seit April des Vorjahres ausverkauft. Unter der Patronanz des Landes Tirol wurde heuer erstmals auch in der Spanischen Hofreitschule gefeiert. Die Schützenkompanie Jerzens gab die Startschüsse für die Ballnacht ab. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) betonte, man sei in friedlicher Absicht in die Hofburg gekommen.

In pompösen und festlichen Dirndl und Trachtenanzügen zeigten sich unter anderem auch Magna-Chef Sigi Wolf, Opernball-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh in Begleitung von Ehemann Andreas Treichl und Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad. In ungewohntem Outfit war auch Dompfarrer Toni Faber präsent.

Unter den Stammgästen zu finden waren auch Ex-ORF-Generaldirektorin Monika Lindner, Isabella und Rudi Klausnitzer sowie "profil"-Herausgeber Christian Rainer. Aus der Politik mit dabei waren unter anderem Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, Wirtschaftsstaatssekretärin Christine Marek und FPK-Chef Uwe Scheuch.

"Schürzenjäger" Lugner kam mit Katzi

Angezogen vom Rampenlicht des Jägerballs fühlte sich auch Baumeister Richard Lugner. Er kam gemeinsam mit seiner "Katzi", Anastasia Sokol. "Ich bin ein Schürzenjäger und Anastasia ist das letzte Wild, das ich erlegen durfte. Da hab ich die Fangeisen ausgelegt", scherzte Lugner.

Seine Begleiterin zeigte sich ebenfalls gut gelaunt. Mit der Jagd hat sie allerdings nicht so viel zu tun. "Meine Eltern sind große Jagdfans. Ich war selber öfter mit, aber mich haben mehr die After-Jagdpartys interessiert. Das ist ja fad zwischen Weinstöcken zu stehen und auf irgendwas zu warten." Wildschwein und Reh auf Abschussliste

Wildschwein und Reh auf Abschussliste

Mehr mit der Jagd vertraut dürften Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) und Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (ÖVP) sein. Pröll erlegte erst am 4. Jänner ein Wildschwein, Berlakovich zu Silvester ein Reh. Angesichts des Gedränges auf der Tanzfläche befand Berlakovich, dass Tänze bei der Hitze ärger seien als jagen bei minus zehn Grad.

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"Neue Vorarlberger Tageszeitung" vom 26.01.2010 

Tödliche Gefahr für Kleintiere 

Zwei Dackel verendeten bei einer Fuchsjagd im Fußacher Ried. Sie fielen in einen Abwasser-Graben und konnten sich nicht mehr befreien.

Elendig erfroren zwei Dackel nach einer Treibjagd im Fußacher Ried.

Die Hunde witterten im Schilf ein Reh und folgten der Spur. Dabei gerieten sie aus dem Blickfeld ihres Jägers. Trotz einer bis in die Nacht andauernden Suchaktion fehlte von den Rauhhaar-Dackeln jede Spur. Erst Samstagmorgen wurden die toten Tiere in einem 60- bis 70-zentimeter tiefen Graben entdeckt. Die Wände des Abwassergrabens waren so steil, dass die Tiere aus eigener Kraft nicht mehr hinauf gekommen waren. Die Hunde waren ertrunken beziehungsweise erfroren.

Tödliche Fallen

Die Jägerschaft hatte schon länger auf diese für Kleintiere tödliche Gefahr hingewiesen.

"Die Abwassergräben sind so tief ausgebaggert, dass sie für Kleintiere wie Hasen oder Dackel tödliche Fallen sind. Die Gruben stellen sicherlich auch für Kinder eine große Gefahr dar", erklärt Willi Bauer, Jäger und Berufsfischer aus Höchst. "Am Boden der Senken ist eine dicke Moorschlammschicht, die es den Tieren unmöglich macht, zu springen oder sich selbst zu befreien."

Die Gemeinde Fußach kennt die brisante Thematik. Markus Schlachter vom zuständigen Bauamt sagt: "Wir kennen diese Missstände. Aus diesem Grund versehen wir die gemeindeeigenen Gräben mit einer entsprechenden Neigung, die es den Tieren ermöglicht, die Böschung aus eigener Kraft zu erklimmen." Auf die Gräben der Interessensgemeinschaft von Fußacher Bauern und Grundeigentümern hätten sie aber keinen Einfluss.

