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 Jagd in der Presse 2009 

krone.at vom 30.12.2009 

Schwere Jagdunfälle  

Zwei schwere Jagdunfälle haben sich am Mittwoch in Oberkärnten ereignet. Ein Waidmann (49) aus Kirchbach im Gailtal war in Begleitung seines Freundes (65) aus Treßdorf im heimatlichen Jagdrevier unterwegs. Dabei rutschte der 65-jährige auf einer mit Laub bedeckten Felsplatte aus. Der Mann stürzte über steiles Gelände rund 15 Meter weit ab und prallte gegen einen Baum

Dabei zog sich der 65-Jährige Serienrippenbrüche und weitere innere Verletzungen zu. Mit Hilfe seines Freundes konnte er noch selbständig zu dem in der Nähe parkenden Auto gehen. Dann wurde er mit dem Rettungshubschrauber Airmed 1 in das LKH Villach geflogen.

Sturz im steilen Gelände

Auch in Radenthein (Bezirk Spittal/Drau) ist ein Jäger verletzt worden. Ein 50 Jahre alte Mann stürzte während der Jagd im steilen Gelände und zog sich dabei einen Bruch des rechten Sprunggelenkes zu. Der Rettungshubschrauber RK1 brachte ihn ebenfalls ins LKH Villach.

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bvz.at vom 24.12.2009 

Jäger und Anwalt wälzten sich im Graben 

BEZIRK OBERPULLENDORF / Während ein Anwalt seinen ferngesteuerten Hubschrauber fliegen ließ, soll ein Jäger auf ihn losgegangen sein.

Nach einem Zwischenfall am 25. Oktober, einem schönen sonnigen Herbsttag, trafen sich die Kontrahenten vorige Woche vor Gericht. „Ich ließ bei Mannersdorf am Feld meinen Modellhubschrauber fliegen“, berichtete der 42-jährige Wiener Anwalt, der seine Freizeit gerne im Bezirk Oberpullendorf verbringt.
Als sich ein Pick-up näherte, maß der Anwalt dem zunächst keine besondere Bedeutung zu: „Ich ging mit dem Hubschrauber in Schwebeflug.“ Einen Moment später habe er gespürt, wie er von dem Auto angefahren wurde. „Gerade so viel, dass ich aus dem Gleichgewicht kam. Der Helikopter stürzte binnen zwei Sekunden ab“, so der Anwalt. Aus dem Seitenfenster habe der 61-jährige Jäger gefragt: „Wer bist denn du?“ - „Ich antwortete: Ich kann mich nicht erinnern, dass wir per du sind“, so der Anwalt vor Gericht. „Und ich fragte ihn, ob ihm bewusst ist, dass er am Modellhubschrauber einen Schaden von 700 Euro angerichtet hat.“

Der Jäger schilderte die Begegnung völlig anders: „Der mir unbekannte Mann stand mitten auf der Kreuzung. Ich hupte und probierte, rechts vorbei zu fahren, da ging der Mann nach rechts. Ich wollte links vorbei fahren, da ging der Mann nach links.“
Er sei ausgestiegen und habe den Hobby-Flieger zur Rede gestellt. „Ich drückte ihn mit der Schulter von meinem Auto weg, er packte mich auch und wir fielen in den Graben“, so der Jäger.

Der Anwalt behauptete, der Jäger habe ihn mehrmals mit seinem Auto „angestoßen“, während er versuchte, das Autokennzeichen zu notieren. Er sei bei der Ranglerei verletzt worden und habe unter Schmerzen in der Brust und am Hals gelitten. Der Jurist machte einen Schaden in der Höhe von 3.600 Euro geltend.
Der Jäger bekannte sich nicht schuldig. Richter Dr. Wolfgang Rauter will nun einen Sachverständigen beiziehen, der klärt, wie lange sich ein Modellhubschrauber selbstständig in der Luft halten kann. Der Jäger hatte nämlich behauptet, der Helikopter sei erst nach der Ranglerei im Graben abgestürzt. Der Prozess wurde vertagt.

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kleinezeitung.at vom 20.12.2009 

Kärntner bei Treibjagd von Schrotkugeln getroffen 

Schmerzlicher Zwischenfall am Sonntag bei einer Treibjagd in St. Andrä: Für einen 41-Jährigen aus Wolfsberg, der als Treiber im Einsatz war, endete der jagdliche Tag im Krankenhaus.

Der Mann war als Treiber tätig, als ein 49-jähriger Arbeiter aus St. Andrä vom Waldrand aus auf einen Hasen schoss. Ein Teil der Schrotladung traf den Wolfsberger, die Kugeln wurden ihm im Landeskrankenhaus Wolfsberg herausoperiert.

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nachrichten.at vom 18.12.2009 

Wels: Jäger vergiftete Tiere 

Ein 74-jähriger Jäger aus dem Bezirk Linz-Land steht unter dringendem Verdacht, im Bezirk Wels-Land mit einem Pflanzenschutzmittel versetzte Köpfe von Feldhasen ausgelegt zu haben. Die Vergifteten Köder konnten durch deren Lage von einem Mäusebussard aufgefunden und aufgenommen werden, der offensichtlich daran verendete.

Unbekannte Spaziergänger fanden diesen samt den Resten eines vergifteten Hasenkopfes, überbrachten beides einem Tierarzt und erstatteten anonym Anzeige.

Durch Ermittlungen konnte der Verdächtige ausgeforscht werden. Der 74-Jährige ist geständig. Er wollte nach eigenen Angaben Füchse vergiften und hätte bereits in der Vergangenheit in einzelnen Fällen offensichtlich dieselbe Art von Giftködern angewendet, wobei neben mindestens zwei Bussarden auch ein Steinmarder vergiftet wurden. Auch Schädigungen von Haustieren, wie Katzen oder Hunden, sind nicht ausgeschlossen. Konkrete Fälle dazu liegen jedoch nicht vor. Weitere Ermittlungen folgen.

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krone.at vom 13.12.2009 

Einsatzkräfte holen abgestürzten Jäger aus steiler Rinne

In Brandberg im Zillertal ist am Samstag ein Jäger bei der Gamsjagd verunglückt. Bei dem Absturz über eine steile Rinne hat sich der 38-Jährige aus Ebbs schwer verletzt. Die Bergung des Verletzten durch die Bergrettung Mayrhofen im tief verschneiten, steilen Gelände erwies sich als äußerst schwierig.

Unter unglaublich schwierigen Bedingungen konnten 15 Mann der Bergrettung Mayrhofen am Samstagabend den abgestürzten Ebbser Gamsjäger retten. Ein zweiter Jäger aus Jenbach, der den Zwischenfall live miterlebte, hatte mit seinem Handy die Retter geholt.

Zuvor hatten sie im Bereich des Hundskehlgrundes eine Gams geschossen. Bei der Suche nach dem erlegten Tier war der 38-Jährige durch eine steile Rinne in die Tiefe gestürzt. Dort war er mit einer schweren Armverletzung liegen geblieben.

In der Dunkelheit durch Tiefschnee und über Steilwand

Um zu dem verletzten Jäger zu gelangen, mussten sich die Bergrettungsmänner durch den Tiefschnee zwei Stunden lang hochkämpfen. Und sich über eine Steilwand abseilen. In der Dunkelheit war eine Bergung mit dem Rettungshubschrauber nicht mehr möglich.

Aufstieg und Transport von Notarzt, medizinischem- und Bergungsgerät zum Verletzten stellten eine Meisterleistung dar. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der Mann mittels Akja ins Tal und dann ins Krankenhaus Schwaz gebracht.

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noen.at vom 09.12.2009 

Unglück bei Treibjagd: Schrotkörner im Kopf 

MAMAU, OBRITZBERG-RUST / Mann aus Obritzberg-Rust traf Schlossermeister statt Hasen. Das Opfer (40) erlitt dadurch schwere Verletzungen.

Ein schreckliches Unglück bei der herbstlichen Treibjagd der Jagdgenossenschaft Mamau: Ein Waidmann wurde durch Schrotkörner schwer verletzt.
40 Jäger, ausgestattet mit Warnbändern an der Kopfbedeckung, und drei Treiber mit Schutzwesten beteiligten sich am Dienstag an der traditionellen Treibjagd.
Zwischen den Ortschaften Wernersdorf und Waitzendorf beim sogenannten „dritten Trieb“ geschah der schwere Zwischenfall. Ein Trieb ist ein sehr großer Kreis, dort wird das im Kreis befindliche Wild bejagt.

Die Jäger hatten sich aufgestellt, ein Hase durchbrach den Kreis, ein Jäger aus der Nachbargemeinde Obritzberg/Rust drehte sich um und feuerte dem Hasen nach. Zum gleichen Zeitpunkt befand sich der 40-jährige Schlossermeister Erich F. hinter der aufgestellten Jägergliederung, da er ein Telefongespräch führte.
Der Unglücksschütze übersah den telefonierenden Jagdkollegen und traf diesen mit dem Schrotschuss.

Erich F. wurde an der Schulter und am Kopf von insgesamt fünf Schrotkörnern getroffen und verletzt. Er wurde von einem Jagdkollegen in das Landesklinikum St. Pölten gebracht und dort auch stationär aufgenommen.
Die Jagd wurde nach dem Unfall sogleich abgebrochen und auch die traditionelle „Streckenlegung“ fand nicht statt.
Leiter der Treibjagd war übrigens Anton F. - ausgerechnet der Vater des verletzten Jägers.

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derstandard.at vom 08.12.2009 

Jäger sind zahmem Luchs auf den Fersen 

Wildkatze "Pankraz", seit Wochen auf der Flucht, bei Hinterstoder gesichtet

Linz - Anfang November verschwand er aus einem drei Meter hohen Gehege, nun wurde "Pankraz" wieder gesichtet. Der zahme Luchs soll mit einem Sender versehen und in den Tierpark Haag in Niederösterreich gebracht werden.

Die dreijährige Katze, Anfang 2009 im Nationalpark Kalkalpen ausgewildert, hat im Oktober bei Hinterstoder versucht, einem Jäger ein geschossenes Hirschkalb abzuluchsen - der STANDARD berichtete. Der Weidmann ging daraufhin zur Polizei, und "Pankraz" wurde betäubt, eingefangen und in den Tierpark Enghagen bei Windischgarsten gebracht. Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer sprach damals von einem "Akt von Tierquälerei". Wie sich "Pankraz" aus dem Gehege in Enghagen befreien konnte, ist unklar. Der Halsbandsender, dem man ihm bei der Auswilderung verpasst hatte, blieb jedenfalls zurück.

In den vergangenen Tagen wurde das Tier immer wieder zwischen Roßleiten und Hinterstoder bei Rehfütterungsstellen gesichtet. Vielen Bewohnern sei das nicht ganz geheuer. Darum wurde ein Fangbescheid ausgestellt, so der Bezirksjägermeister von Kirchdorf, Herbert Sieghartsleitner. Geplant ist, "Pankraz" zu betäuben, ihn mit einem Sender zu versehen und in den Tierpark zu bringen. Doch dieser Plan wird nicht von allen gutgeheißen. Das Tier halte sich zwar immer wieder in der Nähe von Menschen auf, habe bisher aber noch nichts angestellt, sagt Erich Mayerhofer, Direktor des Kalkalpen-Nationalparks. "Pankraz" hätte somit bewiesen, dass er gut in Freiheit leben kann.

Der Luchs wurde vor rund einem Jahr in St. Pankraz eingefangen, da er auf einem Bauernhof einige Hasen gerissen hatte. Man stattete ihn mit einem Sender aus und ließ ihn im Nationalpark Kalkalpen frei.

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kurier.at vom 07.12.2009 

Kärntner Bärenwilderer ausfindig gemacht 

Jener Jäger, der den Bären "Roznik" illegal abschoss, dürfte gefasst worden sein. Die Ergreiferprämie betrug 10.000 Euro.

Die Tötung des kärntnerisch-slowenischen Bären Roznik dürfte aufgeklärt sein, wie der ORF meldet. Es gibt einen Tatverdächtigen aus dem Raum Bad Eisenkappel. Der Jäger habe den Bären im Sommer illegal abgeschossen, wie aus Zeugenaussagen hervorgeht. Der Kadaver war im slowenischen Logartal aufgefunden worden, der Mann hatte den Körper einfach in einem Bach entsorgt. Zuvor hatte er Kopf und Tatzen abgetrennt, das Fell fachmännisch abgezogen. Die tödliche Kugel dürfte vor der Entsorgung noch entfernt worden sein. Roznik hatte sein Revier im Grenzland von Slowenien und Kärnten. Der Jungbär galt als tagaktiv, wenig scheu und nicht aggressiv. Er war einer von neun derzeit in Kärnten lebenden Braunbären und war sogar mit einem Peilsender ausgestattet.

Eine Ergreiferprämie für Rozniks Erleger wurde von mehreren Stellen angeboten: Der Tierschutzverein "Vier Pfoten" hatte zunächst 4000 Euro für Hinweise in Aussicht gestellt, weitere 3000 Euro bot dann die Kärntner Jägerschaft und schließlich wurde die Prämie auf ganze 10.000 Euro durch Naturschutzlandesrat Uwe Scheuch erhöht.

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orf.at vom 07.12.2009 

Offizier bei Gamsjagd abgestürzt 

Auf der Gamsjagd ist am Sonntag ein 52 Jahre alter Berufsoffizier aus Saalfelden (Pinzgau) abgestürzt. Durch den Sturz erlitt der Saalfeldener schwere Schulter- und Beckenverletzungen.

Auf schneebedecktem Felsen ausgerutscht


Der Jäger war gemeinsam mit einem Jagdkameraden im Gebiet des Lahnerhorns in St. Martin bei Lofer unterwegs. Der Saalfeldener rutschte auf schneebedecktem Felsen aus und stürzte 15 Meter tief in einen Graben.

Die Mannschaft des Rettungshubschraubers Christophorus 4 barg den Schwerverletzten mit Hilfe eines Seiles in 1.800 Meter Höhe und brachte ihn in das Krankenhaus nach Zell am See (Pinzgau).

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orf.at vom 06.12.2009 

Hund im Auto provozierte Unfall 

Weil sich sein Hund zwischen den Autositzen nach vorne zwängte, ist am Samstagabend ein 36-jähriger Jäger mit seinem Pkw von der Fahrbahn abgekommen und über eine steile Böschung gestürzt.

Lenker folgte davonlaufenden Hund


Der 36-jährige Stubaitaler war in Kematen auf der Autobahnauffahrt in Richtung Innsbruck unterwegs, als er den Hund zurückdrückte. Dabei verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug.

Alkotest ergab 1,08 Promille

Der Pkw stürzte über die Böschung, überschlug sich und kam in einem Feld auf den Rädern zum Stillstand. Der Hund sprang dabei aus dem Wagen und lief davon. Mit dem noch fahrbereiten Pkw ist der Lenker dann dem Hund bis zum Bahngeleise gefolgt. Dort stellte er den Wagen ab.

Mit einem Verwandten fuhr er dann zur Polizei in Kematen. Er erlitt keine Verletzungen. Am Unfallfahrzeug entstand Totalschaden. Der Alkotest ergab einen Wert von 1,08 Promille.

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kurier.at vom 02.12.2009 

Katzenbesitzer verklagte Jäger 

Ein Jäger soll einen Kater angeschossen und den Besitzer bedroht und verletzt haben: Geldstrafe und Berufung.

Für große Aufregung hatte im Oktober jener Fall gesorgt, bei dem ein 54-jähriger Jäger im Mittelburgenland einen Kater angeschossen haben soll - der KURIER hat berichtet. Als der Katzenbesitzer den Jäger zur Rede stellen wollte, war es zu einer Auseinandersetzung gekommen.

Nun hatte der Fall ein gerichtliches Nachspiel. Der Jäger musste sich am Dienstag wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung vor Richterin Karin Knöchl am Landesgericht Eisenstadt verantworten.

Der Katzenbesitzer - er war als Zeuge vor Gericht geladen - erzählte, dass er an besagtem Tag mit seiner Frau ferngesehen habe, als er einen Schuss hörte. Als er nachsehen ging, sei ihm sein blutverschmierter Kater entgegen gekommen - ein Teil vom Rücken des Tieres war weggeschossen worden.

"Ich bin dem Jäger nachgefahren. Da habe ich gemerkt, dass er eine ,Fahne' hatte. Und dann habe ich das Gewehr gesehen, dass er am Beifahrersitz liegen hatte", schildert der 49-jährige Katzenbesitzer vor Gericht. Dann habe der Jäger die Waffe aus dem Wagen genommen, habe repetiert und das Gewehr in Richtung des Katzenbesitzers gehalten. Als der Angeklagte mit seinem Pkw davonfahren wollte, habe er den Katzenbesitzer mit der Stoßstange gestreift. Im Spital wurden ihm auch Hämatome bescheinigt. Danach habe er den Jäger bis in ein Waldstück verfolgt. Dort soll der Angeklagte erneut die Waffe gegen ihn gerichtet haben.
Der Jäger bestreitet die Vorwürfe. "Ich habe die Katze angeschossen, den Besitzer habe ich nicht verletzt oder bedroht. Im Gegenteil. Er hat mich attackiert."

Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen gefährlicher Drohung und Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 960 Euro sowie zu 150 Euro Schmerzensgeld. Der Angeklagte legte Berufung ein. Nicht rechtskräftig.

Das Verfahren wegen Tierquälerei wurde - sehr zum Ärger der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" - von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt wegen "mangelnder Tatbestandsmäßigkeit" eingestellt. Vier Pfoten hatte Anzeige erstattet. "Der Kater hat nur durch Glück überlebt", sagt die Geschäftsführerin von Vier Pfoten, Johanna Stadler.
Der Jäger habe das Tier von oben mit dem Gewehr angeschossen. "Das ist laut Jagdgesetz nicht erlaubt", sagt Stadler. Es sei bedenklich, so Stadler, dass der Jäger weiterhin einen Jagdschein besitze und Waffen führen dürfe.

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kleinezeitung.at vom 01.12.2009 

Toter Bär: Heiße Spur zum Täter 

Der Verdacht gegen jenen Unterkärntner, der im Mai den Braunbären Roznik erschossen haben soll, hat sich laut Polizei erhärtet.

Seit Monaten hält der illegale Abschuss des Braunbären Roznik - er wurde enthauptet, gehäutet und ohne Tatzen aufgefunden - die Kriminalisten in Atem. Von Anfang an stand ein Bad Eisenkappler im Visier der Polizei.
"Jetzt hat sich der Verdacht gegen den Mann erhärtet", sagt Oberst Christian Martinz vom Landeskriminalamt. "Noch vor Weihnachten wird es einen Bericht an die Staatsanwaltschaft geben."

DNA-Analyse

Die Ermittlungsarbeit gestaltete sich von Anfang an schwierig. Zuerst hatten sich Kriminalisten erhofft, dass eine DNA-Analyse jener Decke, in die der Kadaver eingewickelt war, den Wilderer überführen würde. "Doch die DNA ist durch die lange Lagerung im Freien nass und dadurch unbrauchbar geworden", sagt Martinz. Dann lagen die Hoffnungen auf einigen Innereien, die in der Nähe des Verdächtigen gefunden wurden.

Das Ergebnis der Analyse der Veterinärmedizinischen Universität in Wien brachte den nächsten Dämpfer. Martinz: "Die Innereien gehören zu einem anderen Tier." Doch die Kriminalisten gaben nicht auf.
"Umfeldermittlungen und Zeugenbefragungen führten dazu, dass sich der Verdacht gegen diese Person nun erhärtet hatte." Noch ausständig ist das Ergebnis jener Tierspuren, die im Auto des Verdächtigen gefunden wurden.

Der Unterkärntner hat einen Jagdschein, ist aber kein aktiver Jäger. Er gilt als "schießwütig". Der Mann bestreitet die Tat. 

Ende Mai wurde der dreieinhalb Jahre alte Roznik mit einem Schuss ins Herz auf Kärntner Gebiet getötet. Es gibt 10.000 Euro Ergreifer-Prämie.

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noen.at vom 30.11.2009 

Verbotenes Halsband am Hund: Jägerchef hört auf 

Nach Affäre um Familienhund trat Bezirksjägermeister Josef Schmid zurück. Die Behörde ermittelt.

Bezirksjägermeister Josef Schmid aus Thernberg ist überraschend zurückgetreten. In die Bredouille soll ihn ein unliebsamer Vorfall mit dem Familienjagdhund gebracht haben, wie Bezirkshauptmann Dr. Heinz Zimper gegenüber der NÖN bestätigt.

Der Jagdterrier, der laut Schmids Angaben seinem minderjährigen Sohn gehört, war am 7. November herrenlos aufgelesen und ins Ternitzer Tierschutzhaus gebracht worden. Was dort Leiterin Elisabeth Platzky entdeckte, machte sie allerdings sprachlos: „Der Hund hatte am Halsband ein sogenanntes Teletakgerät angebracht. Mit einer Fernsteuerung kann der Besitzer Stromstöße auslösen und so das Tier züchtigen. Das ist Tierquälerei!“ Der Besitz und die Verwendung eines solchen Gerätes ist aber seit 2005 in Österreich verboten.

Platzky zeigte den Bezirksjägermeister, der den Vierbeiner am Nachmittag abholte, bei der Bezirkshauptmannschaft an. „Aufgrund des Vorfalles mussten wir ein behördliches Verfahren einleiten, anschließend stellte Schmid seine Funktion zur Diskussion. Das wurde vom Landesjagdverband angenommen“, so Bezirkshauptmann Dr. Heinz Zimper, der von einer „persönlich sehr strengen Konsequenz Schmids“ spricht. Das verbotene Halsband wurde jedenfalls von der Behörde beschlagnahmt.

Schmid selbst sieht in seinem Rücktritt „andere Gründe“: „Das hatte mit dem Hund nichts zu tun. Der gehört übrigens meinem Sohn, ich bin mir nicht einmal einer Schuld bewusst!“ Was letztendlich den Anlass für seine Konsequenz gab, will er zu gegebener Zeit verraten: „Ich warte jetzt einmal das Ende des Verfahrens ab, danach werde ich mich dazu noch äußern.“

Übrigens: Auch sein Stellvertreter Pius Scherbichler trat zurück. „Das hatte aber mit dem Vorfall nichts zu tun, sondern geschah aus Teamgründen“, versichert Zimper.

Er hofft, dass nun wieder Ruhe in der Jägerschaft einkehrt und diese noch im Dezember einen Nachfolger wählt: „Das ist wichtig, wir haben im Bezirk über 1.000 Jäger. Sie sind für uns ein wichtiger Ansprechpartner!“ Hundebesitzern, die noch über solch verbotene Geräte verfügen, empfiehlt Zimper, diese rasch als Elektroschrott zu entsorgen.

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ots.at vom 30.11.2009 

Brunner: Skandalöse Tierquälerei bei Jagd sofort abstellen 

Behörden müssen tätig werden und NÖ Landesjagdverband muss sich distanzieren

Wien (OTS) - "Die von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten"
aufgedeckte skandalöse Treibjagd in Heidenreichstein muss sofort geahndet und in Hinkunft abgestellt werden", fordert die Tierschutzsprecherin der Grünen, Christiane Brunner. Es sei unfassbar, dass die Tiere angeschossen und ihrem Todeskampf untätig zugesehen wurde. "Noch erbärmlicher wird dieses Spektakel dadurch, dass die Tiere zuerst gezüchtet und handzahm gemacht werden, bevor sie innerhalb des Gatters herumgehetzt und zum Abschuss freigegeben werden."

"Die Behörden müssen sofort tätig werden und es wäre das mindeste, dass sich der NÖ Landesjagdverband von diesen Schandtaten distanziert. Hier handelt es sich um eine krasse Form der Tierquälerei, die nicht nur nach dem Jagdgesetz, sondern auch nach dem § 222 StGB gerichtlich zu ahnden ist", so Brunner und erläutert:
"Danach ist jemand, der ein Tier roh misshandelt und ihm unnötige Qualen zufügt, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. Es muss ein Exempel statuiert werden, damit so etwas nie wieder vorkommt", fordert Brunner.

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ots.at vom 30.11.2009 

VIER PFOTEN deckt grauenvolle Tierquälerei bei NÖ-Jagd auf 

Angeschossene, schwerst verletzte Tiere im minutenlangen Todeskampf gefilmt 

Wien (OTS) - Das Schloss Heidenreichstein der Familie Kinsky birgt ein düsteres Geheimnis: Auf dem Grundstück befinden sich zwei (verpachtete) Jagdgehege, in denen sich regelmäßig wahre Massaker abspielen. Massen von gezüchteten, künstlich auf Trophäenwachstum gemästeten, teilweise handzahmen Tieren werden von so genannten Treibern zum Gaudium zahlender Jagdgäste innerhalb des Zauns herumgehetzt. Am vergangenen Samstag fanden sich wieder einmal Dutzende Jäger zur Treibjagd auf Wildschweine, Hirsche und Mufflons ein.

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN war vor Ort:

Da fast immer auf laufende Tiere geschossen wird, ist ein zielsicherer Schuss ein Zufall. Oft wird drei bis vier Mal auf ein Tier gefeuert, bis es nicht mehr laufen kann. Dann dauert es noch qualvolle Minuten oder sogar Stunden, bis es seinen Verletzungen erliegt. Solche grauenhaften, herzzerreißenden Szenen konnten bei Wildschweinen erstmals filmisch dokumentiert werden: "Es ist zum Verzweifeln", so Johanna Stadler, Geschäftsführung von VIER PFOTEN, "man muss von außerhalb des Zauns zusehen, wie einem hilflosen Tier die Eingeweide aus dem Bauch hängen. Von den Dutzenden Jägern findet es keiner der Mühe wert, das Tier zu erlösen, bis es irgendwann den Verletzungen und unerträglichen Schmerzen erliegt. Eine derartige Kaltherzigkeit ist einfach unvorstellbar."

Die Jagd ist explizit aus dem Bundestierschutzgesetz ausgenommen, der Grund dafür liegt auf der Hand: Es kommt dabei dauernd zu Tierquälereien. Dass sich Jäger in der Öffentlichkeit als "Heger und Pfleger" des Wildes bezeichnen, ist blanker Hohn. "Die Tiere, die am Wochenende getötet worden sind, wurden allesamt speziell für dieses Massaker gezüchtet und hinter meterhohen Zäunen eingesperrt. Selbst vor dem Abschlachten von Tierkindern schreckten die Jäger nicht zurück - die Szenerie erinnerte an einen Horrorfilm."

VIER PFOTEN wird die Verantwortlichen für diese massenhafte Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft anzeigen.

Ein schockierendes Video von dem Vorfall sowie Bildmaterial ist in Kürze auf www.vier-pfoten.at abrufbar, die Daten können auf Anfrage in hoher Auflösung honorarfrei zugesandt werden.

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krone.at vom 28.11.2009 

Hund "Sammi" aus illegalem Fangeisen gerettet 

In Winzendorf (Bezirk Wiener Neustadt) treibt offenbar ein gewissenloser Fallensteller sein Unwesen. Der Irre stellt verbotene Fangeisen direkt neben Wanderwegen auf. Ein beherzter Spaziergänger rettete einen gefangenen Hund im letzten Augenblick.

Während eines unbeschwerten Spaziergangs wollte Peter W. (49) mit Freunden, Kindern und dem Hund einer Bekannten den herbstlichen Sonnenuntergang genießen.

Plötzlich zerriss ein erbärmliches Winseln die abendliche Idylle auf dem Römerweg, nahe der Hohen Wand. "Nur wenige Meter neben dem Feldweg war der Hund mit dem Kopf in ein Fuchseisen geraten. Mit vereinten Kräften konnten wir 'Sammi' vor dem Ersticken retten", so der Familienvater.

"Auch meine kleine Tochter war mit von der Partie. Nicht auszudenken, wenn sie in das Eisen getappt wäre.", so Peter W., der nun Anzeige erstattete.

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tt.com vom 27.11.2009 

Erster frei lebender Wolf in Tirol seit 1956 

Die DNA-Analyse jenes Tieres, das in Imsterberg zwölf Schafe gerissen hatte ist eindeutig: es war ein frei lebender Wolf. Wahrscheinlich hält sich der Wolf immer noch in der Region auf.

Imsterberg - Jenes Tier, das Ende Oktober in der Gemeinde Imsterberg insgesamt zwölf Schafe gerissen hat, war ein frei lebender Wolf, der aus der italienischen Wolfspopulation stammt. Diese Vermutung wurde nun durch die Analyseergebnisse eines Speziallabors im schweizerischen Lausanne bestätigt. Der Wolfsnachweis kommt weder für den Bärenbeauftragten Martin Janovsky von der Landesveterinärdirektion noch für den Imsterberger Bürgermeister Alois Thurner wirklich überraschend.

„Von einem Wolf geht nach menschlichem Ermessen kein Sicherheitsrisiko aus“, so der Experte Janovsky. Ebenso gelassen reagierte Imsterbergs Bürgermeister. Für ihn stehe nun die Entschädigungsforderungen jener Bauern im Vordergrund, deren Schafe der Wolf gerissen hatte. "Ich werde mich nächste Woche um einen Termin bei Anton Steixner bemühen", meinte Thurner zur TT. Es gebe zwar einen extra Fonds für Entschädigungszahlungen, wenn das Tier von einem Luchs oder einem Bär gerissen wurde, aber für Wölfe gebe es bisher noch keine gesetzliche Regelung.

Erster Wolfsnachweis in Tirol seit 1956

Laut Janovsky sei wahrscheinlich, dass sich der Wolf nach wie vor in der Region aufhalte. Es wurden im vergangenen Monat aber keine besonderen Vorkommnisse gemeldet. Dass frei lebende Wölfe in Tirol auftreten, sei seit längerer Zeit zu erwarten, auch wenn dies der erste Wolfsnachweis in Tirol seit 1956 ist. In Vorarlberg wurde heuer im August direkt an der Schweizer Grenze ein Wolf bestätigt.

Im Kanton Graubünden wurden in den letzten Jahren mehrere Wölfe nachgewiesen. Wölfe sind ganzjährig geschonte Wildtiere, die gemäß den europäischen Naturschutzbestimmungen unter strengem Schutz stehen.

Verhaltensregeln einhalten

„Aus den Erfahrungen des 20. und 21. Jahrhunderts wird deutlich, dass der Wolf für Menschen keine Gefahr darstellt“, entkräftet Janovsky die Überlieferungen. Nicht nur das Sicherheitsrisiko, auch das Schadenspotenzial ist gering, da sich die Schafe zu dieser Jahreszeit im Stall, und nicht auf den Weiden und Almen befinden.

Trotzdem muss darauf hingewiesen werden, dass sich jedes Wildtier, wenn es in die Enge getrieben wird oder verwundet ist, zur Wehr setzt und Menschen verletzen kann. Wer einen Wolf sieht, sollte gewisse Verhaltensregeln beachten und nicht versuchen, sich dem Tier zu nähern.

Eine Wolfssichtung muss derzeit nicht gemeldet werden. Die Landesveterinärdirektion bittet jedoch um schriftliche Meldung von bestätigten Wolfssichtungen unter E-Mail: martin.janovsky@tirol.gv.at.

Verhaltensregeln im Wolfsgebiet

* Es ist äußerst selten, einem Wolf in der freien Wildbahn zu begegnen. Wölfe meiden in der Regel den Kontakt mit Menschen, jedoch nutzen sie durchaus die vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft. Wenn Sie einem Wolf begegnen sollten,
* Haben Sie Respekt vor dem Tier.
* Laufen Sie nicht weg. Wenn Sie mehr Abstand möchten, ziehen Sie sich langsam zurück.
* Falls Sie einen Hund dabei haben, sollten Sie diesen in jedem Fall anleinen und nahe bei sich behalten.
* Wenn Ihnen der Wolf zu nahe erscheint, machen Sie auf sich aufmerksam. Sprechen Sie laut, gestikulieren Sie oder machen Sie sich anderweitig deutlich bemerkbar. Der Wolf wird sich daraufhin in der Regel entfernen.
* Laufen Sie nicht hinterher – Wölfe sind keine Kuscheltiere.
* Füttern Sie niemals Wölfe – die Tiere lernen sonst sehr schnell, Menschen mit Futter zu verbinden und suchen eventuell aktiv die Nähe des Menschen auf.

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krone.at vom 25.11.2009 

Mysteriöser Schuss auf parkendes Auto in Kobersdorf 

Eine unangenehme Überraschung hat Dienstag früh ein Autobesitzer in Kobersdorf (Bezirk Oberpullendorf) erlebt, als er seines Autos ansichtig wurde: Vermutlich gegen 8 Uhr früh hatte nämlich ein Unbekannter einen Schuss auf den vor der Garage geparkten Pkw abgegeben.

Das Projektil verursachte in der Beifahrertür über dem Türgriff ein Loch mit einem Durchmesser von elf Millimetern, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Mittwoch. Der Lack war zudem im Durchmesser von drei Zentimetern abgesplittert.

Pkw-Attacke durch Jagdunfall?

Die Kugel selbst wurde im Inneren der Tür gefunden. Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt, die Polizei ermittelt natürlich trotzdem. Für eine gezielte Schussabgabe auf den Wagen gibt es kein Indiz, dafür spricht einiges für eine Art Jagdunfall: Im hinteren Teil des zum Haus gehörenden Gartens befindet sich laut Exekutive nämlich eine Futterstelle für Wildtiere.

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kurier.at vom 24.11.2009 

Der Aufstand der Jäger  

Weidmänner aus Niederösterreich blasen zum Halali. Eine neu gegründete Initiative bekämpft die Errichtung von Jagdgattern.

Die Initiative der Jäger will einen weiteren Ausbau der eingezäunten Reviere verbieten. Die Initiative der Jäger will einen weiteren Ausbau der eingezäunten Reviere verbieten. Es ist zu befürchten, dass wir bald nur noch zwischen Zäunen jagen und wandern können", sagt Guck Fischer. Er ist nicht nur der Alt-Bürgermeister von Sooß (Bez. Baden) sondern auch Jäger aus Leidenschaft. Was ihn und etlichen seiner Jagdkameraden ein Dorn im Auge ist, sind so genannte Jagdgatter.

Dabei handelt es sich um mindestens 115 Hektar große, eingezäunte Waldgebiete, in dem Wildtiere gehalten und geschossen werden. "Das hat mit Jagdethik nichts zu tun", sagt der Jäger Franz Schweiger jun. aus Rohr im Gebirge (Bez. Wiener Neustadt).

Für Aufsehen hat zuletzt der russische Milliardär Rashid Sardarov gesorgt, der in Rohr im Gebirge im großen Stil ein Jagdgatter samt Jagdschloss errichtet. Der Trophäenjäger hatte eine Gesetzeslücke genutzt. Er suchte zur Tierhaltung nach dem Bundestierschutzgesetz an und ließ einen ganzen Berg umzäunen. 2010 ist ihm die Bewilligung für eine Eigenjagd sicher. Dann darf er im Gatter auch offiziell munter drauf los schießen.

"Bei den Jagdgattern handelt es sich um ein Relikt aus der Zeit der Feudalherrschaft", sagt Guck Fischer. "Da gehen ganze Waldstücke der Natur, dem Besucher und dem Förster verloren."

Tiere, die oft anderswo gezüchtet werden, so die Jäger, werden in Jagdgatter verfrachtet, um dort - relativ einfach - geschossen werden zu können. "Oft sind die Tiere handzahm", so der Jäger Peter Riedmüller aus Hainfeld (Bez. Lilienfeld).
Jetzt soll eine Initiative der Jäger der Errichtung der umstrittenen Gatter Einhalt gebieten. "Wir wollen neue Jagdgatter verhindern", fordert Fischer. Das Land NÖ wurde bereits informiert. "Wenn nicht bald etwas geschieht, werden wir niederösterreichweit Unterschriften sammeln."

Auch beim nö. Landesjagdverband hält man nicht unbedingt viel von eingezäunten Jagdrevieren. "Eine Jagd ist nur das, was in freier Wildbahn stattfindet. Alles andere kann man nur als legalen Abschuss in einem Gehege sehen", erklärt der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Peter Lebersorger.

25.000 Hektar

Die Initiative um Guck Fischer Initiative um Guck FischerRund 1,5 Prozent der bestehenden Naturflächen in NÖ sind als Gatter bewilligt.
"Wenn man bedenkt, dass das 25.000 Hektar sind, dann ist das ja nicht gerade wenig", so Lebersorger. Das größte Problem mit den aufgestellten Zäunen besteht darin, dass der Maschendraht oftmals wichtige Wildwechselrouten "durchschneidet". Viel bedenklicher seien jedoch die sogenannten Fleischgatter, in denen Wildtiere meist für den Verkauf gezüchtet werden. "Die Tiere werden narkotisiert und in andere Gehege in anderen Regionen gebracht. Das kann man dann als Täuschung des Konsumenten sehen", sagt Lebersorger. Etwa beim Verzehr des Wildbrets und dessen Herkunft.

Das Land ist gesprächsbereit. "Wir stehen Jagdgattern neutral gegenüber", so Kurt Wollinger, Leiter der Abteilung für Agrarrecht. "Sie sind im Jagdgesetz verankert. Mit einem Federstrich kann man sie nicht verbieten." Bei jeder Einschränkung der Eigentumsnutzung müsse man aufpassen. Wollinger: "Aber wenn alle, die am Jagdwesen mitwirken, eine Diskussion wollen, sind wir dafür offen."

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orf.at vom 17.11.2009 

Ex-Zivildiener bald als Jäger auf der Pirsch? 

Die heimische Jägerschaft tritt dafür ein, dass ehemalige Zivildiener künftig auf die Jagd gehen dürfen. Wegen eines 15-jährigen Waffenverbots können Zivildiener später bestimmte Berufe nicht ergreifen, so auch den des Jägers.

Viele Bewerber bei Jägerschaft abgeblitzt


Ehemalige Zivildiener können nach ihrem Dienst zum Beispiel nicht die Ausbildung zum Polizisten antreten. Auch wenn die Polizei dringend Nachwuchs gebrauchen könnte. Gleiches gilt für die Salzburger Jägerschaft.

Einige Bewerber sind bei der Jägerschaft bereits abgeblitzt. Per Gesetz sei geregelt, dass Zivildiener aus Gewissensgründen keine Waffen gegen Menschen richten wollen, sagt Landesjägermeister Josef Eder.

"Die Tatsache ist ja das, sie dürfen die Waffe nicht führen. Sie können die Jagdprüfung machen und alles, aber sie dürfen die Waffe nicht führen. Wir sind schon seit ein paar Jahren da dran und es geht nichts weiter. Jetzt ist es zum Glück mit der Polizei das gleiche und da gehört das Zivildienergesetz geändert", fordert Eder.

"Wir brauchen die Zivildiener"

Erst nach einer Gesetzesänderung könnten sich ehemalige Zivildiener als Jäger betätigen. Sehr willkommen wären sie jedenfalls.

"Wir brauchen die Zivildiener, die gesamte Gesellschaft braucht die Zivildiener. Und das sind auch ordnungsgemäße Leute. Der hat halt gesagt, er will keine Waffe führen gegen Menschen beim Bundesheer, hat das Zivilding unterschrieben und wahrscheinlich nicht gescheit gelesen - dass er da nie eine Waffe bis 35 Jahre führen darf. Ob das jetzt in der Landwirtschaft ist oder wo anders, die Zivildiener werden so dringend gebraucht", meint Eder.

Warnung vor gesetzlicher Grauzone

Der Landesjägermeister warnt aber vor einer gesetzlichen Grauzone, in die gerade junge Jäger leicht geraten können.

"Noch schlimmer ist es, der macht mit 18 Jahren die Jagdprüfung und geht dann erst mit 21, 22 Jahren zum Bundesheer, weil er studiert. Dann unterschreibt er für den Zivildienst und denkt nicht daran, dass die Jagdausübung etwas anderes ist, als die Waffe beim Bundesheer und ist damit nicht versichert. Er führt dann die Waffe gegen das Gesetz."

Kommt die gewünschte Gesetzesänderung, könnten schon bald Zivildiener mit dem Gewehr im Anschlag durch die heimischen Wälder streifen.

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rf.at vom 14.11.2009 

Jägertagung - Schießen Jäger auf trächtige Muttertiere? 

Bei der Vorarlberger Jägertagung wird nicht nur die Überwinterung des Rotwildes diskutiert. Kritiker sagen, dass in manchen Waldgebieten auch trächtige Muttertiere geschossen werden. Experten weisen die Kritik zurück.

Hohe Mindestabschusszahlen

Bei der Vorarlberger Jägertagung am Samstag in Dornbirn steht die Überwinterung des Rotwildes im Mittelpunkt der Debatte. Beraten wird darüber, ob die Tiere gar nicht gefüttert werden sollen, ob Notfütterung oder Vollfütterung angesagt ist.

Allerdings gibt es derzeit im Jagdwesen noch andere Streitfragen. Kritiker sagen, dass in manchen Waldgebieten auch trächtige Muttertiere geschossen werden. Und die vorgegebenen Mindestabschusszahlen seien so hoch, dass sie nur schwer zu erreichen seien.

Fast 9.000 Tiere geschossen

Gut achttausend Stück Schalenwild, also Hirsche, Rehe, Gemsen und Steinböcke, mussten die Vorarlberger Jäger im Jagdjahr 2008/2009 schießen. Geschossen haben sie dann fast neuntausend Tiere. Landesjägermeister Ernst Albrich kennt Klagen von Jägern, wonach die Zahlen so hoch seien, dass die Tiere sich untertags immer mehr in ihren Unterschlupf zurückziehen, so werde das Jagen immer schwieriger.

Albrich räumt aber ein, dass Wild in so hoher Zahl geschossen werden muss. Wildbiologe Hubert Schatz sagt, vor allem der Rotwildbestand im Land sei hoch, im Montafon, bei Nenzing und im Raum Lech sogar zu hoch, da werde man die Mindestabschusszahl gar erhöhen müssen, um die Zahl der Tiere zu senken. Besonders notwendig ist das in den Freihaltungen. Das sind Regionen von Wald im steilen Gelände, etwa oberhalb von Siedlungen, die der Wald vor Muren und Lawinen schützen soll.

Kritiker: "Kitze toter Muttertiere erschlagen"

Kritiker monieren, in den 70 Freihaltungen des Landes werde auf alles geschossen, was sich bewegt, auch auf trächige Muttertier. Die Kitze müssten dann aus dem Mutterleib herausgeschnitten und erschlagen werden, eine barbarische Praxis.

Hubert Schatz verweist auf die Novelle des Jagdgesetzes, die vor einem Jahr in Kraft getreten ist. Die mache es Jägern auch in Freihaltungen möglich, Muttertiere zu verschonen. Dass Jäger derart brutal vorgehen müssen, das stimme einfach nicht.

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"Wirtschaftsblatt" vom 16.11.2009 

Breiteneder kauft Alwa-Besitz 

Die Alwa, Mitteleuropas größte Jagd und einer der wertvollsten heiischen Besitze, wurde verkauft. Insidern zufolge geht die Alwa für rund 125 Millionen € an die Familie Breiteneder.
Es scheint, als wären die Würfel gefallen und der Forstbesitz Alwa der B&C Holding wechselt den Eigentümer. Der Zuschlag für die rund 23.500 Hektar, die sich in der Obersteiermark, im Burgenland und in Ungarn befinden, geht an Bettina Breiteneder samt Familie. Die "Parkhauskönigin" selbst bestreitet den Kauf zwar: "Davon weiß ich nichts." Das hatte sie allerdings auch beim Verkauf des Donauzentrums noch einen Tag vor Bekanntgabe des Deals getan. Für die Alwa soll die Familienstiftung etwas mehr als 125 Millionen € hinblättern. Das ist weit mehr als Forstexperten geschätzt hatten. Zu Beginn der Verkaufsgespräche gingen diese von einem Erlös unter 85 Millionen € aus. B&C Stiftungsvorstand Wolfgang Hofer hatte erst Anfang November gegenüber dem WirtschaftsBlatt bestätigt, dass der Kauf noch im November über die Bühne gehen würde.

Die Familie Breiteneder, die ihr Vermögen mit Garagen, im Bau und der Objektentwicklung machte, zählt zu den reichsten Österreichern. 2003 haben die Breiteneders das Wiener Einkaufszentrum Donauzentrum um 270 Millionen € verkauft. Daneben zählen die "Garagenkönige" Parkhäuser in Linz, Graz, Salzburg, Wien und Bozen ihr Eigen. Zudem gehören die Breiteneders zu den großen heimischen Jägerfamilien. Das erklärt wohl auch das Interesse an Mitteleuropas größter zusammenhängender Jagd.

Magna-Chef Wolf dabei

Mit dieser Lösung wurde auch Magna-Chef Siegfried Wolf, der bislang als heißester Anwärter auf die Alwa galt und bis zuletzt Hauptabschussnehmer des Reviers war, nicht ausgestochen: gemeinsam mit dem Berndorf-Vorstand Norbert Zimmermann halten Wolf und die Geschwistern Bettina und Johann Breiteneder Anteile an der B&W Liegenschaftsverwertungs GmbH. Es könnte sein, dass Wolf über diese Firma im Boot bleibt - je nach dem, ob die Familienstiftung der Breiteneders oder die Immofrrma die Alwa kauft. Ausgeschlossen wird auch nicht, dass Breiteneder das Kerngebiet um Donnersbachwald behält und die niederösterreichischen und ungarischen Besitzungen abstoßen wird, so ein Branchenkenner.

Freude beim RLB-Chef

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge dürfte die Entscheidung wohl RLB-Oberöster­reich-Boss Ludwig Scharinger aufnehmen. Denn er selbst und sein Konsortium an zahlungskräftigen Industriellen, die für die Alwa mitgeboten haben, schauen zwar einerseits durch die Finger. Die B&C Holding kann andererseits den Kredit von rund 850 Millionen € durch den Verkaufserlös bei der RLB Oberösterreich bedienen.

Im Vorjahr belief sich der Umsatz der Alwa auf rund 5,3 Millionen €, der Jahresüberschuss auf rund 2,5 Millionen €. Diese Zahlenwaren bedingt durch den vermehrten Holzeinschlag wegen des Sturmholzes. Zum Geschäft gehören neben den Holzerlösen auch solche aus der Stromproduktion durch Kleinwasserkraftwerke, aus Bodenschätzen und aus Vermietung und Verpachtung.

Die Stürme der vergangenen Jahre haben den ertragreichen Wirtschaftswald der Alwa dezimiert. Experten schätzen ihn auf rund 6000 Hektar, der Rest der 23.500 Hektar sind Almen und Felsen.

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orf.at vom 14.11.2009 

Jäger in Mieming in den Tod gestürzt 

Bei einem dramatischen Berg-Unfall in Mieming ist Freitagnachmittag ein 50-jähriger Jäger ums Leben gekommen. Der Einheimische stürzte 150 Meter über steiles Gelände in die Tiefe. Er konnte erst spät am Abend geborgen werden.
 
