Home
Unsinn der Jagd
Wissenschaft / Jagd
Umfrageergebnis
Tod in Zahlen
Tod in Bildern
TV und Videos
Appelle / Zitate
Alternativen zur Jagd
Jagdopfer Mensch
Jagdopfer Haustier
Reaktion Jäger
Reaktion Bevölkerung
Was kann man tun?
Solidaritätserklärung
Aktionen
Jagd in der Presse
Informationsmaterial
Literatur
Jagd-Lexikon
Kontakt
Links
Impressum

vorige Seite ] Übersicht ] nächste Seite ]


Anregung zur Diskussion

guten tag,

ich bin zufällig über Ihre seite gestolpert und muss eines loswerden: glauben Sie so wenig an Ihre prinzipien und predigten, dass Sie es nötig haben, ein derart verfälschstes bild der jagd abzuegben?

manche Ihrer rubriken zeigen verachtenswerte ausnahmen und schwarze schafe unter den jägern. menschen, die so vorgehen, ziehen den gesamten stand in den dreck und gehören sofort zur polizei geschleppt, das sie das jagdgesetz vernachlässigen und übergehen.

aber: DAS IST NICHT DER NORMALFALL!!

was haben Sie zu der bekämpfung von wildkrankheiten zu sagen? tollwut, räude, gamsblindheit, lungen- und magen-darm-würmer, hautdassellarven, rachenbremsenlarven? ist es in Ihrem sinne, tiere auf diese elendige weise verenden zu lassen und seuchen aufkommen zu lassen? das kann ich mir nicht vorstellen, denn ein gamsbock, der an starker räude erkrankt ist, bietet ein bild, das einem tränen in die augen schießen lässt.

das problem am schalenwild ist die übervermehrung, denn v.a. rot- und rehwilder vermehren sich sprichwörtlich "wie die karnickel". aus diesem grund muss man aber eingreifen, weil unsere natur schon so kaputt ist und dies nicht mehr von alleine regeln kann. eingreifen im sinne von abschuss, um (erneut) seuchen zu vermeiden, die durch eine zu hohe wilddichte entstehen. ebenso würde der wald einen herben schaden davontragen, weil wild ja schält und wildschäden verursacht. ein kranker wald bietet aber dann KEINEM wild mehr eine gute lebensgrundlage und bald werden alle krank und verenden. und eine hohe wilddichte (wie sie ja eben vorherrschend ist), verlangt nach winterfütterung. denn auch ein zu grunde gegangenes stück, das verhungert ist, kann unmöglich das sein, das sie wollen.

JA, die schuld an der zerstörten und aus dem gleichgewicht gebrachten natur trägt der mensch! aber es ist passiert und jetzt muss er mit allen mitteln versuchen, das begangene unrecht wieder auszugleichen.

ich heiße auf keinen fall jene "jäger" gut, die nur aus "liebe zum schuss" und dergleichen unsäglicher dinge jägern. so ein mensch ist kein jäger, so jemand ist eine schande. aber verallgemeinen nützt keinem etwas.

ohne Sie jetzt zu etwas drängen zu wollen, denn mir ist klar, dass das unmöglich ist:

bestellen Sie sich zur erweiterung Ihrer sicht einmal einen aktuellen jagdbehelf. (jagd- und fischereiverlag) da hat sich in den letzten jahrzehnten enorm viel getan. in diesem jagdbehelf, der grundlage zur jungjägerprüfung ist, finden sich viele beispiele für negative aspekte der jagd, die es um jeden preis zu vermeiden gilt. (dinge wie "kistlfasane" oder "trophäenjäger"). angestrebt werden "biotopheger" anstatt "trophäenjäger", die sich in der natur nicht auskennen.

es wird eng mit forstwirtschaft und naturschutz zusammengearbeitet und im jagdgesetz steht viel, an das sich jäger ZU HALTEN HABEN! jeder, der das nicht tut, kann angepragert und damit vom dienst verwiesen werden. denn heute steht nur noch eines im mittelpunkt der jagd: das kümmern um das tier.

