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Wildäcker - ÖKO-Streifen

Hallo,

seit etwa 5 Jahren bewirtschafte ich ein größeres Grundstück mit Ökostreifen für die Umwelt. Da es mitten in einer Mais-Monokultur liegt, wird es von der Tierwelt intensiv angenommen.

Wenn aber die Treibjagden Mitte Oktober beginnen, ist der Mais rundherum schon abgeerntet und die Hasen und Fasane halten sich alle in diesen Ökostreifen auf. Es gibt beinahe kein Überleben für Hasen und Fasane, da das komplette Grundstück mit etwa 30 Jägern umstellt u. mit bis 10 Hunden durchstöbert wird.

Ein mehrmaliges Schreiben an den  Bezirksjägermeister u. Landesjägermeister hatte keinen Erfolg, obwohl ich bereit bin, den 10-fachen Betrag vom Pachtschilling für dieses Grundstück an die Jagdpächter rückzuerstatten!

Einzige Möglichkeit lt. Jagdrecht wäre es, das Grundstück einzuzäunen, um die Jagd zu verbieten. Dadurch wird aber der freie Zugang für viele Tierarten nicht ermöglicht. Generell sollten die unter dem Deckmantel Wildäcker und Ökostreifen, wie sie derzeit von den Jägern angelegt werden, von der Bejagung verschont bleiben bzw. verboten werden. Es kann nicht sein, dass man solche Wildäcker und Ökostreifen anlegt, weil durch die Monokultur die natürlichen Deckungs – u. Äsungsfläche verloren gehen u. diese Flächen (Oasen) dann intensiv bejagd ?

Durch diese Methoden werden sich Rebhuhn, Fasan u. Hasen nicht erhalten, sondern weiterhin reduzieren! Wenn sich dieses Verhalten der Jäger nicht ändert, dann sollte man diese Wildäcker u. Ökostreifen in Luderäcker u. Todesstreifen, was dann zutreffend wäre, ändern.

Können Sie mir einen Rat geben, wie ich die Bejagung von diesem Grundstück verhindern kann?
Danke im Voraus.

Mit freundlichen Grüssen
Manfred K.

Antwort von Christian Nittmann:

Sehr geehrter Herr K.,

leider gibt es wirklich nur die Möglichkeit der Einzäunung.
Das österreichische und deutsche Jagdgesetz sieht eine Zwangsbejagung von Grundstücken vor, gegen die man sich nach gültiger Rechtslage nicht wehren kann, außer man umzäunt das Grundstück, was nicht vielen gelingen wird und dann keinen Schutz mehr für Wildtiere bieten kann.

In Deutschland sind mehrere Gerichtsverfahren anhängig mit dem Ziel die Zwangsbejagung über den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu kippen (http://www.zwangsbejagung-ade.de/). Wenn das gelingt, wird man vermutlich auch in Österreich nachdenklich werden.

Leider habe ich derzeit keine bessere Nachrichten für Sie.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Nittmann
Initiative zur Abschaffung der Jagd

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