Jäger-Kollegen fiel abgestelltes Fahrzeug auf


Der 50-Jährige brach schon am Nachmittag in Richtung "Fiechter Köpfl" auf, um Wild zu beobachten. Im Bereich des "Hölltales" stürzte der Mann dann aus unbekannter Ursache fast senkrecht über das mit Fels und Geröll durchsetzte Gelände in die Tiefe. Der Jäger blíeb leblos liegen, für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Ein anderer Jäger entdeckte am Abend das am Waldrand abgestellte Auto des Unfallopfers und verständigt dessen Familie. Diese schlug Alarm und meldete den Mann als vermisst. Eine umfangreiche Suchaktion wurde gestartet. 85 Mann der Bergrettung, Feuerwehr, Polizei, Hundestaffeln des Roten Kreuzes sowie der Polizei und ein Notarzthubschrauber waren daran beteiligt.
 
Suchhund spürte toten Jäger auf

Wegen der Dunkelheit war schließlich eine Hubschrauberbergung nicht mehr möglich. Ein Suchhund spürte gegen 22 Uhr das Unfallopfer auf. Der Tote wurde von der Bergrettung aus dem unwegsamen Gelände geborgen und ins Tal gebracht.

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orf.at vom 14.11.2009 

Mann bei Treibjagd von Schrotkugel getroffen  

Bei einem Jagdunfall in Elixhausen (Flachgau) ist am Samstag ein 40 Jahre alter Mann verletzt worden. Der Elixhausener nahm in Ursprung an einer Treibjagd mit 50 Personen teil.

Er war als Treiber im Einsatz und scheuchte einen Hasen aus dem Gestrüpp auf, als ein 72 Jahre alter erfahrener Jäger auf den Hasen schoss. Die Schrotkugeln trafen jedoch den 40-Jährigen am Fuß. Der Elixhausener musste im Unfallkrankenhaus operiert werden.

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kurier.at vom 09.11.2009 

Kripo jagt jetzt die Wilderer  

Im Vordergrund der Hubertusfeier der nö. Jäger stand gestern der Erntedank. Daneben machten ernste Themen die Runde.

Die Jagd in Niederösterreich ist gefordert und das gleich mehrfach. Da sind vor allem etliche ungeklärte Fälle von Wilderei (der KURIER berichtete), dann der Umgang mit den Jagdwaffen und schließlich die Vermarktung des Wildbrets. Auf all diese brennenden Themen ging Landesjägermeister Christian Konrad am Sonntag kurz ein. Anlass dafür war die nunmehr 16. Landeshubertusfeier der niederösterreichischen Jägerschaft. Den prächtigen Rahmen dafür bot diesmal das Benediktinerstift Melk. Hausherr Abt Prälat Georg Wilfinger zelebrierte die feierliche Hubertusmesse.

Schwer im Magen liegt dem nö. Landesjagdverband seit einigen Monaten der illegale Abschuss von kapitalen Hirschen. Die Täter verwenden vermutlich Gewehre mit Schalldämpfern, töten die Tiere und trennen ihnen danach den Kopf samt der Trophäe ab. Konrad: "Ich bin froh, dass sich jetzt Profis des Landeskriminalamtes mit den Vorfällen befassen." Drei Tätergruppen kommen in Frage: Leute, die nur aus Lust am Töten handeln, solche, die jemandem bewusst einen Schaden zufügen möchten oder jene - und darauf deutet vieles hin - die ein Geschäft mit den kapitalen Geweihen machen.

Wildbretvermarktung

Konrad appellierte in Melk erneut an die Jäger, die Vermarktung von Wildbret zu verbessern und "keinen Hasen mehr im Balg" zu verkaufen.
Und: Laufendes Training mit der Schusswaffe werde zwar auch in Zukunft Jagdunfälle nicht verhindern können, aber dazu beitragen, dass sie weniger würden.

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tt.com vom 08.11.2009 

Jäger in Not: Rettung mit dem Flaschenzug 

Zu einer spektakulären Rettungsaktion kam es am Sonntag im Kaisertal. Ein 27-jähriger Berufsjäger verletzte sich am Knöchel und musste per Flaschenzug gerettet werden.

Ebbs - Die Jagd verlief für einen 27-jährigen Berufsjäger am Sonntag erst sehr erfolgreich. Er war mit seinem Jagdherrn im Kaisertal im Bereich "Hinterbärenbad" unterwegs - und konnte dabei eine Gämse erlegen. Doch die Bergung der Gämse wurde dem Jäger zum Verhängnis. Er musste dabei einen steilen Graben queren - und rutschte dabei auf einem nassen Baumstamm aus. Dabei verletzte sich der Mann am rechten Knöchel so schwer, dass an eine selbstständige Rückkehr nicht zu denken war.

Abtransport auf Gebirgstrage

Die Bergrettung Kufstein wurde über Notruf verständigt und rückte mit der Alpinpolizei zum Einsatz aus. Die Witterungsverhältnisse machten einer schnellen Rettung und Bergung mittels Helikopter einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen folgte eine aufwändige Rettung an der zehn Mann der Bergrettung und der Alpinpolizei beteiligt waren. Mit einem Flaschenzug wurde der Verletzte aus seiner misslichen Lage befreit. Anschließend wurde er auf einer Gebirgstrage 400 Meter aus dem unwegsamen getragen und schließlich in das Bezirkskrankenhaus Kufstein eingeliefert.

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orf.at vom 06.11.2009 

"Concerning Hunting" in der Kunsthalle 

Die kommende Ausstellung in der Kunsthalle Krems ist der Jagd gewidmet. "Mark Dion. Concerning Hunting (Über die Jagd)" wird am Samstag eröffnet und läuft bis 28. Februar 2010.

Traditionsreich, leidenschaftlich, umstritten

"Präparierte Tiere, überbordende Schauvitrinen und wissenschaftliche Arbeitstische" gehören laut Kunsthalle seit über 20 Jahren zum visuellen Repertoire des in New York und Pennsylvania lebenden Künstlers.

In seinem aktuellen Projekt widmet sich Dion "der Jagd als einer traditionsreichen, leidenschaftlich betriebenen und auch umstrittenen Kulturpraxis". Das Faszinierende sei für ihn nicht zuletzt der "zugrundeliegende Widerspruch", weil sich die Sensibilität des Jägers und das profunde Wissen über die Natur im Töten von Tieren manifestieren würden.

Bei der Ausstellung werden die Besucher in Jagdhütten und auf Hochständen "den Blick des Jägers auf die Natur sowohl nachempfinden als auch ihm ausgesetzt sein", so die Kunsthalle. Dion selbst: "Meine Arbeit handelt eigentlich nicht von der Natur, sondern ist eher eine Betrachtung von Vorstellungen über die Natur."

Neue Schau auch in der Factory

"Mark Dion. Concerning Hunting" findet als Kooperation mit Kunstraum Dornbirn, Aarhus Kunstbygning, Galleria Civica die Modena, Herbert-Gerisch-Stiftung Neumünster und der Kunsthalle Krems statt. Für die Ausstellung in der Stadt an der Donau wurde auch mit dem NÖ Landesjagdverband zusammengearbeitet.

In der Factory der Kunsthalle Krems wird ebenfalls am Samstag die Schau "Leopold Kessler" eröffnet. Der 33-jährige Konzept- und Aktionskünstler, Bildhauer und Videofilmer zeigt bis 14. Februar 2010 und bei freiem Eintritt seine Arbeiten "Hofgang mit Foucault", "Nachbarn" sowie "Das Leben der Anderen".

Service

"Mark Dion. Concerning Hunting" in der Kunsthalle Krems, 8. November 2009 bis 28. Februar 2010, täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr; "Leopold Kessler" in der Factory der Kunsthalle Krems, 8. November 2009 bis 14. Februar 2010, täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr.

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orf.at vom 05.11.2009 

Jäger zahlen 30 Prozent mehr ans Land 

Salzburgs Waidmänner werden zur Kasse gebeten: Das Land wird die Jagdrechtsabgabe nächstes Jahr um 30 Prozent erhöhen. Um diese Erhöhung gab es am Mittwoch im Landtag aber eine lange Diskussion

Angst des Landeslegisten vor Klage


Eigentlich wollten die Ausschussmitglieder die Erhöhung der Jagdrechtsabgabe als einen unter vielen Paragraphen im Budget-Begleitgesetz einfach durchwinken. Doch dann unterbrach eine Warnung von Landeslegist Ferdinand Faber die Abstimmungsmaschinerie kurzfristig mit einem Einwand: "Der Bund kann gegen Abgabenbeschlüsse der Länder uneingeschränkt Einspruch erheben. Und jetzt fürchte ich, sie werden, wenn das neue Recht gilt, gleich ein Verfahren beim Verfassungsgerichtshof haben von den Bundesforsten, ob das alles noch dem Gleichheitsgrundsatz entspricht", sagte Faber.

Eigenes Gesetz für höhere Jagdrechtsabgabe

Die Bundesforste als Eigentümer vieler Großjagden zählen zu den Hauptbetroffenen der Abgabenerhöhung. Damit ein Einspruch des Bundes nicht das Budgetgesetz zum Kippen bringen kann, wurde nach langer Diskussion ein eigenes Gesetz zur Jagdrechtsabgabe mit einer 30-prozentigen Erhöhung beschlossen.

90.000 Euro Zusatz-Einnahmen

Auf die 90.000 Euro an zusätzlichen Einnahmen kann und will Finanzreferent David Brenner (SPÖ) angesichts der gewaltigen Lücke in der Landeskasse nicht verzichten. Eine Systemänderung, durch die die kleineren Gemeinschaftsjagden gegenüber den Großjagden bessergestellt werden sollen, wird es erst zu einem späteren Zeitpunkt geben.

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orf.at vom 05.11.2009 

Leserbrief zu "Modellfluglärm: Jäger nahm Auto als Waffe" vom 27.10.2009 

Dieser Fall zeigt wieder einmal welches Gefahrenpotential in den schwer bewaffneten Jägern steckt. Einmal den Jagdschein gemacht, dürfen sie querfeldein mit ihrer Flinte unschuldige Menschen (und natürlich auch Tiere) bedrohen, verletzen und sogar töten. Der Österreichische Tierschutzverein fordert psychologische Tests für Jäger, ein Alterslimit und striktes Alkoholverbot - am Besten die völlige Abschaffung der Jagd, da damit die Natur nur aus dem Gleichgewicht gebracht wird.

Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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ostsee-zeitung.de vom 03.11.2009 

Ex-Bürgermeister jagte erfolgreich Murmeltier 

Der Hohendorfer Hans-Werner Lotz ist leidenschaftlicher Weidmann. Jetzt folgte er einer Einladung nach Österreich, um die dortigen Jagdtraditionen kennenzulernen.

Hohendorf. „Neben Gämsen, Steinböcken, Auerwild und Steinadlern sind auch Murmeltiere im Alpenland angesiedelt“, weiß der Hohendorfer. Und die Jagd auf diese possierlichen Tiere, die in kleinen Kolonien in den Gebirgsregionen leben, kann gerade für ortsunkundige Jäger in den sauerstoffärmeren Höhenlagen zermürbend sein. „Anfangs haben wir uns gut mit den Gegebenheiten im Gelände zurecht gefunden, doch in höheren Regionen konnten wir auf wetterfeste Kleidung sowie einen stabilen Bergstock nicht mehr verzichten“, resümiert Lotz seinen Trip. Zudem sind Murmeltiere wachsame Wesen, weshalb sich das Heranpirschen sehr schwierig gestaltet. Auch verschätzen sich „Neulinge“ im Gebirge mit der Entfernung. Ebenso kompliziert sei es, einen gezielten Schuss abgeben zu können.
 
„Das gelingt meist nur, wenn die Tiere etwas von ihrer Erdbehausung entfernt ausharren.“ So sei es in der Vergangenheit vorgekommen, dass ganze Murmeltierkolonien ausziehen, wenn ein tödlich getroffenes Tier in den Eingang ihrer Höhlen zurückfällt.
 
„Nahe einer Schutzhütte für Hirten und Jäger auf 2600 Höhenmetern entdeckte ich in einer Entfernung von exakt 164 Metern ein männliches Murmeltier (wird Bär genannt), das auf einem Felsplateau saß“, erzählt Lotz. Nach erfolgreichem Schuss, galt es nun, das Tier vom Felsplateau zu bergen. „Ich brauchte über eine Stunde, um über einen steilen Berghang zu dem 50 Zentimeter breiten Vorsprung zu gelangen“, berichtet der Hohendorfer. Seine Jagdtrophäe samt einem Teil jener Steinplatte, auf der das Tier saß, ließ der 52-Jährige gleich in Österreich präparieren.
 
Anschließend wurde dieser Jagderfolg in einer der zahlreichen Jagdhütten gefeiert. „Der gastfreundliche und gottesfürchtige Bauer empfing uns mit einem Griff an seinen Gamshut, und es selbst gebrannten Schnaps.“ Nun weilten die österreichischen Jäger zum Gegenbesuch in unserer Region, erlegten einige Stücke Rot- und Schwarzwild.

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orf.at vom 30.10.2009 

Kuh lief Autobahn entlang - erschossen 

Eine Kuh hat Donnerstagabend einen spektakulären Polizeieinsatz beim Autobahnzubringer Kalsdorf bei Graz ausgelöst. Das Tier war einem Viehhändler entkommen und lief an der Autobahn entlang. Die Kuh wurde erschossen.

Kuh entkam beim Verladen


Dem 54-jährigen Viehhändler kam bei der Verladung von Kühen in Zettling im Bezirk Graz-Umgebung ein Tier aus. Alle Versuche, die dreijährige Kuh, die von der Polizei als "äußert aggressiv" beschrieben wird, einzufangen scheiterten.

Entlang der A9 gelaufen

Das Tier flüchtete rund zwei Kilometer über einen Acker und bewegte sich entlang des Maschendrahtzaunes an der Pyhrnautobahn (A9) bis auf Höhe des Autobahnzubringers Kalsdorf.

Jäger erschoss Kuh

Da der Verkehr zu diesem Zeitpunkt sehr stark war, bestand laut Polizei die Gefahr, dass die Kuh den Zaun durchbrechen und auf die Autobahn laufen könnte. Das Tier wurde von einem Aufsichtsjäger erschossen.

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tt.com vom 27.10.2009 

Nach Absturz beim Jagen lebensbedrohlich verletzt 

Ein belgischer Jagdgast wurde am Dienstag bei einem 70-Meter-Absturz im Bereich der „Lacken" in Neustift schwerst verletzt. 

Neustift i. St. - Am Dienstag führte ein beeideteter Aufsichtsjäger einen belgischen Jagdgast in den Bereich der "Lacken" in Neustift, um einen Gamsbock zu schießen. Der 35-jährige belgische Jäger hatte einen Gamsbock nur angeschossen. Daraufhin stieg der Aufsichtsjäger auf, um das Tier aufzuspüren und zu erlegen. Als er zurückkam, fand er den Belgier schwer verletzt in einer Felsrinne. Der 35-Jährige musste mit einem lebensbedrohlichen Schädel-Hirn-Trauma in die Klinik geflogen werden. 

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orf.at vom 25.10.2009 

Modellfluglärm: Jäger nahm Auto als Waffe 

Weil er sich durch Flugübungen mit einem Modellhubschrauber gestört gefühlt hat, ist ein 61-jähriger Jagdpächter in Mannersdorf ausgerastet. Der Mann fuhr den Lärmverursacher zweimal mit seinem Wagen an. Danach wurde gerauft.

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derstandard.at vom 22.10.2009 

Schuss in eigene Hand: 84-Jähriger reinigte Pistole 

Wollte Unfall vertuschen - Pistole nicht registriert

Klagenfurt - Der Schuss, mit dem sich ein 84 Jahre alter Mann am Mittwoch in einem Seniorenheim in Neuhaus (Bezirk Völkermarkt) die linke Handfläche durchschossen hat, ist beim Reinigen der Pistole ausgelöst worden. Er hat offenbar vergessen, die Waffe zu entladen. "Es befanden sich noch einige Patronen darin, ein Projektil hat die Hand durchschlagen", bestätigte Simon Marin, Geschäftsstellenleiter des Seniorenzentrums, in dem der Pensionist lebt.

Bei der Waffe handle es sich um eine "kleinkalibrige Damenpistole, wie man sie in Handtaschen trägt", erklärte Marin. Sie ist nicht registriert, der alte Mann ist aber in Besitz eines gültigen Waffenscheins. "Er war passionierter Jäger. Woher er die Pistole hat, ist aber die große Unbekannte", so der Heimleiter. Verwahrt hat der Pensionist sie im Möbeltresor seines Zimmers. Die Erhebungen der Exekutive bezüglich der Herkunft der Waffe waren am Donnerstag noch nicht abgeschlossen.

Bemerkt hat den Vorfall niemand im Altenheim. Der 84-Jährige hat am Mittwoch in seinem Zimmer mit der Waffe hantiert, dabei brach der Schuss. Als er kurz darauf nicht zum Essen erschien, schaute ein Mitarbeiter nach dem Rechten. "Der Mann wurde am Boden liegend aufgefunden. Er hat versucht, die Blutlacke aufzuwischen, um den Vorfall zu vertuschen", sagte Marin. Der Verletzte wurde ins Landeskrankenhaus Wolfsberg gebracht. 

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vienna.at vom 21.10.2009 

Aufregung um oberösterreichischen Luchs 

Aufregung um einen Luchs, der seit neun Monaten mit einem Senderhalsband im und rund um den Nationalpark Kalkalpen unterwegs ist, gibt es in Oberösterreich.

Das Tier soll nun eingefangen werden, offiziell um die Batterie des Senders zu wechseln. Nationalpark- Chef Erich Mayrhofer fürchtet allerdings, dass die Zukunft des Pinselohrs unsicher sei.

Der Luchs war als Jungtier eingefangen und mit einem Sendern versehen worden. "Natürlich hat er seine Flausen, er ist ja noch jung", so Mayrhofer, aber er verhalte sich artgerecht. Bei Hinterstoder soll die Katze aber versucht haben, einem Jäger ein geschossenes Kalb abzuluchsen, und die Weidmänner damit gegen sich aufgebracht haben. Wie Mayrhofer schilderte, habe der Betroffene den Luchs mit Schneebällen verjagen wollen. Das sei aber nicht gelungen. Daraufhin sei er zur Polizei gegangen, die den Fall aufgenommen habe.

Nun befürchtet Mayrhofer, dass noch diese Woche ein Bescheid zum Fangen des Tieres hinausgehen soll. Es herrsche aber noch keine Klarheit darüber, wann und wo es wieder ausgesetzt werde. Er befürchtet, dass der Luchs dann längere Zeit in einem Tierpark verbringen muss. Dadurch käme es aber zu einer schleichenden Domestizierung, die Katze könnte die Scheu vor dem Menschen immer mehr verlieren.

Bei der Abteilung für Land- und Forstwirtschaft im Amt der Oberösterreichischen Landesregierung hieß es dazu, das Fangen des Luchses diene grundsätzlich nur der Neubesenderung. Dafür werde das Tier vorerst in einem Gehege untergebracht. Dort soll es dann aber bleiben, bis klar ist, was weiter passiert. Jedenfalls würden Nationalpark und Jägerschaft in die Entscheidung eingebunden, versprach die Behörde.

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orf.at vom 13.10.2009 

Schuss auf Katze: Tierbesitzer verfolgte Jäger 

In Steinberg hat ein Jäger zunächst auf eine Katze geschossen und danach den Tierbesitzer mit der Waffe bedroht und verletzt. Dann flüchtete der Mann in den Wald. Doch der Bedrohte verfolgte ihn.

Schuss gehört, Blut klebte an der Wand


Am späten Sonntagnachmittag war vor einem Haus in Steinberg ein Schuss gefallen. Der Hausbesitzer schaute nach und entdeckte seinen Kater, der sich mit zerfetztem Rücken vor Schmerzen wand. Das Blut des Tieres klebte an der Hausmauer. Der Mann beobachtete auch, dass wenige Meter entfernt ein Jäger in sein Auto stieg und davonfuhr.

Drohung statt Aussprache

Der Besitzer des Katers fuhr dem Mann nach und stellte ihn nach etwa einem Kilometer. Als er den Jäger zur Rede habe stellen wollen, habe dieser ihn bedroht, schilderte der Tierbesitzer, der namentlich nicht genannt werden möchte, im Interview mit dem ORF Burgenland.

"Er hat seine Waffe vom Beifahrersitz herausgeholt, hat repitiert. Es war ja noch eine leere Partonenhülse drinnen. Und er hat den Anschein gemacht, als wollte er die Waffe gegen mich richten", so der Tierbesitzer.

Am Fuß verletzt

"Ich habe ihn dann versucht zu beruhigen und ihm gesagt, dass die Polizei schon unterwegs ist. Er hat die Waffe zurückgestellt. Er hat Gas gegeben und mich noch am Fuß verletzt und ist davongefahren", sagte der Mann.

Verfolgung bis in einen Wald

Der Jäger raste von Steinberg nach Oberloisdorf und bog in ein Waldstück ab. Der Mann folgte ihm trotz der Verletzung. Er war dabei telefonisch mit der Polizei verbunden.

"Er hat die Waffe nach hinten gerichtet"

Mitten im Wald habe der Jäger sein Auto wieder angehalten, schilderte der Betroffene. "Ich war unmittelbar hinter ihm. Ich sah, wie er die Waffe nach hinten gerichtet hat. Da habe ich die Flucht ergriffen und bin im Rückwärtsgang - ich konnte dort mit meinem Auto nicht umdrehen - weggefahren. Dann kam schon die Polizei."

Jäger ausgeforscht und angezeigt

Die Polizei konnte den Jäger schließlich ausforschen. Ihm wurde bereits vor einigen Wochen der Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgenommen. Nun kommt eine Anzeige wegen Körperverletzung und Tierquälerei dazu. Die Anzeige gegen den 54-jährigen Jäger werde der Staatsanwaltschaft Eisenstadt übermittelt, bestätigte das Polizeikommando Oberpullendorf. Der Kater hat den Schuss überlebt.

Jagdverband wartet auf Verifizierung

Sollten die Angaben stimmen, gehöre dem Jäger die Jagdberechtigung sofort entzogen, hieß es seitens des burgenländischen Landesjagdverbandes.

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vol.at vom 08.10.2009 

Kapitalhirsch über Nacht enthauptet  

Mellau - Wo ist das Haupt von "Joker hingekommen? Eine Frage, die sich die Jägerschaft in der Bregenzerwald- Gemeinde Mellau seit Sonntag immer wieder stellt.

Der von einer Jagdpächterin erlegte Kapitalhirsch mit dem einprägsamen Namen wurde über Nacht enthauptet. Fachmännisch, wie Jagdaufseher Thomas Fritsche sagt. Er zeigte den Vorfall an, die Polizei konnte den Täter bislang jedoch nicht ausfindig machen.

Freitag, 19 Uhr. Die 84- jährige Schweizerin Trudi Züllig, seit acht Jahren Jagdpächterin in Mellau, nimmt den stolzen 14- Ender ins Visier und trifft mitten ins Herz. Aufgrund der hereinbrechenden Dunkelheit lässt man den erlegten Hirsch im Wald liegen. Am nächsten Tag wird das geschmückte Tier im Autoanhänger ins Dorf kutschiert. Es folgt eine ausgiebige Feier im Gasthaus „Mühle“ – die Bürgermeisterin und benachbarte Jäger gratulieren zum Blattschuss. Das halbe Dorf kommt zusammen und bestaunt den ehemaligen Platzhirsch.

2000 Euro Belohnung

Am Abend legt Berufsjäger Fritsche das tote Tier vor seinem Haus ab. Dann am nächsten Morgen – es ist Sonntag – fehlt plötzlich das Haupt des Kapitalhirsches. „Frau Züllig genießt hohes Ansehen im Dorf und bei der Vorarlberger Jägerschaft. Sie hat viel für Mellau getan. Die Trophäe ihres ‚Lebenshirsches‘ zu stehlen ist eine unglaublich niederträchtige Tat“, wettert Fritsche. Der Jagdaufseher glaubt, dass hier ein Profi am Werk war. „Da ist man fachmännisch vorgegangen, das kann nicht jeder.“ Dass es dem Täter nur um die Trophäe ging, glaubt Fritsche nicht. Ein kapitales Hirschgeweih könne man heutzutage um 100 bis 200 Euro kaufen.

Die Schweizer Jagdpächterin nehme den Vorfall mit Humor, so Fritsche. Trotzdem will sie die Trophäe von „Joker“ wiederhaben. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, hat die betagte Jägerin nun 2000 Euro Belohnung ausgesetzt.

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„Kronen Zeitung“ vom 29.09.2009 

Irrer Katzenhasser tötet mit Schlagfallen 

Schon 20 Vierbeiner sind verschwunden.

Sie nennen ihn den "Katzenhasser" oder den "Katzenmörder" - in Obergänserndorf in Niederösterreich geht ein irrer Tierfeind um. Im ganzen Ort versteckte der Täter in den vergangenen Monaten Schlagfallen (ursprünglich gegen Marder). Bilanz: 20 Katzen sind spurlos verschwunden, viele erlitten schwerste Verletzungen.

Auch die Katzen von Peter Lumpe hat es erwischt. Der kleine Nero ist verschwunden, Mädi und Bonny erlitten durch die Wucht der Schlagfalle schwere Verletzungen. Ein Krisengipfel mit den Familien aus der Umgebung hat zu Tage gefördert: Insgesamt 20 Samtpfoten sind verschwunden, ohne eine Spur. Andere wiederum tauchten später tot im Ort auf. "Wer macht so etwas Schreckliches", fragt sich Katzenfreund Lumpe. 3000 Euro für Tierarztrechnungen hat er bereits ausgegeben, eine groß angelegte Suche nach Nero begonnen. Die Liste der Verletzungen ist lange und treibt Tierfreunden Tränen in die Augen: Amputationen, mehrfach gebrochene Pfoten, viele offene Wunden. Die Bevölkerung glaubt: ein Tierhasser oder vielleicht ein Landwirt, der sich Geld für Mader-Lebendfallen sparen will, steckt hinter der Serie. Aber nicht nur Katzen sind bedroht. Peter Lumpe weiter: "Die Fallen sind im ganzen Ortsgebiet versteckt. Auch Kinder könnten in die Geräte hineingreifen."

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„Wirtschaftsblatt“ vom 28.09.2009 

Jagdwaffen: Russen beleben Luxus-Geschäft 

Die heimischen Waffenhersteller haben sich gegen die Krise gewappnet: Besonders das Luxus-Segment füllt die Kassen der Büchsenmacher. „Es gibt keine klassischen Tagesumsätze mehr, aber insgesamt sind die Umsätze da“, sagt Christian Springer, Geschäftsführer des Wiener Edel-Waffenhändlers Johann Springer’s Erben. Zudem entwickle sich auch der neue Standort in der Weihburggasse gut. Peter Hambrusch, Geschäftsführer von Hambrusch Jagdwaffen aus der Büchsenmacher-Hochburg im Kärntner Ferlach, sieht das ähnlich: „Wir sind stark exportorientiert und handeln mit Luxuswaffen. Es gibt bei uns keinen Rückgang.“ Hauptabnehmer der Büchsen aus Kärnten ist Russland, gefolgt von Afrika. Der Startpreis für eine dieser exklusiven Waffen liegt bei rund 5000 €.

Die Russen treiben auch bei Springer den Umsatz: Neben dem Waffenhandel bietet das Unternehmen nun auch Jagdreisen im In- und Ausland an: „Im Herbst 2008 haben wir mit der Business Unit Jagdreisen begonnen und sind sehr zufrieden. Die Angebote sind im Luxus-Segment angesiedelt, Rückgang verzeichnen wir derzeit nicht“, sagt Bernhard Söllner, Berufsjäger und Leiter der Jagdreisen bei Springer. Besonders beliebt seien die Jagdtrips bei Russen, Spaniern und Italienern. Weiters veranstaltet Springer auch Auktionen mit Gebrauchtwaffen, die online und im Geschäft stattfinden.

Nicht überall top

Den Optimismus der Branchenkollegen kann Steyr-Mannlicher, Marktführer im „normalen“ Jagdwaffenbereich, nicht ganz teilen. „International gesehen ist die Jagdbranche nicht krisenresistent. In Österreich ist das Geschäft aber gleichbleibend“, sagt Martin Fehringer, Verkaufsleiter bei Steyr-Mannlicher. Besonders die Wirtschaftslage und die Währungssituation würden sich auswirken. In Russland und England sei das Geschäft im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Dafür würden die Verkäufe in Polen deutlich besser laufen. „Es ist aber schwierig vorauszusagen, wie sich das weitere Geschäftsjahr entwickelt. Wir rechnen mit einem Rückgang von etwa zehn Prozent, auf alle Märkte gerechnet“, erklärt Fehringer.

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„Wirtschaftsblatt“ vom 28.09.2009 

Jagdbranche trifft auch in Krisenzeiten ins Schwarze 

Wien/OÖ/Tirol/Kärnten 475 Millionen € bringen die Wirtschaftszweige rund um das Jagdwesen jährlich ein.

Waidmanns Dank: Die Krise kann dem Wirtschaftsfaktor Jagd bislang nichts anhaben: Der Wirtschaftswert der Branche beträgt knapp eine halbe Milliarde € pro Jahr.

Wien. Jagd ist in: Zwar  weist die Statistik Austria für das Jagdjahr 2008/09 einen Rückgang der Jagdgastkarten von 13,7 Prozent aus, einen Gästeschwund dürfte das aber nicht bedeuten. Im Gegenteil: „Viele Jagdgäste buchen ihre Jagdkarten für mehrere Jahre. Daher muss man den Rückgang relativieren“, sagt Franz Neumann, einer der Urheber der Jagdstatistik. Die Jagd sei eine krisensichere Sache: „Dem Hasen ist die Krise egal“, ergänzt Neumann.

Tatsächlich ist das Geschäft mit der Jagd ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor: Die Zentralstelle der Österreichischen Landesjagdverbände beziffert den jährlichen Wirtschaftswert des Jagdwesens in Österreich inklusive aller Wirtschaftszweige auf rund 475 Millionen €. 53,96 Millionen € davon bringen allein die Jagdpachtverträge ein. Weitere 40 Millionen € kommen von den Jagdbekleidungsherstellern. Nur für Munition geben die Jäger ebenfalls 40 Millionen € aus. Optische Geräte wie Ferngläser und Zielfernrohre tragen 16 Millionen € zum Jahresumsatz bei.

Firmen als Pächter

Derzeit verpachten die Österreichischen Bundesforste über 1000 Jagdreviere. Auch bei Unternehmen ist eine solche Investition sehr beliebt. Derzeit ist nur eine Jagdpacht frei. Im Februar 2009 kündigte Siemens überraschend den Vertrag für das Revier im Zillergrund. Dafür soll es derzeit Angebote in sechsstelliger Höhe von mehreren Interessenten hageln, wie es aus gewöhnlich gut unterrichtete Kreisen heißt.

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„Neue Kärntner Tageszeitung“ vom 26.09.2009 

Ungenießbar! Tbc häuft sich bei Rotwild 

Tuberkulose-Alarm in bayrischen Wäldern - doch das Kärntner Rotwild ist laut Experten unbedenklich.

In Bayern schrillen die Alarmglocken - es ist Jagdhauptsaison, aber ein Teil des Rotwildes ist mit Tuberkulose infiziert. Landesjägermeister Gorton gibt unsere Waldtiere "zum Abschuss frei", denn es gab noch keine Vorfälle.

KLAGENFURT. Die Gewehre werden schussbereit gemacht, das Tarn-Outfit noch einmal gereinigt - die Jagdsaison in den heimischen Wäldern hat begonnen. Lange dauert es also nicht mehr, und die Gastwirte locken mit köstlichem Wildbraten. Doch in Bayern geht die Angst um - vermehrt treten Tbc-Erkrankungen beim Rotwild auf.

Landesjägermeister Ferdinand Gorton gibt Entwarnung für Kärnten: "Bisher sind mir keine Fälle bekannt, aber wir sind natürlich auf der Hut und führen ständig Kontrollen durch." Denn bevor das Fleisch verkauft wird, kommt ein Tierarzt oder ein beeideter Wildfleischbeschauer zum Einsatz.

"Noch bevor der Schuss fällt, muss ein Jäger auf Auffälligkeiten achten. Ist das Tier erlegt, sind Kontrollen im Körper aber immer noch nicht verzichtbar. Wenn einem Beschauer etwas seltsam vorkommt, zieht er einen Veterinär zurate", erklärt ein Experte. Wie ist das bei Fleisch, das für den privaten Gebrauch gedacht ist? "So hungrig kann heutzutage niemand sein, dass er seine Gesundheit riskiert und unkontrolliertes Fleisch isst", so der Fachmann.

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orf.at vom 20.09.2009 

Trend: Jagdreviere werden kleiner 

Die Jagd in den heimischen Bergen erlebt laut Experten einen grundlegenden Wandel. Der Trend gehe weg von Großrevieren und riesigen Wildfütterungen und hin zu kleineren Jagden.

Junge Nachfolger zeigen kaum Interesse

Robert Zehentner, Gründer und Obmann der Pinzgauer Tauernlamm-Genossenschaft, arbeitet eng mit heimischen Jägern zusammen. Er bestätigt den Trend, dass immer mehr Großreviere verkleinert werden.

"Die Industriellen, die diese Jagden vor 20 - 30 Jahren gepachtet haben, sind heute alte Herren. Und deren Nachfolger haben, wenn sie ein Interesse an der Jagd haben, mehr ein Natur-Interesse und wollen nicht unbedingt Wild schießen. Außerdem haben viele andere Hobbies, wie Golfen und dadurch ist nicht mehr so ein Gedränge auf die großen, intensiven Jagden", meint Zehentner.

Bundesforste bewirtschaften Gebiete oft selbst

Robert Zehentner begrüßt diesen Trend. Der Pinzgauer beobachtet diesen bei privaten Grundbesitzern, ihren Pächtern, aber auch beim größten Grundbesitzer Österreichs, den Bundesforsten.

"Die haben jetzt nicht mehr so einen Pächter, der grenzenlos viel Geld ausgibt. Die Bundesforste bewirtschaften das Gebiet jetzt oft selbst, vergeben den Abschuss und schauen darauf, dass die Jagd nicht mehr auf Fütterung aufgebaut ist, sondern wieder auf Natur. Das ist für den Wald und das Wild sicher nachhaltiger", erklärt Zehentner.

Immer mehr Kunden für Einzel-Abschüsse

Bernhard Schragl, Sprecher der Bundesforste, bestätigt, dass sich immer mehr Jagdkunden für einzelne Abschüsse bewerben und diese auch gut bezahlen. Wenn Jagdgäste früher ausschließlich nach Kanada geflogen seien, so sei heute die kurze oder längere Jagdreise von Deutschland in die Alpen längst salonfähig.

Solche Jäger seien nicht mehr an langfristigen Bindungen zu einem Jagdrevier interessiert, so Schragl. Allerdings betont der Sprecher, dass die Bundesforste weiterhin an langfristigen Pächtern großer Reviere interessiert seien. Man arbeite mit solchen Partnern gut zusammen, sagt Schragl."

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"Kurier" vom 18.09.2009 

Keiler ging auf Wildpark-Chef los   

OÖ/Bayern: Ein Ausflug nach Bayern verlief für den Leiter eines oö. Wildparks dramatisch. Ein Keiler, den der Mann für seine Wildschwein-Rotte kaufen wollte, drehte durch. Das rund 150 Kilogramm schwere Tier ging beim Verladen auf den 39-Jährigen los. Der Mann erlitt schwere Verletzungen an Bein, Bauch und Oberarm sowie einen starken Blutverlust. Er ist aber außer Lebensgefahr. Der Keiler nahm auch das Team des Notarztwagens ins Visier. Die Besatzung musste sich auf die Ladefläche eines Lkw flüchteten. Das wild gewordene Schwein wurde von einem Polizisten mit der Maschinenpistole erlegt.

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derstandard.at vom 15.09.2009 

Mehr Jagd macht Wildschweine früher reif

Das Wachstum der Wildschweinbestände beschäftigt auch in Österreich Forscher und verärgert Landwirte. 
Intensive Bejagung scheint aber kein Ausweg zu sein, wie wissenschaftliche Studien nun zeigen. So süß die Frischlinge sind, so viel Ärger können ausgewachsene Wildschweine bereiten. Der Vermehrung der Tiere ist schwer beizukommen, zumal sich Jagen als kontraproduktiv erwiesen hat.

Jeder kennt sie, aber man sieht sie kaum. Meist trauen sich die struppigen Gesellen nur nachts aus ihren Verstecken. Dann verlassen sie Schonungen und Dickichte, um sich auf die Suche nach Fressbarem zu machen. Und wehe dem Acker, auf dem die bis zu 150 kg schweren Tiere fündig werden. Vor allem in Maisfeldern können Wildschweine regelrechte Verwüstungen anrichten. Die Bauern treibt's zur Weißglut. Immer öfter.

Das so genannte Schwarzwild ist auf dem Vormarsch, und das bereitet vielerorts Sorgen. Vom Atlantik bis in die Balkanländer vermehren sich die Wildschweinbestände rapide, auch in Österreich. "Wir beobachten ein klassisches exponentielles Wachstum", erklärt Walter Arnold, Leiter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien im Gespräch mit dem Standard.

Hohe Zuwachsraten

Zwar hätten verschiedene europäische Regionen noch recht unterschiedliche Populationsdichten vorzuweisen, doch die Zuwachsraten seien fast überall die gleichen. Hierzulande finden sich die größten Wildschwein-Bestände in Ostösterreich und der unmittelbaren Umgebung von Wien, so Arnold.

Über die möglichen Ursachen der Schwarzwildschwemme streiten sich Biologen, Jäger und Tierschützer schon seit Jahren. Letztere behaupten, dass vor allem die Wildfütterungen der Jäger Schuld seien. Tatsächlich werden zum Beispiel in Südwestdeutschland Wildschweine mit
durchschnittlichen Futtermengen von mehr als 100 kg jährlich pro geschossenes Tier praktisch gemästet.

In Niederösterreich habe man das Füttern deshalb vor einigen Jahren verboten, berichtet Walter Arnold. "Kirrungen", das Ausbringen von Lockfutter mit dem Ziel, die fressenden Wildschweine zu erlegen, seien nur noch streng reglementiert erlaubt. Inwiefern reichliche Futtergaben der Jägerschaft wirklich den Wildschweinbestand explodieren lassen, ist indes unklar. Viel wichtiger könnte der europaweit gestiegene Maisanbau für die Viehmast sein, der den Schwarzkitteln in vielen Regionen üppig gedeckte Tische beschert.

Ein weiterer Kritikpunkt von Jagdgegnern bezieht sich auf den Abschuss selbst. Erhöhter Jagddruck, so die Tierschützer, bringe das Sozialgefüge der Wildschweinrotten aus dem Gleichgewicht und fördere so eine übermäßige Fortpflanzung, weil in Ermangelung von älteren "Bachen" - Muttertieren - die jungen Säue frühreif gedeckt würden. Allerdings ließ sich diese These bislang kaum wissenschaftlich untermauern. Die Debatte dürfte nun aber neu befeuert werden.

Verfrühte Geschlechtsreife

Laut einer aktuell publizierten französischen Langzeitstudie scheint starke Bejagung durchaus die Fortpflanzungsfähigkeit zu stimulieren. In einem Waldgebiet im Departement Haute Marne erreichen deutlich mehr Jungsäue vor dem Ende ihres ersten Lebensjahres die Geschlechtsreife und werden trächtig, als dies zum Beispiel bei ihren Artgenossen in den Pyrenäen der Fall ist. Dort sind weniger Jäger unterwegs (vgl. Servanty etalii, Journal of Animal Ecology).

Das Durchschnittsgewicht der erstmalig Fruchtbaren ist bei den untersuchten französischen Säuen ebenfalls geringer. Die Forscher betrachten dies als Anpassung an eine geringe Lebenserwartung; bei stark dezimierten Fischbeständen wurde eine solche Überlebensstrategie schon früher beobachtet. So gleiche das Schwarzwild seine Verluste schnellstmöglich wieder aus.

Der Leiter der Forstverwaltung Lainz, Andreas Schreckeneder, kennt diesen Effekt aus eigener Beobachtung. Im Lainzer Tiergarten werden viele Jungsäue ebenfalls nach knapp einem Jahr geschlechtsreif. Sie wiegen dannnur 25 bis 27 kg, erklärt der Beamte. Gleichwohl herrscht im eingezäunten Lainzer Tiergarten ohnehin eine gewollt überhöhte Wilddichte, schließlich sollen die Besucher genug Tiere zu Gesicht bekommen.

Gewaltiger Jagddruck

Schreckeneders Jäger erlegen dennoch jedes Jahr mehr als die Hälfte des Wildschweinbestandes, bis zu 1300 Tiere. Der Jagddruck ist also gewaltig, und die Vermehrungsrate offenbar dementsprechend hoch.

Walter Arnold bestätigt den Trend zur verfrühten Geschlechtsreife auch für wirklich freilebende Wildschweine. Seiner Meinung nach ist diese jedoch eher dem Klimawandel zu verdanken. Die Bachen kämen dadurch in einer besseren Kondition durch den Winter und gäben mehr Milch, was ihren Frischlingen einen kräftigeren Wachstum ermöglicht und so höhere Überlebenschancen bietet. Zusätzlich würden die Muttertiere früher im Jahr werfen, während gleichzeitig die Anzahl der Nachkommen pro Wurf steige.

"Weder in Österreich noch sonst irgendwo ist eine Trendwende erkennbar", betont Arnold. Die hiesige Populationsdichte könnte sich sogar noch verdreifachen. "Ich sehe nur wenig Chancen, das jagdtechnisch in den Griff zu bekommen."

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"Tiroler Tageszeitung" vom 15.09.2009 

Lesermeinung zu "Land bekommt Wildverbiss kaum unter Kontrolle " vom 13.09.2009 

Die Natur reguliert sich selbst

Auf der einen Seite jammern die Jäger über die hohen Kosten, die anfallen, damit man das Rotwild durch den strengen Winter bringt (ORF Dez 08). Dann erfährt auch die Öffentlichkeit durch Dr. Helmut Pechlaner im Mai, dass wissenschaftlich die Anpassung des Rotwildes an harte Winter bewiesen ist und eine Zufütterung nicht erforderlich ist  (TT vom 10.5.09). Im gleichen Artikel kritisiert er indirekt die Jäger indem er meint, dass die Beutegreifer besonders die schwachen und kranken Tiere gerissen haben. Diese haben meist ein schwaches Gehörn. Die Jäger sind aber vorwiegend an imposanten Trophäen interessiert.

Auf den Punkt bringt es der Zoologe Professor Josef Reichholf von der TU Münschen: "Die Raubtiere haben nie bei uns die Wildbestände nennenswert reguliert. Es waren immer Krankheiten, Winterhärte und der Nahrungsmangel. Und genau die letzteren schaltet der Jäger systematisch aus."

Und was ist das Ergebnis? Bewußt produzierte Überpopulation, die unseren Wald und unsere Natur schädigt. Und warum? Weil es in unseren Wäldern und Forstbetrieben nicht "Wald vor Wild" sondern "Wild vor Wald" geht. Dabei übersieht man, dass die erforderliche Nachhaltigkeit der Wälder durch kurzfristige Trophäensucht massiv torpediert wird. Dabei reguliert sich die Natur selbst, wie es z. B. im italienischen Naturpark Gran Paradiso bewiesen ist. Die Natur braucht keine Jäger, wenn man den Mechanismus der natürlichen Auslese wirken läßt. Aber welcher Jäger will das?

Dr. Christian Nittmann, Wien

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ots.at vom 14.09.2009 

Hochstand im Regierungsviertel brachte 2.500 Euro für Tierschutz 

Die Kunst der Jagd" ist noch bis 27. September zu sehen

St. Pölten (NLK) - Ende Juni dieses Jahres hatte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf im St. Pöltner Kulturbezirk - im Hain zwischen der Landesbibliothek und dem Landesarchiv - einen Hochstand eröffnet, der auf die im Landesmuseum seit Juli 2008 gezeigte Sonderausstellung "Die Kunst der Jagd" verweisen und obendrein Geld für ein Tierschutz-Projekt einbringen sollte. Morgen, Dienstag, 15. September, erfolgt um 17 Uhr die Spendenübergabe, bei der auch Landesrat Pernkopf neuerlich vor Ort sein wird.

Die mit Hilfe des Hochstandes zustande gebrachte Spende, die einen Wert von 2.500 Euro hat, kommt einem Tierschutz-Projekt zugute, welches vom NÖ Jagdverband gefördert wird. Im Rahmen dieses Projektes wollen SchülerInnen der HTL Waidhofen an der Ybbs den Bau eines Wildrettungsgerätes umsetzen, welches das "Ausmähen" von Rehkitzen verhindern soll. Beim "edlen Spender" handelt es sich um Thomas Prochaska, der seit Jahrzehnten begeisterter Jäger, beeideter Jagdaufseher aus St. Pölten und seit sieben Jahren Pächter einer Sika-Hirschjagd des Stiftes Herzogenburg mit Probst Maximilian als Jagdherrn ist. Der nunmehr erworbene Hochstand, der von der Firma "Reviereinrichtung Ehrengruber" aus Oberösterreich zur Verfügung gestellt worden war, soll künftig in Revier "Preuwitz 2" seinen Standplatz erhalten.  

Die Sonderausstellung "Die Kunst der Jagd", die noch bis 27. September im NÖ Landesmuseum zu sehen ist, zeigt einen reichhaltigen und repräsentativen Überblick über die eigenen Sammlungsbestände im Bereich der Natur-, Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte der Jagd. Zu sehen sind Tierdarstellungen, Jagdstillleben oder auch Jagdszenen aus der Zeit des Biedermeier bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Ergänzt wird die Schau durch spezielle Tisch- und Tafelgegenstände, Trinkgefäße mit Jagdmotiven oder auch durch Glaskunst und - als Kuriosität - durch Geweihmöbel. Als besonderes Schmankerl werden zahlreiche Jagdwaffen wie Armbrust, Flinten, Büchsen, Hirschfänger und andere Jagdwerkzeuge vom 17. bis zum 19. Jahrhundert gezeigt. Im Museumskino ist ein zweiter Ausstellungsteil zum Thema "Jäger und Gejagte" zu sehen.

Nähere Informationen:
Katharina Zmeck, www.landesmuseum.net.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
http://www.noe.gv.at/nlk

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„Tiroler Tageszeitung“ vom 13.09.2009 

Land bekommt Wildverbiss kaum unter Kontrolle 

In den Tiroler Wäldern lebt zu viel Rotwild, in manchen Revieren explodiert der Wildverbiss regelrecht. An den Jägern liegt es jetzt, den Wildbestand auf ein verträgliches Maß zu reduzieren.

Innsbruck – Es ist ein heikles Thema, weil es eine der Grundfesten des Landes erschüttert: die Jagd. Und dennoch kann man nicht die Augen davor verschließen.

Der Wildverbiss stellt die größte Schadensquelle in den heimischen Wäldern dar. Der vorliegende Waldbericht des Landes zeigt es wieder einmal schonungslos auf: Von allen erhobenen Einflussfaktoren auf die notwendige Verjüngung des Tiroler Waldes bedroht das Wild die Aufforstung am meisten.