soetwas wie "nutzwild" (trophäen...) und "schadenswild" (beutejäger, die es auf das "nutzwild" abgesehen haben) gibt es NICHT MEHR, was sogar explizit bei der jagdprüfung erfragt wird.

ich finde es schade, dass Ihre seite dermaßen einseitig und teilweise verfälschend gehalten ist.

besser wäre vielleicht, ein abschaffen der brutalen und falschen jagd zu fordern und genau zu sagen, was die besagten schwarzen schafe für verbrechen begehen. aber im anschluss auch anzumerken, dass es anzustreben ist, die natur im gleichgewicht zu halten, und dass sich die "modernen" jäger eben genau das zum ziel gemacht haben.

ich wünsche einen schönen tag,

liebe grüße aus dem salzkammergut,
Ihre katharina z.



Antwort von Marc Buchtmann:



Hallo Frau Z.,
 
Ihre Mail hat über den Verteiler auch uns erreicht.
 
Genau die Gründe, die Sie aufführen, sind es, warum es uns und unsere Initiativen gibt.
Die heutige Jagd ist nichts weiter, als das blutige und brutale Freizeitvergnügen einer Handvoll schießwütiger Waffennarren. Einer Minderheit, der es Spaß und Freude bereitet, andere Lebewesen zu quälen, ihnen Schmerzen zuzufügen und sie zu töten. Es gibt keine Notwendigkeit für das Massaker im Wald, nicht aus ökologischer Sicht und schon überhaupt nicht aus Tierschutzaspekten.
 
Diese Tatsache ist natürlich auch den Jägern bekannt. Ebenso wissen sie, dass die Bevölkerung das von ihnen ausgeübte Lusttöten nicht akzeptieren würde. Also müssen Lügen und Märchen her, mit denen eine Notwendigkeit zur Jagd vorgegaukelt wird. Zur Beruhigung der Öffentlichkeit.
 
"Jedes Kind weiß, dass Jäger lügen. Das Jägerlatein ist sprichwörtlich." Sebastian von Rotenhan, CSU
 
Nicht was wir aufzeigen sind Einzelfälle, sondern die von Ihnen beschriebenen Krankheiten wie Räude oder Tollwut. Erschwerend kommt hinzu, dass die Jägerschaft die Ausbreitung latent vorhandener Infektionskrankheiten (Tollwut) durch ihr Verhalten sogar fördert.
Die Massenvernichtung von Füchsen z.B. hat zur Folge, dass die Nachwuchsrate stark ansteigt. Überlebende Jungtiere wandern schneller und viel weiter ab. Auf diese Weise wird die Krankheit weitergeschleppt. Halten sich die Jäger hingegen heraus, stirbt die Krankheit zusammen mit den infizierten Tieren aus.
 
Andreas Lehmann, ÖJV: "Eine effektive Kontrolle von Beutegreiferpopulationen ist mit jagdlichen Mitteln überhaupt nicht zu erreichen. Auf verstärkte Bejagung reagieren die Populationen sehr rasch mit einer erhöhten Reproduktion. Der Ökologische Jagdverein fordert, dass sich die Jäger vom Selbstverständnis des Regulators im Bezug auf Beutegreifer und Beute verabschieden."
 
http://www.wir-fuechse.de/direkt/fuechse_t.htm
 
Räude ist seit einiger Zeit eine neue Panikmache der Jäger. Da die Lügen von Tollwut oder Fuchsbandwurm nicht mehr ziehen - sie sind längst wissenschaftlich wiederlegt - ist nun die Räude dran.
 
http://www.wir-fuechse.de/direkt/fuechse_f.htm
 
Räude ist eine Milbenerkrankung. Starke Tiere schütteln eine Infektion ab. Schwache sterben daran. Doch das ist der Lauf der Natur, in die der Mensch nicht einzugreifen hat. Abgesehen davon ist die Häufigkeit von Räude sehr selten, wie bereits erwähnt.
 