Reinhard Blum von der Interessentengemeinschaft weist die Vorwürfe von sich: "Die Tiere verendeten auf Höhe der Straße vis à vis des Militärstützpunkts. Das ist Zuständigkeitsbereich der Gemeinde. Wir ziehen unsere Abwassergräben so flach wie möglich."

Der Fußacher Bürgermeister ist bemüht, die Situation zu klären: "Wir werden das betroffene Gebiet genau untersuchen. Im Regelfall versuchen wir die Gräben so tierfreundlich wie möglich zu gestalten."

Gebot: Naturnähe

Landesrat Erich Schwärzler vom zuständigen Amt für Naturschutz informiert: "Die Gräben müssen verschiedene Vorgaben erfüllen. Sie dürfen nur zu gewissen Zeiten ausgehoben werden und müssen das Kriterium der Naturnähe erfüllen. Böschungswinkel und Neigung fallen aber in die Eigenverantwortung der zuständigen Gemeinde."

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krone.at vom 22.01.2010 

Jäger (49) trifft im Pongau Kameraden in beide Beine 

An einem Schießstand im Jagdzentrum in Stegenwald (Pongau) ist Donnerstagabend ein Mann durch einen Schuss aus einem Gewehr schwer verletzt worden. Ein 49-Jähriger aus Abtenau hatte sein Jagdgewehr geladen, plötzlich löste sich ein Schuss und traf einen vor dem Mann stehenden 20-jährigen Schützen in beide Beine.

Der Schwerverletzte wurde nach notärztlicher Erstversorgung in das Krankenhaus Schwarzach eingeliefert. Das Jagdgewehr wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

Drei Zeugen haben den Zwischenfall beobachtet. Ihre Aussagen bei der Einvernahme am Freitag sollen klären, warum sich der verhängnisvolle Schuss aus der Jagdwaffe gelöst hat. Alkohol war keiner im Spiel, wie Alkotests bewiesen.

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kleinezeitung.at vom 22.01.2010 

Goldschakal als neuer Gast in Revieren 

Der ursprünglich aus dem südasiatischen Raum stammende Goldschakal wird immer öfter auch in heimischen Wäldern gesichtet. Rechtlich gilt er als vogelfrei, Schäden sind aber nicht zu erwarten.

Der Goldschakal hat eine Ähnlichkeit mit dem heimischen Fuchs

Lange Zeit galt er hierzulande als Phantom, mittlerweile dürften sich einige Exemplare des Goldschakals aber tatsächlich in der Süd- und Südweststeiermark festgesetzt haben. In letzter Zeit häufen sich nämlich Hinweise, dass das aus Südasien stammende Raubtier auch in der Region regelmäßig auf Beutefang geht.

Den jüngsten lieferte Ende Dezember eine weststeirische Jägerin: Im Raum Groß St. Florian lief der überraschten Weidfrau ein Goldschakal vor die Flinte. Die nicht alltägliche Trophäe ist derzeit beim Präparator. "Ich habe Fotos gesehen, es handelt sich eindeutig um einen Goldschakal", bestätigt Andreas Kranz, Wildökologe der Steirischen Landesjägerschaft. Auf den ersten Blick sehe der Einwanderer zwar aus wie ein langbeiniger Fuchs mit kurzem Schwanz, Jäger könnten die beiden Tiere aber relativ leicht voneinander unterscheiden.

Rein rechtlich betrachtet ist der Goldschakal in der Steiermark aber nach wie vor nicht existent. "Da er weder im Naturschutz- noch im Jagdgesetz behandelt wird, gilt er als vogelfrei. Der Abschuss durch Jäger ist demzufolge ohne Einschränkungen erlaubt", erklärt Kranz. Dass sich das Auftreten des Goldschakals negativ auf das heimische Wild auswirkt, glaubt der Fachmann nicht: "Der Goldfuchs richtet keine Schäden an. Der einzige, mit dem er sich nicht verträgt, ist der Fuchs. Wahrscheinlich, weil sich die beiden so ähnlich sind." Befürchtungen, wonach der heimische Fuchs vom "Migranten" Goldschakal verdrängt werden könnte, seien dennoch unberechtigt.