„Fast ein Drittel aller untersuchten Flächen wurden demnach vom Wild so stark beeinträchtigt, dass zu wenig junge Bäume nachwachsen“, lautet der nüchterne Befund der Forstexperten.

Die Waldverjüngung ist ein ständiges Muss für die Nachhaltigkeit. Vor allem die Funktion des Schutzwaldes erhält in Tirol eine landesweite Dimension. Im Bereich der Nordalpen treten die größten Schwierigkeiten auf.

„Dort stehen besonders viele alte Bäume mit abnehmender Lebenskraft. Umso wichtiger ist daher, diese Wälder rasch zu verjüngen“, fordern die Forstexperten. Zwar hat sich dort die Situation in einigen Gebieten leicht verbessert, aber nach wie vor weisen 38 Prozent aller Probeflächen einen starken Wildverbiss auf.

111 Jagdreviere im Visier

Im Zentralalpenbereich hat der Wildeinfluss hingegen in den letzten Jahren zugenommen – ein Viertel (24 Prozent) des Waldes weist Schäden auf. 2007 wurden in 111 Jagdrevieren mit einer Fläche von 1200 Hektar waldgefährdende Wildschäden festgestellt.

Dazu kamen noch 63 Einschreitungen (Gutachten) durch die Forstbehörde: 1460 Hektar Wald sind durch das Schalenwild flächenhaft gefährdet.

Der Bestand an Rotwild ist zu hoch. Resümee im Waldzustandsbericht: „In Summe zeigt sich, dass bis zu einer Verjüngung des Waldes, die allen Anforderungen gerecht wird, noch ein weiter Weg zu gehen ist.“

In den mischwaldreichsten Bezirken des Landes ist der Wildverbiss am größten. Allein im Außerfern musste laut Jagdgesetz in 66 Revieren eingegriffen werden. 44 Prozent der Verjüngungsflächen weisen starken Wildeinfluss auf. Symbolisch dafür ist, dass es kaum noch junge Tannen gibt.

Schwaz ist Problembezirk

Ein Problembezirk ist Schwaz. Seit 2003 hat der Wildverbiss im Jungwald um elf Prozent auf 44 Prozent zugenommen. Allein im Nordalpenbereich (Achental) sind 60 Prozent der Probeflächen betroffen.

Auch im Bezirk Kufstein sieht die Situation nicht besser aus, wenngleich Waldverjüngungen „mit genügend Nachwuchs“ leicht zugenommen haben.

In Kitzbühel konnten im Nordalpenbereich Erfolge erzielt werden, der Wildverbiss ging bei allen Baumarten deutlich zurück, im Zentralalpenbereich hingegen explodierte er. Insgesamt 32 Prozent der Waldflächen sind durch Wildverbiss stark beeinträchtigt.

Die Wildverbiss-Kennzahlen für die anderen Bezirke hinsichtlich der Beeinträchtigung: Osttirol 19 Prozent, Landeck 18 Prozent, Imst 18 Prozent und Innsbruck-Land 25 Prozent.

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orf.at vom 10.09.2009 

Aufregung um Verkauf von Bärensalami 

Am Klagenfurter Benedektinermarkt gibt es Aufregung um den Verkauf von slowenischer Bärensalami. Nach einer behördlichen Prüfung müssen die Verkäufer nun eine Kennzeichnung nachholen, ansonsten sei der Verkauf rechtens.

Bären in Kärnten streng geschützt


Zwei Mal wöchentlich wird seit kurzem an dem Marktstand eines slowenischen Marktfieranten unter anderem Bärensalami verkauft. Das Produkt sorgte für Aufregung, da die Tiere in Kärnten streng geschützt sind. Am Donnerstag prüfte die Klagenfurter Lebensmittelaufsicht und das Naturschutzreferat des Landes das umstrittene Produkt. Das Ergebnis: Der Verkauf kann in Österreich nicht verhindert werden, solange alle Auflagen eingehalten werden.

Gegen den Verkauf von Bärensalami gebe es keine rechtliche Handhabe, bestätigt die zuständige Klagenfurter Referentin Vzbgm. Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) am Donnerstag in einer Aussendung: "Prinzipiell gilt, dass ein Produkt, welches in einem anderen EU Land verkehrsfähig ist, auch in Österreich – allerdings mit einer entsprechenden Kennzeichnung - verkauft werden kann."

Mündliche Ermahnung gegen Verkäufer

Für die in Klagenfurt angebotene Bärensalami konnten die Verkäufer nur eine Kennzeichnung in slowenischer Sprache vorweisen. Deswegen sei eine mündliche Ermahnung ausgesprochen worden. Mathiaschitz : "Sie müssen innerhalb einer Woche die Kennzeichnung nach dem österreichischen Lebensmittelrecht nachgeholt haben, sonst wird ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet."

Eine Zulassung des Ministeriums für Veterinärfragen in Slowenien konnten die Verkäufer am Donnerstag bei einem Lokalaugenschein der Klagenfurter Lebensmittelaufsicht vorweisen.

Keine naturschutzrechtlichen Bedenken

Jedes Jahr wird in Slowenien eine begrenzte Anzahl von Bären zum Abschuss freigegeben

Naturschutzreferent LHStv. Uwe Scheuch (BZÖ) sieht ebenfalls keinen weiteren Handlungsbedarf: "In Slowenien gibt es über 800 Bären und der Abschuss von Bären und die Verwertung des Fleisches sind auch völlig legal", so Scheuch. Jedes Jahr werde eine begrenzte Anzahl von Bären zum Abschuss freigegeben.

Aus naturschutzrechtlicher Sicht sei der Verkauf der Bärensalami am Benediktinermarkt daher nicht zu beeinspruchen. Scheuch: "Auch in Slowenien gelten für den Abschuss, die Verarbeitung und die Kennzeichnung EU-weite Vorgaben. Solange diese beachtet werden, gibt es keine Einwände.

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krone.at vom 04.09.2009 

Jäger knallt Rehkitz in fremdem Garten ab 

Gefährlicher Schuss

Ein Obersteirer hat mitten auf seinem eigenen Grundstück im Bezirk Liezen einen wohl unvergesslichen Schock erlitten. Als der Mann gerade im Garten eingenickt war, wurde er plötzlich von einem Schuss aus dem Schlaf gerissen. Wie der Grundbesitzer gegenüber der "Steirerkrone" berichtete, schlug das Projektil nur ein paar Meter neben ihm ein. Ein Waidmann hatte auf ein Rehkitz geschossen - und getroffen.


"Ich bin jetzt noch geschockt", erzählte der betroffene Besitzer des ein Hektar großen Grundstücks am Donnerstag im Gespräch mit der "Steirerkrone". "Auf meine Wiese ist immer eine Rehmutter mit ihren Kitzen gekommen. Es war die größte Freude, die Tiere zu beobachten..."

"Ich dachte, auf mich wird geschossen!"

Beobachtet hatte der Grundbesitzer auch an jenem Tag: "Ich lag in meinem Garten und bin kurz eingenickt. Auf einmal fiel ein Schuss. Mein erster Gedanke war Flucht! Ich dachte, auf mich wird geschossen!" Dann hörte er ein Wimmern und sah das Kitz im Gras liegen - angeschossen und sterbend.
Da tauchte auch schon der Schütze auf, forderte die Herausgabe des Tieres. "Ich war entsetzt", so der Steirer.

"Jäger handelte rechtens"

Der Grundbesitzer wollte den Vorfall anzeigen. Doch er wurde darüber informiert, dass eine solche Vorgehensweise gar nicht verboten ist. Um eine Stellungnahme gebeten, bestätigt Landesjägermeister Heinz Gach
knapp: "Der Jäger hat rechtens gehandelt."

Schriftliches Verbot als Rechtsmittel

Auf fremden Grundstücken Wildtiere zu schießen ist laut Jagdgesetz legal, solange der betreffende Grund zum "Gemeindejagdgebiet" gehört.
Das ist in der Steiermark die Regel. Der Jäger muss lediglich einen angemessenen Sicherheitsabstand zum Wohnhaus einhalten. Die Bestimmung dieses Abstands obliegt dem Jagdschilling-Zahler selbst. Wenn man sich im eigenen Garten sicher fühlen möchte, sollte man am Gemeindeamt schriftlich deponieren, dass man das Jagen auf seinem Grundstück explizit untersagt - oder sich immer so bunt wie möglich anziehen...

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orf.at vom 29.08.2009 

Jäger stürzte 70 Meter ab – tot  

Zu einem tödlichen Alpinunfall ist es Freitagabend in der Obersteiermark gekommen. Ein 33-jähriger Jäger aus Oberösterreich stürzte 70 Meter in die Tiefe und war sofort tot.

Über Felsrinne gestürzt

Der Mann aus St. Oswald bei Freistadt stürzte beim Abstieg über einen Jagdsteig in Richtung Ramsau Rössing ab. Er fiel über eine Felsrinne 70 Meter in die Tiefe und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Sein Begleiter alarmierte die Rettung, der Oberösterreicher musste mit dem Hubschrauber geborgen werden.

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"Neue Kärntner Tageszeitung" vom 25.08.2009 

Pörtschacherin hält Fuchs als Haustier - Nachbarn in Angst 

Ein domestizierter Fuchs macht einer Pörtschacherin das Leben zur Hölle. Jetzt klagt sie die Halterin.

Ein domestizierter Fuchs sorgt in der Wörtherseegemeinde Pörtschach für Aufregung. Das Tier begibt sich nächtens auf Beutezug durch Nachbars Garten. Eine Schadenersatzklage gegen den Halter ist anhängig.

PÖRTSCHACH. Fuchs, du hast die Gans gestohlen - einer Pörtschacher Gemeindebürgerin ist aber gar nicht zum Singen zumute. Durch ihren Garten schleicht nämlich nächtens ein solches Tier und reißt sich alles unter die Pfoten, was nicht niet- und nagelfest ist: Schuhe, Kleidung, Schaufeln und, und, und - nichts ist vor dem Vierbeiner sicher. Zudem markiere er sein Revier, der Geruch sei nahezu unerträglich. Und: "Meine Mandantin lebt in ständiger Angst; sie wagt es nicht, Türen und Fenster offen zu halten. Ein Fuchs ist ja nicht gerade ungefährlich", erklärt der Klagenfurter Rechtsanwalt Florian Mitterbacher. Der Jurist hat jetzt eine Klage eingebracht - er verlangt Schadenersatz und überdies Schmerzensgeld.

Hintergründe der Klage

Besagte Klage richtet sich gegen eine Nachbarin der leidgeprüften Pensionistin. "Die Frau sorgt nicht für eine ordnungsgemäße Verwahrung des Fuchses", so Anwalt Mitterbacher zu den Hintergründen seines Schriftstückes. "Meine Mandantin erlitt durch die Beutezüge des Tieres einen Schaden von 500 Euro, dazu kommen die seelischen Qualen, die sie erlitten hat." Mitterbacher hat zudem die Gemeinde, den Amtstierarzt und die Kärntner Jägerschaft über den Fuchs mit dem blauen Halsband informiert.

Die Halterin des Fuchses findet die Vorwürfe ihrer Nachbarin vollkommen haltlos: Sie sei im Auftrag des Kärntner Landestierschutzvereins tätig. Die Füchsin habe sie nur zur Aufzucht - es wird angedacht, das Tier in Kürze auszuwildern; das Ganze sei auch behördlich registriert.

Ein schwacher Trost für den Klagenfurter Rechtsanwalt Florian Mitterbacher und seine Klientin aus Pörtschach. Demnächst kommt die tierische Causa auf dem Richtertisch zum Liegen.

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"Kronen Zeitung" vom 25.08.2009 

Seit Hirschattacken keine Spur mehr von Attergaubär "Moritz" 

Sommerlicher Rückzug oder Opfer schießwütiger Wilderer.

Tierschützer machen sich größte Sorgen um Attergaubär "Moritz": Seit er Ende März in der benachbarten bärenfeindlichen Steiermark zwei Hirsche gerissen haben soll, gibt es den ganzen Sommer über keine Spur mehr von ihm. Der achtjährige Braunbär könnte Wilderern zum Opfer gefallen sein, befürchtet auch der WWF.

Nur einen winzigen Hoffnungsschimmer hat WWF-Bärenexperte Christoph Walder noch: "Bären ziehen sich den Sommer über auch mal zurück - wir wollen noch niemandem etwas unterstellen und warten auf den Herbstbeginn. Wenn es dann noch immer keine Spuren von ,Moritz gibt, müssen wir aber wohl das Schlimmste annehmen!" Für den menschenscheuen Braunbären, der einsam durch die Alpen zieht, wäre der Rückzug ein eher untypisches Verhalten: Zumindest in den vergangenen beiden Sommern waren immer wieder Spuren von "Moritz" aufgetaucht, seine Wanderung durchs Bergland in Oberösterreich, Salzburg und in der Steiermark konnte mitverfolgt werden. Zuletzt soll er Ende März nach dem Winterschlaf zwei Hirsche bei Bad Mitterndorf gerissen haben, dann verliert sich seine Spur. 

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orf.at vom 22.08.2009 

Jäger durch Schuss an der Hand verletzt 

Eine Schussverletzung an der linken Hand hat am Freitagabend ein Jäger in Gmünd (Bezirk Spittal/Drau) erlitten. Er war auf dem Rückweg vom Pirschgang auf einer Wiese gestürzt. Dabei hatte sich ein Schuss aus seinem Gewehr gelöst.

Hilferuf per Handy

Der 29-Jährige konnte mit seinem Mobiltelefon seine Familie verständigen. Der verletzte Jäger wurde von einem Angehörigen ins Tal gebracht. Mit der Rettung wurde er dann weiter ins Krankenhaus Spittal/Drau gebracht.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 20.08.2009 

Leserbrief zu "Jägerschaft unter Beschuss" vom 17. August 2009 

Erneut ein Drama um eine erschossene Hauskatze, einem toten Familienmitglied, so sehen es wohl die traurigen Tierbesitzer. Diese unsinnige Regelung, die es erlaubt, Katzen abzuschiessen, die sich weiter als 300 m vom Ortsgebiet entfernen, dient einzig und allein dazu, den Jägern freie Bahn zu schaffen. Für diese gilt auch der kleine Beutegreifer Katze als Jagdkonkurrent, den es mit allen Mitteln abzuschaffen gilt. Hauskatzen werden selbst mit Halsband erschossen und sogar im Ort, all das kommt immer wieder vor und nichts geschieht mit den Verantwortlichen. Die Jäger geben ihre Konkurrenzangst offen zu: “Nester von Rebhühnern und Fasanen könnten da auch schon mal von Katzen geplündert werden”. Die Natur würde diese seltenen Eingriffe überstehen, nur den Jägern entgeht damit eventuell Beute. Der Österreichische Tierschutzverein fordert ein generelles Verbot für den Haustierabschuss.

Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 17.08.2009 

Jägerschaft unter Beschuss 

ANKLAGE / Franz Eder hat seinen Kater verloren. Er glaubt, die Jäger hätten ihn getötet. Auch wenn es so wäre, die Gesetzeslage spricht eindeutig gegen den Katzenbesitzer.

ST. EGYDEN / Franz Eder ist schwer gekränkt. Er will seinem Ärger Luft lassen. "Die erwischen ja sonst keine Tiere, deshalb schießen sie auf Katzen," schimpft er auf die Jägerschaft. Im konkreten Fall richtet sich sein Ärger auf Fleischermeister Johann Stickler, der seit 46 Jahren Jagdpächter in Gerasdorf ist und nun angeblich den Kater von Franz Eder auf dem Gewissen hat.

Angefangen hat alles am 31. Juli, der einjährige Kater "Moritz" drehte wie gewohnt seine Runden. Warum auch nicht, hinter dem Haus seines Besitzers erstrecken sich lange Felder - ein Paradies für Katzen. Doch an diesem Tag kehrte Kater Moritz nicht mehr heim. Stattdessen hörte Franz Eder Schüsse - die Jägerschaft war unterwegs.

Sein Verdacht fiel sogleich auf Johann Stickler, es folgte ein Telefonat und noch mehr Ärger. "Stickler sagte zu mir, ich solle dem Kater mehr zum Fressen geben oder ihm ein Halsband anlegen, der ist doch schießwütig," erinnert sich Franz Eder an das Gespräch. Wie soll das einer verstehen, der gerade ein "Familienmitglied" verloren hat?

Zudem streitet der Fleischermeister ab, das Tier getötet zu haben. "Ich habe nicht geschossen und auch nichts zu verstecken. Der Kater könnte auch überfahren worden sein," meint Stickler. Hinzu kommt noch die Rechtslage, die eindeutig für die Jägerschaft spricht. "300 Meter ab dem Ortsgebiet hat jeder Jäger die Verpflichtung wildernde Katzen zu schießen," wie Hegeringleiter-Stv. Franz Fritz bestätigt. "Das Tier greift in eine fremde Sache ein und kann einen enormen Schaden anrichten." Nester von Rebhühnern und Fasanen könnten da etwa auch schon mal von Katzen geplündert werden.

Auch Tierschützerin Elisabeth Platzky kann dies nur hinnehmen. "Der Jäger hat das Recht die Katze zu erschießen, sie muss nicht einmal wildern," wie sie weiß. Dass sich Katzen nicht an Grenzen von 300 Metern halten, ist eine andere Sache. "Katzen sind Raubtiere und gehen auch weiter weg spazieren," so Platzky.

Wenig zum Trost von Franz Eder, der sich wünschen würde, dass keine Katzen in Hausnähe erschossen werden, hinzu kommt noch die eigene Gefährdung durch die Schussnähe. "Wir erschießen die Tiere ja nicht zur Freude und in die Ortschaft würden wir niemals feuern," so Stickler dazu.

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orf.at vom 17.08.2009 

Nach Sturz von Hochsitz schwer verletzt 

Großes Pech hatte am Sonntagabend ein 70 Jahre alter Pensionist aus Hermagor: Erst fiel der Mann von einem Hochsitz, in der Folge stürzte er 15 Meter über steiles Gelände ab.

Hochsitz stand an steilem Hang


Rund fünf Meter soll der Pensionist nach Angaben der Polizei vom Hochsitz in die Tiefe gestürzt sein. Da der Hochsitz direkt an einem steilen Hang stand, konnte sich der Mann nicht halten und fiel über den Abhang weitere 15 Meter talwärts.

Der 70-Jährige erlitt bei den Stürzen eine schwere Kopfverletzung und Verletzungen am Brustkorb. Er musste mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 7 ins Krankenhaus nach Lienz geflogen werden.

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"Oberösterreichische Nachrichten" vom 17.08.2009 

Lesermeinung zu "Entlaufene Wölfe" vom 10. August 2009 

Es ist nicht zu fassen, wie unprofessionell und hysterisch wegen eines entkommenen Wolfsduos aus einem geschützten Lebensraum reagiert wird. Ist es hierzulande noch nicht in die Behördenköpfe vorgedrungen, dass man ein Tier mit einem Betäubungsgewehr genauso außer Gefecht setzen, es bergen und dorthin zurückbringen kann, wo es hingehört? Muss gleich wieder ein schießwütiger Angehöriger der Jagdzunft den Wolf, der nicht freiwillig zurückkehrte, nach nur zwei Tagen seines "Ausfluges" erlegen?

Diese Vorgehensweise widerspricht dem gesunden Menschenverstand einerseits, andererseits dem Natur- und Artenschutz, denn der Wolf ist ein geschütztes Tier und der Abschuss daher ungesetzlich. Vom Direktor des Wildparks dürfte man wohl erwarten, dass er auf unverletzte Retournierung des flüchtigen Wolfes bestanden hätte. Angesichts solcher Aktionen, die sich im Grunde nahtlos in eine Kategorie mit der "Operation Bruno" und ähnlicher blamabler Pannen reihen, verzweifelt man an der Lernfähigkeit der menschlichen Spezies.

Dr. Martina Kappo,

Linz

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orf.at vom 14.08.2009 

Jäger stürzte von Hochsitz - schwer verletzt 

Ein schwerer Unfall hat sich am Donnerstag beim Bau eines Hochsitzes in Eibiswald im Bezirk Deutschlandsberg ereignet. Ein 47-jähriger Jäger stürzte von einer Leiter und wurde schwer verletzt

Ausgerutscht und vier Meter abgestürzt


Der Jäger aus der Gemeinde Sulmeck-Greith wollte über eine sieben Meter lange Aluminiumleiter vom Hochsitz absteigen. In einer Höhe von rund vier Metern rutschte er aus und stürzte zu Boden. Der Mann musste mit schweren Verletzungen per Rettungshubschrauber ins Spital gebracht werden.

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"Wirtschaftsblatt" vom 11.08.2009 

Alwa-Besitz im Fadenkreuz der Wirtschaftsbosse

Das Interesse an Mitteleuroas größter Jagd ist enorm. Zu den Interessenten zählen Magna-Manager Sigi Wolf, Erhard Schaschl, Michael Kaufmann sowie Ludwig Scharinger.

Geheimnisvoll könnte man das Verhalten der B&C Holding bezeichnen, wenn es um den Verkauf des prestigeträchtigen Forstbesitz Alwa geht. Offiziell will keiner eine Stellungnahme abgeben. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man, dass die B&C Holding mit ihrer Mutter, der B&C Privatstiftung, ganz und gar nicht grün sei und auch der Abgang des ehemaligen Geschäftsführers Winfried Braumann lag bekanntlich in den unterschieldichen Auffassungen über die Zukunft der B&C Holding begründet. Dass die Investmentbank Morgan Stanley auf Geheiß der Privatstiftung hin ein Verkaufsmemorandum veröffentlicht, von dem weder Holding noch Alwa wissen, stößt dort bitter auf.

Wolf, Schaschl & Co.

Aber nicht nur die kolportierte Verkaufssumme von rund 85 Millionen € sorgt für Aufsehen, die Liste der Interessenten liest sich wie das Who ist who der heimischen Wirtschaftsszene.

Heimvorteil für Magna-Boss Sigi Wolf: Er steht ganz oben auf der Liste und kennt das Revier in Donnersbach wie seine Westentasche, ist er doch seit Jahren Hauptabschussnehmer von Mitteleuropas größter zusammenhängender Jagd. Nicht weniger ortskundig ist Erhard Schaschl. Er hat sich im Oktober 2003 als damaliger Wienerberger-Boss vom Wienerberger-Joint Venture Alwa getrennt, deren Vorstand er war. Jetzt möchte er, gestärkt mit einem Konsortium an heimischen lndustriellenim Rücken, die Alwa zurückkaufen.

Dritter im Bunde ist der ehemalige Frantschach-Besitzer Michael Kaufmann mit seinen Privatstiftung Mika und HWK. Und dann wäre da noch RLB-Chef Ludwig Scharinger. Er selbst kann die Kaufsumme wohl nicht heben, soll aber, wie Schaschl, ein Konsortium an Wirtschaftsgrößen hinter sich stehen haben. Hintergrund an Scharingers Engagement ist nicht zuletzt der Kredit von rund 850 Millionen , der von der B&C Holding bei der RLB Oberösterreich aushaften soll und getilgt werden muss. Weil eben dieser Kredit bedient werden muss und sich die Bank Austria Mutter UniCredit krisenbedingt von allen nicht-bankaffinen Beteiligungen trennt, kommt die Alwa unter den Hammer. Bestätigen wollte freilich keiner der Herren seine Kaufgelüste. B&C Stiftungsvorstand Wolfgang Hofer weiß aber von mehr als vier Interessenten. "Wir werden die Alwa im Herbst verkauft haben".

Borkenkäfer & Kyrill

Während die Stiftung von Preisen jenseits der 100 Millionen € träumt, rechnen Forstwirte mit Erlösen diesseits von 85 Millionen €. Größte Herausforderung bei einer Zersplitterung könnte die Aufteilung werden: denn die Alwa verfügt auf ihren 23.500 Hektar über weniger als 6000 Hektar Wirtschaftswald. Viel von diesem ist durch Stürmen wie Kyrill zum Opfer gefallen. Dies mcht sich zwar gut im Gewinn der Alwa, gibt aber als außerordentlicher Erlös.

Der Borkenkäfer sorgt dafür, dass auch im Vorjahr mit einer ähnlichen Bilanz wie 2007 gerechnet werden kann, aber die Kalamitäten der vergangenen Jahre schmälern den Wirtschaftswald und damit den Wert der Alwa zunehmend. Am wahrscheinlichsten gilt eine Aufteilung der Reviere, die sich in der Steiermark, Niederösterreich und Ungarn befinden.

DIE ALWA

Die ALWA Güter- und Vermögensverwaltungs GmbH ist seit 2001 im Besitz der B&C Holding, die ursprünglich der Bank Austria gehörte und die im Dezember 2008 auch ihre Genussrechte an die B&C Holding verkaufte. ALWA steht für den ursprünglichen Besitz Albrechtsfeld und Wasserburg des ehemaligen Eigentümers Carl Hugo Graf Seilern. Der Besitz zählt mit rund 23.500 Hektar zum größten mitteleuropäischen Jagdgebiet und liegt zum Großteil in der Obersteiermark. Weitere Besitze befinden sich in Ungarn und Niederösterreich. 2007 betrugen, bedingt durch den vermehrten Holzeinschlag wegen des Sturmholzes, der Umsatz 6,6 Millionen € und der Jahresüberschuss 2,1 Millionen €. Zum Geschäft der ALWA gehören neben den Holzerlösen auch solche aus der Stromproduktion, aus Bodenschätzen und aus Vermietung und Verpachtung.

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"Kronen Zeitung" vom 11.08.2009 

Fischreiher mit Schuss verletzt   

Kinder hörten Knall

Von einem schlimmen Vorfall berichtet der Tierschutzverein Vöcklabruck: Dort hörten mehrere Kinder in der Gemeinde Atzbach plötzlich einen lauten Knall, und ein großer Vogel stürzte vom Himmel. Die Kleinen schlugen Alarm, worauf Tierschützer den gefiederten Freund unter die Lupe nahmen. Es handelte sich um einen laut heimischem Jagdgesetz ganzjährig geschonten Fischreiher. Dieser zog sich beim Absturz nach dem Schussattentat noch einen Flügelbruch zu, zudem bohrte sich sein Schnabel in die Erde. Der Vogel musste eingeschläfert werden.

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kleinezeitung.at vom 11.08.2009 

Prämierter Alpen-Pirschgang 

Wiedersehen mit dem ausgezeichneten "Prinz der Alpen" des Kärntners Otmar Penker. Seine neue Jagd-Doku zeigt ORF 2 am 15. September.

Ein Waidmannsheil sei Regisseur Otmar Penker zu seinem Erfolg mit "Der Prinz der Alpen" gegönnt. Der Kaninger (Bez. Spittal) begleitete darin gemeinsam mit Klaus Feichtenberger ein Hirschkalb durch das erste Jahr seines Lebens. 742.000 Seher verfolgten die Premiere im Dezember 2007. Seither durfte sich Penker weltweit über 15 Preise für seinen "Prinzen" freuen. Darunter etwa der amerikanische Award "Cine Golden Eagle" und der "Heinz-Sielmann-Preis", benannt nach dem legendären deutschen Tierfilmer. Die neue Doku des gelernten Tischlers strahlt ORF 2 am 15. September aus: "In ,Im Bann dieser Berge' zeigen wir die Jäger aus anderen Perspektiven, nämlich als Natur- und Tierschützer", gibt Penker einen Vorgeschmack.

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orf.at vom 10.08.2009 

Wölfe im Mühlviertel entlaufen 

Wie erst jetzt bekannt wurde, sind am vergangenen Dienstag aus dem Wildpark Altenfelden im Bezirk Rohrbach zwei Wölfe entlaufen.

Freigeschwemmtes Erdloch

Die Tiere hatten durch ein vom Regen freigeschwemmtes Erdloch aus ihrem Gehege kriechen können und wurden anschließend von Polizei und Jägerschaft gesucht.

Tier erlegt

Ein junger Wolf kehrte selbständig am nächsten Tag zum Tierpark zurück. Das zweite Tier wurde zum Abschuss freigegeben und am Freitag von einem Altenfeldner Jäger erlegt.

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"Tiroler Tageszeitung" vom 04.08.2009 

Anschlag auf Jagdhaus von Vasella  

Auch Familiengrab des Novartis-Chefs im schweizerischen Chur geschändet - Tierschützer im Visier.

Bach, Basel -Das Feuer, das in der Nacht auf Montag um 3.25 Uhr in einem Haus in Bach im Lechtal mit einem lauten Knall seinen Ausgang nahm, dürfte europäische Dimensionen aufweisen. Betroffen war das Jagdhaus von Daniel Vasella, Chef von Novartis, einem internationalen Pharmariesen mit Sitz in Basel - auch die Biochemie in Kundl gehört zum Konzern.

Unbekannte haben erst vergangene Woche auf einem Friedhof der Schweizer Stadt Chur das Grab geschändet, in dem die Eltern Vasellas beerdigt wurden. "In den vergangenen Monaten sind wiederholt Einrichtungen des Pharmakonzerns und auch dessen Mitarbeiter Ziel der Aktionen von extremistischen Tierschützern gewesen", schrieb die schweizerische NachrichtenagenturSDAnoch am Sonntag.

Für LKA Brandstiftung klar

Um 3.25 Uhr war ein deutscher Urlauber in Bach durch einen dumpfen Knall aufgewacht. Als er sich aus dem Bett wälzte, sah er, dass das Nachbargebäude brannte und schlug Alarm. Mitten in der Nacht heulten die Sirenen in Bach und Stockach. Die Feuerwehren konnten den Brand schnell eindämmen.

"Verletzt wurde niemand. Das halbe Haus wurde aber ein Raub der Flammen. Der Schaden ist enorm", wusste Bachs FW-Kommandant Kurt Larcher. Die Frage nach der Brandursache war dem Lechtaler Feuerwehrmann aber sprichwörtlich zu heiß.

Eindeutige Worte fand dafür Walter Pupp, Chef des Tiroler Landeskriminalamts, das die Ermittlungen in diesem Aufsehen erregenden Fall übernommen hat: "Wir gehen von Brandstiftung aus. Hinweise auf ein Tatmotiv gibt es allerdings noch keine." Deshalb sind die Beamten auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Der Journaldienst des LKA Tirol ist unter der Telefonnummer 059133- 7033-33 zu erreichen.

Ein mögliches Tatmotiv drängt sich allerdings im Herkunftsland Vasellas, der Schweiz, auf. Der Novartis-Konzern ist dort Angriffen militanter Tierschützer ausgesetzt. Ungustiöser Höhepunkt - die Grabschändung in Chur. Laut „Sonntagsblick“ wurde das Grab der Mutter Vasellas vergangene Woche geschändet. Dabei gruben die Täter die Urne der 2001 verstorbenen Ursula Vasella aus und entwendeten diese. Weiter verschmierten sie den Grabstein mit roten Buchstaben und schrieben darauf "Drop HLS Now", was so viel heißt wie "Zieh dich aus HLS zurück". Hinzu kommen bedrohte Novartis-Angestellte, brennende Autos von Mitarbeitern oder eine in Flammen aufgegangene Sportanlage des Basler Konzerns in Frankreich. Das Niederfackeln des Hauses von Jagdpächter Vasella in Bach könnte der letzte Streich gewesen sein.

Spur deutet nach England

In Verdacht steht die militante Tierschutzorganisation Stop Huntingdon Animal Cruelty. SHAC kämpft für die Schließung des britischen Laborunternehmens Huntingdon Life Sciences (HLS), das im Auftrag von Pharmaunternehmen Tierversuche durchführt. Ob Novartis zu den Kunden von HLS gehört, ist nicht bekannt. Beat Huonder, Chef der Innenfahndung der Kantonspolizei Graubünden, bestätigte lautBündner Tagblatt, dass die Ermittlungen in Richtung SHAC laufen.

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orf.at vom 03.08.2009 

Jäger von Kugel in Oberschenkel getroffen 

Glück im Unglück hatte ein Jäger in Lockenhaus (Bezirk Oberpullendorf). Als er ein Jagdgewehr aus dem Pkw nehmen wollte, löste sich ein Schuss und traf ihn in den Oberschenkel. Der Mann wurde schwer verletzt.

Jagdgewehre im Auto verstaut


Der 40-jährige Jäger hatte für die Abreise seine zwei Jagdgewehre im Auto hinter dem Rücksitz verstaut und sie mit seiner Jacke zugedeckt.

Als er wenig später die Jacke nehmen wollte, löste sich ein Schuss. Der Mann wurde von der Kugel in den Oberschenkel getroffen.

Familie leistete Erste Hilfe

Der Mann stürzte zu Boden und blieb regungslos liegen. Seine Frau und eine befreundete Familie, die sich unweit des Vorfalles vor dem Jagdhaus befanden, eilten sofort zu Hilfe. Sie leisteten Erste Hilfe und verständigten telefonisch die Rettung.

Ins Krankenhaus geflogen

Der verletzte Jäger wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus nach Oberwart gebracht.

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presse.com vom 02.08.2009 

Universität für Bodenkultur: Jägerlatein auf universitärem Niveau 

Europaweit einzigartig: Im Uni-Lehrgang „Jagdwirt“ werden „Jäger mit Verantwortung“ ausgebildet.

War der Bösewicht ein Hase? Oder etwa ein Reh? Oder gar Weidevieh? Es wirkt fast ein wenig konspirativ, wie sich 20 Männer und eine Frau an einem Freitagnachmittag auf einem Waldhang im Rosaliengebirge um eine ramponierte, abgenagte Jungbuche scharen.

Doch die Szene ist keine Geheimversammlung. Es sind Jäger. Jäger auf Weiterbildung: Teilnehmer des Universitätslehrgangs Jagdwirt, wie ihn die Wiener Universität für Bodenkultur europaweit einzigartig anbietet. In zehn Einheiten – geblockt an Wochenenden – wird den praktizierenden Wildhütern (Teilnahmebedingung sind der Jagdschein sowie Matura) ein etwas anderes Jägerlatein vermittelt.

Wenn Klaus Hackländer vom Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft – er ist der Lehrgangsleiter – über den Kurs spricht, dann klingt das zunächst einmal ziemlich ungewöhnlich. Hackländer erzählt vom „ganzheitlichen Bild“, das man vermitteln wolle, von Jägern, die sich „ihrer Verantwortung bewusst sind“, von „nachhaltigem Tun“. Und davon, dass man sich heute für die Jagd mit vernünftigen Argumenten einsetzen müsse.

Ebendiese erhalten die Teilnehmer – die meisten sind nicht mehr im typischen Studentenalter, sondern um die 40 – aus verschiedenen Studienrichtungen und Praxisfeldern: Forstwirtschaft, Recht, Ökologie, Landwirtschaft, Landschaftsschutz. Aber auch Ausflüge in die freie Wildbahn – wie etwa jene Exkursion zum Thema „Wildverbiss“ – und rustikale Praxiseinheiten wie das Ausweiden und Präparieren des Wildbrets stehen auf dem Programm.

Jäger und Jogger: Verfeindet?

Der Jäger von heute sei unter Druck, beklagen einige Teilnehmer. Denn die Natur ist längst nicht mehr sein alleiniges Revier. „Viele Interessen treffen sich im Wald“, sagt Teilnehmer Thomas Kreiner, Architekt in Wien und Jagdpächter im Wienerwald. Und die „Freizeitgesellschaft“ – wie er sie nennt – ist es, die heute heute dem Jäger den Grünraum streitig macht, wenn sie mountainbikt, spaziert, reitet oder joggt in der freien Wildbahn, egal ob nun Schuss- oder Schonzeit ist.

Lehrgangsleiter Hackländer kann die Sorgen der Jagdwirte nachvollziehen, obwohl er selbst keiner von ihnen ist. Den Jagdschein werde er auch in Zukunft nicht ablegen. „Ich möchte glaubwürdig sein“, sagt er, „und zwar für alle Seiten.“ Warum Jäger gar so unbeliebt sind heutzutage, erklärt sich Hackländer so: Die Jagd, so der Wissenschaftler, erinnere die Menschen an ihren archaischen Ursprung, an die Jäger und Sammler, die sie einst waren – und an das Ende, das jäh wie ein Schuss kommen kann. „Die Menschen urbanisieren sich“, erklärt er, „und haben immer weniger Erfahrung mit dem Tod.“

Auch gegen den Vorwurf des Elitären wehrt man sich beim Lehrgang. „Die Nutzung der Ressourcen ist nichts Elitäres“, verteidigt Christina Paulus von der Lehrgangsorganisation. Neben dem Standesdünkel haftet den Jägern aber noch eine andere unzeitgemäße Tradition an: Das Jagen, so heißt es, sei eine männliche Beschäftigung. Was größtenteils zwar stimmt, aber nicht ganz: Acht Prozent der österreichischen Jagdscheinbesitzer sind weiblich.

Ja, „ausgetestet“ werde man zunächst schon von den Kollegen, erzählt die 27-jährige Carina Kases, Jägerin und Lehrgangsteilnehmerin. Die Waldpädagogin aus dem Naturpark Buchenberg bei Waidhofen an der Ybbs kam über die Forstwirtschaft zur Jagd. Mittlerweile ist es ihre fünfte Saison, und sie betreut ein eigenes Revier.

Das Jagen begeistert die junge Frau, weil es selbstständiges Tun ermögliche: „Ich kann etwas bewegen.“ Jagen sei für sie jedenfalls mehr als nur Ballern. „Man muss es mit Hirn machen, damit es nachhaltig ist.“ Natürlich, lenkt Kases ein, auch der Abschuss gehöre dazu. Als die Niederösterreicherin einmal ein Muffelwild erlegte, war sie ungemein stolz. Aber das, sagt Kases, „verstehen nur Jäger“.

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orf.at vom 02.08.2009 

Jagdhütte brannte vollständig nieder  

In Johnsbach im Bezirk Liezen ist Sonntagvormittag eine Jagdhütte samt Nebengebäude in Flammen aufgegangen und bis auf die Grundmauern abgebrannt. Die Brandursache ist noch völlig unklar.

 Kletterer entdeckte Brand zufällig

Der Brand war aus ungeklärter Ursache in einem Jadhaus der Steiermärkischen Landesforste im Hartlsgraben ausgebrochen. Ein Kletterer entdeckte zufällig mit dem Fernglas Rauch aus dem Graben aufsteigen und alarmierte die Einsatzkräfte. Ein Hubschrauber aus Graz wurde angefordert und der Brand lokalisiert.

Gebäude brannten aus

Zeitgleich brannte auch ein Nebengebäude der Jagdhütte - laut Polizei könnte das Feuer übergesprungen sein. Beide Gebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder.

Brandursache noch unklar

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Brandursache muss noch ermittelt werden, die Polizei schließt aber Brandstiftung nicht aus. Auch die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

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"Österreich" vom 31.07.2009 

Der Hagel erschlug Tausende Wildtiere 

Die Jagdsaison fällt für zwei Jahre aus. Die toten Tiere liegen auf 8.000 Hektar Landfläche und müssen entfernt werden.

Lamprechtshausen. Das schwere Unwetter am Donnerstag vergangene Woche war für die Wildtiere im Flachgau besonders tragisch. Tausende Vögel, Hasen, Rehe wurden bei dem starken Hagel regelrecht erschlagen.

Seit Tagen ziehen die Jäger mit ihren Hunden durch den nördlichen Flachgau und finden Kadaver. „Vor allem der Gestank ist unerträglich. Und es ist schlimm, da zuzuschauen wie viele tote Viecher im Hagelsturm verkommen“, schildert ein Jäger. Die Suche nach Tieren hält nun seit einer Woche an. „8.000 Hektar Fläche muss abgesucht werden, die Jägerschaft ist immer noch unterwegs“, berichtet Jäger Josef Erber im ÖSTERREICH-Gespräch.

Versteckt

Die verletzten Tiere suchen Deckung in Maisfeldern. „Da möchten wir sie nicht unnötig beunruhigen.“ Es wird daher nur am Abend gejagt, um die Tiere zu erlösen.

Jagdsaison abgesagt

Die Salzburger Jägerschaft rechnet mit zwei Jahren, bis sich der Wildtierbestand langsam wieder erholt hat – bis dahin ist die Jagd abgesagt.

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"Kurier" vom 31.07.2009 

49 Rehe erlegt: Jäger lauern auf Wilderer 

Diesem Wilderer ist nicht auf die Spur zu kommen. 49 Rehgeißen hat er im Großraum Hartberg seit 2008 schon erlegt. Obwohl sich die autorisierte Jägerschaft wechselweise auf die Lauer legt, schlägt der Wilderer immer wieder zu. Mit einem Kleinkalibergewehr agiert der Unbekannte. Manche Tiere schleppten sich schwer verletzt ins Gestrüpp, ehe sie verendeten. 

Auf nur eine Trophäe hat es der Unbekannte abgesehen: Einen Vorderlauf samt Schulterblatt. Die Polizei schließt einen Racheakt nicht aus. Der Zuchtschaden beläuft sich auf 49.000 €. Die Polizei Hartberg (Tel. 050133 / 6230) ersucht um Hinweise.

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orf.at vom 25.07.2009 

Jäger bei Sturz von Hochsitz schwer verletzt 

Ein Jäger aus Velden ist am Freitagabend vier Meter von einem Hochsitz gestürzt. Der Mann erlitt schwere Verletzungen.

Mit Handy Sohn verständigt


Der 53 Jahre alte Jäger war auf der vorletzten Sprosse der Leiter des Hochsitzes abgerutscht und zu Boden gestürzt. Dabei erlitt er vermutlich einen Hüftbruch.

Dem Mann gelang es, mit seinem Handy seinen Sohn zu verständigen, der die Rettung alarmierte. Der Schwerverletzte wurde nach der Erstversorgung vom Rettungshubschrauber C11 ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht.

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"Salzburger Nachrichten" vom 15.07.2009 

Rebock attackierte Frauen und wurde erschossen 

PERG (SN). Ein rabiater Rehbock hat in St. Thomas am Blasenstein (Bezirk Perg) drei Frauen attackiert und leicht verletzt. Das ein Jahr alte Tier, das in einem Garten gehalten wurde, war am Zaun seines Geheges von einem wild lebenden Artgenossen angegriffen worden. Daraufhin sprang es über die Einfriedung und machte sich auf den Weg durch den Ort, wo es die Frauen angriff.

Nachbarn konnten den Rehbock schließlich bändigen und festhalten bis ihn sein Besitzer abholte. Das Tier wurde vom zuständigen Jagdleiter getötet.

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orf.at vom 02.07.2009 

Prominente erzählen und kochen 
Christian Konrad - Der Raiffeisen Chef 

Dr. Christian Konrad ist einer der einflussreichsten Banker Österreichs. Er erzählt von seiner Arbeit für die Raiffeisen Landesbank Wien Niederösterreich und berichtet über seine kulinarischen Vorlieben. Sein Lieblingsrezept: Schweinsbrat'l mit Waldviertler Knödel.

Im Weinviertel geboren


Dr. Christian Konrad, der gebürtige Weinviertler wurde am 24. Juli 1943 geboren. Nach Abschluss des Gymnasiums in Laa an der Thaya studierte er Jus in Wien.

Seit 1969 arbeitet er für die Raiffeisen Landesbank Wien Niederösterreich. Einzige Unterbrechung war in den Jahren 1970 bis 1972, als er für die Niederösterreichische Landeslandwirtschaftskammer tätig war. Dabei hat er vom Kassierdienst über Kundenbetreuung bis hin zur Kreditablage und Buchhaltung alles gemacht.

Ganz Niederösterreich kennen gelernt

In der Revisionsabteilung der LWK hat er dann in deren Auftrag die Großkredite der Raiffeisenbank unterstützt und in den drei Jahren alle Geschäftsstellen der Raiffeisenkasse in Niederösterreich kennen gelernt. Ein, wie er sagt: "unglaubliches Kapital" für seine Arbeit.

Seit 1990 ist er Obmann der Raiffeisen Holding NÖ-Wien. Weiters ist er Vorsitzender folgender Aufsichtsräte: AGRANA, Kurier, Mediaprint, BIBAG und UNIQUA Versicherungen.

Jagd als Hobby ist ein Missverständnis

Eine weitere Funktion von Dr. Konrad ist der Landesjägermeister von Niederösterreich. Er vertritt die Meinung, dass die Jagd als Hobby ein Missverständnis ist.

Er sieht die Aufgabe der Jagd als eine wichtige und ausgleichende Funktion, nicht nur zur Erhaltung des Wildbestandes, sondern darüber hinaus Natur- und Umweltschutz.

Dr. Konrad ist verheiratet und hat zwei Töchter und einen Enkelsohn.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 30.06.2009 

Tierquäler geht im Ort um! 

ALARM / In Jedenspeigen wurde eine Hauskatze von einem bisher unbekannten Täter angeschossen. Eine Kugel hatte dem armen Tier den Oberarmknochen zertrümmert.

JEDENSPEIGEN / In der "Neuen Siedlung" in Jedenspeigen wurde kürzlich eine Hauskatze von einem unbekannten Tierquäler angeschossen.

Als Leopold Fiebich seine schwer verletzte Katze im Garten fand, glaubte er zuerst an einen Verkehrsunfall und brachte das Tier zum Tierarzt. Auf dem Röntgenbild kam aber die bittere Wahrheit ans Licht. Eine Kugel aus einem Gewehr hatte dem armen Tier den Oberarmknochen zertrümmert und war dann im Bein stecken geblieben.
Beim Polizeiposten Angern machte Fiebich eine Anzeige wegen Tierquälerei, Sachbeschädigung und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.
Das aus dem Körper der Katze entfernte Geschoß wurde zur ballistischen Untersuchung weitergegeben. Nach deren Auswertung werden weitere Ermittlungen zur Feststellung des Täters durchgeführt.

"Was ist, wenn nächstes Mal ein Kind getroffen wird?"

Fiebich hofft nun auf eine rasche Ausforschung des Schützen: "Was wenn der offenbar schlechte Schütze das nächste Mal daneben schießt und ein spielendes Kind oder ein Spaziergänger von einem Querschläger getroffen wird?" Es sei nicht das erste Mal, dass in der Siedlung Katzen auf unerklärliche Weise verschwinden, oder tot aufgefunden werden. Bis jetzt wurde aber noch nie Anzeige erstattet.

Die kleine Katze befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Nur ihr Beinchen wird nie wieder ganz heilen, zu schlimm waren die Schussverletzungen.

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orf.at vom 30.06.2009 

Geschützter Wanderfalke angeschossen 

In Graz ist letzte Woche ein Wanderfalke angeschossen und schwer verletzt worden. Laut dem Verein BirdLife kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu illegalen Abschüssen der geschützten Tiere.

Operation nicht möglich


Der Falke wurde vergangenen Donnerstag in Graz mit einer Schrotflinte angeschossen. Ein Spaziergänger fand den schwer verletzten Vogel in Graz-Weinzödl und brachte ihn ins Tierasyl zum Verein "Kleine Wildtiere in großer Not". Ein Tierarzt stellte fest, dass eine Schrotkugel so nah neben dem Herz feststeckt, dass eine Operation nicht möglich ist.

