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Das Töten geht weiter ...
"Nacht des Fuchses" in Obertrum/Salzburg


Bericht und Fotos von RespekTiere/Putzgruber vom 7.1.07:

Nachdem RespekTiere schon am Freitag der ‚Nacht des Fuchses’ im Tennengauer Scheffau beigewohnt hatte, gab es am Sonntag die Fortsetzung im Flachgauer Obertrum.



Diese Veranstaltung ist im Gegensatz zu Scheffau fast ein reines JägerInnen-Treffen, kaum ein ‚ziviler’ Besucher verirrt sich dort hin. Die JägerInnen waren aber, wie auch im letzten Jahr, wieder sehr zahlreich anwesend, zwischen 70 und 100 der ihren dürften der Zeremonie beigewohnt haben.

Das Traurige vorweg: obwohl die Jägerschaft über ‚schlechtes Wetter’ klagte, bei Schnee sind die Tiere leichter auszumachen, brüsteten sich die Grünberockten mit hohen Abschusszahlen; so legten sie 15 getötete Fuchse und 4 Marder vor. Zu diesem Ergebnis gratulierten sie sich selbst, immer wieder wurde betont, wie ‚fleißig’ die Schützen waren. Jede(r) Todesschütze erheilt auch hier einzeln einen Händedruck, eine  Auszeichnung  und die Versicherung, im nächsten ‚Anblick’ (Jagdzeitung) genannt zu werden. Sichtlich zufrieden, voll gestillter Mordgier, begab man sich hernach ins Gasthaus auf die Feier.



Ein Jäger erzählte von der Gefährlichkeit des Fuchsbandwurmes, wie wichtig der ‚Beitrag’ der Jägerschaft doch sei, in Anbetracht der Tatsache, dass jede Hauskatze und jeder Haushund den Fuchsbandwurm aufnehmen und als Zwischenwirt in unsere Wohnungen tragen könnte (wohl um dem vorzubeugen, knallen sie diese, oft genug belegt, dann auch gleich ab, diese Retter der Menschheit...). 
Der Krankheitserreger sei auch der Grund, warum heutzutage die gesamte Fuchsjagdbeute in der Tierkörperverwertung landen würde, kein Jäger könne ohne Schutzbekleidung mehr einen Fuchs ‚öffnen’; die Gefahr einer Ansteckung wäre viel zu groß. „So nimmt man nicht mal mehr den Pelz, alles wird verbrannt.“

(Anm. d. Red.: Nachdem die Tollwut als Argument für das Abschießen der Füchse in der Bevölkerung nicht mehr wirksam ist, muss der Fuchsbandwurm herhalten. Dabei ist das Risiko an diesem Parasiten zu erkranken statistisch geringer als sich bei der morgendlichen Rasur die Kehle durchzuschneiden [Dr. Loske, "Von der Jagd und den Jägern", Seite114])



Unglaublich, mit welcher Selbstzufriedenheit und welcher Überheblichkeit diese Menschen Herren über Leben und Tod spielen dürfen, wie sie aufgegeilt von der eigenen Lust am Töten rund um die ermordeten Lebewesen einen Kreis bilden und in selbstherrlichen Reden dem eigene Ego schmeicheln – Gott vergelt’s...

In der näheren Umgebung konnte jagdkritische Information ausgemacht werden.




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