Über Ungarn und Slowenien

Unklar ist, ob der vierbeinige Räuber auch im Bezirk Radkersburg aktiv ist. Einem Leser zufolge soll jüngst im Raum Tieschen Jagd auf ihn gemacht worden sein. Der Radkersburger Bezirksjägermeister Alois Bresnik kann dies allerdings nicht bestätigen: "Ich habe noch keine diesbezüglichen Meldungen erhalten." Es sei aber durchaus wahrscheinlich, dass einige Exemplare über Ungarn und Slowenien zugewandert sind.

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oe24.at vom 22.01.2010 

Füchse gehäutet: Tierquäler angezeigt 

Auf die Spur eines mutmaßlichen Fuchsmörders ist nun die Tierrettung gestoßen.

Seit knapp zwei Jahren zittern Katzen- und Hundebesitzer am Wambacherberg bei St. Florian (Bez. Linz-Land) um das Leben ihrer Vierbeiner. Sieben Katzen wurden im März 2008 vergiftet, zwei weitere Miezen und ein Hund konnten gerettet werden – ÖSTERREICH berichtete. Ein Täter wurde allerdings nie gefunden. Doch die Lage hat sich seitdem nur wenig beruhigt: „Immer wieder verschwinden Katzen“, weiß Ulrich Grünzner von der oö. Tierrettung. In der Nacht auf Donnerstag schlug eine Bewohnerin der Siedlung nahe dem Linzer Stadtteil Ebelsberg Alarm: Sie hätte Füchse schreien gehört. Obwohl die Retter sofort ausrückten, fanden sie in der Nacht keine Tiere.

Angekettet

Hinweise von Nachbarn lieferten dann gestern Vormittag die heiße Spur. Gemeinsam mit der Polizei stießen die Helfer in einem Bauernhaus nahe der Siedlung auf zwei gehäutete Füchse samt Fellresten. „Wir haben auch eine Box gefunden, in der sich noch eine angekettete Füchsin befand. Sie könnte als Lockmittel gedient haben“, so Grünzner. Der Bewohner, ein Pensionist, war zu diesem Zeitpunkt außer Haus. „Er wird nun wegen Wilderei, Tierquälerei und Tötung von Tieren angezeigt. Die Felle der Vierbeiner fanden die Retter nicht, sie könnten bereits verkauft worden sein. Die gerettete Füchsin wurde einstweilen in den Tierpark Haag gebracht.

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salzburg.com vom 21.01.2010 

Hund löste Schuss aus Gewehr: Kein Schadensersatz 

Ein Salzburger Aufsichtsjäger ist von der Justiz enttäuscht. Nachdem der 48-jährige Hermann P. 2006 von einer Kugel aus dem Gewehr eines Jägers getroffen wurde, ist der Mann zu 30 Prozent invalid. Den Schuss aus dem Gewehr dürfte ein Hund ausgelöst haben. Doch Schmerzensgeld erhielt der Mann nicht.

Der 48-Jährige wurde im August 2006 von einer Kugel aus dem Gewehr eines Jagdinhabers im Pinzgau getroffen, die offenbar ein Hund ausgelöst hatte. Seither ist Hermann P. zu 30 Prozent invalid. Mit seinen Schadensersatzklagen blitzte er ab, da es sich laut Zivil- und Oberlandesgericht um einen Arbeitsunfall handelte. Am Donnerstag stand er „zum letzten Mal“ vor Gericht, wie er der APA mitteilte. Für weitere Rechtsgänge fehle ihm einfach die Kraft.

Vorwurf: Unsachgemäßer Umgang mit Gewehr

P. ist überzeugt, dass der Jagdherr mit seinem Gewehr „unsachgemäß“ umgegangen ist, was für den Mann aber ohne Folgen geblieben sei. „Er hat einen Hirsch angeschossen und machte sich am nächsten Tag mit mir auf die Suche nach dem Tier. Plötzlich durchschoss eine Kugel meinen linken Fuß. Er sagte, der Hund sei auf das Gewehr getreten, nachdem er es horizontal auf den Boden gelegt habe. Um mich zu treffen, müsste der Hund die Waffe aber um 90 Grad gedreht und entsichert haben.“

Vier Monate arbeitsunfähig

Der Aufsichtsjäger war vier Monate arbeitsunfähig, sein Fuß schmerzt immer noch. Schmerzensgeld oder eine Entschädigung hat er nicht bekommen. Nach dem Vorfall hätte ihm der Jagdinhaber versprochen, er brauche sich finanziell keine Sorgen zu machen, er komme medizinisch in die besten Hände, erzählte der Pinzgauer. Doch bei einem Zivilprozess am Donnerstag am Salzburger Landesgericht, bei dem es um 9.000 Euro für einen Spital-Sonderklassenbeitrag ging, bestritt der Waidmann dieses Zugeständnis. P. will nun einem Vergleich in der Höhe von 3.500 Euro zustimmen.