Drei geschützte Vögel abgeschossen

Seit Oktober 2008 wurden drei weitere Wildvögel in der Steiermark illegal abgeschossen. BirdLife Steiermark schlägt nun Alarm und erstattete Anzeige: "Die Hemmschwelle beim Abschuss geschützter Greifvögel wird immer niedriger. Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden", so Obmann Hartwig W. Pfeifhofer.

BirdLife fordert Untersuchung des Landes

BirdLife schickte deshalb eine Sachverhaltsdarstellung an die Naturschutzabteilung des Landes und forderte, den Vorfall im Hinblick auf einen Verstoß gegen das Steirische Naturschutzrecht, gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie und gegen das Steirische Jagdgesetz hin zu überprüfen.

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oe24.at vom 27.06.2009 

Ein Dorf deckt den Bären-Killer  

Die entlegene Kärntner Gemeinde Bad Eisenkappel steht im Zentrum des Dramas um den gewilderten Bären „Roznik“. Ein Lokalaugenschein.

Seine Zutraulichkeit besiegelte sein Schicksal: Ende Mai verstummte der Funksender des Braunbärenmännchens „Roznik“ in der Nähe der Südkärntner Gemeinde Bad Eisenkappel für immer. Wochen später wurde sein Kadaver in Slowenien gefunden. Ein Wilderer hatte dem Tier, das sich gerne in der Nähe von Menschen aufhielt, den Kopf abgeschnitten und die Haut abgezogen.

Keine Ruhe

Vor kurzem erklärten ermittelnde Kriminalisten nun definitiv: „Roznik“ wurde in Österreich erschossen. Und seither kommt Bad Eisenkappel nicht mehr zur Ruhe: „Hier weiß jeder, wer den Bären auf dem Gewissen hat“, sagten gleich mehrere Einwohner beim ÖSTERREICH- Lokalaugenschein – aber nur hinter vorgehaltener Hand. Keiner in dem 2.500-Einwohner Dorf traut sich offen den mutmaßlichen „Roznik“-Killer anzuprangern. Dabei wurde er beobachtet, als er den Kadaver des Tieres mit dem Traktor aus dem Wald holte – so berichten es Zeugen. Allerdings sieht es so aus, als wolle es sich niemand mit dem Jäger verscherzen. Bürgermeister Josef Smrtnik beschwichtigt: „Es gilt in jedem Fall die Unschuldsvermutung. In diesem Fall denke ich an eine Kurzschlusshandlung.“

Viele Hinweise 

Seitens der Polizeiermittler hält man sich bedeckt – besonders, als die Sprache auf den Mann kommt, den seine Nachbarn und langjährigen Bekannten als den Todesschützen identifiziert haben: „Wir gehen allen Hinweisen nach, natürlich wurde auch dieser Herr überprüft“, lautet die knappe Auskunft. Klarerweise haben die 10.000 Euro Belohnung, die auf Hinweise auf den Bären-Mörder ausgesetzt wurden, den Fahndern zu Unmengen an meist unbrauchbaren Tipps verholfen. Und von den Trophäen des Wilderers – dem Kopf, den Tatzen und dem Fell – fehlt bisher jede Spur.

Sympathisant

In Bad Eisenkappel hat der Wilderer freilich auch Sympathisanten. Bauer Ignatz beglückwünscht den Freischützen: „Bei uns laufen Kinder herum. Es war richtig, dass er den gstörten Bär gschossen hat.“ Der Mann, der im Ort als „Roznik“-Killer gilt, reagierte auf einen ÖSTERREICH-Anruf auf seine eigene Art: Er knallte den Hörer auf die Gabel.

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"Bezirksrundschau Schärding" vom 26.06.2009 

Leserbrief an "Bezirksrundschau Schärding" zu "Jagdlicher Großerfolg" vom 10. Juni 2009 

Wie man sich an dem Mord an 18 kätzchengroßen Fuchsbabys ergötzen kann, ist rätselhaft.
Immer noch meinen Jäger, die Tollwut sei durch großangelegte Vernichtungsfeldzüge gegen Füchse zu bekämpfen – Fakt ist: Österreich ist seit September 2008 tollwutfrei. Auch der Fuchsbandwurm wird als Riesengefahr für die Menschheit verkauft, was ebenfalls nicht stimmt.
Interessantes Detail im Bildhintergrund: Der Tankwagen - dieser deutet daraufhin, dass der Fuchsbau “ausgetränkt” wurde, das heißt, es wurde solange Wasser in den Bau gepumpt, bis die Fuchswelpen rausgeschwemmt wurden, um sie anschließend eiskalt abzuknallen. Wenn dem so war – Hut ab vor soviel Waidgerechtigkeit!

Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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"Kronen Zeitung" vom 24.06.2009 

Rettet das weiße Reh!  

Tierfreunde schlagen Alarm: Jagdpächter verkaufte eine ganz besondere Trophäe

Abends, wenn es dämmert im benachbarten Obernzell (Bayern), zeigt er sich manchmal in einer Waldlichtung: Ein schneeweißer Rehbock. Jetzt gab ihn der Jagdpächter zum Abschuss frei. Gut Aider-bichl hat den Waidmännern ein Angebot gemacht.

Mythen und Märchen ranken sich um die weißen Rehe. Eine alte Sage etwa besagt, dass "ein Jäger, der ein weißes Reh schießt, noch im selben Jahr stirbt" "An sowas glaub i ned", sagte der Jagdpächter Hans Urmann, gab den Albino, der durch einen genetischen Defekt seine weiße Farbe hat, nun zum Abschuss frei. HARALD BRODNIG Der Andrang war enorm, ein Hobby-Waidmann aus Augsburg erhielt den Zuschlag, will das Tier bereits in den nächsten Tagen erlegen und den präparierten Kopf an die Wand nageln. Tierfreunde liefen dagegen Sturm, jetzt machte Michael Aufhauser von Gut Aiderbichl dem Jäger ein Angebot: "Wir stellen das Tier unter unseren Schutz, damit es in dem Revier am Leben bleiben darf und bieten dem Mann eine lebenslange Patenschaft an." Eine Antwort steht noch aus Gut Aiderbichl selbst hat auf dem Köglerhof in Kärnten mittlerweile ein Gehege für Wildtiere eingerichtet. Michael Aufhauser: "Wir haben gerade erst wieder drei Rehe aufgenommen. Mini, Lisi und Sissi." Mini wurde geschwächt in einem Garten in Oberpullendorf im Burgenland gefunden, Lisi von einer Motorsense schwer verletzt und Sissi mit gebrochenen Gelenken aus einem Straßengraben geborgen. Gut Aiderbichl steht zum Glück mit der Rettung von Wildtieren nicht alleine da, arbeitet auch mit Monika Großmann von der "Arche Noah" in Graz zusammen. Die Tierfreundin kümmert sich seit elf Jahren um Findlinge, angefangen von Kaninchen, Füchsen, Rehen und Enten bis hin zu Wildschweinen, Spechten, Wieseln und Wildschweinen. Großmann hat letztes Jahr 2049 Tiere übernommen und aufgezogen, heuer sind es ebenfalls bereits mehr als 1000. Eines kam aus Aiderbichl: ein Eichhörnchen namens Frida.

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rundschau.co.at vom 24.06.2009 

Vermisster Jäger nach 18 Stunden in Sumpfgebiet gefunden 

Suchhunde fanden den Mann am Dienstag gegen 13 Uhr in Kopfing. Er ist zwar unterkühlt, aber unverletzt.

Kopfing - Ein Jäger aus Kopfing wurde bei einer groß angelegten Suchaktion am Dienstag in Kopfing im Innkreis (Bezirk Schärding) in einem Sumpfgebiet gefunden, nachdem er rund 18 Stunden abgängig war. Der Jäger konnte sich nicht mehr selbst aus dem Sumpf befreien.

Der Kopfinger wurde seit Montagabend gegen 19 Uhr von seiner Familie vermisst. Söhne und Töchter des Mannes suchten am Montag bis spät in die Nacht vergeblich nach ihm.

Dienstagfrüh alarmierte die Familie die Einsatzkräfte, die sofort eine groß angelegte Suchaktion durchführte. Auch die Polizei unterstütze die Männer.

Suchhunde fanden den Mann

Nachdem der Jäger lange Zeit unauffindbar war, wurden schließlich Suchhundestaffeln mit 14 Hunden angefordert. Das ÖRK kam mit 17 Mann und sieben Suchhunden, die Österreichische Rettungshundebrigade mit acht Mann und sechs Hunden, 10 Beamte der Polizei und ein Hundeführer.

Bei der letzten Suchaktion der Hunde gegen 13 Uhr wurde der Abgängige schließlich in einem Sumpfgebiet entdeckt.

Der Kopfinger war stark unterkühlt, aber unverletzt. Den Umständen entsprechend geht es ihm laut der Feuerwehr Kopfing ganz gut. Er wurde ins Krankenhaus Schärding gebracht.

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rundschau.co.at vom 24.06.2009 

Vermisster Jäger nach 18 Stunden in Sumpfgebiet gefunden 

Suchhunde fanden den Mann am Dienstag gegen 13 Uhr in Kopfing. Er ist zwar unterkühlt, aber unverletzt.

Kopfing - Ein Jäger aus Kopfing wurde bei einer groß angelegten Suchaktion am Dienstag in Kopfing im Innkreis (Bezirk Schärding) in einem Sumpfgebiet gefunden, nachdem er rund 18 Stunden abgängig war. Der Jäger konnte sich nicht mehr selbst aus dem Sumpf befreien.

Der Kopfinger wurde seit Montagabend gegen 19 Uhr von seiner Familie vermisst. Söhne und Töchter des Mannes suchten am Montag bis spät in die Nacht vergeblich nach ihm.

Dienstagfrüh alarmierte die Familie die Einsatzkräfte, die sofort eine groß angelegte Suchaktion durchführte. Auch die Polizei unterstütze die Männer.

Suchhunde fanden den Mann

Nachdem der Jäger lange Zeit unauffindbar war, wurden schließlich Suchhundestaffeln mit 14 Hunden angefordert. Das ÖRK kam mit 17 Mann und sieben Suchhunden, die Österreichische Rettungshundebrigade mit acht Mann und sechs Hunden, 10 Beamte der Polizei und ein Hundeführer.

Bei der letzten Suchaktion der Hunde gegen 13 Uhr wurde der Abgängige schließlich in einem Sumpfgebiet entdeckt.

Der Kopfinger war stark unterkühlt, aber unverletzt. Den Umständen entsprechend geht es ihm laut der Feuerwehr Kopfing ganz gut. Er wurde ins Krankenhaus Schärding gebracht.

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kleinezeitung.at vom 22.06.2009 

Toter Bär "Roznik": Letzter Zeuge gefunden 

Belohnung für Hinweise, die zu Bärentöter führen, auf 10.000 Euro aufgestockt. Kriminalisten bekommen immer mehr Hinweise. DNA-Spuren in Laibach ausgewertet.

Die Zahl der Hinweise steigt


Die Kollegen von der Gruppe ,Umwelt' sind pausenlos unterwegs, um noch so unscheinbar wirkende Details zu überprüfen.“ So beschreibt Oberst Christian Martinz, Stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes, die akribische Ermittlungsarbeit im "Fall Roznik".

Fotografiert

Namentlich bekannt ist auch der vermutlich letzte Zeuge, der "Roznik" am 30. Mai gegen 15.20 Uhr lebend gesehene hat. Der dreieinhalb Jahre alte Bär überquerte ganz gemütlich einen Weg in einem Waldgebiet in der Gemeinde Eisenkappel. Und er ließ sich sogar seelenruhig fotografieren. Der Zeuge "schoss“ einige Fotos mit seiner Handykamera. Das Bildmaterial hat der Zeuge nach der "Begegnung seines Lebens“ der Polizei zur Verfügung gestellt.

Belohnung erhöht

Nachdem, wie berichtet, die Kärntner Jägerschaft und das Land Kärnten je 3000 Euro für konkrete Hinweise, die zur Ausforschung des Wildschütz führen, ausgesetzt hat, wurde Donnerstag die Ergreiferprämie um weitere 4000 Euro von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten“ auf nunmehr insgesamt 10.000 Euro aufgestockt. "Der Täter darf nicht ungestraft davonkommen“, so Johanna Stadler-Wolffersgrün, stellvertretende Geschäftsführerin von "Vier Pfoten“. Über 70 Prozent der Österreicher haben sich laut einer Market-Umfrage 2008 für die Ansiedlung von Bären in Österreich ausgesprochen.

DNA-Auswertung

Während die Ermittlungen sowohl in Kärnten als auch in Slowenien auf Hochtouren laufen, haben Forscher und Wissenschafter der Fakultät für Biotechnik an der Universität Laibach die Untersuchungen der DNA von "Roznik" abgeschlossen. "Die Identität des Tieres ist eindeutig geklärt. Sein Vater wurde am 26. März 2007 im Alter von zwölf Jahren mit einem Gewicht von 267 Kilogramm hegegerecht südlich von Laibach erlegt“, schildert Diplom-Biologe Miha Krofel.

Peilsendersignale ausgewertet

Technisch sehr aufwändig werden von den slowenischen Forschern weitere Signale des verschwundenen Peilsenders, den der enthauptete Bär um den Hals trug, ausgewertet. Dabei stellt sich, wie Krofel betont, heraus, dass "Roznik" schon vor seinem Auftauchen auf am 17. April in Laibach mehrmals Streifzüge durch Kärntner Waldgebiete entlang der Grenze unternahm.

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"Neue Kärntner Tageszeitung" vom 20.06.2009 

Leserbriefe - Verbot für Verwendung von Bleischrot 

Die Verwendung von Bleischrot ist ein ernstes, nahezu ausschließlich von Jägern ver- ursachtes Problem. Blei ist ein Schwermetall und gelangt auch in den Naturhaushalt. Die Berner Konvention ist ein inter- nationales Schutzabkommen und fordert ein Bleiverbot bei der Wasservogeljagd. In den Niederlanden und in Dänemark existiert bereits ein Verbot und seit 2007 auch in der Schweiz.

Die Jägerschaft wird aufgefordert, aus Tier- und Umweltschutzgründen ein gesetzliches Verbot für die Verwendung von Bleischrot zu schaffen. Bei einem verendeten Steinadler aus Bad Eisenkappel wurde eine Bleivergiftung als Todesursache festgestellt.

Kärntner Tierschutzverein Villach, Auguste Windisch-König, 9500, Pogöriacher Straße 102

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"Kronen Zeitung" vom 20.06.2009 

Bärenjäger als Helden gefeiert! 

1965 wurden in Kärnten zuletzt zwei Tiere offiziell erlegt. 

Die Gefahr, als Bär im Unterkärntner Grenzgebiet erlegt zu werden, ist groß: 44 Jahre bevor "Roznik" illegal abgeknallt wurde, erlegte ein Jäger auf dem Paulitschsattel einen ebenfalls aus Slowenien eingewanderten Bären. Doch anders als heute, wo Polizei und Tierschützer mit 10.000 Euro "Kopfgeld" Jagd auf den "Bärentöter" machen, wurde damals der Grünrock wie ein Volksheld gefeiert.

Vor 40 Jahren waren Bären noch als "Bestien" verschrieen und die Erleger wurden als Helden gefeiert. Heute, unterstützt die Jägerschaft die Wiederansiedlung der Bären.

In einem Leiterwagen wurde der erlegte Bär 1965 der Öffentlichkeit gezeigt und die Bevölkerung war froh, dass der Braunbär tot war. "Der junge Braunbär ist von einem Eisenkappler Jäger erlegt worden", erinnert sich ein Gailtaler zurück, der damals als junger Zöllner in Unterkärnten arbeitete: "Der Bär wurde nach der Erlegung einfach auf einen Leiterwagen gelegt und stolz in der ganzen Region herumgezeigt." Dieser "Meister Petz" war laut Bärenanwalt Bernhard Gutleb nicht der einzige, der 1965 in Kärnten geschossen wurde: "In Ferlach wurde ebenfalls ein Bär zum Abschuss freigegeben, weil er laut Erzählungen in nur 30 Tagen 124 Schafe gerissen haben soll. Heute sieht's wohl eher so aus, als wenn man dem Braunbären damals alles angedreht hat." Heute unvorstellbar, aber auch in Ferlach wurde die Erlegung des Bären gefeiert. Keinen Grund zu feiern hat hingegen jener Wilderer, der "Roznik" gewildert hat, denn laufend gehen bei der Jägerschaft und Polizei Hinweise auf den Täter ein.

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kleinezeitung.at vom 19.06.2009 

Kopfgeld für "Roznik"-Mörder auf 10.000 Euro erhöht 

Nachdem die Prämie für sachdienliche Hinweise erst von 3.000 auf 6.000 Euro verdoppelt wurde, legte der Verein "Vier Pfoten" noch einmal nach.

Die "Ergreiferprämie" steht nun bei 10.000 Euro.

Nachdem die Prämie für Hinweise zur Ergreifung von Braunbär "Rozniks"
Mörder von 3.000 auf 6.000 Euro verdoppelt wurde, legte der Tierschutzverein "Vier Pfoten" noch einmal nach. Auf jenen Wilderer der den Braunbären getötet hat, ist damit ein Kopfgeld von 10.000 Euro ausgeschrieben. "Der Täter darf nicht ungestraft davonkommen", so Johanna Stadler-Wolffersgrün, stellvertretende Geschäftsführerin von "Vier Pfoten". Man wolle ein klares Zeichen setzen und zeigen, das solch brutales und verantwortungsloses Umgehen mit Wildtieren in Europa nicht toleriert werde, so Stadler-Wolffersgrün weiters.

Maßnahme

Die ursprünglich Summe von 6.000 Euro wäre im Falle einer Aufklärung aus dem Naturschutzbudget genommen. Die Idee einer "Ergreiferprämie" für sachdienliche Hinweise kam am Montag von der Kärntner Jägerschaft. Die Kriminalpolizei ermittelt nach wie vor in dem Fall. Der Kärntner Naturschutz- und Jagdreferent Uwe Scheuch (B) hat diese Maßnahme gesetzt. "Es ist wichtig, dass diese Tat aufgeklärt und geahndet wird", sagte Scheuch am Dienstag gegenüber der APA.

Trauer

Ich bin von Trauer erfüllt", sagt Martin Osina aus Leppen bei Bad Eisenkappel, als er über die Medien erfuhr, dass der bei ihm auf Kurzbesuch vorbeigekommene Bär "Roznik" noch am gleichen Tag erschossen worden sein soll. Auch Albert Sadovnik, dem der "zahme Bär" einen Tag davor bis auf wenige Meter nahe kam, ist erzürnt, "da er niemandem etwas getan hat".

Hintergrund

Was war passiert: Nachdem sich "Roznik" am Samstag vor Pfingsten in Leppen auf einer Weide mit Schafen und Bienenvölkern aufhielt, machte er sich am nächsten Morgen zum Frühstück über Osinas Blumenbeet her. Daraufhin zog er über den Bergrücken in den benachbarten Remschniggraben und wurde noch gegen 16 Uhr beim Bauern Crnkruh gesehen.
Zu diesem Zeitpunkt wurde "Roznik" zum letzten Mal über seinen Satellitenpeilsender geortet. In den darauf folgenden sieben Stunden wurde es - bis auf einen gezielten Herzschuss, den niemand hörte - still um den dreijährigen Braunbären und eine Kriminalgeschichte nahm ihren Anfang.

"Kapitalverbrechen"

In einer von vier infrage kommenden Eigenjagden auf österreichischer Seite und der Jagd der Familie Logarska dolina in Slowenien begegnete "Roznik" vermutlich jemandem, dessen Habgier größer gewesen sein dürfte, als sein Verstand. Jagdbesitzer Johannes
Thurn-Valsassina: "Dieses skrupellose Vorgehen eines Einzelnen ist ein folgenschwerer Bärendienst an der gesamten, miteinander befreundeten, Jägerschaft des Vellach- und Logartales." Das habe mit Jagen nichts zu tun, "sondern ist schlicht und einfach ein Kapitalverbrechen und gehört bestraft", sagt Thurn.

"Konkrete Hinweise" 

Mit dem Auffinden des Bären-Kadavers auf slowenischer Seite, 14 Tage nach dem Abschuss, ohne Kopf und mit abgezogenem Fell, die tödliche Kugel und den Peilsender sorgfältig entfernt, wurden Polizei und Jägerschaft aktiv. Während die Kriminalisten laut Oberst Christian Martinz mit ihren Recherchen bisher "nur wenig auf der Hand" haben und "die Telefone ,kalt' geblieben sind", glaubt Hegeringleiter Daniel Pasterk aus Vellach "konkrete Hinweise zu haben", die "wesentlich zur Überführung des Täters beitragen könnten".

DNA-Spuren

So professionell der "Bärenmörder" bei seiner Tat vorgegangen sei, scheine er in weiterer Folge Fehler gemacht zu haben.
Davon ist der mitbetroffene Eigenjagdbesitzer Gerald Kuchling aus Vellach überzeugt. Kuchling: "Allein die DNA-Spuren im Kühlhaus, wo er den Bären tagelang hortete, um ihn dann in eine Decke gehüllt neben der Straße zu entsorgen, müsste der Polizei ausreichend Hinweise geben, ihn zu fassen." Der gehäutete "Roznik" liegt zur Untersuchung in der veterinärmedizinischen Abteilung der Universität Ljubljana.

"Roznik" das letzte Mal in Kärnten gepeilt

Die Ermittlungen im Falle des getöteten Braunbären "Roznik“ laufen auf Hochtouren. Vorerst fehlt aber weiterhin jede Spur von dem, beziehungsweise den Tätern. Nun hat die Kärntner Jägerschaft eine Prämie für zweckdienliche Hinweise aus der Bevölkerung ausgesetzt.

In Kärnten gepeilt - in Slowenien getötet

Wie Christian Martinz vom Landeskriminalamt der Antenne Kärnten gegenüber bestätigte erfolgte eine Peilung von Rozniks GPS-Halsband das letzte Mal auf österreichischem Gebiet. Weil man im Umfeld dieser Peilung jedoch keine Indizien auf einen Bärenmord fand und sich die Fundstelle relativ weit von der Grenze, in slowenischem Gebiet befindet, geht man nun davon aus, dass der tödliche Schuss im slowenischen Teil des Vellachtals gefallen ist.

Profi am Werk

Ein weiteres Indiz dafür, dass es sich bei dem Täter um einen ?Profi“ handeln muss. Auch gehen die Ermittler davon aus, dass der Bärentöter Helfer gehabt haben könnte, denn das Tier wog rund 90 Kilogramm. Auszuschließen ist unterdessen, dass der Peilsender des Bärenmännchens den Täter auf seine Spur gebracht haben könnte. "Das ist nicht möglich“, so Oberst Christian Martinz vom Landeskriminalamt.
Vielmehr dürfte "Roznik“ seine Zutraulichkeit zum Verhängnis geworden sein.

Untersuchungen laufen

Eine Woche lang dürfte es laut Martinz noch dauern, bis die Spurenauswertung abgeschlossen ist. Eine Decke, die am Tatort gefunden wurde, wird in Laibach auf DNA-Spuren und Fingerabdrücke untersucht Hinweise aus der Bevölkerung gab es bis dato keine. Wenn jemandem etwas aufgefallen ist, soll er sich an die nächste Polizeidienststelle wenden.

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Presseaussendung vom Österreichischen Tierschutzverein vom 18.06.2009 

Bärenansiedelung bedeutet Lebensgefahr 

Utl.: Der Österreichische Tierschutzverein warnt vor Bärenansiedelung

Wien (OTS) - Wieder wurde ein Bär grausam ermordet. Der Ruf des WWF nach Ansiedelung und Bärenzuwachs ist unverantwortlich, solange die Jäger die Bären nicht als Teil unserer Wälder akzeptieren. Der Mord an Bär "Roznik" beweist, dass man Bären mit einer gewaltsamen Ansiedelung in Österreich nichts Gutes täte. Sie wären in ständiger Lebensgefahr ...

Rückfragehinweis:
   Marion Löcker
   Österreichischer Tierschutzverein
   01/8973346

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Schreiben an Vizepräsidenten des Steirischen Naturschutzbundes vom 19.06.09

Dr. Frey, tätig an der Veterinärmedizinischen Universität Wien schreibt an den Vizepräsidenten des Steirischen Naturschutzbundes, der aufgrund eines Artikels in der Zeitung des Österreichischen Tierschutzvereines (ÖTV) meinte, Schlagfallen wären selektiv und tierleidfrei im Gegensatz zu Lebendfallen.

Sehr geehrter Herr Prof. Fürst,

der ÖTV wurde und wird laufend mit tierquälerischen Aspekten in Zusammenhang mit der  Verwendung von Anzugeisen im Jagdbetrieb konfrontiert und bemüht sich daher um ein generelles, alle österreichischen Bundesländer betreffendes Verbot derartiger Fallen. In der Steiermark sind Abzugeisen, allerdings mit Einschränkungen (spezielle Schulung und Befugnis, Kennzeichnung der Fallen) im Gegensatz zu anderen Bundesländern, noch immer erlaubt.

Frau Marion Löcker hat mich um eine Stellungnahme ersucht, u.a. da Sie, sehr geehrter Herr Prof. Fürst, in Ihrer Eigenschaft als Präsident der Landesgruppe der Steieremark des NÖ Naturschutzbundes diese Form der Bejagung nicht ablehnen. Eines Ihrer Argumente sei, wenn ich Sie richtig verstanden habe, dass  Lebendfallen noch tierquälerischer seien.

Erlauben Sie, dass ich aus meiner Sicht  zu dieser Ansicht Stellung nehme.
Ich bin als Veterinär an der  Veterinärmedizinischen Universität tätig, darunter viele Jahre an der Wildabteilung, und leite eine Auffangstation für Wildtiere in NÖ. Ich habe hunderte, eingesendete Füchse untersucht und wurde dadurch auf die erhebliche Problematik der Fallenjagd aufmerksam. Gut 1 Drittel der untersuchten Füchse wies schwerste Verletzungen der Läufe auf, die eindeutig von Fallenbügeln stammten und intra vitam zustandegekommen waren. In den Mägen meherer Füchse fanden wir Extremitätenteile, die von diesen Individuen stammten. Diese Füchse hatten sich in ihrere Not selbst verstümmelt. Da ich nicht annehmen kann, dass die ausschließlich von Jägern eingeschickten Füchse mit Tritteisen gefangen worden waren, die ja seit Jahrzehnten in Ö verboten sind, können diese Fallenverletzungen nur durch Abzugeisen verursacht worden sein.  Ich habe dann begonnen mich für dieses Problem zu interessieren.

Ich habe durch meine Freilandstudien sehr viele Kontakte zu Berufsjägern, einige von ihnen betrieben selber die Jagd mit Abzugeisen oder hatten damit Erfahrungen gesammelt, danach aber darauf verzichter, alle hatten von Erfahrungen im jagdlichen Freundeskreis zu berichten. Mit Ausnahme einer Kärnter Fallenjägers, der behauptete tausende Füchse mit Abzugeisen erbeutet zu haben ohne jeden Fehlfang, bzw. tierquälerischen Aspekt, bestätigten alle regelmäßige Zwischenfälle bei der Anwendung von Abzugeisen.

In meiner Station in Haringse landeten über Jahrzehnte die bedauerlichen Fehlfänge, Kaiser-, See- und Steinadler, Bussarde und Weihen, Uhus. Fast immer hoffnungslose Fälle. Dann begann ich auch die Fehlfänge Haustiere betreffend zu recherieren und es bot sich auch hier das gleiche grausame Bild.

Ich habe dann begonnen, außer den Opfern (Greifvogel und Eulenfehlfänge) auch die Fallen einzuziehen, die Fallen wurden bei Naturschutzorganisationen abgegeben, der Landesjagdverband informiert. Klagsdrohungen waren die Folge, es blieb aber bei Drohungen. Tier- und Naturschutzorganisationen ( u.a. auch der NÖ Naturschutzbund!) traten vereint für ein Verbots der Anzugeisen ein.

Dass selbst bei vorsichtigster Anwendung von Abzugeisen Fehlfänge (andere Tierarten, andere Körperteile betroffen) nicht ausgeschlossen werden können ist eine Tatsache. Da nützten auch die beste Schulung und langjährige Erfahrung nichts. Abzugeisen sind nun einmal nicht selektiv, denn der Köder ist für jeden Fleisch- und Allesfresser interessant.

Ganz abgesehen von der erheblichen Gefährdung von Kindern.

Ich teile Ihre Meinung zu Lebendfallen völlig. Sie sind de facto tierquälerisch. Das ist aber absolut kein Argument andere potentiell tierquälerische Fallen zu akzeptieren.

Die Jagd mit Abzugeisen hat mit Waidgerechtigkeit nichts zu tun. Sie ist ohne Zweifel auch in der Stmk. ein Auslaufmodell, je früher desto besser! Spätestens beim nächsten "Fehlfang" eines Kindes, wie unlängst in OÖ, wird es sich kein Politiker mehr leisten können den Gebrauch dieser Fallen gutzuheißen. Naturschutzorganisationen müssen m.E. bei solchen Problemen sehr hellhörig sein.

Ich ersuche Sie diese Ausführungen nicht als persönliche Kritik zu sehen. Ich komme aus der Praxis und habe im Zusammenhang mit der Fallenjagd, auch mit diversen Lebendfallen, einfach zu viel gesehen, um dazu Schweigen zu können und würde mir wünschen, dass auch der STMK Naturschutzbund seine Meinung zu dieser Jagdmethode überdenkt.

Mit freundlichem Gruß, Hans Frey

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oe24.at vom 17.06.2009 

Kopfgeld auf Bären-Killer 

6.000 Euro Prämie sollen zu den Tätern führen. Ihnen droht Haft und Strafgeld.

Die Meldung sorgte für großes Aufsehen

Wie ÖSTERREICH berichtete, wurde der zwischen Kärnten und Slowenien umherziehende Braunbär Roznik am Fronleichnamstag erschossen, mit abgetrenntem Kopf und Tatzen sowie gehäutet in einem Bach im slowenischen Logartal gefunden. Die Kärntner Jägerschaft verurteilte den vermutlich von Wilderern getätigten Abschuss und setzte einen Kopfgeld-Prämie von 3.000 Euro aus.

Kopfgeld verdoppelt

Gestern gab Umwelt- und Jagdreferent Uwe Scheuch (BZÖ) bekannt, dass die Prämie auf 6.000 Euro erhöht wird. „Es ist wichtig, dass diese Tat aufgeklärt und geahndet wird“, rechtfertigt Scheuch die Verdoppelung, der das Geld aus dem Naturschutzbudget zur Verfügung stellt.

Lob für die Ergreiferprämie gab es auch von Seiten der Tierschutzstiftung Vier Pfoten: „Hierzulande stehen immer wieder Jäger im Verdacht, für Abschüsse oder das Verschwinden wilder Braunbären verantwortlich zu sein. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir, dass die Kärntner Jägerschaft die Belohnung ausgesetzt hat“, so die stellvertretende Geschäftsführerin.

Bis zu drei Jahre Haft

Sollte der Täter gefasst werden, drohen ihm bis zu drei Jahre Haft bzw.
30.000 Euro Strafe.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 15.06.2009 

Kopfloses Tier entdeckt

MAKABER / Ein Unbekannter dürfte in Maiersdorf einen Rehbock angefahren haben: Den Kopf nahm er einfach mit.

MAIERSDORF / In der Nacht von Montag auf Dienstag nutzten einige Jäger die Vollmondnacht zur Ausübung ihrer Passion. Doch auch ein Unbekannter dürfte zunächst unabsichtlich gewildert haben. Ein Rehbock wurde von einem Pkw angefahren. Der Lenker dürfte es vorgezogen haben, sich ein wertvolles Souvenir zu verschaffen, statt den Unfall ordnungsgemäß zu melden. Der Unbekannte soll den Kopf vom vermutlich noch lebenden Rehbock abgetrennt und mitgenommen haben. Der Schnitt soll dabei äußerst fachmännisch ausgeführt worden sein. Ein Jäger entdeckte den Körper des Tieres einige Stunden später neben einer Straße. Der Unbekannte dürfte dadurch gleich gegen zwei Paragraphen verstoßen haben: Eingreifen in fremdes Fischerei- und Jagdrecht und möglicherweise Tierquälerei (falls das Tier beim Abtrennen des Kopfes noch gelebt hat). Maiersdorfs Jagdleiter Josef Haslinger gab sich im Gespräch mit der NÖN, auf den Fall angesprochen, bedeckt: "Es handelt sich um laufende Ermittlungen der Polizei, da möchte ich nichts sagen."

Die Polizei Bad Fischau-Brunn bittet um Hinweise. Die Aussagen werden vertraulich behandelt. Informationen bitte an die Polizei unter 05/91333371.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 02.06.2009 

Greifvogel-Abschuss: Entscheidung naht 

RUNDER TISCH / Umweltorganisationen wollen Landesrat Pernkopf (ÖVP) ins Gewissen reden.

GÄNSERNDORF NORD / Am 17. Juni wird es eine Entscheidung geben, wie es mit der umstrittenen Beutegreifer-Verordnung weitergehen soll. An diesem Tag treffen sich nämlich BirdLife Österreich, WWF, Naturschutzbund und Jagdverband mit dem neuen Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf (ÖVP).

Zur Erklärung: Kurz vor Weihnachten 2008 hatte die NÖ Landesregierung die Abschuss-Verordnung erlassen. Demnach ist es Jägern erlaubt, auf die Dauer von fünf Jahren im Dezember und Jänner jeden Jahres 200 Mäusebussarde und 40 Habichte abzuschießen - in Summe also 1.200 Greifvögel.

"Die Beutegreiferverordnung ist dazu geeignet, dem Ansehen Österreichs im Ausland nachhaltig zu schaden", ist Gabor Wichmann von BirdLife überzeugt.

Er appeliert an den zuständigen Landesrat Pernkopf die Verordnung zurückzunehmen. "Man kann in diesem Punkt keine Kompromisse eingehen. Wir werden sehen wie sich der neue Landesrat in dieser Frage verhält", so Wichmann. Und weiter: "Bereits 2002 war die NÖ Landesregierung mit ihrem Versuch, eine Beutegreifer-Verordnung zu erlassen an der EU-Kommission gescheitert."

Sollte es zu keinem für BirdLife positiven Ergebnis bei den Gesprächen kommen, "dann geht es nur mehr auf EU-Ebene".

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"Vorarlberger Nachrichten" vom 02.06.2009 

Jagdfrevel im Gargellental 

Rotwild in Falle gelockt und getötet: Ermittlungen gegen Montafoner Jäger. Solche Jagdmethoden, die einen Tabubruch bedeuten, werden scharf abgelehnt.

Ein erfahrener Berufsjäger im Montafon ist durch eine unwaidmännisch und ehrlose Jagdmethode ins Zwielicht geraten. Im vorigen Jänner hat er bei der Winter-Wildfütterung "Zuggawald" im Gargellental eine gleichsam illegale Fallgrube für Rotwild angelegt. Wildtiere, die zur Notzeit dort die Futterstelle aufsuchen, wurden durch Auslegen von Futtergaben auf die Falle gelockt. Einige in die Kastenfalle gestürzten Tiere wurden von dem Jäger schließlich per Faustfeuerwaffe durch den Fangschuss getötet.

Sofort gehandelt

Nachdem Waldaufseher auf die verwerfliche Fallen-Stellerei des Grünrocks aufmerksam wurde und den Fall weitermeldeten, griff auch der über das Jagdvergehen informierte Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich sofort ein: "Der Jäger wurde zur Rede gestellt, die Falle sofort entfernt und die Angelegenheit auch der zuständigen Jagdabteilung bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz gemeldet".

Auch in Zeiten hoher Rotwildbestände und Abschussvorgaben, durch die Jäger bisweilen unter Druch geraten können, werden solche Jagdmethoden keinesfalls toleriert, bekräftigt der Landesjägermeister: "Jegliche Art von Fangmethoden zum ausschließlichen Zweck des Tötens von Rotwild wird scharf abgelehnt."

Tatsächlich darf Rotwild nur für wissenschaftliche Zwecke und zur Markierung gefangen werden, bestätigt auch Bezirkshauptmann Dr. Johannes Nöbl.

Anschuldigungen

Nachdem mittlerweile ein anonymer Hinweis einging, dass in der "Zuggawald"-Causa Tierquälerei - das Rotwild soll beim Sturz in die Fallgrube "gebrochene Läufe und zerschundene Äser" erlitten haben - vorliege, ist die Jagdaufsichtsbehörde neuerlich aktiv geworden. Der BH-Chef dazu: "Wir haben indes bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass die erhobenen Vorwürfe tatsächlich zutreffen."

Der Landesjägermeister verwehrt sich überdies massiv gegen die anonymen Verdächtigungen. "Da wird jetzt offenbar aus persönlichen Motiven heraus in übler Weise nachgetreten."

Aufschluss sollen jetzt die polizeilichen Ermittlungen bringen, die sich auf die Anzeige hin auf mögliche Verstöße gegen Jagd- und Tierschutzgesetz konzentrieren. Das Ergebnis dazu ergeht demnächst an die Staatsanwaltschaft und die BH Bludenz.

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orf.at vom 02.06.2009 

Bär riss acht Schafe 

In Osttirol hat ein Bär vermutlich acht Schafe gerissen. Am Montag fand ein Einheimischer auf der Brandalm auf ca. 2.000 Metern die verendeten Schafe. Der Bär dürfte aus Südtirol eingewandert sein.

Letzte Woche in Außervillgraten gesichtet

Spuren deuten auf die Tat jenes Bären hin, der letzte Woche in Außervillgraten von einem Jäger gesichtet worden war. Das Tier dürfte aus Südtirol eingewandert sein. Zur Stunde sind Männer aus Außervillgraten unterwegs, um nach weiteren getöteten Tieren zu suchen.

Großer Schaden für Schafbauer

Am Wochenende hat der Bär auch Urlauber mit seinem Gebrüll aufgeschreckt. Jetzt wird in Osttirol überlegt, wie man mit dem Bären weiterhin umgehen soll. Der Schaden für die Schafbauern ist jedenfalls groß.

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keinezeitung.at vom 29.05.2009 

Braunbär trottete an Haus in Osttirol vorbei 

Jäger aus dem Villgratental traute seinen Augen nicht: Ein Braunbär trottete neben seinem Haus vorbei und verschwand im Wald

Dem Taxiunternehmer, Landwirt und Jäger Michael Hofmann aus Außervillgraten in Osttirol war Donnerstag noch die Freude ins Gesicht geschrieben. Er hat am Mittwochabend gegen 21 Uhr unweit seines Hauses einen Braunbär gesehen: "Für mich als Jäger war das einer der schönsten Anblicke, den ich je hatte. Hoffentlich sehe ich ihn noch einmal."

Vorbeigetrottet

Zuerst gesehen hat das Tier seine Frau. "Ich war unterwegs. Der Bär trottete bei unserem Anwesen vorbei, meine Frau traute ihren Augen nicht. Sie hat mich dann sofort alarmiert", erzählt der Außervillgrater. Michael Hofmann düste heim, schnappte sich das Fernglas und dann war er nur mehr entzückt: "Ganz ruhig stapfte das Tier über die Wiese Richtung Wald. Ich habe es verfolgt, bis es verschwand."

Spurensuche

Hofmann konnte nicht erkennen, ob der Braunbär alt oder jung war. "Schließlich habe ich von dieser Wildart keine Ahnung." Donnerstag früh ging er auf Spurensuche. Der Bär hat einige hinterlassen. Eine so genannte "Losung" wie Haarbüschel ließ er aber nicht zurück. "Deshalb können wir auch nicht herausfinden, welcher Population der Bär vom Villgratental angehört", erklärt Osttirols Bezirksjägermeister Martin König.

Auf der Durchreise

Er ist überzeugt, dass das Pelztier aus Südtirol kommt und auf der Durchreise ist. Ein Indiz dafür gibt es: Im Südtiroler Winnebach, nahe der Grenze zu Osttirol, wurde vor wenigen Tagen ein ausgeräumter Bienenstock entdeckt. König plädiert: "Der Bär soll auf Osttiroler Terrain seine Ruhe haben. Er ist kein Thema, solange er keine Schäden anrichtet."

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orf.at vom 28.05.2009 

Braunbär in Osttirol gesichtet 

Im Villgratental ist Mittwochabend ein Braunbär gesichtet worden. Ein Jäger hat das Tier in der Nähe seines Hauses beobachtet. Der Bär ist aus Südtirol Richtung Norden unterwegs. Berichte weitere Begegnungen gibt es noch nicht.

Braunbär stand plötzlich in der Wiese


Es ist so gegen 21.00 Uhr, als die Familie Hofmann in Innervillgraten aufschreckt. Die Frau hat einen Bär in der Wiese gesehen, schildert Michael Hofmann, der es vorerst gar nicht glauben kann. Schließlich sieht er aber das Tier selbst und spricht gegenüber Tirol heute von einem relativ großen Braunbär. Bevor Michael Hoffmann die Kamera holen konnte, war der Braunbär wieder verschwunden.

Möglicherweise Bienenstock zerstört

Man geht mit großer Sicherheit davon aus, dass der Bär aus Südtirol kommen soll. In Winnebach soll er einen Bienenstock zerstört haben. Und wo er hinwill ist räteselhaft, sagt Michael Hofmann. In der Wiese ist jedenfalls noch die Spur des Bären zu sehen. Aber mehr hat man bisher nicht von im in Osttirol entdeckt. Jetzt sucht man eine Losung, um nähere Aufschlüsse zu erhalten.

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orf.at vom 28.05.2009 

Luchs verbreitet Angst in Losenstein  

Ein Luchs beängstigt die Bevölkerung in Losenstein (Bezirk Steyr-Land). Die Wildkatze, die mit einem Sender versehen ist, hat im Hintsteingraben bereits Rehe und eine Katze gerissen.
             
Weil die Wildkatze kaum Scheu zeigt und auch Fotografen bis auf 40 Meter an sich heranlässt, reagiert die Bevölkerung beunruhigt.

"Wie ein kleiner Filmstar"

Bürgermeister Karl Zeilermayr (ÖVP) sagt: "Die Sorge ist sicher nachzuvollziehen. Legt er doch ein Verhalten an Tag, indem er sich filmen lässt, wie ein kleiner Filmstar, wie er gerade mit seiner Beute in der Landschaft herumläuft. Er hat schon einige Rehe gerissen und eine Hauskatze 'beseitigt'. Wir wären auch stolz, wenn der Luchs bei uns spürbar, aber nicht sichtbar wäre. Er hat keine Angst vor Menschen, und das macht uns wirklich Angst", so Zeilermayr.

Der Chef des Nationalparkes, Erich Mayrhofer, versucht zu beruhigen: Noch nie habe ein Luchs Menschen angegriffen, und das treffe auch auf den erwähnten Luchs zu.

"Durchaus artgerecht"

Damit sei sein Verhalten als durchaus Artgerecht zu beurteilen. Dass er sich in Siedlungsnähe bewege, sei aber keine Besonderheit, weil er dort ideale Bedingungen vorfinde, so Mayrhofer.

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swr.de vom 28.05.2009 

Kritik an der Jagd  

Rund fünf Millionen Wildtiere werden jedes Jahr (in Deutschland, Anm.d.R.) durch Jäger erlegt. Neben Wildschweinen oder Rehen werden beispielsweise auch Enten, Wildgänse oder Kormorane geschossen. Die Jäger argumentieren, sie müssten die Tierbestände regulieren und den Wald schützen. Neue wissenschaftliche Studien zeigen aber eindeutig: Jagd löst keine ökologischen Probleme sondern schafft sie erst...

Sonntag morgens um sieben Uhr auf einer Waldlichtung. Die Luft riecht wild und würzig, die Spannung unter den 35 Jägern und Jägerinnen steigt. Wer wird heute den kapitalen Hirsch schießen? Der uralte Jagdinstinkt! Für fast 300.000 passionierte Jäger in Deutschland noch immer eine wunderbare Möglichkeit, die schöne Naturerfahrung mit dem Nützlichen zu verbinden. Mit Hege und Pflege. 

Regelung des Wildtier-Bestandes

Dass das Töten von Tieren auch Spaß macht, solch eine Aussage wird man von einem Jäger nicht bekommen. Allerdings: so ganz von der Hand zu weisen ist dieser Thrill für die Jäger offenbar doch nicht: Eine Waidfrau aus der Gesellschaft gibt zu: „Ich finde es für mich sehr schön, dass ich mit einer geladenen Waffe auf einem Hochsitz sitzen kann und es in meinem Ermessen liegt, ob ich schieße oder nicht.“ Ihre Antwort auf die Nachfrage, welche Gefühle da bei ihr aufkommen: „Ah! Machtgefühle, irgendwie.“

Offiziell sprechen die Jäger aber lieber von der Regelung des Bestandes. So auch Bundestagsmitglied Jochen Borchert, Präsident des größten deutschen Jagdverbands. Unter Helmut Kohl war er sogar Landwirtschaftsminister. Also wirklich vom Fach, sollte man meinen. Die Vorstellung, man könnte die Jagd einschränken oder gar ganz auf sie verzichten, ist für ihn eine romantische Illusion:

„Wir leben in einer Kulturlandschaft die intensiv genutzt wird und in der viele Raubtiere verschwunden sind. Wenn hier der Jäger nicht regulierend eingreifen würde, dann würden sich bestimmte Wildarten, die mit der Kulturlandschaft, mit der Besiedelung durch die Menschen besser fertig werden, außerordentlich stark vermehren und andere Wildarten würden Opfer dieser Arten und würden am Ende ganz verschwinden. Und ich denke, insofern leistet die Jagd eine wichtige Aufgabe beim Erhalt der Artenvielfalt und bei der Begrenzung und Regulierung der Wildbestände.“

Jäger ist kein Ersatz für Raubtiere

Auf den ersten Blick leuchtet das vollkommen ein: Wölfe im Wald, die den Wildbestand regulieren - das wollen doch nur Naturromantiker. Die Mehrheit der Menschen hat – seit den Märchen der Kindheitstage - Angst vor dem bösen Wolf. Da sind Leute mit Flinten und grünen Mützen im Wald doch angenehmer. Kann daran etwas falsch sein? 

Ja, alles! Sagt der Zoologe Professor Josef Reichholf, der an der TU München 30 Jahre lang Naturschutz lehrte und zahlreiche Preise für seine Publikationen erhielt. Der Jäger als Ersatz für fehlende Raubtiere? Für ihn ein Märchen: „Das ist eine falsche Vorstellung. Die Raubtiere haben nie bei uns die Wildbestände nennenswert reguliert. Es waren immer Krankheiten, Winterhärte und der Nahrungsmangel. Und genau die letzteren schaltet der Jäger systematisch aus. Und die Raubtiere hat er auch ausgeschaltet. Die Winterfütterung und die Wildpflege soll ja auch bewirken, dass der Bestand besonders hoch wird. Und das haben die Jäger ja auch erreicht.“

Winterfütterung fördert Population

Den Bestand päppeln durch Winterfütterung? Das ist laut Jagdrecht eigentlich gar nicht erlaubt. Tatsächlich ist es aber eher die Regel als die Ausnahme. Winterfütterung lässt die Zahl der Tiere steigen. Besonders gerne päppeln die Jäger Hirsche – also das Rotwild, wegen der beeindruckenden Trophäen. Seltsam, denn gleichzeitig erklären die Jäger, dass sie mit der Jagd den Bestand des Rotwildes klein halten müssen, um den Wald zu schonen. 