Haben Sie sich schon einmal überlegt, warum Reh- und Schwarzwild sich "wie die Karnickel" vermehren?
Weil die Jäger füttern ohne Ende. Und warum tun sie das? Nicht, wie Sie schreiben, weil die Tiere danach verlangen. Sondern weil die Jäger sich so eine gewollte Überpopulation heranzüchten.
Egal wie groß eine Naturfläche ist, passt sich die Anzahl der dort lebenden Tieren immer dieser Fläche an. Es können nur so viele Tiere dort leben, wie die Fläche ernähren kann. Das gilt für Pflanzenfresser genau so, wie für Beutegreifer, denn die Natur ist ein Spiel aus dem Gleichgewicht der Kräfte. Da unsere Flächen aber immer kleiner werden, gäbe es auch immer weniger Tiere. Folglich wird die Jagd nicht nur immer unnötiger, sie wird auch immer unmöglicher. Dem wirken die Jäger gezielt entgegen, u.a. mit massiver Fütterung.
 
http://www.wir-fuechse.de/direkt/futter.htm
 
Ganz nebenbei hebeln sie damit auch andere Naturgesetze aus. Rehwild stellt sich im Winter auf die karge Zeit ein, braucht nur sehr wenig Futter. Durch die Fütterungen der Jäger aber bleibt für Rehe das ganze Jahr über "Sommer". Ihr Organsystem stellt sich nicht um und benötigt dann entsprechend auch im Winter mehr Nahrung.
 
"Das Reh hat uns bisher nicht gebraucht, es braucht uns auch jetzt nicht. Die Vorlage von Kraftfutter im Winter dient nur der Anhebung der Trophäen und ist in Wirklichkeit pure Tierquälerei." - Klaus Urban, Revierjagdmeister und Forstwirt aus Eggenfelden.
 
http://www.wir-fuechse.de/direkt/zt_jaeger.htm
 
Vielleicht sollten Sie sich einmal objektiv informieren und nicht nur auf das Material der Jäger zurückgreifen. Da diese - wie gesagt - ihrem Hobby töten frönen wollen, erhalten Sie aus dieser Richtung keinerlei Objektivität.
Die Jägerprüfung ist eine Lächerlichkeit. Was soll man auch in 4 Wochen von einem so komplexen Lebensraum Wald lernen? Warum wohl muss man Biologie jahrelang studieren?
Bei der Jagd, den Jägern und derer grünem Lehrgang mit der Lizenz zum töten steht auch nur das Töten im Vordergrund. Alles andere ist eine Volksverdummung.
Sollten Sie Ihre Aussagen vom "Heger" und "Pfleger" tatsächlich glauben und sollten Sie wirklich der Meinung sein, dass es "Nutzwildjäger" und Trophäengeilheit nicht "mehr" gibt, oder das Jäger sich nahezu ausnahmslos an die hoffnungslos überalterten und dringend reformierungsbedürftigen Gesetze halten, kann ich Sie nur eindringlich bitten, sich über die Wahrheiten zu informieren.
 
http://www.wir-fuechse.de/direkt/jlogik.htm
 
Neben unserer HP finden Sie im Internet zahlreiche weitere Seiten zum Thema Jagdabschaffung.
Auch ein Blick in der Forum der Jägerzeitung "Wild und Hund" lohnt sich. Auszüge finden Sie auf unserer HP. Dort legen die Jäger selbst in einer unglaublichen Weise ihre Perversität und Brutalität offen. Und sie bekennen sich zu ihren wahren Beweggründen. Dem Spaß am töten.
 
"Erstmal geh ich doch nicht zur Jagd, weil ich Naturschützer, Artenschützer, Waldretter, Wildschadensverhinderer, Naturgenießer und Romantiker sein will. Zuerst geht es ums Beute machen!" - Mittelfranke, ein Jäger aus dem Forum von"Wild und Hund".
 
"Die Abschaffung der Abschusspläne zumindest für Rehwild wäre natürlich eine elegante Lösung. Ich bin dafür. Macht eh jeder was er will. Na ja, zumindest beim Staat müssen sie verbucht werden." Fette Beute, ein Jäger aus dem Forum von"Wild und Hund".
 
http://www.wir-fuechse.de/direkt/zt_jaeger.htm
 
 
Mit waidmannsabschaffenden Grüßen
WIR FÜCHSE
Marc Buchtmann
 
www.wir-fuechse.de

Top

vorige Seite ] Übersicht ] nächste Seite ]