Dass der Jagdinhaber unbescholten bleibt, versteht P. nicht. Ein Salzburger Zivilrichter urteilte am 2. September 2008: Der Arbeitgeber sei nur dann schadenersatzpflichtig, wenn er den Arbeitsunfall vorsätzlich herbeigeführt hat, nicht aber bei Fahrlässigkeit. „Das war aber ein Freizeitunfall, ich ging freiwillig mit. Die Suche nach dem Tier fiel nicht in meinen Zuständigkeitsbereich.

Gericht: Kein fahrlässiges Verhalten

Ein Landeslegist bescheinigte schriftlich, dass gemäß Paragraf 75 Jagdgesetz nur der Schütze zur Durchführung der Nachsuche des Tieres verpflichtet ist.“ Strafrechtlich wurde der Jagdinhaber nicht belangt, da die Staatsanwaltschaft aufgrund eines Sachverständigengutachtens kein fahrlässiges Verhalten des Jagdinhabers feststellte. Für das Opfer unverständlich: „Sein Gewehr war geladen, und er ist nicht sorgfältig damit umgegangen. Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See wollte ein waffenrechtliches Verfahren wegen unsachgemäßen Umgangs mit Schusswaffen gegen den Jagdinhaber einleiten. Da dessen Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg ist, wurde die Angelegenheit an die Bundespolizeidirektion Salzburg weitergeleitet. Es wurde kein Verfahren eröffnet.“ Der Pinzgauer fühlt sich ungerecht behandelt. Kürzlich sei gegen einen anderen Jäger ein mehrjähriges Waffenverbot verhängt worden, weil er Spaziergängern gedrohte hätte, er würde ihre Hunde erschießen, wenn sie diese nicht anleinen. „Mir wurde aber in den Fuß geschossen, und der Besitzer des Gewehres kommt ungeschoren davon.“ Vor den Obersten Gerichtshof ziehen will er nicht mehr. Er könne sich die Anwaltskosten nicht leisten und habe auch nicht mehr die mentale Kraft dazu.

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noen.at vom 21.01.2010 

Demonstranten störten Jägerball!  

LASSEE / 20 Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken kamen mit provokanten Parolen. Die Ballgäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und genossen den Abend.

Beim Ball der Jägerschaft Lassee am Samstag kam es zu einer Demonstration durch etwa 20 Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken. Mit Plakaten, Tiermasken und provokanten Parolen wollten sie auf das Leid der Tiere aufmerksam machen. Die meisten Besucher des Balls sahen die Aktion, die gegenüber des Lasseerhofs über die Bühne ging, allerdings gelassen.
Laut Obmann Erich Pela kam es bereits vor drei Jahren im Laufe einer Treibjagd zu einer Störung durch Demonstranten, bei der sogar die Polizei eingreifen musste. Auch am Samstag waren Ordnungshüter anwesend, jedoch Bezirksinspektor Gerhard Jost zufolge in der Hoffnung „dass es zu keinerlei Ausschreitungen kommen wird“.

Das war letztlich auch der Fall, da die Demonstranten lediglich ihre Ansicht über die Jagd - der zufolge Tiere nicht aus reinem Sportgeist getötet werden sollten - an Interessierte vermitteln wollten und sich dabei friedlich und auch diskussionsfreudig zeigten.

„Jäger pflegen die Umwelt und wirken arterhaltend“

Der Pressesprecher der Jägerschaft DI Paul Weiß versicherte im NÖN-Gespräch, dass die erlegten Tiere fachgerecht verarbeitet werden und dass man sich außerdem für Arterhaltung und auch Biotoppflege einsetzt.
So ließen sich die zahlreich erschienenen Gäste am Jägerball nicht aus der Ruhe bringen und konnten eine unterhaltsame Ballnacht genießen.