So auch der Präsident des größten deutschen Jagdverbandes, Jochen Borchert: „Natürlich gibt es Schäden durch das Rotwild. Das kommt, weil das Wild in Revieren, in denen viele Besucher im Wald unterwegs sind, kaum noch aus der Dickung hervorkommt um auf den Wiesen zu grasen – um es mal nicht fachmännisch auszudrücken. Und dann bleibt dem Wild gar nichts anderes übrig, als die Bäume zu verbeißen.“

Auch hier widerspricht der Zoologe Reichholf. Die Jäger lösen nicht das Problem, sie verursachen es: „Das Rotwild wird bei uns durch die typische Form der Hege in die Wälder gelockt und gedrückt. Gedrückt, weil es scheu gemacht worden ist durch die lange Bejagung. Gelockt durch die Fütterungen gerade auch mit den Wintergattern. Dadurch wird ein Bestand aufgepäppelt, künstlich hochgehalten auf einem Niveau das die Wälder natürlich schädigt. Wir haben derzeit die dreifache Menge des Wildes in unseren Wäldern wie das vor der Zeit der gezielten Hege der Fall war.“ 

So sind Jäger auch mitverantwortlich für die hohe Zahl der Wildunfälle in Deutschland. Obwohl die Waidleute natürlich sagen, dass sie ihren Job machen um genau dieses Problem so klein wie möglich zu halten. Augenwischerei. Fast schon Zynismus. Auf jeden Fall: Jägerlatein.

Wirtschaftliche Interessen

Es ist sicher etwas krass ausgedrückt, kommt der Wahrheit aber recht nahe: Der Wald ist die Schießbude der Jäger. Dort haben sie das Wild optimal für sich aufgestellt. Für Schießspaß und für einen anständigen Ertrag. Schließlich kostet die Pacht ja auch einen Batzen, da muss der Jäger schon irgendwie auf seine Kosten kommen. Mit Spaß, Wildbret und Trophäen.

Jochen Borchert weist dies weit von sich: „Also der Vorwurf, dass Jäger zu viel jagen und zu viel Wild erlegen, trifft ganz sicher nicht zu. Dazu wird Jagd heute von allen Jägern nachhaltig ausgeübt, das heißt, es wird immer nur so viel Wild abgeschossen, wie wieder nachwächst, ohne dass der Bestand gefährdet wird.“

Natürlich muss das alles wieder nachwachsen. Sonst hätten die Jäger ja im nächsten Jahr kaum Spaß an ihrem Hobby. Darin besteht ja die Kunst der „Hege und Pflege“: Das Wild so zu halten, dass sich das teuere Revier lohnt, sagt auch Prof. Reichholf: „Bei den hohen Wildpachtzinsen haben die Jäger ein Interesse, einen hohen Wildbestand zu haben und diesen auch so hoch wie möglich zu halten. Also gibt es einen Zweikampf zwischen denen, die die Wildschäden beklagen und den Jägern, die einen Wildbestand haben möchten, auf hohem Niveau. Und zwar seit Jahrzehnten anhaltend auf hohem Niveau.“

Und das wird wahrscheinlich vorerst auch so bleiben, denn die deutschen Jäger haben eine starke Lobby. Und nutzen die Wälder als Wildzuchtanlage für ihren privilegierten Freizeitspaß.

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orf.at vom 25.05.2009 

Jäger drohen: Wildbret für die Hunde  

Die Preise für geschossene Rehe seien derzeit viel zu niedrig, beklagen sich die Jäger. Manche von ihnen haben bereits die Absicht geäußert, unter diesen Bedingungen auf die Jagd zu verzichten oder das Wildbret den Hunden zu verfüttern. 

Zwei Euro pro Kilo Rehfleisch


Laut Jägerschaft bedeute das schönste Waidmannsheil nur wenig, wenn der Jäger für den Schuss keinen Gewinn erzielen kann. Genauer gesagt ist es der örtliche Jagdverband, der aus den Erlösen des verkauften Wildbrets seinen Aufwand - vor allem die Jagdpacht - bezahlen muss.

Bei den gegenwärtigen Preisen sei das aber kaum noch möglich, klagen die Jäger. Zwei Euro bieten ihnen die Wildbrethändler für das Kilo Rehfleisch, das ist nur noch ein Drittel des hohen Preises im Vorjahr.

Nicht besser auch bei anderen Wildtieren: Für Fasane werden 1,50 und für einen Hasen zwei Euro bezahlt. 

Fleisch für die Hunde

Diese Preissituation lässt manche Jäger darüber nachdenken, sprichwörtlich die Flinte ins Korn zu werfen. Andere Jäger sollen bereits die Absicht geäußert haben, das kostbare und köstliche Fleisch der Maiböcke an ihre Hunde zu verfüttern, wenn der Preis so schlecht sei.

In einer landesweiten Jägerversammlung soll das Problem des Preisverfalls bei Wildbret nun aber angesprochen werden.

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st-hubertus.at vom 22.05.2009 

Jäger stürzt ab 

Bei einem Ausflug auf die Alm verlor der Jäger, Forstarbeiter und Landwirt Josef Pfandler aus dem Passeiertal sein Mobiltelefon. Am nächsten Tag machte er sich auf, es zu suchen. Nachdem er nicht verabredungsgemäß am Mittag zurück und auch telefonisch nicht zu erreichen war, verständigte seine Familie die Bergrettung. 30 Bergretter und ein Rettungshubschrauber suchten bis spät in die Nacht vergeblich nach dem Vermissten. Am nächsten Morgen stießen sie dann auf die Leiche des Verunglückten. Pfandler war von einem Grat unterhalb des Karrenberg-Gipfels abgestürzt.

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"Kurier" vom 19.05.2009 

Tirol: Dramatische Ochsen-Jagd 

Gefährliche fünf Stunden standen Feuerwehr und Polizei am Sonntag in St. Johann im Einsatz, nachdem zehn Ochsen von einer Weide entlaufen waren. Drei wurden in einem Garten eingefangen, sieben Tiere steckten in der Fieberbrunner Ache fest. Feuerwehrmännern und Amtstierarzt gelang es, die aufgeschreckten Ochsen zu bergen. Als ein Tier trotz Narkose-Spritze durch den Ort trabte, wurde es vom alarmierten Jäger getötet.

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"Kurier" vom 19.05.2009 

Tierschützer schlagen Alarm: Vergiftete Hühnereier entdeckt 

Parndorf - Neuerlich Giftanschläge in Niederösterreich und im Burgenland: Laut WWF haben Unbekannte in Aspersdorf, Bezirk Hollabrunn, Köder gelegt, denen Mitte April ein Fuchs sowie ein Jagdhund zum Opfer fielen. Vor eineinhalb Wochen wurden schließlich in Parndorf, Bezirk Neusiedl am See, drei mit Carbofuran versetzte Hühnereier gefunden. Die Köder enthielten eine violette Substanz. Diese Färbung sei typisch für das seit Ende 2008 verbotene Pestizid Carbofuran, ein hochgiftiges Pflanzenschutzmittel, das unter dem Handelsnamen "Furadan" bekannt ist.

Kadaver analysiert

Ein Reiter hatte Mitte April den toten Fuchs entdeckt. Die Jägerschaft veranlasste sofort die Untersuchung des Kadavers am Wiener Forschungsinstitut für Wildtierkunde. Eine Woche zuvor wurde im selben Revier ein Jagdhund nach Vergiftungssymptomen behandelt, doch kam jede Hilfe zu spät. Carbofuran wurde in beiden Fällen nachgewiesen. "Besonders betroffen sind auf der Parndorfer Platte heimische, stark gefährdete Greifvögel wie Seeadler oder Kaiseradler", so Christian Pichler, Leiter des WWF-Seeadlerprojektes. Er rief dazu auf, Köderfunde und Verdachtsfälle unverzüglich an die WWF-Gifthotline (ö 0676/444 66 12) zu melden. Der Gifteinsatz verstoße auch massiv gegen das Jagdgesetz, so Burgenlands Landesjägermeister Peter Prieler. Man sei zu jeglicher Hilfestellung und Unterstützung bereit.

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orf.at vom 17.05.2009 

Harter Winter: Wildbestand stark dezimiert 

Viele Rehe und Hirsche haben diesen Winter nichts zu fressen gefunden, nach Schätzungen sind bis zu drei Mal mehr Tiere als sonst verhungert. Die Jäger fordern deswegen Unterstützung aus dem Katastrophenfonds.

Hohe "Schälschäden" an den Bäumen

In diesem Winter sind mehr Wildtiere als in anderen Jahren verhungert oder an Krankheiten gestorben. Fallwild heißt dieser Ausfall bei den Jägern. Sie rechnen damit, dass die Vorjahreszahl stark übertroffen wird. Landesjägermeister Ferdinand Gorton: "Die Schätzungen liegen leider beim bis zu Dreifachen der bisherigen Rate."

Die Tiere haben im Schnee nichts zu fressen gefunden und deshalb die Baumrinde "angeknappert". Durch den strengen Winter sind deswegen - zum Leidwesen der Holzbauern - auch verstärkt Verbissschäden an den Bäumen aufgetreten.

Hilfe aus Katastrophenfonds gefordert

Nachdem es sich heuer um einen Katastrophenwinter gehandelt hat, will die Jägerschaft sich erstmals um Unterstützung vom Land aus dem Katastrophenfonds bemühen, sagt Gorton.

Sollten die Forderungen der Grundeigentümer nach den Wildschäden zu hoch sein, befürchtet Gorton, dass in Oberkärnten 30 Pachtjagden gefährdet sind. Deshalb hält er die Unterstützung durch das Land für besonders wichtig.

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"Tiroler Tageszeitung am Sonntag" vom 10.05.2009 

Mutterglück pünktlich zum Mai 

Der Rehnachwuchs kommt immer im Mai und Juni zur Welt - egal, wann er gezeugt wurde. Die Natur hat nämlich ihre kleinen Wunder. So sind Rehe unterschiedlich lange trächtig. Zwischen fünf und neun Monate dauert ihre Schwangerschaft.

von Helmut Pechlaner


Wien -Fast 99 Prozent der Rehe werden innerhalb von vier Wochen zwischen Mai und Anfang Juni geboren. Das ist eine biologisch bewährte Regelung, denn sowohl die milde Witterung in dieser Zeit als auch das vielfältige, zarte Nahrungsangebot an Blättern und Kräutern bieten die bestmöglichen Lebensbedingungen für Mütter und Kitze.

Kurz oder lang trächtig

Das eigentliche Wunder der Natur besteht jedoch darin, dass alle Rehgeißen innerhalb weniger Wochen ihre Mutterschaft beginnen, völlig unabhängig davon, ob die erfolgreiche Paarung mit dem Bock im Juli oder im November des Vorjahres stattgefunden hat. Das heißt also, die Trächtigkeit oder Schwangerschaft dauert in der Regel neuneinhalb Monate, kann aber bei einer Paarung im Spätherbst schon nach fünf Monaten zu Ende gehen. Die Natur besteht darauf: Die Geburt muss im Mai stattfinden.

Das "Wunder" ist leicht erklärt. Die normale Paarungszeit findet im Hochsommer statt. Die Rehgeiß wird brünstig und signalisiert ihre Bereitschaft mit starken Duftstoffen und heimlichen Rufen, die bei den Rehböcken sehr gut ankommen.

Trotz dieser Bereitschaft zur Paarung findet eine treibende Hetzjagd der Partner von mehreren Stunden statt. Denn erst dadurch wird der Eisprung im baldigen Muttertier ausgelöst. Die befruchteten Eizellen - Rehmütter bringen meistens Zwillinge zur Welt - nisten sich in der Gebärmutter ein, durchlaufen einige Zellteilungen und verfallen dann in die so genannte Keimruhe.

Viereinhalb Monate wird so die Entwicklung der Embryonen im Mutterleib gestoppt. Um die Wintersonnenwende, also um Weihnachten, setzt wieder die volle Weiterentwicklung ein. Schließlich wollen alle im Mai Geburtstag feiern.

Späte Deckung

Nicht alle Rehgeißen werden im Sommer erfolgreich gedeckt und deshalb werden jene Ende November, Anfang Dezember ein zweites Mal brünstig. Diese und auch besonders frühreife junge Geißen werden vom Rehbock gedeckt und die Entwicklung dieses Nachwuchses geht rasch und ohne Pause, ebenfalls bis Mai, vor sich. Eine solche unterschiedliche Trächtigkeitsdauer ist im Tierreich äußerst selten, sie kommt aber auch bei einigen unserer Marder vor.

Neben Fuchs und Hase ist das Reh wohl das bekannteste Wildtier in unserem Land. Trotzdem hier noch einige Details: Als Paarhufer aus der Unterordnung der Wiederkäuer gehört das Reh zur Familie der Hirsche.

Vom Verhalten her ist es ein Waldrandbewohner, ein typischer "Schlüpfer". Gerade im Strauchgürtel an den Waldrändern finden Rehe Unterschlupf und Sicherheit, aber auch Blatt- und Knospennahrung, bevor diese Feinschmecker auf den Wiesen sehr wählerisch ihre Lieblingskräuter zupfen. Nur die Böcke bekommen ein Geweih, aber anders als beim Rothirsch ist die Zahl der Geweihenden auf sechs begrenzt.

Auf Trophäenjagd

Durch Hormone werden der jährliche Stangenabwurf und die Neubildung gesteuert. Wie hoch und wie massig das "Gehörn" eines Rehbocks wird, hängt vor allem von den vererbten Anlagen und dem Alter, aber auch von der Gesundheit des Tieres ab. Während früher Luchse und Wölfe in erster Linie die schwachen Tiere erbeutet haben - Charles Darwin hat uns die Folgen einer solchen Zuchtwahl erklärt - werden vom menschlichen Jäger überwiegend imposante Trophäen erbeutet.

Erstaunlich ist auch der Nahrungsbedarf. Ein Reh von etwa 20 Kilo Körpermasse frisst täglich zwei bis vier Kilogramm Grünfutter. Den höchsten Nahrungsbedarf gibt es im Frühjahr, im Spätsommer und im Herbst.

Im Winter weniger Futter

Während wir Menschen glauben, dass die armen Rehlein im Winter Hunger leiden müssen, hat nun endlich die Wissenschaft das Gegenteil bewiesen.

Seit Jahrmillionen angepasst, schraubt der Organismus auch unserer Rehe den Nahrungsbedarf im Winter dramatisch zurück. Die Reserven, welche sich Rehe im Herbst angefuttert haben, bieten genügend Energie für den Winter. Erst im Frühjahr, wenn Trächtigkeit, Haarwechsel, Geweihwachstum und Aktivitäten der Reviermarkierung beginnen, steigt der Futterbedarf. Unter besten, geschützten Bedingungen können Rehe 20 Jahre alt werden.

Mit zehn beim alten Eisen

In freier Natur erreicht kaum ein Tier das zehnte Lebensjahr. Das Durchschnittsalter einer Rehwildpopulation beträgt zwei bis drei Jahre.

Helmut Pechlaner ist Tierarzt und leitete den Alpenzoo Innsbruck, bevor er als Direktor in den Tiergarten Schönbrunn nach Wien wechselte. Seit dem Jahr 2007 ist der gebürtige Tiroler in Pension. Er lebt im Burgenland und übt noch mehrere Funktionen, etwa als WWF-Präsident, aus.

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"Tiroler Tageszeitung" vom 09.05.2009 

Futterkrippe war die Dioxinquelle 

Die Quelle für die Dioxinbelastung der Kühe in der Leutasch ist gefunden: Das Gift stammt von einer Wildfütterung.

Leutasch -Bei der Wildfütterungsstelle im Bereich der Weide handelt es sich laut Amtstierarzt Paul Ortner "um sechs Futterraufen, bei denen die Seitenteile aus alten Strom- oder Telegrafenmasten gebaut sind". Diese geteerten Pfähle seien ähnlich behandelt wie alte Bahnschwellen und weisen einen hohen Dioxingehalt auf. "Nach den Befunden weist alles darauf hin, dass das die Quelle ist", erklärt Ortner. Milchuntersuchungen in den umliegenden Betrieben, deren Tiere dort nicht hingelangten, hätten auch keine Dioxinbelastung ergeben. "Einen ähnlichen Fall gab es vor einigen Jahren in Kärnten."

Die Tiere der kleinen Leutascher Mutterkuhherde seien nur nachts im Stall, untertags könnten sie relativ frei herumstreunen. Sie hätten sich dabei gerne im Bereich der Wildfütterungsstelle aufgehalten, die "ein bissl am Berghang liegt" und erst ab Oktober abgezäunt war.

Laut Ortner könnten vor allem die Kälber an dem Holz geleckt haben. Zudem sei das Erdreich um solche Masten meist auch belastet. "Das geht aber nicht tief rein, denn Dioxin ist nicht wasserlöslich."

Das Wichtigste sei jetzt, dass die Tiere keinen Kontakt mehr zur Dioxinquelle hätten. Dennoch zieht der Fall einige Konsequenzen nach sich: Der Amtstierarzt geht davon aus, dass "für die Futterkrippe ein Abbaubescheid vom Umweltreferat kommt". Die Pfähle müssten dann nach dem Abfallwirtschaftsgesetz speziell entsorgt werden.

Völlig unklar ist derzeit, ob auch das aus der Krippe gefütterte Wild durch Dioxin belastet ist. "Bald beginnt die Schusszeit, da muss man dann geschossene Stücke und Fleischproben untersuchen, ob eine Belastung über dem Grenzwert vorliegt", schildert Ortner. Zudem wird die Frage der Entschädigung für das nicht verwertbare Rindfleisch und Wildbret zu klären sein.

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"Kleine Zeitung" vom 07.05.2009 

Jäger erschoss Hund 

Eine tierische Tragödie könnte nun vor dem Richter enden. Aktiver Tierschutz Steiermark erstattet Anzeige gegen Jäger wegen Tierquälerei.

Der Vorfall ist in jeder Hinsicht tragisch: ein kürzlich erfolgter Hundeangriff auf eine Schafherde in der Südsteiermark endete tödlich - für drei Schafe, die durch den Gnadenschuss erlöst werden mussten und für einen der beiden Hunde, den der zum Ort des Geschehens gerufene Jäger erschossen hat.

Und eben das könnte nun ein Nachspiel vor Gericht haben, da der Aktive Tierschutz Steiermark Anzeige gegen den Jäger erstattet hat. Ihm wird ein vorsätzlicher Willkürakt vorgeworfen, der dem Hund Schmerzen und ein unnötig langes Leiden zugefügt hätte.

Bezirksjägermeister Rudolf Gaube stellt sich in diesem Fall voll hinter dem betroffenen Jäger: "Jeder weiß, dass ich den Vorfall sofort dem Disziplinarausschuss gemeldet hätte, wenn ein schuldhaftes Handeln des Jägers vorliegen würde. Aber das ist hier einfach nicht der Fall."

Der Bezirksjägermeister kann sich in diesem Fall nicht des Gefühls verwehren, dass man hier einfach nur angeblich schießwütige Jäger an den Pranger stellen wolle. Gaube: "Ich bin der letzte, der will, dass auf Hunde geschossen wird. Meine Jäger wissen das und halten sich auch an meine Weisungen. Aber es gibt eben Ausnahmesituationen wie zuletzt, die leider keine andere Möglichkeit lassen. Hier mussten die verbleibenden Schafe geschützt werden, aktiver Tierschutz kann nicht nur für Hunde und Katzen gelten. Das ist meine Kritik am Tierschutz."

Herbert Oster, Präsident des Aktiven Tierschutzes: "Der Hund hat Schafe gerissen, das ist verwerflich, darüber ist nicht zu diskutieren. Unser Vorwurf bezieht sich lediglich auf den Zeitraum, wo der Jäger den Hund angeschosssen hat bis zum finalen, erlösenden Schuss. Aussagen zufolge ergibt sich hier ein Zeitfenster von 20 bis 30 Minuten. Das ist unnötiges Leiden und Tierquälerei. Daher die Anzeige."

Gaube dementiert wiederum dieses Zeitfenster. Und auch Oster gibt zu: "Hier stehen Aussagen gegen Aussagen. Eine Entscheidung wird letztlich das Gericht treffen müssen."

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orf.at vom 07.05.2009 

Aus für die Fallenjagd 

Das Aus für die Fallenjagd wird der Landtag am Donnerstag beschließen. Ebenfalls auf der Tagesordnung stehen neue Spielregeln für die parlamentarische Arbeit und ein Abfallwirtschaftsgesetz.

Fallen

Füchse, Marder oder Iltisse können ab kommenden Oktober aufatmen. Ab dann ist in Oberösterreich die Jagd mit Fangeisen in den Wintermonaten verboten, wie der Landtag beschließen wird. Anlass ist der Fall eines Marchtrenker Mädchens, das mit der Hand in ein unerlaubt aufgestelltes Fangeisen gegriffen hatte.

Ab Herbst sind deshalb nur mehr Kastenfallen erlaubt, darüber sind sich alle vier Landtagsfraktionen einig.

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orf.at vom 05.05.2009 

EU-Drohung soll Braunbären retten 

Die EU schaltet sich nun in die Rettung der heimischen Braunbären ein. Falls Österreich der EU-Richtlinie zum Schutz der Braunbären nicht nachkommt, droht eine Klage. Davon könnte auch NÖ betroffen sein. 

WWF verlangt nationalen Bärengipfel

Im Ötschergebiet gibt es nur noch zwei männliche Braunbären, einen in Nieder-, den zweiten in Oberösterreich.
Noch konnten sich die betroffenen Bundesländer aber nicht auf die Ansiedlung weiterer Bären einigen. Der WWF will nun einen nationalen Bärengipfel einberufen.

20 Braubären sind verschwunden

Aussterben könnte nur durch das Auswildern von zehn Bären verhindert werden. Zehn Braunbären müssten in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark ausgewildert werden, heißt es beim WWF. Damit will man ein Aussterben der Bären verhindern.

Seit Mitte der 90-er Jahre sind im Ötschergebiet etwa 20 Braunbären verschwunden. Das Bundeskriminalamt hat nur einen illegalen Abschuss nachweisen können. Erst vor wenigen Wochen scheiterte ein Bärengipfel in der Steiermark.

Pernkopf: "Grenzüberschreitende Lösung"

Aus dem Büro von Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) hieß es, dass eine grenzüberschreitende Lösung sinnvoll sei. Wenn die Steiermark und Oberösterreich auch dafür seien, würde man sich dem Auswilderungsprojekt nicht verschließen. 

Der Ball liegt nun beim Umweltminister.
WWF-Forderung an Umweltminister


Niederösterreich kann sich nicht an den Steirern abputzen, entgegnete WWF-Bärenprojektleiter Christoph Walder.
Der WWF sieht nun Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) am Zug, dieser müsse einen nationalen Gipfel zur Rettung der Ötscherbären einberufen.

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orf.at vom 04.05.2009 

Kein Einvernehmen bei Bärenprogramm

Die EU verlangt von Österreich Auskunft über die Einhaltung des Artenschutzes für Braunbären. Nach Ansicht von Landesrat Manfred Wegscheider (SPÖ) sei in Sachen Wiederansiedlung kein Einvernehmen mit den Jägern herzustellen gewesen.

"Land will Bären wiederansiedeln"

Die Abteilung für Natur und Biodiversität der EU-Kommission hatte der Republik Österreich einen Brief geschrieben, wonach man wissen wolle, was die Behörden zur Einhaltung des Artenschutzes für den gefährdeten Braunbären täten.

Der steirische Naturschutzlandesrat Manfred Wegscheider erklärte auf Befragen, man habe bei Gesprächen alle beteiligten Seiten an einem Tisch gehabt, und die zuständige Fachabteilung des Landes habe eine positive Stellungnahme zur Wiederansiedlung von Braunbären zur Stärkung der bestehenden Population von zwei Tieren gegeben.

Projekt "politisch vorläufig gestorben"

Ohne die Zustimmung von Weidmännern und Forstwirtschaft, also auch den Grundeigentümern, werde es aber nicht gehen, sagte Wegscheider. Damit sei das Projekt "politisch vorläufig gestorben". Wegscheider sagte, seitens der Jägerschaft sei man der Meinung, dass die Wiederansiedlung so nicht umsetzbar sei, sondern nur über Zuwanderung von Braunbären.

Grüne: Bankrotterklärung für den Artenschutz

Für den Grünen Landtagsabgeordneten Lambert Schönleitner liegt die Verantwortung in der Steiermark: "Ein neuerliches Aussterben der Bären wäre eine Bankrotterklärung für den Artenschutz. Die beiden Landesräte Manfred Wegscheider und Johann Seitinger (ÖVP) würden es nicht schaffen, sich an einen Tisch zu setzen und ein Bärenrettungskonzept umzusetzen.

Rettungsprogramm in Oberösterreich

Die Grünen hätten bereits zwei diesbezügliche Landtagsinitiativen gestartet.
Oberösterreich habe ein Bärenrettungsprogramm zusammengebracht, im kleinen Slowenien würden Hunderte "Meister Petz" durch die Wälder streifen, so der Grüne Abgeordnete. In der heutigen Zeit müsste ein Nebeneinander von Jagd und Artenschutz auch in Österreich längst möglich sein.

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welt.de vom 01.05.2009 

Erster Wolf in Österreich entdeckt 

In Österreichs Wäldern lebt erstmals seit vielen Jahren wieder ein Wolf.

Vermutlich seit etwa einem Monat streune das Tier im südlichsten Bundesland Kärnten zwischen den Orten St. Veith und Feldkirchen herum, erklärte der Kärtner Wildtierexperte Bernhard Gutleb auf der Internetseite des Österreichischen Rundfunks ORF.

Der Wolf ist zurück in Österreichs Wäldern

Anhand von Kot sei der Wolf eindeutig ausgemacht worden. Experten gehen davon aus, dass Österreich Lebensraum für 200 Wölfe bietet.

In den vergangenen Jahren hätten immer wieder einzelne Tiere in Kärnten „vorbeigeschaut“, erklärte Gutleb. Sie kämen meist aus Slowenien und Italien, wo sich die Population stabilisiert habe. In Polen gibt es nach Schätzungen mehr als 1000 Tiere, in der Slowakei etwa 400. Kleinere Bestände findet man in Ungarn.

In Deutschland wird ihre Zahl auf über 30 geschätzt. In Österreich ist der Wolf streng geschützt und als ganzjährig geschontes Wild in der Jagdordnung verankert.

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orf.at vom 01.05.2009 

Jagdhütte am Leonsberg abgebrannt 

Eine Jagdhütte am Leonsberg im Zimnitzgebiet bei Bad Ischl ist in der Nacht auf Freitag ein Raub der Flammen geworden. Ein Jäger, der sich mit Jagdgästen am Brandort aufhielt, alarmierte die Einsatzkräfte.

Schwieriger Aufstieg

Der Notruf ging gegen 1.43 Uhr ein. Da die Jagdhütte auf einer Höhe von 1.300 Metern Seehöhe lag, konnten die Einsatzkräfte den zweistündigen Aufstieg nicht sofort in Angriff nehmen. Zu diesem Zeitpunkt war die Hütte laut dem dort anwesenden Jäger aber bereits nicht mehr zu retten.

Kontrolle des Brandortes

Eine fünfköpfige Truppe der Feuerwehr wurde schließlich noch entsendet, um den Brandort zu kontrollieren und ein mögliches Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Wald auszuschließen.

Der Brand dürfte laut Polizeibericht von dem Ofen in der Hütte ausgegangen sein. Die Höhe des Sachschadens war vorerst nicht bekannt.

Die Gefahr eines Waldbrandes konnte ausgeschlossen werden, da die Hütte direkt in einem Schneefeld lag, so die Feuerwehr.

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"Salzburger Nachrichten" vom 30.04.2009 

Tote Mutter von Bär Moritz identifiziert 

DNA-Analysen halfen, doch wie die Bärin starb, bleibt ungeklärt

Wien. Bis zu 35 Braunbären lebten bis vor wenigen Jahren noch in Österreich - hauptsächlich im Ötschergebiet, im Salzkammergut sowie im Süden von Kärnten. Bis auf drei sind dann alle auf rätselhafte Art und Weise verschwunden: Braunbär Moritz treibt sich derzeit zwischen der Obersteiermark, Oberösterreich und Salzburg umher, sein Vater Djuro trottet weiter im Ötschergebiet herum und ein knapp zweijähriges Bärenweibchen wurde - ausgestopft - im Keller eines niederösterreichischen Jägers gefunden.

Jahrelang versuchte eine Sonderkommission des Bundeskriminalamts das Verschwinden der Bären zu klären. Mit dem Ergebnis: Viele könnten einfach abgeschossen worden sein, Beweise gebe es aber keine.

Jetzt konnte zumindest ein kleines Rätsel um eine 2002 aus dem Ötschergebiet verschwundene Bärin geklärt werden. DNA-Analysen an einem später gefundenen Schädel ergaben, es handelte sich um die Bärin Rosemarie aus dem WWF-Bärenprojekt - die Mutter von dem noch lebenden Bären Moritz. Nach Darstellung von Bärenanwalt Georg Rauer sei Rosemarie eine große Hoffnungsträgerin gewesen, das Bärenansiedelungsprogramm in Österreich zu beschleunigen. Freilich: Ungeklärt bleibt, wie Rosemarie ums Leben gekommen ist.

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orf.at vom 30.04.2009 

Verurteilt: Jäger mit Reitpeitsche traktiert 

Am Landesgericht wurde am Mittwoch ein Primararzt verurteilt - nicht wegen eines Kunstfehlers, sondern weil er mit seiner Reitpeitsche einen Jäger traktiert haben soll.

Haft auf Bewährung und Geldstrafe

Der Arzt war in der Weitwörther Au mit seiner Kutsche unterwegs, sein Hund lief nicht angeleint daneben. Ob der Jagdaufseher einen Ausweis zeigte, ob der Primar den Mann mit der Peitsche nur antippte oder auf ihn einschlug, darüber gehen die Aussagen auseinander.

Der Mediziner wurde jedenfalls wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt schuldig gesprochen. Sechs Monate Haft auf Bewährung und 500 Euro Schmerzensgeld lautet das Urteil.

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noen.at vom 29.04.2009 

Reh-Kadaver als Köder 

HETZMANNSDORF / Um Füchse anzulocken, band ein Jäger ein totes Reh an einen Masten. Einem Anrufer „stinkt‘s zum Himmel“.

„Das stinkt ja zum Himmel“, war ein NÖN-Anrufer empört. Denn mitten auf einem Feld bei Hetzmannsdorf wurde von einem Jäger ein totes Reh an einem Strommasten angebunden, um Füchse anzulocken und zu erschießen.
Vor allem bei den sommerlichen Temperaturen laben sich aber eher Fleischfliegen an dem Kadaver als Füchse. Außerdem berichtet der Anrufer, dass bereits im Vorjahr ein ganzes Schaf auf diesem Luderplatz, wie es in der Jägersprache genannt wird, langsam verwest ist. „Da entwickelt sich doch ein Seuchenherd. Das ist unverantwortlich, vor allem wenn man bedenkt, dass der Jagdleiter sogar Lebensmittelkontrolleur ist“, ärgert sich der Anrufer über die Rücksichtslosigkeit die ein Waidmann hier an den Tag legte.

Karl Wittmann, Bezirksjägermeister, gibt Entwarnung, was den Seuchenherd betrifft: „Nein, hier besteht keine Gefahr, nur Füchse oder Marder nehmen dieses Fleisch“. Allerdings zeigt sich Wittmann über die Methoden seiner Jagdkollegen überrascht, denn üblicherweise werden keine ganzen Tiere auf einen Luderplatz gelegt: „Normalerweise nimmt man da Ausbrüche oder nur Stücke von Tieren. Diese legt man dann aber nicht offen aufs Feld, sondern vergräbt sie. Der Fuchs gräbt es dann schon aus“, berichtet der Bezirskjägermeister.

Wittmann forschte bei den Waidmännern nach, wer das Reh dort angebracht haben könnte, doch von den Hegeringleitern will es niemand gewesen sein. „Ich werde hier aber noch weiter nachforschen. Außerdem muss das Tier aus dem Weg geräumt werden, denn so macht es ja überhaupt keinen Sinn“, versprach der Bezirksjägermeister, den Kadaver entfernen zu lassen.

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bvz.at vom 29.04.2009 

Schuss auf Jagdhund 

BEZIRK OBERPULLENDORF / Er habe geglaubt, auf eine Rehgeiß zu schießen, verantwortete sich der Jäger. Er muss 500 Euro Strafe zahlen.

Direkt im Wald - am Ort des blutigen Geschehens - fand vorige Woche die Gerichtsverhandlung rund um den qualvollen Tod einer hochdekorierten Jagdhündin statt: Das Tier war am 26. April 2007 angeschossen worden und verendete an den Folgen eines Hüftschusses. Erst sechs Tage später fanden die Besitzer die Hündin.

Angeklagt wurde ein 50-jähriger Jäger aus Wien, dem Tierquälerei und „schwere Sachbeschädigung“ vorgeworfen wurde - juristisch handelt es sich bei einem Tier um eine Sache. Er war am Dienstag der Vorwoche ebenso beim Lokalaugenschein im Waldstück im Bezirk Oberpullendorf dabei, wie der Besitzer der getöteten Hündin, ein Lehrer aus dem Bezirk Oberpullendorf, der immer noch um die damals zweijährige Ria trauert.

„Die Hündin war das Ergebnis jahrzehntelanger Zuchtarbeit. Sie wurde mit den höchsten Bewertungen prämiert.“

Der Wiener hatte sich nicht schuldig bekannt: Er habe geglaubt, auf eine Rehgeiß zu zielen. Vor Ort widerlegte der Schießsachverständige Ingo Wieser diese Version. „Der Sachverständige sagte, wenn man aus so kurzer Entfernung schießt, sieht man das Zielobjekt“, erklärte Richterin Mag. Birgit Falb, die die Verhandlung leitete. Angeblich wurde der Schuss aus einer Entfernung von 20 bis 30 Meter abgefeuert.

In einer Blutlacke war ein Splitter des Oberschenkelknochens der Hündin gefunden worden. „Dort muss die Anschussstelle gewesen sein“, berichtete die Richterin. „Das passte weder örtlich noch zeitlich mit der Version des Beschuldigten überein“, so die Richterin.

Sie verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 500 Euro. 2.000 Euro muss der Wiener symbolisch als Schadenersatz an den trauernden Hundebesitzer bezahlen. Ein Gutachten beziffert den Wert der verstorbenen Hündin mit 5.100 Euro.

„Es ist kein Kavaliersdelikt, wenn man ein Tier anschießt und verenden lässt“, erklärte der Hundebesitzer, der früher selbst Jagdaufseher war.

„Nach dem Vorfall habe ich mich zur Gänze von der Jagd zurückgezogen“, so der Lehrer. Der Wiener nahm das Urteil an, auch die Staatsanwaltschaft verzichtete auf Rechtsmittel. Somit ist das Urteil rechtskräftig.

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orf.at vom 28.04.2009 

Braunbär Moritz soll Sender bekommen 

Braunbär Moritz, der seit Ende seines Winterschlafs mindestens zehn Wildtiere in einem Gehege auf der Rasslalm (Bezirk Liezen) gerissen hat, soll nun betäubt und mit einem Sender ausgestattet werden.

Moritz dürfte sich zurückgezogen haben 


Derzeit dürfte sich das acht Jahre alte Tier zurückgezogen haben. Wohin es wandert und wie es sich weiter verhält, sei unklar.

Zehn Wildkadaver gefunden

Bisher wurden die Kadaver von sechs Hirschen und vier Stück weiblichen Kahlwilds gefunden. Moritz könnte aber noch mehr Rotwild gerissen haben, vermuten Jäger und Bärenanwalt.

Moritz ist "äußert geländegängig"

Der Bär wurde sowohl in großen Höhen, als auch in Pichl gesichtet.

st-hubertus.at vom 27.04.2009 

Jagd und Jäger im Visier der Gesellschaft

Kärntner Jägerschaft, BG Hermagor: Aktuelles April 2009. Anfang März 2009 fand im Festsaal des Rathauses in Kötschach-Mauthen der diesjährige Bezirksjägertag der Kärntner Jägerschaft, Bezirksgruppe Hermagor statt.

Man könnte den diesjährigen Bezirksjägertag unter das Motto: "Jagd und Jäger im Visier der Gesellschaft" stellen.
Der Wind, der uns Jägern aus mancher gesellschaftlichen, politischen oder medialen Richtung entgegen bläst – von Urteilen des Europäischen Gerichtshofes bis hin zu Jagd- und Wildstörungen im Revier – sollte uns wachsam machen. Durch die stetige Urbanisierung unserer Gesellschaft nimmt das Verständnis von Nichtjägern und Freizeitaktivisten für das Jagen tendenziell ab. Bevor Brüssel oder Jagdgegner den Gestaltungs- und Handlungsspielraum der Jagd noch mehr einschränken und das Weidwerk zum bürokratischen oder gesellschaftlichen Hürdenlauf werden lassen, sind wir gefordert, unsere Positionen offen zu legen, ein passives "Einigeln" in bisherige Gewohnheiten ist zu wenig.
Wer Jagd und Jäger ins Visier nimmt, stößt auf höchst unterschiedliche jagdliche Praktiken und Traditionen. Diese Mannigfaltigkeit resultiert aus der Vielgestaltigkeit der ökologischen, kulturellen, politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Jagd.

Nach den Jagdhornsignalen der JHGB Kötschach-Mauthen eröffnete BJM Ing. Carl Gressel die Bezirksversammlung und begrüßte die zahlreich anwesenden Ehrengäste. Von der Kärntner Jägerschaft  LJM DI Dr. Ferdinand Gorton, Frau Gf. Mag. Fredys Burgstaller-Gradenegger, Bezirkshauptmann Dr. Heinz Pansi, Labg. Bgm. Ing. Ferdinand Hueter , Polizei Bezirkskommandant Mj. Werner Mayer, DI Wilfried Strasser v. BFI-Hermagor, Bgm. Walter Hartlieb, Ofö. i.R. Ing. Mathias Wieser, die Mitglieder des Bezirksausschusses und  die vollzählig anwesenden Delegierten und Hegeringleiter mit einem Weidmannsheil!

In einer Gedenkminute wurde aller im abgelaufenen Jagdjahr verstorbenen Jagdkameraden gedacht.
Nach den Berichten der Referenten stellte BJM Ing. Gressel fest, dass  die hervorragende Beteiligung an der heutigen Bezirksversammlung ein Beweis für die Verbundenheit der Gail- Gitsch- und Lesachtaler Jäger- und Bauernschaft mit der Jägerschaft  im Bezirk darstelle.
Der harte und lange Winter stellt Wild und Jägerschaft vor neue Herausforderungen.
Es wird sich erst im Frühjahr zeigen, ob die Planung der Abschussfreigaben für die Planperiode 2008/2009 richtig war und den § 3 ff. des Kärntner Jagdgesetzes Rechnung trägt.

Der heurige Winter, so BJM Gressel, mit außergewöhnlich hohen Schneelagen seit Ende November, führte zu einer enormen Belastung für unser Wild. BJM Gressel fordert ein neues Gesetz, das eine räumlich und zeitlich begrenzte Schließung des Waldes und Schonung der darin lebenden Wildtiere beinhaltet, das heißt, die Jägerschaft fordert mehr Ruhezonen für das Wild. Die heutige Freizeitgesellschaft sprich Wintersportler, Tourengeher, Langläufer, und Schneeschuhwanderer, die abseits von Pisten unterwegs sind, verursacht vermehrt einen stressbedingten Tod des Wildes und führt zu gewaltigen Schälschäden.
Des weiteren fordert Gressel ein flächendeckendes Fütterungskonzept für das Bundesland Kärnten und weitere behördlich, ausgewiesene Wildruhezonen, die letztendlich in Absprache mit Forstbehörden, Grundbesitzern, dem Tourismus und den alpinen Vereinen neu geschaffen werden müssen!

Das vor zwei Jahren initiierte Projekt "Respektiere deine Grenzen" – Ruhe für das Wild während des Winters, sollte der breiten Öffentlichkeit und den vielen Naturnutzern noch mehr vor Augen geführt werden. Die Wildtiere senken im Winter die Körpertemperatur ab, um mit ganz wenig Kalorien und viel Ruhe durch den Winter zu kommen. Diese teilweise unbewussten Störungen durch "Freizeitaktivisten" lösen beim Wild Stress aus und dieser ist in dieser Notlage absolut tödlich für die Tiere. Die Kärntner Jägerschaft hat in Kooperation mit dem Österreichischen Bundesheer für die Bezirke Hermagor und Spittal Fütterungsaktionen durch geführt und dazu aufgerufen, dem Wild Ruhe zu gönnen, um Schälschäden im Wald zu vermeiden. Für die Bezahlung der  von den "Ruhestörern"  indirekt verursachten Schälschäden  bleibt nur der Jäger als einziger übrig.

Laut Labg. Bgm. Ferdinand Hueter ist die Politik aufgerufen mit den Betroffenen  neue Spielregeln  zu schaffen. Auch Bezirkshauptmann Dr. Pansi spricht sich für eine gemeinsame Lösung  dieser Problematik aus. DI Wilfried Strasser schließt aus der Sicht der Forstbehörde lokale Auswirkungen auf Schälschäden verursacht durch den Tourismus nicht aus und verweist auf dadurch bedingte punktuelle Waldverwüstungen im Gail- und Lesachtal.
 
Die diesjährige Bezirksversammlung stand auch im Zeichen eines Generationswechsels was die Funktion des BJM-Stellv. und der Bezirksausschussmitglieder betrifft:
Zum neuen BJM-Stellv. wurde Bruno Maurer aus Rattendorf gewählt. Neu in den Bezirksausschuss wurden Ferlitsch Stefan, Vorderberg, Guggenberger Josef, St. Lorenzen/Les., DI. Mörtl Manfred, Passriach, gewählt.
Im Rahmen dieses Bezirksjägertages wurden auch folgende langjährige, verdienstvolle Jagdfunktionäre mit den Ehrenzeichen in Gold- Silber und Bronze für besondere Verdienste um die Jagd in Kärnten geehrt und ausgezeichnet:

Walter Schmid, Peter Webhofer, Horst Funder, Erhard Maier, ÖR Franz Unterguggenberger, Georg Guist, Adolf Kröpfl, Joachim Fankhauser, Andreas Umfahrer, Franz Schlegula,Walter Krieber, DI Hans Müller, Oberst i. R. Johann Rieder.

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volksblatt.at vom 25.04.2009 

Neuer Verdacht rund um Mensdorff-Pouilly 

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet, nimmt die Affäre um den Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly eine neue Wendung. Dem Magazin zufolge stand der mutmaßliche Drahtzieher der Siemens-Schmiergeldcausa, Dr. Roland K., auch in Diensten von Mensdorff-Pouilly. Er überarbeitete demnach in dessen Auftrag die Firmenkonten der Brodmann Business S.A.

Das Unternehmen auf den British Virgin Islands steht im Verfügungsbereich Mensdorff-Pouillys und wurde von den Behörden zuletzt im Zusammenhang mit mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen rund um den britischen Rüstungskonzern BAE Systems untersucht. Roland K. gilt in Akten des deutschen Siemens-Schmiergeldskandals als "Spinne im Netz" und soll für Siemens Schmiergeld-Millionen zu Offshore-Firmen transferiert haben. Der 54-jährige Niederösterreicher starb im Herbst 2008 bei einem Jagdunfall durch eine Kugel aus der eigenen Flinte. Mensdorff-Pouilly war einst für Siemens in Ungarn als Berater tätig.

Die Staatsanwaltschaft Wien will nun etwaige Verbindungen zwischen Mensdorff-Pouilly und der Siemens-Affäre prüfen. Das bestätigt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Jarosch, gegenüber "profil".

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"KLeine Zeitung" vom 23.04.2009 

Tierschützer zeigen Jäger an 

GAMLITZ. Der Aktive Tierschutz kritisiert einen Jäger. Am Montag war ein Hundehalter aus Heimschuh von Polizisten nach Gamlitz gerufen worden, weil seine beiden Hunde Schafe gerissen hatten. Dort angekommen, fand er einen Hund winselnd vor. Er war vom Jäger angeschossen und 30 Minuten liegen gelassen worden, behauptet er. 

Ein Polizist relativiert. "Es vergingen drei Minuten bis zum Gnadenschuss. Und wir erstatten Anzeige wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht." Der Aktive Tierschutz kontert: Anzeige wegen Tierquälerei.

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"Kronen Zeitung" vom 22.04.2009 

Bär Moritz: WWF pocht auf mehr Akzeptanz!  

Slowenien oder Trentino zeigen es vor: Bär und Mensch leben in bester Eintracht! Und das, obwohl in diesen Ländern weit mehr der zotteligen Vierbeiner vorkommen als in Österreich. Warum das so ist, weiß Christoph Walder vom WWF: "Im Trentino beispielsweise ist die Behörde weit aktiver als hierzulande. Es wird verstärkt auf Aufklärung gesetzt. Kommt es tatsächlich einmal zu einem Zwischenfall, ist man sofort vor Ort, um zu helfen und Tipps zur künftigen Problemvermeidung zu geben." Die Tierschützer befürchten vor allem eines: "Dass das Totstellen der steirischen Behörden zu einer immer schlechteren Stimmungslage gegenüber dem Bären Moritz führt - und dass damit die Gefahr von illegaler Selbsthilfe steigt", meint Walder.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 21.04.2009 

Bezirksjäger 

HOLLABRUNN, BEZIRK / Nationalratsabgeordneter Heribert Donnerbauer, Landtagsabgeordnete Heribert Donnerbauer, BH-Stv. Christoph Wimmer, Bürgermeister Helmut Wunderl, Bauernkammerobmann Richard Hogl, Bezirksjagdbeiratsobmann Josef Mattes, Landeskammerrat Johann Rohringer und Ehrenbezirksjägermeister Josef Dolezal waren die Ehrengäste von Karl Wittmann am Bezirksjägertag im Hollabrunner Stadtsaal. Der Bezirksjägermeister berichtete, dass die Abschusszahlen im abgelaufenen Jagdjahr nahezu verdoppelt werden konnte und dankte den Ausschusschefs sowie den Hegeringleitern für deren Einsatz im Sinne von Jagd und Hege. Referate hielten Amtstierarzt Johann Wittmann und Andreas Radlinger vom NÖ Landesjagdverband. Besondere Themen: die Direktvermarktung von Wild, Tierschutzfragen und die Jagdhundeverordnung.

Schließlich wurden zahlreiche langjährige Jagdkartenbesitzer mit den Ehrenbrüchen in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet sowie einige verdiente Jäger mit Ehrenzeichen in Bronze, Silber und Gold geehrt.

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orf.at vom 21.04.2009 

Jagdhaus brannte: 400.000 Euro Schaden 

Auf dem Alpl bei Krieglach im Bezirk Mürzzuschlag ist Montagabend ein Jagdhaus bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der Schaden beträgt laut Polizei 400.000 Euro.

Anrainer alarmierte Feuerwehr

Ein Anrainer am gegenüberliegenden Hang bemerkte den starken Rauch und alarmierte die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte mit 54 Mann zur Jagdhütte kamen, stand sie bereits in Vollbrand. Laut Polizei war zum Zeitpunkt des Brandes niemand im Haus.

Wertvolle Antiquitäten verbrannten

Die 200 Jahre alte Jagdhütte brannte völlig aus. Der Schaden ist enorm, da es in der Hütte auch zahlreiche wertvolle Antiquitäten gab.

Brandursache noch unklar

Wieso das Feuer ausbrach ist derzeit noch völlig unklar. Ermittler des Landeskriminalamtes sind im Einsatz, um die Brandursache zu klären. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

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im-salzkammergut.at vom 17.04.2009 

Braunbär Moritz ist wach - Die Behörde schläft  

Gegen den Salzkammergutbären „Moritz", der sich vollkommen artgerecht und natürlich verhält, läuft in der Steiermark eine regelrechte Hetzkampagne. Der WWF dementiert auf das Heftigste, dass Moritz ein Problembär sei, weil er sich - wie alle anderen Wildtiere und besonders in schneereichen Wintern - fallweise auch von anderen Wildtieren ernährt.

Stimmung verschärft sich

„Es kommen jährlich viel mehr Hirsche durch Lawinen zu Tode als durch Beutegreifer", stellt WWF-Bärenexperte Christoph Walder klar. „Dennoch kann man weder die Lawinen abschaffen, noch alle Füchse oder Steinadler, die auch mal Rehe oder Gämse reißen". Es ist die gesetzliche Pflicht der steirischen Landesräte Wegscheider und Seitinger sowie der zuständigen Behörde, die Hatz gegen Bären durch fachliche Information vor Ort und in den Medien zu entschärfen. „Wenn sich die Behörde weiterhin tot stellt und die Menschen vor Ort allein lässt, steigt die Gefahr von illegalen Selbsthilfen", warnt Walder.

Der Österreichische Bärenmanagementplan, den die Steiermark mit beschlossen und verabschiedet hat, sieht vor, dass beim Auftreten von Vorbehalten gegenüber Bären sowie (natürlichen) Wildschäden durch Bären intensive Informations- und Aufklärungsarbeit für betroffene Interessensgruppen notwendig ist und gemeinsame Lösungen gesucht werden müssen.

Derzeit lässt die Steirische Landesregierung die Menschen in der Region mit ihren Sorgen und Problemen jedoch vollkommen allein. „Das Totstellen der Behörde in Kombination mit möglicherweise irrationalen Ängsten vor Ort führt zu einer immer schlechteren Stimmungslage gegenüber dem Bären, die in Kurzschlusshandlungen münden könnte, die niemand will!", so Walder.

Zuständige Landräte schweigen

Wer in der Natur wirtschaftet, muss immer auch mit natürlichen Ausfällen rechnen, so der WWF. Es gehe an der Realität vorbei, den Bären dafür verantwortlich zu machen, dass er sich seine Nahrung in der Natur sucht.

„Die zuständigen steirischen Landesräte Wegscheider und Seitinger sollen sich endlich zu Wort melden und das Gespräch mit Jägern, Forstwirten, Grundbesitzern und anderen Betroffenen suchen und organisieren!"

Gemäß der Jagd- und Naturschutzgesetze der Steiermark ist die Landesbehörde für den Bären wie für alle anderen Wildtiere zuständig.

Die Landesregierung hat auch nach internationalen Rahmengesetzen die Verpflichtung, den Bären in einem günstigen Erhaltungszustand zu bewahren.

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"Kronen Zeitung" vom 16.04.2009 

Hirsch flüchtete in Panik auf Dach 

Wildtier war plötzlich im Vorgarten gefangen. Lärm riss Hausbewohner aus Schlaf.

Diese Nacht werden die Bewohner einer Siedlung in Biedermannsdorf, Bezirk Mödling, wohl nicht so bald vergessen. Ein Hirsch hatte sich in die Gärten verirrt, suchte nach einem Fluchtweg. Schließlich sprang das in Panik geratene Wild auf ein Vordach. Ein Polizist: "Alle Versuche, das Tier einzufangen, waren erfolglos."

Kurz nach 3 Uhr Früh hatte sich der Hirsch offenbar auf der Suche nach saftigem Grün in die gepflegten Gärten einer Reihenhausanlage verirrt. Zwischen den Zäunen und Mauern war das scheue Wild jedoch gefangen. "Da das Tier hier keinen Weg zurück in die freie Natur fand, dürfte es rasch in Panik geraten sein", vermuten Anrainer. Jedenfalls schaffte es der verschreckte Hirsch, auf ein zwei Meter hohes Vordach zu springen.

Dort gingen unter den Hufen des Geweihträgers zahlreiche Ziegel zu Bruch und stürzten krachend zu Boden. 

Durch den Lärm wurden die Hausbewohner geweckt, sie alarmierten sofort die Polizei. "Wir haben eine Tierärztin zu Hilfe gerufen", erklärt ein Beamter. Der Plan: Erst sollte der Hirsch betäubt, danach eingefangen werden.

Doch auch die Expertin kam nicht nahe genug an das mittlerweile aggressiv gewordene Tier heran, das sogar durch ein Fenster ins Haus flüchten wollte. "Schließlich war die Gefahr zu groß, dass jemand durch Geweihspitzen verletzt wird", sagt ein Polizist: "Der Hirsch musste erlegt werden." Woher das Wild gekommen war, ist unklar. Denn laut Jagdaufseher sei diese Rasse in unseren Wäldern gar nicht heimisch.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 14.04.2009 

Es bleibt dabei: Adler wurde abgeschossen! 

STRAFE BESTÄTIGT / Auch der Unabhängige Verwaltungssenat befand Jäger des Abschusses eines seltenen Adlers für schuldig.

BERNHARDSTHAL / Jener Jäger, der am 30. Dezember 2007 bei Bernhardsthal einen Seeadler abgeschossen haben soll, von der Jagdbehörde als schuldig empfunden und mit 4.000 Euro Strafe wegen Verstoßes gegen die Weidgerechtigkeit bestraft worden war, ist mit seiner Berufung beim Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) abgeblitzt:

Zur Vorgeschichte: Die Polizei hatte das Auto des Jägers untersucht und Blutspuren gefunden. Die DNA-Analyse ergab, dass sich Seeadlerblut an einem Verbandspäckchen in der Fahrertür und im Kofferraum fand. Blut von gleich zwei unterschiedlichen Seeadlern.

Im Bescheid von 7. April wurde die Strafe der Bezirkshauptmannschaft nicht nur bestätigt, der UVS sah die Tatsache auch als erwiesen an, dass der Jäger und Hegeringleiter, der erst vor kurzem von seinen Kollegen für seine "verdienstvolle Tätigkeit" im Hegering geehrt worden war, "den Seeadler vorsätzlich erlegt hat. Dies ergibt sich auch daraus, dass er selbst ausführte, dass er einen Seeadler erkenne", heißt es in dem Bescheid des UVS.

Bei der Berufungsverhandlung hatten der Jäger und sein Rechtsanwalt Leopold Boyer mit einem Gegengutachten versucht zu argumentieren, dass das im Auto des Jägers gefundene Blut kein Seeadlerblut gewesen sei. Der UVS hingegen sah es nicht als gesichert an, dass die nachträglich untersuchten Blutspuren des Gegengutachtens dieselben waren, wie sie für das Gericht genommen worden waren, bzw. dass das Verbandspäckchen nicht nachträglich verändert worden wäre.

Dem Jäger bleiben jetzt zwei Möglichkeiten: Er kann die 4.000 Euro Strafe plus 1.200 Euro Verfahrenskosten zahlen oder binnen sechs Wochen Beschwerde beim Verwaltungs- oder Verfassungsgerichtshof erheben. Ob er diese Möglichkeit ergreifen wird, ist noch offen, im Laufen ist jedenfalls bei der Bezirkshauptmannschaft das Verfahren auf Entzug der Jagdberechtigung. Eben weil der Jäger einen ganzjährig geschützten Vogel abgeschossen hat.

Reaktion des WWF (World Wide Fund For Nature), der sich massiv für die Wiederansiedelung der seltenen Vögel stark macht: "Wir sehen das Urteil als Fingerzeig, dass man bei uns nicht damit durchkommt, massiv gefährdete Wildtiere illegal abzuschießen!", kommentiert Christian Pichler. Und auch Peter Lebersorger von der Zentralstelle der Landesjagdverbände ist froh, dass dieser "Kardinalverstoß gegen das Jagdrecht" jetzt anerkannt sei: "Jeder weitere Jäger, der beim Abschuss eines Seeadlers erwischt wird, hat damit zu rechnen, dass ihm sein Jagdschein auf bis zu fünf Jahre entzogen wird!"

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"Kronen Zeitung" vom 11.04.2009 

Attergaubär "Moritz" nervt Jäger   

Meister Petz riss in der Steiermark wieder Hirsch und näherte sich einer Fischzucht: 

Er suchte seine Futterquelle ein zweites Mal auf: Zwei Wochen, nachdem Attergaubär "Moritz" auf der steirischen Rasslalm einen Hirsch gerissen hatte, holte er sich einen Kilometer entfernt einen zweiten Hirsch und näherte sich einer Fischzucht - scheut aber weiterhin Menschen, sodass er sich artgerecht verhält.

"Die steirische Landesregierung trägt rein gar nichts zur Aufklärung der Bevölkerung bei", ärgert sich WWF-Bärenexperte Christoph Wal- der. Nachdem "Moritz" bei Bad Mitterndorf nun einen zweiten Hirsch gerissen und sich in Pichl-Kainisch auch einer Fischzucht genähert hat, in deren Umfeld es Wanderwege und eine Motocross-Strecke gibt, wird die Gefahr immer größer, dass entnervte Jäger den Bären abknallen könnten.

Petz "Moritz" wurde nämlich auch im Raum Lengdorf "gespürt", ehe er wieder weiter Richtung Salzkammergut zog. "Er ist den Menschen näher, als vielen lieb ist", wurde sofort polemisiert. Obwohl sich "Moritz" bisher von menschlichen Behausungen fernhielt und nicht einmal in eine der eigens installierten Fotofallen tappte.

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"Kronen Zeitung" vom 10.04.2009 

5200 Euro Strafe für Jäger!  

Streng geschützten Vogel illegal abgeschossen: 

5200 Euro muss ein Jäger zahlen, der illegal im nördlichen Waldviertel einen Seeadler abgeschossen hatte. Ein Jogger hatte den Mann im Dezember 2007 dabei beobachtet, wie er das Tier tötete, in sein Auto packte und davonraste. "Wir sehen den Schuldspruch als Fingerzeig dafür, dass man bei uns nicht damit durchkommt, massiv gefährdete Wildtiere illegal abzuschießen", kommentierte Christian Pichler vom WWF das Urteil des Unabhängigen Verwaltungssenats.

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"Neues Volksblatt" vom 08.04.2009 

Der Fall der Fallen: Fangeisen als Jagdmethode in OÖ verboten 

Nach Unfall mit Mädchen: Änderung im oö. Jagdgesetz Schlagfallen künftig nur mehr bei Seuchengefahr erlaubt

LINZ — Die Jagd mit Fangeisen ist in Oberösterreich künftig verboten, dies gaben Agrarlandesrat Josef Stockinger und Landesjägermeister LAbg. Sepp Brandmayr gestern in Linz bekannt. Auslöser war der Unfall einer 13-Jährigen am Sonntag in Weisskirchen: Das Kind geriet mit dem Arm in eine illegal aufgestellte Marderfalle und wurde verletzt. „Wir wollen mit dem Verbot einen klaren Schlussstrich ziehen“, betonte Stockinger.

Man verstehe die Sorgen der Bevölkerung und habe sich einvernehmlich zu diesem Schritt geeinigt. Bisher hat das oö. Jagdrecht im Zeitraum von 1. Oktober bis 31. März die Verwendung von Falleisen zur Kurzhaltung von Fuchs, Marder und Dachs erlaubt.

1200 Jäger durften in OÖ Fallen aufstellen

Rund 1200 der 18.000 oö. Jäger hatten unter strengen Voraussetzungen eine Sondergenehmigung zur Verwendung der Fallen. In den letzten Monaten kam es zu einer Häufung von Vorfällen, bei denen Haustiere und zuletzt die Schülerin durch — zumeist illegal aufgestellte — Schlagfallen verletzt wurden. „Wegen ein paar Wahnsinnigen wird es nun das Verbot geben“, bedauert Brandmayr, dass die Jägerschaft durch den Missbrauch Einzelner in ein schiefes Licht gerückt wurde. Noch vor dem Sommer soll eine entsprechende Gesetzesänderung im Landtag beschlossen werden, so Stockinger.

Lediglich bei Seuchengefahr soll der Fangeiseneinsatz über Sondergenehmigung möglich sein. Ansonsten dürfen nur mehr die ungefährlichen Kastenfallen aufgestellt werden. Diese werden täglich kontrolliert.

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"Kleine Zeitung" vom 07.04.2009 

Herr eines getöteten Hundes soll zahlen 

Weil Hund Schaf bedrohte, wurde er erschossen. Schütze verlangt Schadenersatz für Zaun. 

KLAGENFURT. Schon zwei Mal hat ein pensionierter Arzt einer Wörtherseegemeinde frei laufende Hunde erschossen. Zuletzt tötete er den Husky-Berner Sennen-Mischling "Sisko". Als der Vierbeiner auf das Grundstück des Arztes rannte, fielen die tödlichen Schüsse. Weil der Mediziner belegen konnte, dass Sisko eines seiner Schafe gebissen hat, wurde das Strafverfahren gegen den Mann eingestellt (wir berichteten).

Und obwohl Sisko vor den Augen seines Herrchens Michael Stibor erschossen wurde, muss dieser jetzt auch noch Strafe zahlen. Zuerst, weil sein Hund keinen Maulkorb trug. Und jetzt soll er dem Mediziner, der seinen Sisko erschossen hat, auch noch über 200 Euro geben.

Warum? "Als der Hund auf mein Schaf zu gerannt ist, flüchtete das Tier in Panik durch den Schafzaun. Die Reparatur kostete 240 Euro. Das Geld will ich vom Hundebesitzer zurück", sagt der Arzt. Staatsanwalt Helmut Jamnig erklärt die Rechtslage: "An und für sich muss der Tierhalter haften, wenn sein Tier Schaden anrichtet."

Und warum gibt es für den schießenden Arzt keine Strafe? Ankläger Jamnig: "Nur wer mutwillig ein Tier tötet, kann angeklagt werden." Der Arzt habe sein Eigentum - das Schaf - vor dem Hund schützen wollen. "Das konnte er beweisen." Jamnig weiter: "Wenn jemand sein Eigentum verteidigen will, ist das Sachwehr." Quasi eine Form der Notwehr - die sich nicht auf Menschen bezieht, sondern auf das Eigentum des Menschen: In dem Fall das Schaf.

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orf.at vom 06.04.2009  

Nach TBC-Studie wird Rotwildbestand halbiert  

Um der Rinder-Tuberkulose im Lechtal im Außerfern Herr zu werden, plant das Land jetzt drastische Mittel. Rund die Hälfte des Rotwildbestandes in dem Gebiet soll abgeschossen werden.
Studien würden zeigen, dass die Rinder die Tuberkulose unter anderem vom Rotwild bekommen.

Ergebnisse werden präsentiert

Das Obere Lechtal ist bekannt für seinen großen Rotwildbestand. Rund 1.100 Stück sollen dort derzeit leben. Jetzt soll dieser Rotwildbestand um etwa die Hälfte verringert werden. Hunderte vor allem Hirschkühe werden abgeschossen.

Untersuchungen würden zeigen, dass es beim Rotwild im Oberen Lechtal Tuberkulosefälle gibt. Diese Tuberkulose könne wiederum auf Rinder übertragen werden und gefährde damit die Nutztierbestände. Wegen Rinder-TBC wurden im Außerfern in den letzten Monaten über 100 Kühe geschlachtet, rund 70 Betriebe waren ein halbes Jahr lang geschlossen.

Neun Stück Rotwild hatten TBC

133 Stück Rotwild wurden auf Anweisung des Landes untersucht. Die Untersuchungen durch die AGES (die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) sind zwar noch nicht abgeschlossen. Einem ersten Zwischenbericht der AGES ist jedoch zu entnehmen, dass bei insgesamt neun Stück Rotwild im Oberen Lechtal die Tuberkulose festgestellt werden konnte. 

Weitere Wildarten werden untersucht

Um eine Ausbreitung der Tuberkulose zu verhindern, soll der Rotwildbestand jetzt also verringert werden. Einerseits wird die Winterfütterung reduziert, andererseits die Abschusszahl deutlich erhöht, so Landesrat Anton Steixner. Die Jägerschaft trage die Maßnahmen mit.

Steixner: "Bei TBC ist es so, dass je höher die Bestände sind, desto höher ist auch die Ansteckungsgefahr. Auch wenn es hier zu Ertragsverlusten für die Jagd kommt, ist das Wohl der Rinder in diesem Gebiet wichtiger."

Alle abgeschossenen Tiere werden untersucht. Außerdem wird weiter geprüft, ob nicht auch Gemsen, Steinböcke, Rehe, Füchse, Dachse und andere Tiere Tuberkulose auf Rinder übertragen.

Grenzüberschreitendes Problem

Da es sich beim Problem der Tuberkulose bei Wild um kein örtliches Problem handelt, sollen auch andere Gebiete weiträumig in die Untersuchungen miteinbezogen werden. Geplant ist, ein grenzüberschreitendes INTERREG-Projekt zu starten, um eine Übersicht der Verbreitung von Tuberkulose zu bekommen. Über dieses Thema werden sich noch in diesem Monat Veterinärexperten bei einer internationalen Tagung in Südtirol unterhalten. 

Quarantäne zeigt erfolgreiche Wirkung

Entwarnung konnte Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner heute bei einem Pressegespräch in Reutte geben, was die Tuberkulose bei Rindern betrifft: Nachdem insgesamt 75 Kontaktbetriebe im Bezirk Reutte in den vergangenen Monaten gesperrt werden mussten, wurde in den letzten Tagen eine Nachuntersuchung vorgenommen.

Bisher konnten keine weiteren Reagenten festgestellt werden, sodass das Problem im Rinderbestand derzeit im Griff ist. 74 bisher gesperrte Betriebe konnten in den letzen Tagen von der Behörde wieder geöffnet werden.

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orf.at vom 06.04.2009 

Selbstanzeige nach Unfall mit Fangeisen   

Nach einem Unfall mit einer Marderfalle, bei dem sich ein 13-jähriges Mädchen am Sonntag in OÖ verletzte, hat ein Jäger Selbstanzeige erstattet und seine Jagdkarte zurückgelegt.

Die Grünen fordern ein Verbot und wollen in der nächsten Landtagssitzung einen entsprechenden Antrag einbringen. Der zuständige Landesrat Josef Stockinger (ÖVP) machte darauf aufmerksam, dass die jagdliche Verwendung von Fallen streng geregelt sei.

"Zur Bekämpfung der Tollwut notwendig"

"In der Vergangenheit wurde diese Jagdform immer damit gerechtfertigt, dass sie zur Bekämpfung der Tollwut notwendig sei", erklärte der grüne Landessprecher Landesrat Anschober in einer Presseaussendung.

Seit Sommer vergangenen Jahres sei aber die Krankheit amtlich bestätigt nicht mehr existent. Daher fordert die Grünen in Oberösterreich ein flächendeckendes Verbot.

Erlaubnis nur bis 31. März

Nur speziell ausgebildete Jäger dürften unter Einhaltung von genauen Bestimmungen und Bedingungen und nur im Winter die Fallenjagd ausüben, erklärte Stockinger. Die eingeschränkte Erlaubnis ende jedes Jahr am 31. März. "Es ist klar, dass jede illegale Fallenstellung schärfstens bestraft werden muss", betonte der Landesrat.

Rechten Unterarm eingeklemmt

Das Mädchen war Sonntagnachmittag mit einer Freundin in Weißkirchen an der Traun im Bezirk Wels-Land unterwegs gewesen. Am Waldrand entdeckten die beiden zwei Vogeleier.

Sie dachten, es handle sich um ein zerstörtes Vogelnest und wollten die Eier wieder nebeneinanderlegen. Als die Schülerin danach griff, schnappte ein Fangeisen zu und ihr rechter Unterarm wurde eingeklemmt.

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krone.at vom 05.04.2009 

13-jährige Oberösterreicherin geriet in Marderfalle  

Ein 13-jähriges Mädchen ist Sonntagnachmittag in Oberösterreich bei einem Spaziergang in eine Marderfalle geraten. Das Kind wurde zum Glück nur leicht verletzt.

Die 13-jährige Carina war mit einer Freundin in Weißkirchen an der Traun im Bezirk Wels-Land unterwegs. Am Waldrand entdeckten die beiden zwei Vogeleier. Sie dachten, es handle sich um ein zerstörtes Vogelnest und wollten die Eier wieder nebeneinander legen. Diese dienten aber als Köder in einer Marderfalle. Als Carina zu einem Ei griff, schnappte ein Fangeisen zu, ihr rechter Unterarm war eingeklemmt.

Erwachsene kamen zu Hilfe und konnten nach einiger Zeit das Fangeisen öffnen. Kurz darauf landete "Christophorus 10" aus Linz am Waldrand. Die Crew des Notarzthubschraubers versorgte Carina vorerst mit Schmerzmitteln und flog sie anschließend zur genauen Abklärung der Armverletzungen ins UKH nach Linz.

Dort stellte sich heraus, dass das Mädchen "nur" Prellungen erlitten hat. Es wurde aber vorsichtshalber doch stationär aufgenommen, berichtete der zuständige Oberarzt Christian Rodemund.

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"Neue Kärntner Tageszeitung" vom 04.04.2009 

Reh geriet in Schlinge - tot 

HIMMELBERG. Auf der Spur eines vermeintlichen Tier-quälers befinden sich derzeit die Beamten der Polizeiinspektion Himmelberg. Mittels einer Drahtschlinge hat der Unbekannte versucht ein Wildtier einzufangen. Leider mit schlimmen Folgen für eine trächtige Rehgeiß, die sich in dem Drahtgeflecht verfangen und im Bereich des Halses so schwer verletzt hatte, dass sie schließlich von zwei Jägern durch einem Fangschuss von ihrem Leiden erlöst werden musste.

80 Euro Sachschaden

Fest steht bis dato lediglich, dass die Schlinge - befestigt an zwei Eisenstäben - am Donnerstag im Jagdgebiet Tiebel Süd nahe dem sogenannten Vogelbichl aufgestellt worden war. Der durch die Tat entstandene Sachschaden beläuft sich auf 80 Euro und ist durch eine Versicherung gedeckt.

Nicht nur Kärntens Tierschützer steigen ob eines solchen Verhaltens auf die Barrikaden. Auch die Kärntner Jäger wissen: Tiere, die in Fallen geraten, verenden ganz besonders qualvoll.

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orf.at vom 03.04.2009 

Tierquäler stellte Falle auf - Reh verendet 

Ein Tierquäler hat bei Himmelberg eine Drahtschlinge als Falle aufgestellt. Eine trächtige Rehgeiß verfing sich mit dem Hals in der Schlinge und irrte damit hilflos durchs Revier, bis zwei Jäger sie mit einem Fangschuss erlösten.

Reh war schwer verletzt

Die Falle - eine Drahtschlinge auf zwei Eisenstäben - wurde am Donnerstag von dem unbekannten Täter im Jagdgebiet Tiebel Süd im Bereich des Vogelbichl in Himmelberg aufgestellt.
Als zwei Jäger die Geiß entdeckten, war sie bereits schwer verletzt und musste erlegt werden.

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"Salzburger Nachrichten" vom 02.04.2009 

Braunbär "Toni" in Tirol eingewandert 

Innsbruck. Braunbär-Besuch in Tirol: Im Hinteren Stubaital hat seit 100 Jahren offenbar erstmals wieder ein Bär überwintert. Der Braunbär heißt "Toni" und scheint in seiner alten Heimat nachhaltig wieder Fuß zu fassen. "Das ist eine Sensation", meinte ein Sprecher des WWF. Es sei möglich, dass das Tier die gesamte Saison im Tiroler Zentralalpenraum bleiben werde.

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"Kleine Zeitung" vom 02.04.2009 

Pensionierter Arzt hat schon zwei Hunde erschossen, die auf sein...   

Pensionierter Arzt hat schon zwei Hunde erschossen, die auf sein Grundstück rannten. Doch die Justiz bestraft ihn nicht. Sein Argument: "Ich habe mich nur verteidigt."

Hundefreund Michael Stibor ärgert sich tierisch: "Ich kann das nicht verstehen. Das ist erschütternd." Sein Hund wurde, wie berichtet, erschossen. Ein pensionierter Arzt hat im August 2008 auf den frei laufenden "Sisko" gezielt. Die Todesschüsse fielen, als der Vierbeiner in einer Wörtherseegemeinde auf das Grundstück des Mediziners rannte. Weil die Staatsanwaltschaft Klagenfurt das Verfahren gegen den Schützen eingestellt hat, schaltete Stibor seinen Anwalt ein. Rudolf Mayer, Expräsident der Hundepartei und Verteidiger im Inzestfall Amstetten, beantragte beim Oberlandesgericht die Fortführung des Verfahrens.

Begründung: "Es besteht der Verdacht auf Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, weil der Arzt die Schüsse laufend aus 20 Metern Entfernung abgegeben hat, obwohl sich dort Menschen bewegen." Der Wohnort des Arztes liegt tatsächlich in einer beliebten Ausflugsgegend. Doch Mayer blitzte mit seinen Argumenten beim Oberlandesgericht Graz ab. Das Verfahren gegen den Arzt wurde nun endgültig eingestellt, heißt es von der Klagenfurter Anklagebehörde. Aus Beweisgründen: Denn der Mediziner konnte belegen, dass der Husky-Berner-Sennen-Mischling eines seiner Schafe gebissen hat, bevor er schoss. Dazu gibt es ein tierärztliches Attest. Und wenn jemand einen Hund erschießt, um sich oder sein Eigentum - in dem Fall das Schaf - zu schützen, ist das nicht strafbar.

Stibor fragt: "Was wäre, wenn der Arzt meine Lebensgefährtin getroffen hätte?" 2007 gab es schon einen ähnlichen Vorfall: Auch damals wurde ein Hund am Grund des Mannes erschossen.

Der Mediziner dazu: "Ich habe gegen niemanden etwas. Ich muss mich nur verteidigen. Die Leute wissen, dass frei laufende Hunde gefährlich sind. Das sind ja keine Schoßhündchen. Aber wenn etwas passiert, will man mich verantwortlich machen, obwohl ich geschädigt wurde. Ich habe ja ein Schaf verloren." Tierschützer hätten immer nur die Hunde im Sinn. "Aber nicht meine friedlichen Wiederkäuer."

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 02.04.2009 

Leserbrief an "Niederösterreichische Nachrichten" zu "Rätsel um tote Bussarde" vom 31.03.09

Für wie dumm halten Jagd und Polizei eigentlich die niederösterreichische Bevölkerung?

Die Verwendung eines Tritteisens führt zwingend zu tierquälerischen Effekten, da das Opfer ausschließlich an den Extremitäten fixiert und schwerstens verletzt wird. Jemand der eine derartige Falle verwendet begeht daher nicht nur  Übertretungen nach dem Bundestierschutzgesetz, sowie Landesjagdgesetz, sondern verstößt auch gegen § 222 Strafgesetz. Dieses Tritteisen wurde über lange Zeit an derselben Stelle eingesetzt. Ein Luderplatz befand sich in der Nähe, auf dem die mit dem Tritteisen  gefangenen  Tiere entsorgt wurden. Der Täter handelte also durchaus vorsätzlich und in böser Absicht- die Bussarde lagen keineswegs neben der Falle.

Jagdreviere unterliegen  einer im Jagdgesetz geregelten Aufsicht. Der Jagdaufseher erhält für diese Funktion einen eigenen Dienstausweis und wird offiziell für diese Funktion bestellt und beeidigt. Seine Pflicht ist es u.a. Sorge dafür zu tragen und zu kontrollieren, dass Personen, die jagdrechtlichen Vorschriften zuwiderhandeln angehalten und ihre Person festgestellt wird.

Wie glaubhaft erscheint es, dass die Jagdaufsicht  ein jahrelang offen auf einer Wiese gestelltes Tritteisen mit auffälligen Ködern ( zum Zeitpunkt der Sicherstellung der Falle z.B. ein Fuchs), in Wegnähe nicht wahrnimmt?  In jedem Jagdrevier ist die Zuständigkeit der betroffenen Jäger, die sich im Revier aktiv betätigen (Fütterungen, Kontrolle von Fallen usw.) klar geregelt. Der Jagdleiter hat deshalb genaue Kenntnis darüber wer für den jeweiligen Revierteil verantwortlich ist, wo z.B. eine illegale Falle Verwendung findet. Er müsste auch sofort erkennen, wenn auf einem Luderplatz Tiere entsorgt werden, die eindeutig gröbste Fallenverletzungen aufweisen.

Innerhalb von 5 Minuten ließe sich bei gutem Willen ermitteln, wer als Täter in Frage kommt, bzw. wer von der Existenz dieser Falle zumindest gewusst haben muss.

In diesem Zusammenhang  einen  jagdfremden Täter vorzuschieben ist ein geradezu lächerlicher und sehr kurzsichtiger Versuch einen Jäger zu schützen. Schwarze Schafe gibt es überall, die Frage ist aber wie gehen Jagdverantwortliche und Vollzugsbehörden damit um. Mit dieser inakzeptablen Vorgangsweise fördert man jedenfalls derartige jagdliche Verbrechen.

Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 01.04.2009 

Gefährliche Schlagfalle  

TIERQUÄLEREI / Kater lief in der Nähe des Kindergartens in eine Falle. Sein Frauchen: "Was, wenn ein Kind hineingelaufen wäre?"

MICHELHAUSEN / Nicht einmal einen halben Meter vom Straßenrand entfernt war ein Kater in eine Schlagfalle getappt. Das Tier wurde schwer verletzt, befindet sich aber mittlerweile wieder am Weg der Besserung. Sein Frauchen ist erleichtert, aber noch immer wütend: "Eine unverantwortliche Tierquälerei. Ganz in der Nähe befindet sich der alte Kindergarten und auch der neue wird hier gebaut. Was, wenn ein Kind hineingelaufen wäre?"

Der Tierquäler wird allerdings nicht ungeschoren davon kommen. Das Aufstellen von auch als "Tellereisen" bekannten Schlagfallen ist laut Tierschutzgesetz verboten. Amtstierarzt Dr. Christoph Hofer-Kasztler: "Diese Fallen fügen Tieren schwere Leiden und Qualen zu. Es ist weder tierschutz- noch waidgerecht, sie aufzustellen."

Nur Jäger könnten bei der Behörde um die Aufstellung ansuchen, das aber auch nur wenn sie einen eigenen Kurs absolviert haben, genau festgehalten wird, wann und wo die Falle für welche Tierart ausgelegt wird und sichergestellt ist, dass niemand durch die Falle gefährdet wird. Eine derartige Falle irgendwo im Wohngebiet aufzustellen, entspreche also schon überhaupt gar nicht den Vorgaben.

"Die Person, die die Falle in Michelhausen aufgestellt hat, wird sich wegen schwerer Tierquälerei verantworten müssen", betont Hofer-Kasztler, "und zwar gleich doppelt, nach dem Strafgesetzbuch und in einem Verwaltungsstrafverfahren."

In den sieben Jahren seiner Tätigkeit im Bezirk Tulln hatte es der Amtstierarzt erst mit einem einzigen vergleichbaren Fall zu tun: "Da hat der Täter voll ausgefasst." Die Geldstrafen für schwere Tierquälerei belaufen sich auf 2000 Euro aufwärts.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 31.03.2009 

Rätsel um tote Bussarde   

TIERQUÄLEREI / Schlagfalle im Raum Hollabrunn sichergestellt. Tierschutzverein klagt an. Polizei sieht keinen Zusammenhang.
Eine Schlagfalle, die europaweit fast überall verboten ist, soll zumindest zwei Mäusebussarden im Raum Hollabrunn zum Verhängnis geworden sein. Davon ist jedenfalls der Österreichische Tierschutzverein mit Sitz in Wien überzeugt und erstattete nun Anzeige gegen Unbekannt wegen Tierquälerei.

"Tiere müssen höllische Qualen erlitten haben"

Nach Untersuchungen in der Veterinärmedizinischen Universität Wien sei klar: Die Tiere waren nicht sofort tot, sondern wurden erst später erschlagen. Die Verletzungen an den Beinen belegen, dass die Bussarde über lange Zeit mit einem Fuß in der Falle hingen und sich vergeblich bemühten, freizukommen. "Es ist unklar, wie lange der Tierquäler die Vögel zappeln ließ, ehe er sie brutal erschlagen hat. Die Tiere müssen Höllenqualen erlitten haben", sagt Marion Löcker vom Tierschutzverein.

Von der Falle, einem von der Polizei sichergestellten Tellereisen, wurde eine DNA-Probe genommen. Nun liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg. Löcker hofft, dass der Fallensteller ausfindig gemacht wird: "Falls er Jäger ist, muss ihm die Jagdkarte auf Lebenszeit entzogen werden. Möglicherweise waren die beiden Greifvögel nicht die einzigen Opfer."

Die Polizei hat jedoch wenig Hoffnung, den Täter zu schnappen. Weil für Tierquälerei nur eine Freiheitsstrafe von maximal einem Jahr droht, werden keine DNA-Spuren ausgewertet, erklärt ein Ermittler. Dazu hegt er Zweifel, dass die gefundene Schlagfalle mit den toten Bussarden überhaupt in Zusammenhang steht: "Die Falle wurde ohne Tiere sichergestellt. So ist das schwer zu rekonstruieren."

"Wenn es ein Jäger war, gehört ihm alles entzogen"

Bezirksjägermeister Karl Wittmann bestätigt, dass Tellereisen nur in Ausnahmefällen und mit behördlicher Genehmigung eingesetzt werden dürfen. "Ich glaube nicht, dass ein Jäger so deppert ist." Umso mehr, als erst bis Ende Jänner 20 Bussarde ganz offiziell zum Abschuss freigegeben worden waren.

Und wenn doch ein Jäger so deppert gewesen ist? "Dann gehört ihm ja alles entzogen, was es gibt. Recht soll Recht bleiben. Vor schwarzen Schafen ist niemand gefeit."

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 30.03.2009 

Bussard aufgehängt 

FUND / Greifvogel hängte in Garten. Bezirkshauptmann: "Wurde aber nicht geschossen."

RABENSTEIN / Einen Mäusebussard erblickte ein Spaziergänger im Garten eines Rabensteiners, verendet und an den Klauen aufgehängt. "Darf denn so etwas sein?", zweifelte der Spaziergänger im Hinblick auf Tierschutz und Artenschutz.

Nach einer Untersuchung durch die Polizei entwarnt Bezirkshauptmann Josef Kronister: "Der Vogel ist offensichtlich verendet aufgefunden worden. Er dürfte gegen den Zaun geflogen sein und hat sich verhängt." Der Bussard sei zur Abschreckung weiterer Greifer - im Garten laufen Hühner umher - aufgehängt worden. Wenn ein Greifer vorgefunden wird, solle dieser der Polizei oder dem Jagdsausübungsberechtigten übergeben werden, empfiehlt Kronister. "Dass Tiere Hindernisse übersehen und verenden, kommt immer wieder vor." Geschossen hätte der Mäusebussard nicht werden dürfe. "Das Schießen eines solchen Tieres würde mit einer Strafe bedacht werden."

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nachrichten.at vom 27.03.2009 

Mühlviertler Fallensteller (70) ist jetzt seine Jagdkarte los  

BAD LEONFELDEN. Das Aufstellen einer Abzugsfalle, in die vor wenigen Tagen in Bad Leonfelden Labrador-Mischling „Rusty“ getappt war, hat für den verantwortlichen Jäger nun einschneidende Konsequenzen: Er wurde seine Jagdberechtigung los.

Obwohl die Falle völlig legal, vorschriftsmäßig gekennzeichnet und auch täglich überprüft worden war, hat der Fallen-Unfall für den Fallensteller trotzdem weitreichende Folgen. Denn der 70-jährige Jäger hatte keine Berechtigung zum Fallenaufstellen, ihm fehlte die 16-stündige Ausbildung.

„In diesem Sinne war die Falle illegal, weil der Jäger nicht die Legitimation hatte. Ihm wurde bereits am Dienstag die Jagdkarte von der Behörde abgenommen. Außerdem läuft gegen ihn ein Verwaltungsstrafverfahren“, sagt Jagd-Landesrat Josef Stockinger, „es ist ein Zeichen, dass wir bei den Fallen sehr vorsichtig und streng sind und keine Illegalität dulden.“

Die größte Strafe, die einen Weidmann treffen kann – der Entzug der Jagdberechtigung – muss immer wieder verhängt werden: Derzeit sind in Oberösterreich 73 Jagdkarten-Entzugsverfahren anhängig, die meisten davon in den Bezirken Braunau (12), Gmunden (11) und Linz-Land (9).

„Das illegale Fallenstellen war aber zuletzt vor einigen Jahren der Grund für eine Jagdkartenabnahme“, sagt Christopher Böck vom Landesjagdverband, „heute sind meist andere Gründe, die mit der Jagd nicht direkt etwas zu tun haben, ausschlaggebend dafür, dass ein Jäger seine Lizenz verliert. In erster Linie ist das ein Führerscheinentzug wegen Trunkenheit am Steuer.“ Bei erwischten Alkolenkern nimmt die Behörde an, dass die allgemeine Verlässlichkeit nicht mehr gegeben ist, was auch einen Entzug der Jagdkarte zur Folge hat. Der Entzug kann von drei Monaten bis lebenslang reichen.

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nachrichten.at vom 26.03.2009 

Fallenjagd heizt Konflikt zwischen Tierschützern und Jägern neu an 

LINZ. Der Fall des in Bad Leonfelden in eine illegal aufgestellte Tierfalle getappten Labrador-Mischlings „Rusty“ heizt nun die Diskussion über die Notwendigkeit der Fallenjagd neu an. Die Grünen nehmen dies zum Anlass, neuerlich ein Verbot der Fallenjagd zu fordern.

Barbarisch, archaisch, anachronistisch, heimtückisch und grausam – so bezeichnen die Grünen die in Oberösterreich gängige Fallenjagd. Breite Unterstützung finden sie von verschiedensten Tierschutzorganisationen. In den vergangenen zehn Jahren seien 14 Heim- und Wildtiere verletzt aus 41 entdeckten Fallen befreit worden, neun Tiere nur noch tot, berichtet Ulrich Grünzner, Präsident des Verbands für Tierrettungswesen in Österreich. 36 der 41 Fallen waren allerdings illegal!

Drängt Verbot Illegale zurück? 

„Nur ein absolutes Verbot der Fallenjagd wird eine allgemeine Ächtung bewirken und damit auch illegale Anwendungen zurückdrängen“, ist Landesrat Rudi Anschober überzeugt.

„Das Gegenteil ist der Fall“, kontert der Wildbiologe des Landesjagdverbands, Christopher Böck, „wir haben in Oberösterreich eine der strengsten Fallenverordnungen mit strenger Überwachung, Warnhinweisen bei den Fallen und 200 Meter Mindestabstand zu öffentlichen Straßen. Verbiete ich die streng geregelte Fallenjagd, wird sie noch mehr auf die illegale Schiene geschoben, und man verliert jede Kontrolle.“

Drei Hunde in Fangeisen 

Tellereisen seien im Übrigen seit Jahrzehnten verboten. „Nur Abzugsfallen, wie sie in der Fuchs- und Marderjagd verwendet werden, sind legal und in fast 100 Prozent der Fälle für das Wild sofort tödlich“, argumentiert Landesjägermeister-Stv. Gerhard M. Pömer, „bei den genau drei Unfällen mit Tierfallen im Vorjahr handelte es sich ausnahmslos um Hunde, die sich der Obhut ihres Eigentümers entzogen haben.“

„Die Zahl der Fälle ist nicht entscheidend“, sagt Anschober, „vielmehr geht es darum, dass Haustiere und Menschen in die Fallen geraten können.“ Dass Österreich derzeit frei von Tollwut ist, sei nicht ein Verdienst der Fallenjagd, sondern durch Impfung gelungen, betont die Grünen-Naturschutzsprecherin Doris Eisenriegler, die im Landtag einen Antrag auf ein generelles Verbot der Fallenjagd stellen wird.

Die Jäger wollen von der Fallenjagd aber nicht abrücken: „Zum Erhalt der Artenvielfalt ist es notwendig, generalistisch lebende Raubwildarten wie Fuchs und Marder, die ein sehr breites Beutespektrum haben, zu regulieren“, sagt Böck, „mit einem reinen Abschuss ist dies kaum möglich, weil oft die Zeit fehlt oder die Witterung nicht passt.“

Allein mit der Forderung nach drastischen Strafen für illegale Fallensteller gehen Tierschützer und Jäger konform: „Jener Jäger, der die Falle in Bad Leonfelden aufgestellt hat, ohne dafür die notwendige 16-stündige Ausbildung und Berechtigung zu haben, hat mit dem Entzug der Jagdkarte zu rechnen“, sagt Landesjägermeister Sepp Brandmayr.

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"Wirtschaftsblatt" vom 25.03.2009 

Prominente Interessenten für Forstbetrieb

Beteiligungen - Bis zu 85 Millionen € soll der 22.000 Hektar große Besitz der Bank Austria bringen

Wie berichtet, muss sich die Bank Austria im Auftrag ihrer italienischen Mutter, UniCredit, von allem trennen, was nicht zum Kerngeschäft gehört. Dazu gehört auch die ALWA Güter- und Vermägensverwaltungs GmbH, der Waldbesitz der Bank Austria.

Branchenkennern zufolge zählen, neben einzelnen österreichischen und deutschen Industriellen, Red Bull-Chef Didi Mateschitz und die Kärntner Milliadärin Ingrid Flick zu den Interessenten des rund 22.000 Hektar großen Besitzes. Offiziell wird das freilich sowohl von Mateschitzs Pressesprecherin als auch von Jörg Andreas Lohe, Stiftungsvorstand der Flick Privatstiftung dementiert.

Winfried Braumann, Geschäftsführer der B&C Holding, in der die Beteiligungen der Bank zusammengefasst sind, bestätigt das große Interesse an dem Forstbesitz, will sich aber nicht auf Namen festnageln lassen. Denn intern seien zwar Verkaufsvorbereitungen im Laufen, nach außen würden aber noch keine Verhandlungen geführt.

70 bis 85 Millionen €

Braumann soll für die Uni-Credit den größtmöglichen Verkaufserlös erzielen. Sollte sich dieser durch die Wirtschaftskrise ändern, will er mit dem Verkauf zuwarten: "Momentan beobachten wir stark den Immobilienmarkt für Forstbetriebe." Den Verkaufserlös beziffern Forstwirte zwischen 70 und 85 Millionen €. Von den 22.000 Hektar seien nur knapp 6000 Hektar Wirtschaftswald, der Rest Almen, Felsen und Agrargemeinschaften.

Zur B&C Hilding gehören außerdem Anteile an Lenzing, Semperit und Porr, das Hotel Imperial sowie das Palais am Stadtpark.

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orf.at vom 25.03.2009 

Illegale Fallen: Mäusebussarde getötet 

Zumindest zwei Mäusebussarde sind einer illegalen Schlagfalle bei Hollabrunn im Weinviertel zum Opfer gefallen. Das berichtete der Österreichische Tierschutzverein, der Anzeige erstattete.

Tellereisen als Falle

Die Falle, ein Tellereisen, sei durch die Polizei sichergestellt worden. Die Organisation forderte, den Fallensteller ausfindig zu machen.

Dem Tierschutzverein zufolge soll vermutlich ein Jäger das verbotene Tellereisen aufgestellt haben. Die Falle habe bei den Vögeln zugeschnappt und ihnen Verletzungen am Fuß zugefügt.

Vögel mit stumpfem Gegenstand erschlagen

Die Bussarde hätten über lange Zeit in der Falle gehangen und sich vergeblich bemüht, freizukommen.

Die Vögel seien dann mit einen stumpfen Gegenstand erschlagen worden. "Welche Qualen diese Tiere erlitten haben, ist unfassbar", so Marion Löcker vom Österreichischen Tierschutzverein.

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"Oberösterreichische Nachrichten" vom 24.03.2009 

Leserbrief an "Oberösterreichische Nachrichten" zu "Jäger im Bezirk Kirchdorf wollen nicht mehr Luchse im Nationalpark" vom 17.03.09

Sehr bezeichnend agieren hier einmal mehr die Jäger: Wenn es um ihre Abschusszahlen geht, dürfen nicht mehr Luchse in den Nationalpark, obwohl der Bestand stark gefährdet ist.

Krähen dürfen nun bejagt werden, sogar während der Brutzeit, mit der unsinnigen Ausrede, sie würden massiv in den Bestand von Singvögeln und Hasen eingreifen, wissenschaftliche Studien widerlegen dies jedoch eindeutig.

So wird hin und her jongliert mit Tierbeständen und Abschussplänen, massiv in die Natur eingegriffen mit dem Ergebnis, dass sich nichts mehr selbst regulieren darf und alles durcheinander gebracht wird – Natur braucht keine Jäger! Typisch, dass zu dem Arbeitskreis keine Tierschützer eingeladen worden sind, denn sie würden genau diese Kritik massiv und wissenschaftlich belegt einbringen.

Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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kleinezeitung.at vom 23.03.2009 

Winterschlaf vorbei: Bär Moritz wilderte im Gehege kapitalen Hirsch 

Helle Aufregung in Bad Mitterndorf: Bär Moritz drang in ein Gehege ein, brachte einen kapitalen Hirsch zur Strecke, die anderen 130 Tiere sind auf und davon. Jetzt werden in den Wäldern große Wildschäden befürchtet.

Die Waldbesitzer befürchte große Schäden durch Wildverbiss

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orf.at vom 23.03.2009 

Wütender Stier verletzt Metzger schwer 

In Steindorf bei Straßwalchen (Flachgau) wurde Montagmittag ein 44-jähriger Metzger von einem Stier schwer verletzt. Der Stier war von einem Bauern aus Mattsee zu dem Schlachtbetrieb gebracht worden, entkam aber aus der Schlachtbox.

Metzger wollte Stier wieder einfangen

Beim Schlachtbetrieb angekommen, entkam der Stier aus der Schlachtbox und rannte Richtung Holzfeld davon. Der Metzger lief dem aufgeregten Tier nach und versuchte es einzufangen, dabei ging der Stier schließlich auf den Mann los und fügte ihm schwere innere Verletzungen zu.