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kronenzeitung.at vom 20.01.2010 

Leserbrief zu "Vermehrter Rotwild-Abschuß"  vom 18.01.2010 

Zum Thema "Rothwildbestand"

Noch hat Herr Steixner gut lachen. Er hat einen guten Beschluß gefaßt. Gut für wen? Die Rehe haben nichts mehr zum Lachen! Was haben sie verbrochen, daß man ihnen das Recht auf ihr Leben einfach nimmt?Was ist nachher besser? Der Wald? Die Baumqualität? 

Die Jäger werden sich auch eins lachen - weil - Schuß und tot!

Es wird nicht lange dauern und der Wildbestand ist wieder zu groß. Warum wohl? Sie werden im Winter ja immer so gut gefüttert und ihre natürliche Entwicklung und Vermehrung ist einfach schon gestört! Wann begreifen die Menschen endlich, daß sie mit ihren Eingriffen in die natürlichen Abläufe mehr zerstören als nützen.

Es ist nicht wichtig wer es geschrieben hat sondern, daß es geschrieben wird.

Hermine Mair, 6091 Götzens

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orf.at vom 18.01.2010 

Stärkere Bejagung des Rotwilds zeigt Erfolge 

Der große Bestand an Rotwild sorgt für hohe Wildschäden und Seuchen in Tirols Wäldern. Daher wurden den Jägern für diese Saison hohe Abschusszahlen vorgeschrieben. Die stärkere Bejagung von Rotwild zeigt erste Erfolge.

Hohe Wildschäden und Seuchen


Der Rotwildbestand in Tirol ist in den letzten Jahren auf rund 30.000 Stück angestiegen. Die Folge waren hohe Wildschäden in Tirols Wäldern und Seuchen wie Tuberkulose, die sich unter den Tieren ausgebreitet haben. In dieser Jagdsaison sollte deshalb eine Trendumkehr erreicht werden.

Bilanz fällt leicht positiv aus

Es wurden hohe Abschusszahlen vorgeschrieben, um den Bestand in den Griff zu bekommen. Eine erste Bilanz über die Jagdsaison fällt jetzt leicht positiv aus.

Im letzten Jahr seien um 500 Stück mehr Rotwild geschossen worden. Dies sei der richtige Ansatz, doch man müsse die Abschüsse in den nächsten Jahren deutlich erhöhen, fordert Landesrat Anton Steixner (ÖVP).

Abschussvorgaben zum Teil übererfüllt

Besonders in jenen Gebieten, wo die Bestände viel zu hoch waren, wurden die Abschussvorgaben mehr als erfüllt. So war dies zum Beispiel im Außerfern oder auch im Bezirk Kitzbühel der Fall, erklärt Landesjägermeister Karl Berktold.

Jagdjahr 2009 endet am 31. März 2010

Im Abschussplan 2008 waren 13.016 Stück Rotwild vorgesehen. 10.693 Stück wurden erlegt. Für das Jahr 2009 wurden bei einem Abschussplan von 13.532 Stück bereits jetzt 11.149 Stück Rotwild erlegt.

Zuwächse konnten eingedämmt werden

Getan sei die Arbeit damit noch lange nicht, relativiert Steixner. Eine klare Verringerung des Bestandes in Tirol wurde nicht erreicht. Selbst mit den zusätzlichen Abschüssen heuer konnten gerade die Zuwächse eingedämmt werden. Doch Landesjägermeister Berktold warnt: Für die kommende Jagdsaison noch einmal so viele Abschüsse vorzuschreiben, brächte nicht viel.

Es sei schwer, wenn in einem Jahr stark in einen Bestand eingegriffen worden sei, im kommenden Jahr erneut derart starke Eingriffe zu schaffen.

Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren den Rotwild-Bestand in Tirol um etwa ein Drittel zu reduzieren

Gutachten soll weitere Maßnahmen aufzeigen

Das Land hat ein Gutachten zu den Grundlagen des Rotwildmanagements in Tirol in Auftrag gegebenen, so Steixner. Darin sollen weitere Maßnahmen vorgeschlagen werden und danach wolle man sich richten. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren den Rotwild-Bestand in Tirol um etwa ein Drittel zu reduzieren.

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nachrichten.at vom 07.01.2010 

Der Schuss ins Küchenfenster kann nicht aufgeklärt werden  

KIRCHBERG. Ein rätselhafter Schuss in ein Wohnhaus beschäftigt die Bürger von Kirchberg.