Der Fleischhauer wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt mit dem Rettungshubschrauber in die Chirurgie West der Salzburger Landeskliniken gebracht. Der wütende Stier wurde schließlich von einem Straßwalchener Jäger erschossen.

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"Kronen Zeitung" vom 22.03.2009 

Jäger als Fallensteller entlarvt! 

Fangeisen bei Pferdehof aufgestellt Rottweiler-Mischling "Rusty" schwer verletzt:

Stoppt diese Tierquälerei! In unmittelbarer Nähe eines Pferdehofes in Bad Leonfelden tappte ein Rottweiler-Mischlingshund in ein Fangeisen. Der Vierbeiner "Rusty" verletzte sich am Vorderlauf schwer. Obwohl in der Nähe immer auch Kinder sind, hatte ein Jäger (70) die Falle aufgestellt. Er wurde ausgeforscht und angezeigt.

Mit ihrem vierbeinigen Freund war die Mühlviertler Pferdetherapeutin Claudia Aistleitner (25) zum Pferdehof gefahren. Sie war gerade auf der Koppel, als sie plötzlich ein lautes Jaulen hörte. Ihr sechsjähriger Hund war nur 200 Meter von der "grünen Weide" entfernt in ein heimtückisches Fangeisen getappt. "Er steckte hilflos fest und verletzte sich schwer", so das Frauchen. Ein 70-jähriger Jäger wurde als Fallensteller ausgeforscht. Er hatte ohne Berechtigung das gefährliche Gerät aufgestellt, wird wegen Tierquälerei angezeigt. "Der kann seine Jagdkarte gleich mit dem Fangeisen abgeben. Das ist ein Wahnsinn, was der getan hat", ärgert sich Landesjägermeister Sepp Brandmayr.

Wie berichtet, gerieten in jüngster Zeit immer wieder Haustiere in Fallen. Die Grünen und der ökologische Jagdverein fordern ein generelles Verbot der Fallenjagd in Oberösterreich, wie es in anderen Bundesländern praktiziert wird.

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rundschau.co.at vom 21.03.2009 

Hund kam in Fangeisen eines illegalen Fallenstellers 

Der Rottweiler Mischling wurde an der Vorderpfote schwer verletzt. Der 70-jähriger Jäger, der die Falle aufstellte, hatte keine Berechtigung zum Fallenstellen.

Bad Leonfelden - In ein Fangeisen ist ein Hund bereits am Dienstag im Gemeindegebiet von Bad Leonfelden (Bezirk Urfahr-Umgebung) geraten. Das gab die Sicherheitsdirektion Oberösterreich am Samstag bekannt.

Eine 25-jährige Frau war mit ihrem Vierbeiner, einem Rottweiler Mischling, gegen 14.30 Uhr bei einem Pferdehof in Bad Leonfelden. In einem unbeaufsichtigten Moment lief der Hund in den rund 200 Meter entfernten Wald und kam dort mit dem linken Vorderlauf in ein Fangeisen.

Der Hund wurde durch die Falle am Vorderlauf schwer verletzt und biss sich, bei dem Versuch sich aus der Eisenfalle zu befreien, mehrere Zähne aus.

Das Fangeisen, ein so genannter „Schwanenhals“, war von einem 70-jährigen Jäger aufgestellt worden, obwohl dieser keine Berechtigung zum Fallenstellen hat.

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"Neue Vorarlberger Tageszeitung" vom 18.03.2009 

Vogel erschossen - Freispruch für Falkner 

Keine Tierquälerei entschied der Richter am Landesgericht Feldkirch. Ein Falkner hatte einen Vogel erschossen, um ihn an seine Tiere zu verfüttern.

Einem professionellen Tiertrainer wirft die Staatsanwaltschaft Tierquälerei vor. In Feldkirch soll der Falkner demnach im vergangenen Sommer zwei Vögel erschossen haben, eine Taube und einen Raben. Richter Norbert Melter sprach den Angeklagten gestern am Landesgericht Feldkirch frei. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Nachvollziehbar hat für den Richter der Besitzer einer Jagdkarte erklärt, warum er die Taube geschossen hat. Um sie an von ihm ausgebildete Falken zu verfüttern. Von einer ,,Lust am Töten kann deshalb nicht ausgegangen" werden, sagte der Richter. Mit einem einzigen Schuss habe der Falkner die Taube erlegt.

Der Tierquälerei hätte sich der Falken-Betreuer dann schuldig gemacht, wenn er seine Tiere nicht gefüttert hätte, merkte der Richter an.

Dass der Schütze im Stadtgebiet geschossen hat, könnte für ihn verwaltungsrechtliche Folgen haben.

Dem Falkner konnte nicht nachgewiesen werden, dass er auch einen Raben erschossen hat. Raben sind in Vorarlberg gesetzlich geschützt, für sie gilt eine Schonfrist. Ein solcher Gesetzesverstoß wäre als ,,schwerer Eingriff in ein fremdes Jagdrecht" zu ahnden gewesen.

Für Melter war ,,nicht klar, welcher Vogel" damals in Tosters von einem Mann mit einem Schuss zur Strecke gebracht und dann weggebracht worden sein soll. Zwei Zeuginnen wollen aus rund 100 Metern Entfernung einen ,,schwarzen Vogel" erkannt haben.

Als Schützen haben die beiden Zeuginnen auch im Gerichtssaal den Angeklagten belastet. Der 50-Jährige bestritt den Vorwurf. Er habe sich zur fraglichen Zeit in der Nähe von München aufgehalten. Dort habe er einen anderen Falkner bei der Arbeit unterstützt. Dafür legte er eine schriftliche Bestätigung seines Kollegen vor.

Die Zeuginnen korrigierten bei der gestrigen Verhandlung den Tatzeitpunkt. Die ältere Zeugin gab drei verschiedene Möglichkeiten an. Sie hatte keine Anzeige bei der Polizei erstattet. Erst Monate später wurde ermittelt. Der Polizei warf der Richter in diesem Fall ungenaue Ermittlungen vor.

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"Oberösterreichische Nachrichten" vom 17.03.2009 

Jäger im Bezirk Kirchdorf wollen nicht mehr Luchse im Nationalpark 

KIRCHDORF. Neben den Abschusszahlen des vergangenen Jahres war die Luchspopulation im Nationalpark Kalkalpen wesentliches Thema des Bezirksjägertages in Micheldorf.

Seit zehn Jahren läuft im Nationalpark das Luchsmonitoring. Derzeit halten sich drei bis vier Wildkatzen im Schutzgebiet auf, die auf der roten Liste stehen und deren Bestand stark gefährdet ist.

Während Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer für eine Stützung des Bestandes plädiert, wehren sich die Jäger vehement gegen eine Vermehrung des Luchses.

Zwei Jahre Überprüfung

"Wir haben einen Arbeitskreis gegründet, in dem neben den Jägern Vertreter des Nationalparks und der Bundesforste, Wildbiologen, Leute vom WWF und Naturschutzbund vertreten sind. Wir brauchen zwei Jahre, um Nachweise zu erbringen, dass es im Umfeld des Nationalparks mehr Luchse gibt", sagt Bezirksjägermeister Herbert Sieghartsleitner.

Nach Meinung der Jäger haben im Nationalpark nicht mehr als zwei Luchse Platz. Werden es mehr, stören sie das Gefüge der jagdbaren Tiere. Rehe flüchten und sind schwieriger zu bejagen. "Dann bekommen wir Probleme, die Abschusszahlen zu erfüllen", sagt Sieghartsleitner.

Künftig werden sich die Jäger bei den Abschüssen von Gämsen zurücknehmen müssen, weil sie überjagt sind. Beim Rotwild wurden hingegen die Abschussziele nicht erfüllt.

Landesrat Josef Stockinger gab bekannt, dass die Bejagung der Krähe nun auch in der Aussaatzeit wieder möglich ist. Sie wurden nämlich zu einer wahren Landplage und richteten am Bestand von Singvögeln und Hasen großen Schaden an.

Weil der Bestand an Rauhfußhühnern und Schnepfen ausreichend ist, wurde eine Ausnahmeregelung erlassen, dass die Bejagung nun wieder erlaubt ist.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 17.03.2009 

Steiermark sagt Nein zu Bären 

BÄREN-WIEDERANSIEDELUNG / Jäger- und Landwirtschaft lehnen - allen Bemühungen des WWF zum Trotz - eine Wiederansiedelung strikt ab.

ÖTSCHERLAND / Kürzlich sind "Djuro" und "Moritz" aus ihrer Winterruhe erwacht. Jetzt streifen die beiden Bären wieder munter durch die Wälder - auch durch die des Ötscherlandes. Aber eine Bärendame werden sie heuer abermals nicht finden, denn die Steiermark spricht sich bei jüngsten Gesprächen explizit gegen die Wiederansiedelung von Bären in den nördlichen Kalkalpen aus. Obwohl keine Zweifel bestehen, dass nur die Ansiedlung neuer Bären den Bestand vor dem Aussterben retten kann.

"Die Schuld für das Scheitern der Gespräche liegt an der Verhinderer-Haltung von Jägerschaft und Landwirtschaft", erklärt WWF-Projektleiter Christoph Walder und fragt sich weiter: "Was für ein Licht würde es wohl auf Österreich werfen, wenn der Umweltminister ausgerechnet im Artenschutzjahr 2009 verkünden müsste, dass der Braunbär zum zweiten Mal ausgestorben ist?"

Doch für den WWF ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Länder und Bund müssten gemeinsam nach Lösungen suchen, die den Schutz des Bären in Österreich garantieren.

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orf.at vom 16.03.2009 

Mensdorff-Pouilly bleibt in Untersuchungshaft  

Der Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly muss in Untersuchungshaft bleiben. Das ist das Ergebnis der Haftprüfung am Montag am Landesgericht Wien. Es bestehe weiter Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr.

Nächste Haftprüfung in einem Monat

Am 27. Februar war Mensdorff-Pouilly wegen des Verdachts der Geldwäsche festgenommen worden. Er soll über verschiedene Umwege 13 Millionen Euro vom britischen Rüstungskonzern British Aero Space erhalten haben. Außerdem soll der Ehemann der ehemaligen Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) gefälschte Belege vorgelegt haben.

Der Anwalt von Mensdorff-Pouilly bestätigt zwar, dass die Geldsumme über das Konto seines Mandanten geflossen sei, den Vorwurf der Geldwäsche weist er aber zurück. In einem Monat ist die nächste Haftprüfung angesetzt.

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"Kurier" vom 15.03.2009 

Schüsse auf Labrador: Spur vom Täter fehlt  

Tierquälerei - Noch sind die Hintergründe der Tat völlig offen. Nur eines steht fest: Der Tierarzt konnte das Leben von "Bärli" retten. Wie in Teilen der Ausgabe berichtet, wurde am Mittwoch der Labrador-Mischling der Familie D. aus Bad Ischl von drei Kugeln getroffen und schwer verletzt. Das eineinhalb Jahre alte Tier konnte sich noch blutverschmiert zum Haus seines Besitzers schleppen. Die Kugeln dürften aus einer Jagdwaffe stammen, einen Zwischenfall mit einem Jäger schließt "Herrchen" Gerhard D. aber aus. Der Hund laufe zwar frei herum, sei in der Gegend jedoch bekannt. D.'s Neffe René wünscht sich indes nichts sehnlicher, als dass sein vierbeiniger Freund wieder völlig gesund wird.

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profil.at vom 14.03.2009 

Mensdorff-Pouillys Jagdgesellschaft: Das Behördenfunknetz des Innenministeriums 

ÖVP-Verbindungen geraten ins schiefe Licht

Ein Behördenfunknetz, ein Ministerkabinett und mehrere Jagdausflüge: warum die ÖVP-Verbindungen zu Alfons Mensdorff-Pouilly ins schiefe Licht geraten.

Man kannte sich schon lange, und man schätzte einander sehr. Für Christoph Ulmer, einst Mitarbeiter von ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat, war „der Graf“ eine Art Vaterfigur. Er nannte ihn „Ali“.

Alfons Mensdorff-Pouilly wiederum imponierte der ehrgeizige junge Mann, der es im Alter von 30 Jahren schon zum Kabinettschef im Innenministerium gebracht hatte. Die gute Beziehung der beiden war ein offenes Geheimnis. Nun frischen Fotos Ulmers Erinnerung – er ist heute Unternehmensberater – an seine Zeit in der Politik auf, als er mit Gesinnungsgenossen fröhliche Trips ins Grüne unternahm. Vergangene Woche listete BZÖ-Mandatar Stefan Petzner eine Reihe von ÖVP-nahen Personen auf, die auf Mensdorffs Latifundien in Luising (Burgenland)und Dalnaglar (Schottland) auf Jagd waren. Unter den vorgelegten Bildern – Impressionen von Jagdausflügen – findet sich auch eines von Ulmer und seinem Nachfolger im Kabinett des Innenministeriums: Philipp Ita. Also sprach Petzner von „fragwürdigen und höchst aufklärungsbedürftigen Verbindungen führender Personen des Innenministeriums und der ÖVP zu Mensdorff-Pouilly“. ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger witterte prompt einen „gescheiterten Skandalisierungsversuch“.

Doch die Geschichte gärt seit über einem Jahr

Herwig Haidinger, der ehemalige Chef des Bundeskriminalamts, hatte die Oberstaatsanwaltschaft bereits im Februar 2003 via Mail in Kenntnis gesetzt, „dass es offensichtlich häufig zu Einladungen von Kabinettsmitgliedern des BM.I (Innenministerium, Anm.) zu Jagdausflügen bei Graf Mensdorff im Burgenland, aber auch in UK (Großbritannien, Anm.) gekommen sei (…)“. Im August des Vorjahrs, die internationalen Erhebungen gegen Mensdorff waren bereits im Laufen, legte Haidinger mit einer Sachverhaltsdarstellung beim Innenministerium und dem Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) nach: Er habe Aussagen in Sachen verbotener Geschenkannahme zu machen. Seinen Ex-Kollegen pressierte es damit nicht sonderlich: Erst jetzt, Mitte Februar – ein halbes Jahr nach Haidingers Angebot –, kam es zu einer Einvernahme beim BIA.

Die Einladungspolitik Mensdorffs, das belegen E-Mails, reicht jedenfalls bis ins Jahr 2002 zurück. Sogar der Minister selbst, Ernst Strasser, hat sich am 7. Dezember 2002 im burgenländischen Gut eingefunden. Mit von der Partie war auch Wolfgang Gattringer, Kabinettsmitarbeiter von Strasser und seinen Nachfolgern Liese Prokop und Günther Platter. Warum lädt ein Lobbyist aller Art vom Minister abwärts eine Reihe von Kabinettsmitarbeitern ein? Die Optik ist, vor dem Hintergrund eines millionenschweren Projekts, keine schöne.

Projekt „Adonis“

Blenden wir zum Jahreswechsel 2002/2003 zurück: Zu dieser Zeit wird im Innenressort am Aufbau des behördeninternen Funknetzes Adonis gearbeitet. Das Projekt betreut seit Juli 2002 das Konsortium master-talk, hinter dem unter anderem Raiffeisen, Siemens und Wien-Energie stehen.

Doch im Februar 2003 - das Kabinett Schüssel II wurde eben angelobt – beginnt der Auftraggeber, also das Innenministerium, an der Arbeit von master-talk herumzunörgeln. Der Konflikt spitzt sich zu, im Juni 2003 wird master-talk der Auftrag entzogen. 2004 erhält Tetron, ein Konsortium aus Motorola und Alcatel, den Zuschlag für das Projekt. master-talk wird auf außergerichtlichem Weg mit 30 Millionen Euro entschädigt.

Seltsam eigentlich

30 Millionen Euro, und das, obwohl das Siemens-Raiffeisen-Konsortium laut Beschwerde des Innenministeriums die vertraglichen Vorgaben angeblich nicht erfüllt hat. Die mit dem Projekt Adonis im Innenministerium betrauten Personen finden sich jedenfalls mindestens einmal auf Mensdorffs Einladungsliste.

Personalkarussell 

Da wäre einmal Bernhard Krumpel: Im Kabinett Strasser für das Behördenfunknetz Adonis zuständig, hatte er das Kabinett noch vor der Angelobung 2003 verlassen und war ins Verkehrsministerium gewechselt. 2005 holte ihn Motorola an Bord und übertrug ihm die Geschäftsführung von Tetron. Im Strasser-Kabinett übernahm Wolfgang Gattringer die Betreuung des Behördenfunknetzes. Er wickelte 2004 die Neuvergabe an Motorola/Alcatel ab. 2007 wechselte er zu Alcatel. Christoph Ulmer, Strassers rechte Hand, verließ das Ministerium 2004 und wechselte für ein halbes Jahr zur HSBC-Bank in London. Er blieb dem Ministerium aber bis 2006 als Berater für das Funknetz erhalten. Laut Ulmer war es ein unentgeltlicher Vertrag, dessen Zweck primär war, ihn zur Geheimhaltung zu verpflichten.

Mensdorff-Pouilly war zu jener Zeit auch als Lobbyist für Motorola zugange. Er will den Handykonzern aber nur bei verschiedenen ungarischen Projekten beraten haben.Ernst Strasser bestätigt gegenüber profil, im Dezember 2002 auf Schloss Luising gewesen zu sein. Worüber so geplaudert worden sei? Strasser: „Ich saß beim Essen neben einem Schweizer Politiker. Wir haben uns über die EURO 2008 unterhalten.“ Also: Fußball statt Ballern. Adonis oder Motorola sei an jenem Abend kein Thema gewesen.

Dass bei diesen Ausflügen auch Geschäftliches besprochen wurde, darf angenommen werden. Philipp Ita etwa, Kabinettschef unter Prokop und Platter, war ein besonders eifriger Waidmann auf Mensdorff’schen Gütern. Und trotzdem wurde der offizielle Charakter offenbar eingehalten: profil liegt eine Jagdeinladung nach Schottland vor, die von Mensdorffs Handelsgesellschaft MPA an Itas Büroanschrift im Innenministerium gerichtet war.

Das BZÖ schießt sich nun auf seinen früheren Koalitionspartner ein und kündigt weitere Details an. Stefan Petzner: „Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, zu erfahren, welche Zusammenhänge zwischen den fidelen Jagdgesellschaften bei Mensdorff und millionenschweren Auftragsvergaben im Innenministerium bestehen.“

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kleinezeitung.at vom 14.03.2009 

Jäger bei Wildfütterungsstand-Einsturz getötet 

Beim Einsturz eines Wildfütterungsstands im Gemeindegebiet von Sonntag (Großes Walsertal) ist am Samstagvormittag ein 45 Jahre alter Jäger aus Gamprin (Liechtenstein) getötet worden. Die drei Vorarlberger Begleiter des 45-Jährigen blieben laut Polizei unverletzt. Die Hilfskräfte mussten aufgrund der Lawinengefährdung per Hubschrauber an den Einsatzort geflogen werden.

Die vier Männer waren gegen 10.30 Uhr mit Wildfütterungsarbeiten beschäftigt, als die auf der unteren Huttla-Alpe gelegene Futterraufe vermutlich infolge der großen Schneelast zusammenbrach. Der 45-Jährige wurde unter den Trümmern begraben und konnte von seinen Begleitern nicht befreit werden. Diese alarmierten umgehend die Einsatzkräfte.

Da der Wildfütterungsstand, der im Sommer auf einem Güterweg erreichbar ist, aufgrund von Lawinengefahr nicht angefahren werden konnte, mussten ein Ärzteteam und die Feuerwehrleute mit insgesamt drei Helikoptern zum Unfallort geflogen werden. Zwar gelang es den Einsatzkräften, die Trümmer mit Motorsägen zu zerkleinern, dennoch konnte der 45-Jährige nur noch tot geborgen werden

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salzburg.com vom 13.03.2009 

Verschärfung des Waffengesetzes sinnvoll? 

Nach dem tragischen Amoklauf von Winnenden und der Schussunfall zweier Kinder in Salzburg denkt man über eine Verschärfung des Waffengesetzes nach?

Großes Glück hatte am Dienstag gegen 15.30 Uhr ein Zehnjähriger in Kuchl. Er überstand einen Schussunfall leicht verletzt.

Wie am Mittwoch bekannt wurde, hatte der Bub mit seinem zweijährigen Bruder das Luftdruckgewehr des Großvaters samt Munition genommen. Die Waffe war in einer Werkstatt in einer Ecke hinter Stöcken verwahrt gewesen. Die Buben führten damit Schießübungen auf dem Gelände des elterlichen Bauernhofs durch.

Als der Zehnjährige die Waffe mit dem Lauf nach oben auf den Boden stellte, betätigte sein kleiner Bruder den Abzug. Ein Schuss löste sich. Das Projektil drang bei dem Zehnjährigen in die Unterlippe ein, verletzte einen Zahn und blieb in der Oberlippe stecken. Die Großmutter brachte den Buben zum Gemeindearzt, der ihn in das LKH Salzburg überwies.

Der Zehnjährige konnte nach einer ambulanten Untersuchung wieder nach Hause gehen. Der Großvater, der Jäger ist, wird bei Gericht und bei der Bezirksbehörde angezeigt.

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orf.at vom 13.03.2009 

Tierquäler schießt auf freilaufenden Hund 

Auf einen freilaufenden Hund hat ein unbekannter Täter Mittwochvormittag im Salzkammergut geschossen. Das Tier wurde in Aigen-Voglhub (Flachgau) im Grenzgebiet von Salzburg und Oberösterreich von mehreren Schüssen getroffen. 

Tatmotiv ist noch unbekannt

Eine Kugel erwischte den Hund an einem Vorderlauf, die zweite traf ihn an einem Hinterlauf, ein dritter Schuss streifte die Bauchdecke des Tieres. Zum Motiv gab es vorerst keine Hinweise.

Es dürfte sich bei der Waffe um eine großkalibriges Gewehr, möglicherweise ein Jagdgewehr, handeln. Das gab die oberösterreichische Sicherheitsdirektion am Freitag in einer Presseaussendung bekannt.

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"Die Presse" vom 07.03.2009 

Der fidele „Herr Graf“ hat(te) viele Freunde  

Die Festnahme von Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly sorgt für Unbehagen in seinem Umfeld. Vor allem in der ÖVP. Er sitzt seit einer Woche in U-Haft

Interviews hat Alfons Mensdorff-Pouilly eigentlich nie gegeben. Doch im Jänner 1995 machte er eine Ausnahme, für die „Kronen Zeitung“. Als Dankeschön bekam er dann auch nur ganz nette Fragen gestellt. Zu seiner Frau Maria Rauch-Kallat etwa, damals ÖVP-Umweltministerin. Da meinte der Interviewte: „Der Gedanke, der Maria Schwierigkeiten zu bereiten, macht mich zutiefst unglücklich.“

Ja, das junge Glück der beiden Frischvermählten wurde damals auf eine harte Probe gestellt: In den Medien geisterten ständig Spekulationen über einen Rücktritt der ÖVP-Ministerin, und die hatte sie ausgerechnet ihrem Herrn Gemahl zu verdanken. Immer wieder wurde die Politikerin von Journalisten zur Causa prima befragt, immer wieder beteuerte sie die Unschuld ihres Mannes. Eine wirklich blöde Geschichte, die Rauch-Kallat wohl auch „zutiefst unglücklich“ gemacht hat.

Monatelang hielt die sogenannte Abhöraffäre das Land in Atem: Ein Tonbandmitschnitt eines äußerst delikaten Gesprächs war indiskreterweise an die Öffentlichkeit geraten. Eines Gesprächs zwischen ÖVP-Wehrsprecher Herbert Kraft und dessen SPÖ-Kollegen Peter Marizzi. Darin erzählte Kraft von seinem Bekannten Mensdorff-Pouilly, der Vertreter von British Aerospace sei und den geplanten Ankauf von Hubschraubern und eines Regierungsflugzeugs einfädeln könnte. Für beide Parteien würden 70 Millionen Schilling an Provisionen herausspringen.

Später wurde Mensdorff-Pouilly wegen „verbotener Intervention“ angeklagt, in allen Punkten allerdings freigesprochen.

Jetzt, viele Jahre später, ist wieder was passiert. Doch Mensdorff-Pouilly gibt dieses Mal keine Interviews. Kann er auch gar nicht: Er sitzt seit einer Woche in U-Haft, wegen Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr. Ihm wird vorgeworfen, von British Aerospace insgesamt 13 Mio. Euro als „untitulierte Zahlungen“ erhalten zu haben. Außerdem besteht der Verdacht der Bestechung im Zusammenhang mit dem Kauf von schwedischen Saab-Gripen-Abfangjägern durch Tschechien.
Für ihn gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Klar ist hingegen, dass er „der Maria“ erneut „Schwierigkeiten“ bereitet hat. So sehr, dass Rauch-Kallat – mittlerweile selbst Lobbyistin und politisch nur mehr als Leiterin der ÖVP-Frauen tätig – auf Tauchstation gegangen ist. Zu ihrem Mann beantworte sie keine Fragen, lässt sie ausrichten.

Die Sache ist ja auch denkbar heikel. Zumal die „Schwierigkeiten“, die Mensdorff-Pouilly verursacht hat, weite Kreise ziehen. Auch in der ÖVP macht sich seit der Inhaftierung des „Grafen“ jedenfalls Unbehagen breit: Kaum einer in der Partei, der Mensdorff-Pouilly nicht kannte. Kaum einer, der nicht mit ihm zu tun hatte. Kaum einer, der ihm bei den zahllosen gesellschaftlichen Events, die „Ali“ gerne besuchte, nicht auf die Schulter klopfte.

Der „Graf“ ist zweifellos ein ÖVP-Intimus. Daran hat Mensdorff-Pouilly in den vergangenen Jahren ja auch recht akribisch gearbeitet. Und in der Partei hat man es geschehen lassen.

Mensdorff-Pouilly hatte immer schon recht gute Kontakte zu den „Schwarzen“. Doch erst die Verehelichung mit Rauch-Kallat im Mai 1994 brachte den Stein so wirklich ins Rollen. „Die Maria hat ihn zu allen Veranstaltungen mitgebracht“, erzählt ein ÖVPler. Und Mensdorff-Pouilly, von Berufs wegen sehr auf Networking erpicht, genoss wohl das Faktum, dass ihm da alle möglichen wichtigen Menschen quasi auf dem Silbertablett präsentiert wurden. „Er hat nie eine Grenze zwischen privat und Geschäft gezogen“, erzählt denn auch der Parteimann, „damit haben sich nicht alle wohlgefühlt.“ Wirklich gewehrt hat sich aber keiner dagegen. „Was hätten wir denn tun sollen?“, fragt ein anderer ÖVPler entnervt. „Er war ständig präsent, wir konnten ihn ja nicht ausgrenzen.“

Wieso denn auch? Mensdorff-Pouilly war stets witzig und unterhaltsam, heißt es. Und ein dankbares Thema für ins Stocken geratene Unterhaltungen war er allemal: „Mensdorff-Bredouilly“ wurde er parteiintern nach der Abhöraffäre kichernd genannt.

Sage also keiner, dass nicht beide Seiten Vorteile aus der Omnipräsenz des „Grafen“ gezogen hätten. Allein „Alis“ großzügige Einladungen zu Jagden waren vielen eine Reise wert.

„Er hat eine systematische Einladungspolitik betrieben“, erzählt ein Partei-Intimus. Soll heißen: Eingeladen wurde, wer dereinst geschäftlich von Nutzen sein könnte. Politiker, Beamte, Industrielle waren bevorzugte Gäste am gräflichen Anwesen im burgenländischen Luising – oder sogar auf Schloss Dalnaglar in Schottland. Wobei die Einladungen natürlich mit höchster Diskretion behandelt wurden. Journalisten, die Details dazu recherchierten, durften da schon Bekanntschaft mit Rechtsanwalt Werner Suppan machen. Er ist übrigens auch ÖVP-Anwalt.

Nur einmal gelangte ein Mail von Christoph Ulmer, Kabinettschef des seinerzeitigen ÖVP-Innenministers Ernst Strasser, peinlicherweise an die Öffentlichkeit: „Graf Mensdorff hat uns wieder zu einem Jagdwochenende eingeladen“, schrieb er da an allerlei Kabinettsmitglieder. Im Anhang: das feine Wochenendprogramm.

Ein gefundenes Fressen für die anderen Parteien, eh klar. Nur zu gerne wird seitdem auf Zusammenhänge zwischen Mensdorff-Pouilly und ÖVP hingewiesen. SPÖ-Abgeordneter Kai Jan Krainer etwa machte im Sommer süffisant auf einen seltsamen Zufall aufmerksam: Jene Tierschützer, die damals mehr als hundert Tage in U-Haft gesessen sind, sollen zuvor eine Fasanjagd in Luising gefilmt haben – sie hatten sich daran gestoßen, dass dort Fasane eigens für die Jagd gezüchtet und in Käfigen gehalten werden.

Krainer damals: „Was mir in diesem Zusammenhang noch eingefallen ist, sind die berühmten Jagdeinladungen eines gewissen Mensdorff-Pouilly.“ Der SPÖ-Abgeordnete gab auch eine Empfehlung ab: „Angesichts des Umstands, dass sich (...) der Verdacht von allfälligen Zusammenhängen ergeben könnte, sollten Kabinettsmitglieder genau überlegen, ob sie Jagdeinladungen annehmen.“

„Ein kleiner burgenländischer Bauer“ (Mensdorff über sich selbst) als dankbares Thema politischer Auseinandersetzungen – das hat Seltenheitswert. Ein Lobbyist meint: „Mensdorff hat halt gegen die goldene Regel der Branche verstoßen.“ Und die laute: „Wenn man schon Geschäfte macht, die in der Öffentlichkeit schwer darstellbar sind, sollte man nicht so flamboyant auftreten.“

Auf einen Blick: Graf, Bauer, U-Häftling

Alfons Mensdorff-Pouillybezeichnet sich gerne kokett als „kleiner burgenländischer Bauer“. Ansichtssache: Sein Gut im Südburgenland umfasst 200 Hektar Ackerland und Forst. Der passionierte Jäger betreibt auch 2500 Hektar Jagd in Pacht.

Nebenbei betreibt der „Graf“, der mit ÖVP-Politikerin Maria Rauch-Kallat verheiratet ist, die Wiener Handelsfirma MPA. Sie berät Unternehmen, darunter auch den Rüstungskonzern British Aerospace. Seit einer Woche sitzt Mensdorff-Pouilly in Untersuchungshaft.

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kurier.at vom 06.03.2009 

Seeadler-Abschuss vor dem UVS  

Ein Jäger, der einen Adler erlegt haben soll, ging zwar bei Gericht frei, wird aber jetzt nach dem Jagdgesetz belangt.


Der Abschuss eines Seeadlers bei Bernhardsthal Ende 2007 war am Donnerstag Gegenstand einer Verhandlung beim Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) in Mistelbach. Ein inzwischen pensionierter Polizeibeamter und Jäger wird beschuldigt, am 30. Dezember 2007 bei Bernhardsthal einen Seeadler abgeschossen zu haben.

Aufgrund der Angaben eines Joggers geriet der Jäger bald in Verdacht, der gesuchte Schütze zu sein. Nicht zuletzt auch wegen seines eher auffallenden Pkws.

Beim darauffolgenden Gerichtsverfahren wurde der Jäger trotz beträchtlicher Beweislast freigesprochen, da das Gericht nicht nachweisen konnte, dass der Abschuss eines Adlers den Gesamtbestand der Seeadler in Österreich gefährde. Ungeachtet dessen wurde der Jäger aber von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde nach dem nö. Jagdgesetz zu einer Strafe von 4000 Euro verdonnert. Begründung: Seeadler seien nach dem Jagdgesetz ganzjährig geschont und der Abschuss sei zudem ein grober Verstoß gegen die Weidgerechtigkeit. Der Jäger berief gegen den Strafbescheid der BH Mistelbach. Daher hat jetzt der UVS in dieser Sache zu entscheiden.

Im Zuge der Ermittlungen wurden - wenn auch erst sechs Wochen später - DNA-Proben aus dem Pkw des Jägers ausgewertet. Ergebnis: Es fand sich Blut von zwei Seeadlern. Bei der BH Mistelbach scheint man daher felsenfest davon überzeugt zu sein, dass der Jäger den Adler tötete. Das Urteil des UVS ergeht schriftlich.

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"Kronen Zeitung" vom 06.03.2009 

Leserbrief an "Kronen Zeitung" zu "Jäger erfüllen Funktion einer Naturpolizei!" vom 05.03.09

Offensichtlich ist VP-Landesrat Josef Stockinger schlecht informiert, denn die Tollwut ist seit 28.9.08 von der WHO offiziell als tollwutfrei erklärt worden. Außerdem brauchen Füchse und Marder keine natürlichen Feinde - die der Jäger ach so dringend ersetzen müßte, weil sich der Bestand der "Raubtiere" sich so wie alle anderen Wildtiere nach den natürlichen Ressourcen und Umweltfaktoren richten und so ihren Bestand selbst kontrollieren, wie dies in vielen Naturparks schon längst bewiesen ist. Diesen Effekt nennt man in der Biologie Sigmakurve. Leider oder bewußt werden diese wissenschaftlichen Erkenntnisse von der Jägerschaft und ihren Lobbyisten ignoriert. 

Das Argument, dass man Marder jagen müsse, weil sie Kabel in den Autos zerstören, zeigt, dass der Jägerschaft die Argumente ausgehen und zu sehr zweifelhaften Erklärungen greifen müssen, damit sie weiter ihrem blutigen Hobby frönen können.

Wer ist es denn, der die natürliche Auslese durch jagdliche zu ersetzen zu müssen meinen? Wer ballert 300 Tonnen hochgiftiges Blei jährlich in unsere Natur? Wer erschießt jährlich eine Million Wildtiere sinnlos und als Freitzeitsport? Warum gibt es denn 116.000 HOBBY-Jäger in Österreich?

Von Naturpolizei kann keine Rede sein! Und Fallenjagd ist überflüssig. Das haben andere Bundesländer schon längst erkannt. Kann es vielleicht daran liegen, dass man nur das Fell weiter verwerten will, weil es so nicht zerschossen wird? 

Die Natur reguliert sich selber, seit Jahrtausenden, auch in unserer Kulturlandschaft.

Dr. Christian Nittmann
1190 Wien

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"Kronen Zeitung" vom 05.03.2009 

Leserbrief an "Kronen Zeitung" zu "Jäger erfüllen Funktion einer Naturpolizei!" vom 05.03.09

Die Fallenjagd gehört mit zu den schlimmsten Tierquälereien, die Menschen sich ausgedacht haben. Die Aussagen von VP-Landesrat Stockinger sind leicht zu widerlegen, Füchse und Marder haben deswegen keine natürlichen Feinde mehr, weil große Beutegreifer in unseren Wäldern keine Chance gegeben wird. Warum ist klar, sie würden Konkurrenz für die Jäger bedeuten.

Interessant wäre, wie viele Marder sich tatsächlich an Autokabeln vergreifen, mit diesem Argument die Fallenjagd zu begründen, ist lächerlich. Landesrat Stockinger disqualifiziert sich auch, was das Argument Tollwut betrifft: Österreich ist offiziell nach Angaben des BMGFJ seit September 2008 tollwutfrei und zwar durch groß angelegte Impfaktionen.

Wenn Hunde in die Falle tappen, sind die Besitzer schuld - sollen Eltern daher auch ihre Kinder an die Leine legen?

Ohne Fallen geht es nicht? Und was ist mit den restlichen Bundesländern, in denen es seit Jahrzehnten ohne Fallen geht?

Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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"Kronen Zeitung" vom 04.03.2009 

"Jäger erfüllen Funktion einer Naturpolizei!" 

Die Fallenjagd empört alle Tierfreunde im Land ob der Enns. Doch der zuständige VP-Landesrat Josef Stockinger hält sie weiter für notwendig.

Viele halten die Fallen für Tierquälerei und überflüssig.


Achtzig Prozent der Raubtiere wie Füchse oder Marder können nur so gejagt werden. Diese Tiere haben keine natürlichen Feinde mehr. Unsere Jäger erfüllen dabei nur die Funktion einer Naturpolizei. Denn Füchse übertragen die Tollwut, Marder zerstören die Kabeln in den Autos.

Oft tappen aber auch unschuldige Hunde in die Fallen und verletzen sich.

Da muss ich sagen, dass die Verantwortung eher die Hundebesitzer trifft. Die müssen auf ihre Tiere besser aufpassen und sollen sie nicht frei laufen lassen.

Also kein schlechtes Gewissen oder Mitleid?

Ich sage klar: Es ist eine sensible Geschichte. Aber ohne Fallen geht es nicht. Außerdem ist diese Art der Jagd ja ganz genau geregelt. Es gibt für die Jäger strenge Auflagen, sie sind geschult und Warnzeichen müssen aufgestellt werden. Bei Verstößen droht der Entzug der Jagdkarte.

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noen.at vom 02.03.2009

Der Wolf kehrt zurück  

In NÖ wurde wieder ein Wolf gesichtet. Sofort gingen die Wogen hoch. Landwirte fürchten um ihr Vieh, die Bevölkerung ist verunsichert. „Keine Gefahr“, versichern dagegen Experten.

Ihn umweht der Mythos der Bestie. Ein Killer, der sich alles schnappt, was ihm vor den Fang kommt. Doch was ist dran am Märchen? Fällt der böse Wolf im Wald Menschen an – oder ist er vielmehr ein wichtiger Fressfeind für kranke Tiere?
Fakt ist, dass vergangene Woche ein Tier in der Gegend um Mariazell gesichtet worden ist, das vermutlich seinen Weg Richtung Kalkalpen fortsetzen wird. Und sofort gehen die Wogen hoch: Die Bevölkerung hat Angst, Landwirte fürchten um ihre Viehbestände, Umweltorganisationen jubeln.

Hans Winkler, Verhaltensforscher und Experte vom Konrad Lorenz-Institut, relativiert: „Wölfe sind keine reißenden Bestien. Sie können Schaden anrichten, wenn Schaf- oder Ziegenherden unbeaufsichtigt sind, aber tatsächlich ist der Wolf ein soziales, liebevolles und zärtliches Tier. Er meidet Straßen und Wanderwege, scheut Kontakt mit dem Menschen und ist außerdem ein Hetzjäger, der seine Beute über weite Strecken verfolgt. So gesehen ist nicht einmal klar, ob er überhaupt in Österreich bleiben wird, weil unsere Kulturlandschaft streckenweise als Lebensraum ungeeignet ist.“ Winkler sieht kein Problem in einer friedlichen Koexistenz von Mensch und Wolf und weist darauf hin, dass Wölfe aus ökologischer und naturschützerischer Sicht eine wertvolle Funktion erfüllen.

Die Frage ist: Bleibt der Wolf überhaupt in Österreich?

Dazu Christian Fuxjäger, Artenschutzexperte aus dem Nationalpark Kalkalpen: „Uns ist jedes Wildtier willkommen. Im aktuellen Fall handelt es sich wahrscheinlich um einen jungen Rüden, der Anschluss sucht. Das wird das Problem sein, den Wolf über längere Zeit zu behalten: Wenn er keine Wölfin findet, wird er weiterwandern.“
Außerdem, so Fuxjäger, sei der umherstreifende Wolf noch gar nicht in den Kalkalpen angekommen – zumindest sei er noch nicht auffällig geworden.
Fuxjäger streicht ebenfalls die wichtige Funktion des Wolfes als Regulator in der Nahrungskette heraus. Außerdem müsse die Bevölkerung schon deshalb keine Angst haben, weil sich die Zahl der Tiere doch sehr in Grenzen halte – schließlich habe es innerhalb der letzten zehn Jahre maximal drei bis vier Wölfe in der Region gegeben.

Die Wolfs-Population in den Nachbarländern wächst an

Polen, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Italien, die Ukraine und Ostdeutschland haben Wölfe, in Teilen Spaniens gibt es sogar größere Rudel – daher liegt die Vermutung auf der Hand, dass die Wiederansiedlung in Österreich nur eine Frage der Zeit ist. „Dennoch merken wir den Wolf erst, wenn er längst da ist“, ist auch Klaus Hackländer sicher: Der Institutsleiter für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur ist der heimische Fachmann für Wölfe. Auch er versichert, das Auftreten einzelner Exemplare stelle für die Bevölkerung keinerlei Gefahr dar: „Erstens jagt der Wolf bei Nacht, zweitens ist er viel konfliktscheuer als der Bär. Und drittens wird er, sofern er keine anderen Tiere zur Paarung findet, ohnehin nicht bleiben.“

Die Nahrungssuche, so Hackländer, ist nur ein Mittel zum Zweck, die Paarung hingegen ist die einzige Motivation für ein Wildtier. Findet ein Jungwolf eine Partnerin, wird er sich niederlassen. Und dies ist derzeit in Österreich nicht der Fall. „Außerdem haben wir schlichtweg verlernt, mit Wildtieren zu leben. Früher hatte jede Herde einen Schäfer und Hütehunde, die in der Nacht aufgepasst haben.“
Generell, bekräftigt Hackländer, müssten wir alles daransetzen, Wildtieren wieder einen Lebensraum zu ermöglichen. Nicht nur Wölfe, auch Bären, Luchse, Goldschakale und der Kaiseradler fänden in Österreich ein reichliches Nahrungsangebot. Zwar spricht sich Hackländer gegen das Auswildern einzelner Arten aus, „aber wenn sie von alleine zurückkehren, sollten sie uns willkommen sein“.

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"Kronen Zeitung" 01.03.2009

Jetzt wird den Todesmaschinen endlich der Kampf angesagt! 

Oberösterreich erlaubt als einziges Bundesland Tötungsapparate

Einzig im Land ob der Enns sind österreichweit die berüchtigten Schlagfallen noch erlaubt. Zuletzt tappten, wie von uns berichtet, auch drei Hunde in solche Todesmaschinen. Zwei davon überlebten schwer verletzt, einer hingegen starb. Nachdem die Grünen jetzt ein generelles Verbot der Fallenjagd bei uns fordern, sagt auch der ökologische Jagdverein aus Wels: Weg mit den Fallen!

In Liebenau geriet der Labrador-Mischling "Maxl" in eine Fuchsfalle. Der Bello überlebte schwer verletzt. Ein anderer Hund tappte in der gleichen Gemeinde in eine andere Falle, überlebte aber nicht. In Reichenau wurde die Dackeldame "Julie" beim Spaziergehen von einer Schlagfalle schwer verletzt.

"Immer wieder führt die Fallenjagd zu massiven Tierquälereien. Zudem sind auch Kinder gefährdet", so die Grüne Landtagspräsidentin Doris Eisenriegler. Bei der Landtagssitzung am 5. März fordern die Grünen daher für ganz Oberösterreich ein generelles und konsequentes Verbot der Fallenjagd. Die gleiche Ansicht vertritt der ökologische Jagdverein: "Wir sind schon seit Jahren gegen die Fallen. Doch wir werden totgeschwiegen und blitzten bei den Politikern immer wieder ab", kritisiert Dipl.Ing. Rudolf Netherer.

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"Kleine Zeitung" 27.02.2009

Jäger verärgert über Verdächtigungen 

Die Jägerschaft im Bezirk Bruck will nur dann ein neues Bärenprojekt, wenn Fehler der Vergangenheit vermieden werden. Und der Verdacht der illegalen Abschüsse hat das Klima auch nicht gerade verbessert.

Wie gestern berichtet, sind die Ermittlungen des Bundeskriminalamts, die sich mit dem Verschwinden der Bären aus unseren Wäldern beschäftigten, beendet. In einem Fall wurde ein illegaler Abschuss nachgewiesen, man vermutet aber nach wie vor, dass auch andere Bären geschossen worden sind.

Das ärgert die Jägerschaft und belastet das Klima, wie Bezirksjägermeister Max Hörmann sagt: "Es gab überfallsartige Hausdurchsuchungen bei Jägern im Raum Mariazell, ein Gastwirt mit Eigenjagd hatte sogar zwei Tage die Kripo im Haus. So etwas erzeugt eine gereizte Situation."

Dass die Jäger Bären geschossen haben, glaubt er nicht: "Das wäre höchstens bei einem Jungbären möglich, ein ausgewachsenes Tier ist ohne Helfer nicht abzutransportieren. Und irgendwer redet dann." Er vermutet eher, dass die Bären wieder in Gegenden abgewandert sind, wo sie mehr Ruhe haben.

Dabei stehen, so Hörmann, die Jäger dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber, aber es seien eben schon zu Beginn Fehler gemacht worden: "Wir als Jägerschaft waren zu Beginn überhaupt nicht eingebunden. Aber so etwas muss von den Jägern und auch von den Bauern mitgetragen werden." Das gesteht man auch beim World Wildlife Fund (WWF) ein, und inzwischen hat sich das Gesprächsklima auch deutlich gebessert.

Derzeit sind offenbar nur noch die Männchen Djuro und Moritz unterwegs, womit das Ende der heimischen Braunbären nur eine Frage der Zeit ist. Dass erneut zehn Bären angesiedelt werden, lehnt Hörmann zwar nicht rundweg ab, aber zuerst müsse noch eingehend analysiert werden, warum der erste Versuch gescheitert ist: "Das Projekt ist nicht ausgereift genug, um gleich wieder viel Geld zu investieren."

Der Bezirksjägermeister wird übrigens im Spätsommer mit Kollegen vom Bezirksjagdausschuss eine mehrtägige Exkursion nach Slowenien unternehmen. Dort leben rund 500 Bären in einem riesigen Naturschutzgebiet: "Das wären umgerechnet 50 bis 80 Bären in unserem Bärengebiet." Man will sich ansehen, wie das gehandhabt wird und welche Probleme sich daraus ergeben - um daraus auch für die heimische Situation zu lernen.

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orf.at vom 25.02.2009

Bären: Ermittlungen abgeschlossen 

Das Bundeskriminalamt geht davon aus, dass einige Bären in den letzten Jahren im Ötschergebiet illegal abgeschossen worden sind. Das geht aus dem Abschlussbericht hervor. Beweisen kann man aber nur einen Abschuss.

Nur ein Abschuss ist bewiesen

Unbekannte sollen einige der etwa 20 Bären illegal abgeschossen haben. 
Nur in einem Fall konnte das Landeskriminalamt Niederösterreich den illegalen Abschuss einer Jungbärin aus dem Jahr 1994 zweifelsfrei nachweisen. Ein älterer Jäger war gestorben, seine Witwe hatte die Trophäe des geschützten Tiers für eine DNA-Bestimmung zur Verfügung gestellt.

Im Bundeskriminalamt ist man aber sicher, dass Unbekannte von 1994 bis 2007 im Großraum Ötscher zumindest einige der etwa 20 Braunbären illegal getötet haben.


Nur noch zwei Männchen am Leben


Die zwei Männchen die noch leben, werden keine Partnerin mehr finden.  Aktuell leben nur noch zwei Männchen - als Rest von mindestens 35 nachgewiesenen Bären - in den Wäldern der Nördlichen Kalkalpen in Niederösterreich, Steiermark, Oberösterreich und Salzburg.