Am 8. Dezember wurde ein Fensterrahmen durchschossen, verletzt wurde niemand. Die Polizei in Palting vermutet, dass es ein Jagdunfall war.

Die Kugel traf das Küchenfenster der Wohnung von Johanna Mackinger und Kurt Knauseder. Zur Zeit des Vorfalls saß Johanna Mackinger im Wohnzimmer, Kurt Knauseder war nicht zu Hause. „Sie hatte Riesenglück“, sagt Knauseder, „bis auf den Schock, den man hat, wenn einem ins Fenster geschossen wird, ist ihr nichts passiert.“ Das Glas ist nicht zerbrochen, die Kugel traf genau in den Fensterrahmen. Johanna Mackinger fand die Patrone im Bereich des Fensters in ihrer Küche und verständigte die Polizei Palting.

Anschlag ausgeschlossen

Diese geht von einem fehlgeleiteten Schuss aus. Einen Anschlag hält sie für völlig ausgeschlossen. Die Kugel traf in ein unbeleuchtetes Fenster im dritten Stock des Gebäudes und es wurde nur ein Schuss abgefeuert. „Ein Attentäter würde noch einmal schießen“, sagt der mit dem Fall befasste Polizist Rammler. Die scharfe Munition kam aus einem Langgewehr, vermutlich aus einer Jagdwaffe, und es wurde ein normales Projektil benutzt. Mehr kann die Polizei zur Sache nicht sagen.

Der oder die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden. Auch den Jagdvereinen in der Umgebung ist nichts von einem Schuss auf Wild im Umkreis des betroffenen Hauses bekannt. Um den Waffenbesitzer zu ermitteln, müsste die Kugel zur Kriminalpolizei weitergeleitet werden. „Es wurde niemand verletzt, daher wird auch die Kriminalpolizei nicht eingeschaltet“, erklärt Polizist Rammler. Der Vorfall wird nicht weiterverfolgt und als Unfall in den Akten vermerkt und abgelegt.

Schaden selber zahlen

Johanna Mackinger und Kurt Knauseder bleiben auf den Kosten für den kaputten Fensterrahmen sitzen. „Gott sei Dank ist nichts Gröberes passiert“, sagen sie über den rätselhaften Schuss, der in der Gemeinde Gesprächsthema ist.

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kleinezeitung.at vom 03.01.2010 

Jäger erschossen Hund und ließen Kadaver liegen  

Erschossener Rottweiler "Mauki" liegt seit einer Woche in Wiese – niemand will ihn entfernen.

Im Gespräch sind derzeit zwei Jäger aus Seeboden: Die beiden Waidmänner haben am 23. Dezember Abends den Rottweiler "Mauki" erschossen, ließen den Kadaver allerdings liegen. Nach einer Woche wurde "Mauki" gefunden, der noch immer in der Wiese liegt.

Die Jäger erstatteten Selbstanzeige bei der Polizei. Dort spricht man von "Notwehr". "Die Jäger sind auf der Nachsuche gewesen und wurden von diesem Rottweiler angegangen", erklärt Michael Unterlerchner, Jagdleiter der Jagdrunde Treffling. Der Hund sei öfters im Revier aufgefallen. Deshalb sei auch der Besitzer aufgefordert worden, den Hund ordentlich zu verwahren. "Er ließ ihn aber in der Finsternis frei laufen", sagt Unterlerchner.

Das bestreiten allerdings Jagdkollegen und Leute, die mit dem Hundebesitzer zu tun hatten. "Mauki" sei gegenüber Menschen oder wegen Wilderns nie negativ aufgefallen.

"Zu verurteilen"

Bezirksjägermeister Franz Kohlmayer über den Vorfall: "Das ist eine sehr heikle Sache. Wenn Gesetze nicht eingehalten wurden, dann ist die Tat zu verurteilen. Zu hinterfragen ist aber, ob der Besitzer die Hundehaltungsvorschriften eingehalten hat."

Wegen der Entfernung des Kadavers, der 100 Meter vom Haus des Hundebesitzers entfernt am Waldrand liegt, gab es gestern widersprüchliche Aussagen. Die Polizei sagt, die Gemeinde habe ihn entfernt, die Gemeinde sagt, die Jäger hätten das zu tun. Unterlerchner: "Dass muss der Besitzer tun."

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