Nach ihrem Winterschlaf werden sie sich vergeblich auf die Suche nach einer weiblichen Partnerin machen, so der Bärenexperte.

Befragungen in der Region ergebnislos

Im Zuge der seit 2007 laufenden Ermittlungen hatte man mit der Jägerschaft gesprochen, war Hinweisen nachgegangen und hatte in der Region Befragungen und Einvernahmen durchgeführt. Doch es ergaben sich keine weiteren Hinweise.

WWF: Mehr Akzeptanz für Bären schaffen

Bärenpopulation droht das Aussterben. Für Bärenprojektleiter Christoph Walder vom WWF geht es nun darum, in die Zukunft für mehr Akzeptanz in den Bärengebieten zu sorgen, und vor allem - die verbliebenen zwei Bären vor dem Aussterben zu retten."

Laut Experten der Wildtierkunde is es aus heutiger Sicht nur dann möglich den Bestand zu stützen, wenn Bären nach Österreich übersiedelt werden. Andernfalls droht ihr Aussterben.

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orf.at vom 24.02.2009

Tierplage in Bad Schallerbach  

Auf dem Gelände der heurigen Landesgartenschau in Bad Schallerbach tummeln sich derzeit jede Menge Rehe und Hasen. Viele Tiere dürfen aber nicht geschossen werden und sollen daher nun mit Keschern gefangen werden.

Gelände soll "hasendicht" gemacht werden


Weil demnächst 18.000 Pflanzen gesetzt werden sollen, sind die Organisatoren an die Jäger herangetreten, um Abhilfe zu schaffen.

Nach einem Bericht in den "Oberösterreichischen Nachrichten" gibt es dabei aber ein jagdliches Problem. Weil die meisten Häsinnen trächtig sind, dürfen sie nicht geschossen werden. Die einzige Chance wäre der Fang mit Keschern, was sich aber als noch schwieriger erweist.

Jetzt soll die Umzäunung des 20 Hektar großen Geländes "hasendicht" gemacht werden.

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orf.at vom 22.02.2009

Fuchs biss Jäger in die Nase  

Ein ungewöhnlicher Jagdunfall hat sich am Samstag in Gnas im Bezirk Feldbach ereignet: Ein Jäger wurde von einem Fuchs angesprungen und in die Nase gebissen.

Hund spürte Fuchs auf

Der 43-jährige Jäger aus Raning (Bezirk Feldbach) war Samstagnacht auf einem Waidgang, als plötzlich sein Hund in einem Betonrohr einen Fuchs aufspürte. Die beiden Tiere gingen aufeinander los. Als der Jäger dazwischen ging, sprang ihn plötzlich der Fuchs an, biss ihm in die Nase und lief davon.

Ins LKH Graz gebracht

Der verletzte Jäger kam mit der Rettung ins LKH Feldbach und wurde gleich weiter in das LKH Graz gebracht. Dort wurde dem 43-Jährigen die nötige Tollwutimpfung verabreicht.

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"Oberösterreichische Nachrichten" vom 19.02.2009

Leserbrief zu "Problembären und andere Menschen" vom 18.02.09 

Der Film über den Bären Bruno hat nicht nur einen traurigen Hintergrund, sondern auch die Hauptdarsteller, nämlich die Bären, führen kein artgerechtes Leben.

Der Skandal an der Produktion war und ist  Bärenhalter Henry Spindler, der seine fünf Bären für die Filmaufnahmen nach Tirol gebracht hat.
Gegen Spindler liegen einschlägige Tierquäler-Dokumente vor, der zweifelhafte "Tiertrainer" stand bereits 2003 wegen seiner Bärenhaltung in Hagen/Deutschland vor Gericht.

Der Österreichische Tierschutzverein hat bereits während der Dreharbeiten darauf hingewiesen: In Österreich ist die Haltung von Wildtieren in Zirkussen verboten, für diese Produktion war es jedoch erlaubt, mit Zirkustieren eine Drehgenehmigung zu bekommen, wieder einmal typisch für unser Land, dass für jeden, der genug Einfluss hat, ein Hintertürchen offen steht.
 
Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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"Oberösterreichische Nachrichten" vom 18.02.2009

Problembären und andere Menschen 

Interview: Harald Krassnitzer über den TV-Film "Bruno" am 25. Februar, ORF 2

2006 streifte "Problembär Bruno" im bayerischen Grenzgebiet herum, bis er getötet wurde. Felix Mitterer schrieb eine Satire darüber, Xaver Schwarzenberger machte einen Film daraus (Sendetermin: 25. Februar). Harald Krassnitzer spielt einen Tierparkdirektor.

OÖN: Die realen Ereignisse um Bruno erscheinen heute so absurd, dass selbst eine nüchterne Beschreibung satirische Züge trägt. Schreibt das Leben die besten Drehbücher?

Krassnitzer: Ich fand das Drehbuch vom ersten Moment an äußerst witzig, weil es der realen Situation sehr nahekommt. Die Geschichte von Bruno ist mittlerweile wie ein Märchen, ein großer Mythos. Da ist man als Schauspieler natürlich gerne dabei. Man wusste damals gar nicht, ob man lachen oder weinen sollte. Die Diskussionen der Tierschützer mischten sich mit der Forderung nach einem Abschuss. Dazu kamen der Eiertanz von Edmund Stoiber und das Stillhalten der Österreicher, die hofften, dass Bruno in Bayern bleibt.

OÖN: Der von Ihnen gespielte Tierparkdirektor sucht ein Männchen für seine brünftige Bärin Cilly. Konnten Sie auf Anhieb Vertrauen zu Ihrem tierischen Kollegen fassen?

Krassnitzer: Ich habe in den Drehpausen versucht, mit dem Bären zu gehen, damit er mich riecht und meine Stimme hört. Man muss auf einen Bären zugehen und ihn mit Achtung behandeln wie jeden anderen Kollegen auch. Natürlich dauerten die Bärenszenen manchmal etwas länger. Das sind keine domestizierten Tiere, die auf Knopfdruck "Sitz" machen. Wenn sie keine Lust haben, dann haben sie eben keine Lust.

OÖN: In zum Teil absurden Szenen treten ein bayerischer Indianer und als Leningrad Cowboys verkleidete finnische Bärenjäger auf. Solche Leute wurden damals wirklich auf Bruno angesetzt. Ist bei der echten Bärenjagd alles falsch gelaufen?

Krassnitzer: Ja. Es herrschte Chaos, keiner wusste, wie man mit so einer Situation umgeht. Die finnischen Bärenjäger wurden extra eingeflogen, waren jedoch erfolglos. Extreme Hilflosigkeit war das Drama der ganzen Geschichte. Der Film zeigt, dass wir Menschen wenig Respekt gegenüber der Natur und ihren Geschöpfen haben. Genauso wie man Bruno getötet hat, hätte man ihn auch betäuben und in ein größeres Gebiet bringen können.

OÖN: Laut Tierschutzgesetz sind bei Drehs mit Tieren allerlei Auflagen zu erfüllen. Wird auf Schauspieler weniger Rücksicht genommen?

Krassnitzer: Sicher. Aber das ist legitim. Man geht ja nicht mit der Stempelkarte zum Dreh, sondern man tritt an, um einen guten Film zu machen. Wenn's manchmal etwas länger dauert, dann ist es halt so. Dafür gibt es ja die Tagesgage.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 18.02.2009

Jagd-Unterricht regt auf

HOLLABRUNN / Direktor der Landwirtschaftsschule beruhigt: „Wildökologie nicht mit Hobbyjagd verwechseln.“

In der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Hollabrunn wird, wie die NÖN in ihrer letzten Ausgabe berichtete, künftig auch Jagd als Unterrichtsfach angeboten. Ein Umstand, der bei Maria Löcker vom Österreichischen Tierschutzverein alle Alarmglocken schlagen ließ: „Jagd hat mit Tier- und Umweltschutz nicht das Geringste zu tun, sondern bedeutet, gerade was die Hobbyjagd betrifft, bloße Lust am Töten“, ist sie erbost. LFS-Direktor Rudolf Reisenberger sieht die Sache naturgemäß ganz anders.

„Den Jägern schwimmen die Felle davon, dies hört man auch aus internen Kreisen – der Nachwuchs fehlt“, schrieb Löcker in einem Brief an die NÖN. „Aus diesem Grund gehen die Jäger nun sogar so weit, in Schulen nach Jungjägern zu suchen“, ist die Tierschützerin empört. Dass man jungen Menschen in Schulen die Jagd schmackhaft mache, sei ein Skandal und müsse eigentlich verboten werden.

Es mangelt an Hegern, die Wildbestände sichern sollen Schulleiter Reisenberger hält dagegen: „Bäuerliche Wildökologie darf nicht mit Hobbyjagd verwechselt werden.“ Es mangle nicht an jenen, die einige Tage im Jahr ihrer Leidenschaft frönen wollen, sondern an den Hegern, die Wildbestände sichern sollen. Es müssen Krankheiten und Seuchen verhindert und Reviere entsprechend gepflegt werden, damit das Wild einen optimalen Lebensraum vorfindet.

„Diese Aufgabe wurde seit jeher von bäuerlichen Jagdgemeinschaften wahrgenommen und auch Ausbildungen in Schulstandorten sind nicht neu“, so Reisenberger. „Doch durch einen unaufhaltsamen Strukturwandel in den ländlichen Gebieten haben die bäuerlichen Genossenschaften nun dieselben Probleme wie Feuerwehren, Rotes Kreuz oder Musikkapellen.“

Das Schwerpunktfach der LFS Hollabrunn richte sich jedenfalls nicht an Hobbyjäger, denen die zweijährige Ausbildung viel zu zeitintensiv wäre.

In erster Linie solle jungen Menschen in diesem Unterricht ökologisches und nachhaltiges Handeln im Umgang mit den natürlichen Ressourcen vermittelt werden. „Die Erlangung der Jagdlizenz steht nicht im Vordergrund“, betont der Direktor.

Direktor lädt Tierschützerin als Gastreferentin ein „Alle, die in diesem Bereich später tätig werden wollen, können dazu beitragen, das Bild, das die Hobbyjäger der Jagd derzeit leider aufdrücken, nachhaltig in Richtung des verantwortungsbewussten Wildökologen und Hegers von Revieren zu verändern.“ Reisenberger lädt die kritische Tierschützerin ein, ihre Meinung zu Tierschutzbelangen im Jagdbereich als Gastreferentin an seiner Schule vorzubringen und mit den Schülern zu diskutieren. „Die umfassende Ausbildung soll auch aus dieser Richtung bereichert werden.“

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"Kronen Zeitung" vom 17.02.2009

Mit Fangeisen auf Katzenjagd - Bub weint um seinen "Tiger" 

Tier geriet mit den Hinterbeinen in Falle Polizei ermittelt

Brutale Tierquäler waren in Salmannsdorf im Bezirk Oberpullendorf am Werk. Mit einem streng verbotenen Fangeisen begaben sich die Unbekannten auf Katzenjagd. Ein roter Kater geriet jetzt in die Falle und wurde schwerst verletzt. Seine Besitzer mussten das Tier schweren Herzens einschläfern lassen.

"Wer macht so etwas. Unser "Tiger" war so ein liebes, zutrauliches Tier", ist Besitzer Josef St. verzweifelt. Auch Sohn Martin (11) kann das Geschehen nicht fassen. Er weint um den wunderschönen roten Kater. Schon seit zwei Tagen hatte die Familie fieberhaft nach ihrem Liebling gesucht. Jetzt endlich war der Stubentiger nach Hause gekommen. "Wir waren entsetzt. Er hat sich mit letzter Kraft zu uns geschleppt. Seine Hinterbeine waren von der Falle komplett kaputt", schildert der Familienvater. Auch der Tierarzt konnte nicht mehr helfen, er musste den Kater einschläfern. "Wir wohnen in einer Siedlung. Nicht auszudenken, wenn ein Kind in diese Falle geraten wäre", sagt Josef St. Nach den Tätern wird gefahndet.

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orf.at vom 17.02.2009

Krähenabschuss ausgeweitet 

Krähen dürfen nun auch in der Aussaatzeit bejagt werden. Nicht nur im Herbst, wie die EU-Vogelschutzrichtlinie besagt.

Krähen unter Schutz


Obwohl Krähen einen enormen Schaden anrichten, stehen sie trotzdem unter Schutz. Grund dafür ist, dass beim EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 darauf wurde vergessen, die Krähen aus der Gruppe der geschützten Vögel zu streichen. Sie dürfen daher nicht gejagt werden.

Sonderregelung für Krähen

Laut Agrar-Landesrat Josef Stockinger (ÖVP) richten die Krähen so viel Schaden an, dass im Einvernehmen mit dem Naturschutz eine Sonderregelung ausgearbreitett wurde: Damit dürfen pro Jagd bis zu zehn Krähen geschossen werden.

Der EU erteilt Stockinger eine deutliche Abfuhr: Regelungen wie Abschusspläne für die Krähen könnten mit mehr Hausverstand im eigenen Land gemacht werden. Dazu brauche man keine EU.

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salzburg.com vom 16.02.2009

Schluss mit der Jägerei bei Siemens 

Kündigung. Rotwildjagd im Zillertal – Elektronikkonzern löst Pachtvertrag mit Bundesforsten vorzeitig auf

Schlechte Nachrichten für Geschäftspartner, die im Tiroler Zillertal auf Kosten von Siemens kapitale Hirschen und Gämse schießen durften. Der Elektronikkonzern will schon in den kommenden Monaten aus dem bis 2020 laufenden Pachtvertrag mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) vorzeitig aussteigen. „Die Gespräche laufen sehr konstruktiv und in beiderseitigem Einvernehmen“, sagte Siemens-Sprecher Harald Stockbauer.

Grund für das Ende der Jägerei sei die wirtschaftlich schwierige Lage. „Wir haben ein straffes Kostensenkungsprogramm und sind dabei, unsere Sponsoringaktivitäten auf neue Beine zu stellen“, erklärte Stockbauer. Auch Sponsorverträge im Fußball mit Real Madrid und Austria Wien werden nicht verlängert. In der Münchner Zentrale wird gerade ein Nachhaltigkeitsfonds eingerichtet. „Die Kernwerte sollen sich künftig im gesellschaftlichen Engagement wiederfinden“, betonte der Siemens-Sprecher. Den Bundesforsten bricht einer der wichtigsten Jagdkunden weg. Denn das Revier im sogenannten Zillergrund ist knapp 9000 Hektar groß, in der gegenwärtigen Situation wird sich dafür nur sehr schwer ein neuer Pächter finden lassen.

Sowohl Siemens wie auch die ÖBf hüllen sich über den jährlichen „Pachtschilling“ in Schweigen. Legt man einen durchschnittlichen Wert von 30 Euro pro Hektar zu Grunde, so überwies das Unternehmen jedes Jahr 270.000 Euro an den Verpächter. Dazu kommen die Mehrwertsteuer und 20 Prozent Landesabgabe, die das Land Tirol kassiert. Doch damit ist es längst nicht getan: Siemens beschäftigt im Zillertal zwei Berufsjäger, muss Jagdhäuser und Jagdhütten sowie Dienstfahrzeuge erhalten und für die Futterkosten der Wildtiere im Winter aufkommen. „Natürlich stellt sich für den Konzern die Frage, ob man ein solches Investment nutzen kann“, sagte Stockbauer. Der Zillergrund gilt als Kerngebiet für Rotwild, dort wurden bereits 18-Ender-Hirsche geschossen. „Unsere besten Hirsche hatten ein Geweihgewicht von acht Kilogramm“, sagte ein Jäger, der nicht genannt werden wollte, voll Stolz.

Bis zum Jahr 2000 hatte der deutsche Mannesmann-Konzern das Revier Zillergrund und dazu noch das Stilluptal gepachtet (rund 12.000 Hektar). Derzeit bejagen die Bundesforste das Stilluptal in Eigenregie, weil sich kein Pächter mehr findet. „Wer pachtet heute noch so große Reviere? Momentan ist die Situation schwierig, viele große Bundesforstejagden in Ginzling, im Zemmtal und auf dem Donauberg warten auf Pächter“, hieß es.

Einheimische berichten, dass im Zillertal nur mehr ein richtig großes ÖBf-Revier verpachtet ist: Die deutsche Industriellendynastie ThyssenKrupp (Stahl) betreibt in Gerlos eine Hochwildjagd mit gut 17.000 Hektar Fläche und beschäftigt dort sieben Berufsjäger. Das Jagdrevier zieht sich bis ins Bundesland Salzburg hinein.

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"Kronenzeitung" vom 15.02.2009

Schlagfallen in Oberösterreich 

Als einziges Bundesland in ganz Österreich sind im Land ob der Enns noch die Todesmaschinen erlaubt. Nur bei uns dürfen die Heger und Pfleger mit den Schlagfallen Jagd auf "Wilderer" wie Fuchs, Marder & Co machen. Die todbringenden Apparate dürfen ohne Sondergenehmigung eingesetzt werden, müssen lediglich markiert und mit Warntafeln gekennzeichnet werden. Was schon seit Jahren Tierschützer in ganz Oberösterreich aufregt.

Doch bislang ohne Erfolg. Zu stark war offenbar die Lobby, die sich für diese Tötungsmaschinen stark macht. Ungeachtet der Tatsache, dass Hunde, Katzen oder gar Kinder in diese Fallen hineintappen können.

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"Kronenzeitung" vom 15.02.2009

In Wäldern der Heimat heulen wieder die Wölfe 

Noch gilt er als Phantom! Doch sein Heulen ist wieder in den Wäldern der Heimat zu hören: Erste Sichtungen und erste Spuren beweisen, dass der Wolf nach Österreich zurückgekehrt ist.

Oben in den Weiten des Waldviertels, dort also, wo die Winter noch um einiges rauer, härter und eisiger sind, war der einsame Wolf über die Grenze nach Österreich getrottet. Immer witternd, immer auf der Suche nach einer Gefährtin. Doch dieses Lebensglück war dem jungen Rüden nicht vergönnt. Ein Schuss - dann färbte sich der Schnee blutrot. Eilig ließ der Wilderer seine Beute verschwinden. Ein Tiermord, der bis heute verschwiegen wird und daher auch nicht gesühnt werden kann. Doch andere Wölfe haben es Gottseidank geschafft, ihren Häschern zu entgehen. "Sie lassen sich nicht mehr aufhalten", bestätigt Österreichs Wolfsexperte, der Wildbiologe Jürgen Arno Auer. Seit Jahren ist er Meister Isegrim auf der Spur, seit Kurzem hört er vor allem in den einsamsten Forsten der Heimat dessen Heulen. Doch bisher galt der scheue Waldbewohner als Phantom. Jetzt aber kann er seine Existenz vor den Menschen nicht mehr verbergen. Auch der Autor dieser Zeilen durfte dem Wildtier bei seinen ökologischen Streifzügen begegnen. "Wir haben eindeutige DNA-Spuren. Sie beweisen, dass einer oder mehrere Wölfe von Scheibbs und Lilienfeld in Niederösterreich auf ihren uralten Pfaden ins Steirische unterwegs sind", berichtet Helmut Belanyecz vom Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz. Jäger aus der Region bestätigten diese Sichtungen erst vor wenigen Tagen. Im Nationalpark Kalkalpen hat ein Wolf schon vor längerer Zeit ein sicheres Revier gefunden. Und auch die Heger der heimischen Bundesforste haben den strikten Auftrag, Meister Isegrim auf jede erdenkliche Weise zu schützen. Wolfsfreund Auer - er hat an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien Dutzende Gastvorlesungen über seine Schützlinge gehalten - ist überzeugt, dass auch in der Lobau und im Biosphärenpark Wienerwald eines oder mehrere Rudel überleben könnten. Stadtchef Michael Häupl hat rasch auf diese zoologischen Erkenntnisse reagiert: Jürgen Auer und Professor Hans Winkler vom Konrad-Lorenz-Institut wurden beauftragt, eine entsprechende Studie zu erstellen - zur Vorbereitung auf eine mögliche Wiederbesiedlung durch den Wolf. Schon im Vorfeld versuchen Naturschützer wie die engagierte WWF-Chefin Hildegard Aichberger, den Menschen die Angst vor dem Wolf zu nehmen: "Er ist ganz und gar nicht so böse wie im Märchen. Wir Zweibeiner werden von ihm gemieden. Am liebsten versteckt er sich ja doch mit seinen Gefährten im Wald." Der einsame Waldviertler Rüde wurde von seinem Häscher dennoch aufgespürt. Jürgen Auer: "So ein Tierschicksal darf sich nie mehr wiederholen. Heißen wir dieses wunderbare Tier in unserer Heimat willkommen!"

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"Neue Zürcher Zeitung" vom 11.02.2009

Exzessive Jagd lässt Tiere schrumpfen  

Der Mensch stellt die Evolution vieler Arten auf den Kopf

Die Selektion durch Menschenhand  spielt für wildlebende Arten eine immer grössere Rolle. Denn viele Aktivitäten des Menschen wie die Jagd oder andere Eingriffe in Ökosysteme haben Einfluss auf die Richtung und das Tempo der Evolution.

Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch durch die Zucht ganz bewusst die Evolution von bestimmten Tieren und Pflanzen. Dabei entstanden beispielsweise aus dem Wolf so unterschiedliche Wesen wie der winzige Chihuahua und der riesige Bernhardiner. Die Analyse der züchterischen Tätigkeiten des Menschen bildete für Darwin eine wichtige Grundlage auf dem Weg zu seiner Evolutionstheorie. Im Unterschied zur natürlichen Selektion bestimmt der Mensch bei der Zucht gezielt die Überlebens- und Fortpflanzungschancen der Organismen. Ziel ist es, Tiere und Pflanzen genetisch so zu formen, dass erwünschte Eigenschaften wie eine höhere Milchleistung verstärkt und ungewollte Eigenschaften wie die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten unterdrückt werden. Der Mensch greift aber auch unabsichtlich in die Evolution anderer Organismen ein. Das bekannteste Beispiel ist die zunehmende Resistenz von Krankheitserregern gegen Antibiotika. 

Selektive Entnahme grosser Exemplare

Bruno Baur vom Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz der Universität Basel weist darauf hin, dass der Mensch in praktisch allen Lebensräumen der Erde den Selektionsdruck, unter dem sich wildlebende Tiere und Pflanzen bewähren müssen, verändert hat. Der Mensch beeinflusst beispielsweise das Klima und die chemischen Eigenschaften von Böden und Gewässern. Arten, die sich an die neuen Umweltbedingungen anpassen können, bleiben erhalten, andere müssen migrieren oder sterben aus, wie Baur erklärt. Einen erheblichen Selektionsdruck übt der Mensch auf wildlebende Tier- und Pflanzenarten aus, die exzessiv gejagt oder gesammelt werden. Wissenschafter unter der Leitung von Chris Darimont von der University of California haben kürzlich zeigen können, dass die Übernutzung von Arten zu dramatischen Merkmalsveränderungen führt. 

So sind die Exemplare von 29 untersuchten Arten, zu denen Fische, Weichtiere, Huftiere und Pflanzen gehören, durch die intensive Nutzung um durchschnittlich 20 Prozent kleiner geworden. Die Organismen werden zudem deutlich früher geschlechtsreif. Diese Entwicklung ist auf die selektive Entnahme grosser Individuen zurückzuführen. Normalerweise überleben die von Natur aus fittesten Individuen, und das sind beispielsweise grosse und starke Bären. Der Mensch sorgt nun aber dafür, dass sich dieser Vorteil ins Gegenteil wandelt: Die fittesten Bären sterben heute zuerst, weil sie am meisten zum Ruhm des Jägers beitragen; und Sammler der Ginseng-Wurzeln graben zuerst einmal die grossen Pflanzen aus, bei denen sich die Arbeit mehr lohnt. 

Das eindrücklichste Beispiel für die künstliche Selektion durch den Menschen kommt aus der Fischerei. So hat die Grösse des Kabeljaus im Nordostatlantik innerhalb von wenigen Jahrzehnten von durchschnittlich 95 auf 65 Zentimeter abgenommen; die Geschlechtsreife setzt heute schon drei Jahre früher ein. Nur kleine und frühreife Fische hatten die Chance, der intensiven Befischung zu entgehen und Nachwuchs in die Welt zu setzen. Darimont weist darauf hin, dass die Fortpflanzung zu einem früheren Zeitpunkt und bei kleinerer Körpergrösse problematisch sein kann, weil dadurch die Fruchtbarkeit bei vielen Arten sinkt und das Überleben der Art gefährdet sein könnte. 

Geschwindigkeit der Evolution nimmt zu

Insgesamt hat die Analyse von Darimont und seinen Kollegen ergeben, dass sich die Geschwindigkeit der Evolution bei den übernutzten Arten im Vergleich zu anderen Arten mehr als verdreifacht hat. Diese Beschleunigung innerhalb weniger Generationen führt nicht nur zu Veränderungen innerhalb der Arten, sondern unter Umständen auch zu Veränderungen des Ökosystems, in welchem sie eine Rolle spielen. Nahrungsnetze und ökologische Prozesse können auf den Kopf gestellt werden. Die Wissenschafter fordern deshalb einen evolutionsbiologischen Ansatz, wenn es darum geht, Arten zu retten oder Ökosysteme zu renaturieren. 

Vermutlich kann bei jeder stark bejagten Art eine Richtungsänderung der Evolution festgestellt werden. In der Schweiz analysiert eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Claus Wedekind vom Departement für Ökologie und Evolution der Universität Lausanne derzeit Fischereidaten aus mehreren Kantonen. Erste Resultate zeigen, dass die Felchen im Lac de Joux während der letzten 25 Jahre wie in vielen anderen Schweizer Seen ebenfalls immer kleiner geworden sind. Dieser Vorgang ist laut Wedekind teilweise auf veränderte Umwelteinflüsse wie den verminderten Nährstoffeintrag in die Seen und das damit verbundene Nahrungsangebot zurückzuführen. Wedekind und seine Kollegen konnten nun aber zeigen, dass im Lac de Joux mindestens ein Drittel des Schrumpfungsprozesses auf die selektive Befischung mit Kiemennetzen zurückzuführen ist.

Der Mensch beeinflusst die Richtung der Evolution von wildlebenden Arten auch durch die Ausrottung genetisch einzigartiger Tier- und Pflanzenpopulationen, die an bestimmte Umweltbedingungen angepasst sind. Wedekind weist darauf hin, dass die genetische Vielfalt das Ausgangsmaterial und die Basis der Evolution sei. Werde die genetische Vielfalt innerhalb einer Art eingeschränkt, sinke das evolutionäre Potenzial dieser Arten. Unter Umständen ist sie dann nicht mehr in der Lage, sich an den Klimawandel anzupassen.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 10.02.2009

20.000 unterschreiben Petition 

FORDERUNG / WWF und BirdLife Österreich verurteilen neue Beutegreiferverordnung. Mit einer Petition wollen die Organisationen die Verordnung nun rückgängig machen.

Der von der NÖ Landesregierung verordnete Abschuss von 200 Mäusebussarden und 40 Habichten in Niederösterreich (die NÖN berichtete) hat massiven Protest im In- und Ausland ausgelöst.

Innerhalb von drei Wochen haben sich 20.000 Bürger der Kritik von WWF, BirdLife und zahlreichen anderen Organistationen angeschlossen. In einer Petition fordern sie die sofortige Rücknahme der umstrittenen Beutegreiferverordung.

"20.000 Stimmen sind ein überdeutliches Signal an Landesrat Josef Plank, nun sofort die Konsequenzen zu ziehen und ein totales Abschussverbot zu erlassen", so Dr. Bernhard Kohler vom WWF. Sollte die NÖ Landesregierung die Verordnung nicht zurücknehmen, drohen WWF und BirdLife eine Klage bei der Europäischen Union einzureichen.

"Die Beutegreiferverordnung ist dazu geeignet, dem Ansehen Österreichs im Ausland nachhaltig zu schaden", ist Gabor Wichmann von BirdLife überzeugt. "Schon allein deshalb hat dieser Versuch Niederösterreichs, sich am EU-Recht vorbeizuschwindeln, in breiten Kreisen nur Unverständnis und Kopfschütteln ausgelöst."

Jedes Jahr sind 240 Vögel zum Abschuss freigegeben

Zur Erinnerung: Kurz vor Weihnachten 2008 hatte die NÖ Landesregierung die Abschuss-Verordnung erlassen. Laut dieser ist es Jägern erlaubt, auf die Dauer von fünf Jahren im Dezember und Jänner jeden Jahres 200 Mäusebussarde und 40 Habichte abzuschießen - in Summe also 1.200 Greifvögel. "Als fadenscheinige Begründung für dieses Massaker müssen bedrohte Tierarten herhalten, die angeblich von Mäusebussard und Habicht gefressen werden", ist Kohler empört.

Umweltorganisationen sehen Fehler im Gutachten

WWF, BirdLife und die Grünen NÖ haben jeweils Stellungnahmen gegen die Verordnung eingebracht. Darin weisen sie auf angebliche Fehler und Ungereimtheiten im Gutachten hin, das ihr zugrunde liegt. Die Organisationen sind sich einig, dass die Greifvogelverordnung gegen EU-Recht verstößt.

Bereits 2002 hatte die NÖ Landesregierung versucht, eine Beutegreiferverordnung zu erlassen, war jedoch an der EU-Kommission gescheitert, die deswegen ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich eingeleitet hatte.

WWF und BirdLife sind davon überzeugt, dass eine neuerliche EU-Klage zur Aufhebung der bestehenden Verordnung führen würde. "Aus unserer Sicht wäre es gut, jetzt gleich reinen Tisch zu machen", appellieren die Naturschutzorganisationen abschließend nochmals an Landesrat Plank für eine sofortige Rücknahme der Verordnung.

Vom Büro von Landesrat Plank heißt es, dass die Verordnung sehr wohl dem geltenden EU-Recht entspreche und die Verordnung notwendig sei, um die steigende Population in den letzten Jahren einzudämmen.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 11.02.2009

Leserbrief an "Niederösterreichische Nachrichten" zu "Jagd als Unterrichtsfach" vom 10.02.09

Den Jägern schwimmen die Felle davon, darüber sind sich nicht nur Jagdkritiker einig, dies hört man auch aus internen Kreisen – der Nachwuchs fehlt.
Aus diesem Grund gehen die Jäger nun sogar so weit, in Schulen nach Jungjägern zu suchen. Jagd hat mit Tier- und Umweltschutz nicht das Geringste zu tun, sondern bedeutet gerade was die Hobbyjagd betrifft, bloße Lust am Töten. Dies nun jungen Menschen in Schulen schmackhaft zu machen, ist ein Skandal sondergleichen und müsste eigentlich verboten werden.

Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 10.02.2009

Jagd als Unterrichtsfach  

HOLLABRUNN / Um eine weitere Sparte erweitert die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) ihr Ausbildungsangebot.
Bezirksjagdmeister Karl Wittmann stellte den Hollabrunner Fachschülern den neuen Unterrichtsgegenstand "Jagd" vor.


Beim neuen Unterrichtsgegenstand "Jagd" arbeitet die Fachschule mit dem Landesjagdverband zusammen. Damit erhalten die Schüler der Fachrichtung Landwirtschaft die theoretische Ausbildung für den Umfang der mündlichen Jagdprüfung. Wird dieser Gegenstand positiv absolviert, gilt das Zeugnis als Ersatz für die Prüfung. So müssen die "Jungjäger" nach dem Erreichen ihres 18. Lebensjahres die praktische Prüfung ablegen. Danach können sie die NÖ Jagdkarte lösen.

Dieser Lehrgang wurde auf Veranlassung des Obmanns des Absolventenverbandes Josef Mattes initiiert, der selbst ein begeisterter Jäger ist. Als das neue Fach den Schülern vorgestellt wurde, kam Bezirksjägermeister Karl Wittmann in die Fachschule, der dem zweiten und dritten Jahrganges das Weidwerk näher brachte. Mit dem Unterrichtsfach "Jagd" wird dokumentiert, dass die Landwirtschaft und die Jagd ursächlich zusammen gehören und der Nachwuchs für die bäuerlichen Jagden im Bezirk Hollabrunn und dem weiteren Einzugsbereich der Schule abgesichert wird.

In Planung ist derzeit auch die Ausbildung zum Jungsommelier, die gemeinsam mit dem WIFI St. Pölten in die Ausbildung der Weinbau- und Hauswirtschaftsschüler integriert werden soll. Dafür ist Ing. Walter Pollack vorgesehen, der in dieser Sparte bereits seit einigen Jahren für die HLT (Tourismusschule) in Retz tätig ist.

Die Anmeldungen für die Lehrgänge Landwirtschaft, ländliche Hauswirtschaft und Haustierhaltung werden bis 21. Februar entgegen genommen. Mitzubringen ist das Halbjahreszeugnis der derzeit besuchten Schule.

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orf.at vom 10.02.2009

Immer mehr Gemeinden wollen Biber fangen 

In Niederösterreich gibt es etwa 2.000 Biber, die wegen den Schäden die sie anrichten nicht immer gern gesehen sind. Gemeinden machen nun mobil und wollen den Nagern zu Leibe rücken. Die Ansuchen um Fanggenehmigungen steigen.

Doppelt so viele Anträge wie im Vorjahr


In diesem Winter waren es doppelt soviele Anträge auf eine Fanggenehmigung der geschützten Biber wie im Vorjahr. Moosbrunn ist beispielsweise eine von vier Gemeinden mit einer Fanggenehmigung. Letzten Winter wurden dort 16 Biber gefangen und anschließend getötet.

Die Biber hätten vor allem bei Bauwerken Schäden angerichtet. Keller waren feucht wegen der Aufstauung der Nässe, Biberbauten hätten für Überflutungen gesorgt, sagt Bürgermeister Gerhard Hauser.

Gemeinden warten auf Genehmigung

Mit ähnlichen Problemen kämpfen auch Drösing, Himberg, Weiden an der March und Hollabrunn. Sie warten aber noch auf ihre Genehmigung.
Karl Hiesberger von der Abteilung Naturschutz des Landes Niederösterreich räumt den Anträgen gute Chancen ein. Wenn die Anträge in Abstimmung mit dem Bibermanagement gestellt wurden, so gehe er davon aus, dass diese großteil genehmigt werden.
In dem Fall würden die Biber bald nicht nur in vier, sondern in acht Gemeinden gefangen werden dürfen.

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vgt.at vom 10.02.2009

Die längste Tierschutztradition: 27. Jahr Jägerballdemo vor der Hofburg

Mit dieser lautstarken Demonstration gab der Tierschutz wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Natürlich richtete sich die Demonstration nicht gegen den Ball an sich, oder gar gegen die Ballgäste. Mehr als 90% dieser Gäste haben ja nichts mit der Jagd zu tun. Aber die Jagd findet in Feld und Flur statt, und dort erreicht ein Protest gegen die erschreckenden Auswüchse der Jagd keine Öffentlichkeit: Massentierhaltungen, in denen Tiere als Kanonenfutter für den Abschuss gezüchtet werden, Tiertransporte quer durch Europa, um Nachschub dorthin zu verfrachten, wo die Jägerschaft alles leer geschossen hat und um sich die Jagdopfer auf diese Weise sogar über hunderte Kilometer aus dem Ausland herankarren zu lassen, und nicht zuletzt der Irrsinn des Vergrabens hunderter, ja tausender abgeknallter Tiere nach einer Treibjagd - allein bei den Fasanen beispielsweise werden nur rund 20% gegessen, der Rest entsorgt!

Aus diesen und anderen Gründen wird jetzt bereits seit 27 Jahren dieser Jägerball zum Anlass für eine Demonstration genommen, um gegen diesen barbarisch-tierquälerischen Wahnwitz ein Zeichen zu setzen. Und wie es so aussieht, wird diese Tradition im Sinne des Tierschutzes und einer längst überfälligen Reform des völlig veralteten Jagdgesetzes auch noch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aufrecht erhalten werden. Nicht nur die Jagd ist ihren Traditionen verbunden.

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orf.at vom 07.02.2009

Junger Salzburger bei Hirschruf-EM 

Jüngster Teilnehmer bei der Hirschruf-Europameisterschaft in Dortmund war Samstag der 14-jährige Julian Hochleitner aus Goldegg (Pongau). Mit Vater und Onkel repräsentierte er Österreichs Hirschrufer.

Stimmbruch als Bremse

Julian Hochleitner schaffte es auf Platz zwölf der Europameisterschaft - noch vor seinem Vater - und war nicht enttäuscht: "Ich habe viel zu hell geschrien." Er sei gerade im Stimmbruch und seine Stimme noch nicht so tief. Der junge Goldegger will aber weitermachen.

20 Minuten Vorbereitung pro Tag

Julians Onkel Christian Hochleitner, Berufsjäger in Werfen (ebenfalls Salzburger Pongau), wurde Dritter. Wie er sich vorbereitet hat? "In den letzten zwei Wochen habe ich jeden zweiten Tag etwa 20 Minuten gerufen", sagt der 46-Jährige: "Im Wohnzimmer, meistens, wenn niemand zu Hause war - damit es die Familie nicht stört." Auch er will weitermachen. In früheren Jahren war er bereits zwei Mal österreichischer Meister.

Lange Tradition der Ruf- und Lockjagd

Zweck der kurios anmutenden Lautäußerungen ist, während der Brunftzeit des Rotwildes von September bis Anfang Oktober dem "Platzhirsch" einen Nebenbuhler vorzutäuschen. Damit will der Jäger ihn aus der Deckung locken, um das Tier für einen möglichen Abschuss beurteilen zu können.

Die Kunst, den Hirsch zu rufen, sei "anspruchsvolles jagdliches Handwerk", lässt der Veranstalter wissen. Die sogenannte Lock- und Rufjagd habe eine jahrhundertelange Tradition.

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orf.at vom 06.02.2009

Zettel: Auch abseits der Piste auf der Jagd

Die erste Einzel-Medaille bei einem Großereignis glänzt für Kathrin Zettel gleich in Gold. Die gelernte Köchin ist auch abseits der Piste eine Jägerin, den notwendigen Rückhalt geben ihr die Familie und Freund Seppi.

"Wollte auch immer die Buben schlagen"

In der Familie von Kathrin Zettel ist Skifahren nie ein großes Thema gewesen. Auch weil die Landwirtschaft viel Arbeit mit sich bringt und wenig Zeit für Hobbys blieb. Dass sie trotzdem mit dem Sport begann, verdankte sie ihrer Schwester.

"Ich war eifersüchtig auf Elfriede, sie hatte Ski, ich nicht." Bereits im Schülerinnenalter sammelte Zettel Pokale für den Trophäenschrank zu Hause. Ein Mentor schon in jungen Jahren war Thomas Sykora, der sich erinnerte, dass "sie nicht nur bei den Mädchen gewinnen, sondern immer auch die Buben schlagen" wollte.

Im Juni und Juli ist die Jungjägerin schon früh im Wald.
                
Aufgewachsen außerhalb von Göstling. Kathrin Zettel, deren Hobbys Computer, Motorsport und Musik sind, ist auf einem Bauernhof vier Kilometer außerhalb von Göstling auf einer Hochebene auf 800 m Seehöhe aufgewachsen.

"Das ist für mich der ideale Platz zur Erholung, Entspannung und um Kraft zu tanken", schrieb sie auf ihrer Website. Als Jungjägerin im Revier an der Ybbs ist sie vor allem in den Monaten Juni und Juli schon lange vor Sonnenaufgang im Wald anzutreffen.

Begeisterung für Jagd und Natur

"Man soll auf dem Hochstand sitzen, wenn es noch finster ist. Das taugt mir irrsinnig, es ist wahnsinnig schön, wenn man miterlebt, wie die Natur zum Leben erwacht, wie sich alles wieder bewegt und rührt. Und was sich von Jahr zu Jahr bei den Böcken vom Geweih her tut", hatte sie nach dem Sieg im Sölden-RTL zu Saisonbeginn erzählt.

Nach dem Schienbeinkopfbruch am 2. März 2007 in der Weltcup-Super-Kombination in Tarvis, an dessen Folgen sie lange gelitten hat, hatte Zettel beschlossen, den Jagdschein zu machen, weil das bei ihr in der Familie Tradition hat. Ihre größte Beute ist ein "vierjähriger, guter Rehbock, das ist meine schönste Trophäe, da bin ich ganz stolz drauf."

"Abgerechnet wird zum Schluss"

Am 13. März 2004 hat Zettel in Sestriere ihr erstes Weltcuprennen bestritten und war 18. geworden, bei Junioren-Weltmeisterschaften gewann sie Gold in Slalom (2004) und Kombination (2005) sowie zwei Silbermedaillen. Mittlerweile hat sie fünf Riesentorläufe im Weltcup gewonnen, drei in dieser Saison, sowie insgesamt 16 weitere Podestplätze abgeräumt.

Dass die Athletin des SC Göstling-Hochkar in Val d'Isere schön auftrumpfen könnte, war ihr bewusst gewesen. Auf die Frage, wie sich "WM-Star Zettel anhören" würde, hatte sie vor ihrem ersten Auftritt gemeint. "Anhören tut es sich nicht schlecht, aber abgerechnet wird am Schluss. Möglich ist es und passieren kann alles."

Dies hat die Atomic-Fahrerin am Freitag eindrucksvoll unter Beweis gestellt und damit den 26-köpfigen Fanklub aus ihrer Heimat nicht enttäuscht. Und zu Hause mitgefreut haben sich sicher auch Schwester Elfriede und deren Töchterlein Anika, deren Patentante Kathrin Zettel ist.

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nachrichten.at vom 06.02.2009

Brutaler Tierquäler im Innviertel unterwegs 

Ein Tierquäler dürfte es im Bezirk Braunau auf Kormorane abgesehen haben: Ein Unbekannter hat selbst gebastelte Köder mit Metallgewichten ausgelegt, die bei den Vögeln Schnittverletzungen im Hals verursachen. Ein Tier verendete qualvoll, ein zweites konnte nach einer Notoperation gerettet werden. Die Polizei bestätigte der APA am Freitag eine entsprechende Presseaussendung des Naturschutzbundes.

Spaziergänger hatte kürzlich an der Mattig im Gemeindegebiet von Palting einen toten Kormoran gefunden. Er hatte eine große offene Schnittwunde am Hals. Bereits zwei Wochen zuvor war ein schwer verletzter Vogel gefunden worden, der an einem mit einem Drillingshaken versehenen Fischköder hing. Er konnte gerettet werden. Beide Fälle wurden angezeigt.

Laut Polizei scheint es sich um selbst gebastelte Köder zu handeln. Eine heiße Spur gibt es noch nicht. Es sei aber ein offenes Geheimnis, dass die Kormorane bei Fischen und Jägern nicht beliebt seien, hieß es.

Derartige Legeangeln seien rechtswidrig und hätten auch andere Wildtiere oder Hunde treffen können, so der Naturschutzbund. In den beiden vorliegenden Fällen würde aber alles darauf hindeuten, dass gezielt Kormorane getötet werden sollten.

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kleinezeitung.at vom 04.02.2009

"Ergreiferprämie" für unbekannten Schützen  

Storchenverein und Arche Noah suchen Schützen, der einen Bussard getötet hat.  Der Bussard wurde verletzt aufgefunden, starb aber an den Verletzungen

Ein Martyrium hatte jener Bussard hinter sich, der kürzlich zwischen Rosenberg und Karnerberg (Gemeinde Glanz) verletzt aufgefunden wurde. Der Greifvogel wurde von tierlieben Spaziergängern entdeckt und zum Storchenhof von Helmut Rosenthaler nach Tillmitsch gebracht. 

Operative Entfernung

Tierarzt Manfred Brandl stellte schließlich fest, dass der Vogel Schrotkugeln im Körper hatte. Trotz operativer Entfernung überlebte der stark geschwächte Bussard nicht. Für Helmut Rosenthaler ist dies ein arger Fall von Tierquälerei: "Am Freitag wurden die Schüsse gehört, am Sonntag wurde der Vogel gefunden. Dazwischen liegen viele Stunden des Leidens. Außerdem ist der Bussard geschützt, auf ihn dürfte gar nicht geschossen werden." Dieser Vorfall war aber leider keine Ausnahme. Daher wurden 300 Euro Belohnung für die Ergreifung des Schützen ausgesetzt. Rosenthaler: "Vielleicht gelingt es uns damit, endlich einmal einen Übeltäter dingfest zu machen."

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noen.at vom 04.02.2009

Schock nach brutaler Tat  

Beziehungsdrama endete für Ex-Freundin mit Kopfschuss. 

Als am frühen Nachmittag des 30. Jänner tiefschwarze Rauchwolken über der kleinen Kautzner Katastralgemeinde aufzogen, wurde sofort Brandalarm ausgelöst. Dass in dem Ort auch ein Beziehungsdrama ein furchtbares Ende genommen hatte, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
Die Rauchsäule stieg von einem Schuppen des 52-jährigen Landwirts Karl Schmidt auf, der hinter dem seit längerem nicht mehr bewohnten und relativ desolaten Hof seiner Eltern liegt. Ein Mitglied der Feuerwehr Tiefenbach wollte Schmidt über das Feuer informieren und ging zu dessen gegenüberliegendem Wohnhaus. Dort fand er im Schuppen eine tote Frau. Besonders tragisch ist die Tatsache, dass der Mann innerhalb von nur zwei Wochen bereits zum zweiten Mal eine Leiche fand und seitdem unter starker Schockeinwirkung steht.

Wie sich später herausstellte, war die Tote die 48-jährige Reitstallbesitzerin Anni Inghofer aus Heidenreichstein. Inghofer war über längere Zeit mit Schmidt befreundet gewesen, dürfte aber die Beziehung bereits beendet haben und hätte sich vermutlich nur noch einige Dinge aus dessen Haus abholen wollen. Dabei dürfte es zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, bzw. hatte der Täter seiner Ex-Freundin aufgelauert. Bei der Obduktion der Leiche in der Prosektur des Landesklinikums Waidhofen wurde durch den Sachverständigen ein Steckschuss, der in die Hinterhauptregion eingedrungen war, festgestellt. Augenzeugen berichteten außerdem, dass der mutmaßliche Mörder am Vormittag des 30. Jänner mehrmals vor Inghofers Reitstall hin- und hergefahren sei.

Es wurde Mordalarm ausgelöst. Von Schmidt fehlte zu diesem Zeitpunkt jede Spur. Auffallend war allerdings, dass auch keines seiner Fahrzeuge fehlte.
Mit sieben Nachbarfeuerwehren bekämpfte die FF Tiefenbach den Brand. In dem Schuppen hatten sich auch zwei Traktoren befunden, entzündetes Heu und der Treibstoff in den landwirtschaftlichen Fahrzeugen hatten für eine riesige, schwarze Rauchsäule gesorgt.
Die Brandbekämpfung dauerte bis in die Nachtstunden. Ungefähr um 22 Uhr wurden die Kriminalbeamten dann fündig:  Sie entdeckten die Überreste einer weiteren Person auf einem mit Heu beladenen Anhänger; um 11 Uhr vormittags wurde dort auch ein Revolver gefunden.

Wie bereits seit dem Auffinden der Toten vermutet worden war, dürfte Schmidt nach dem Mord in seinem Schuppen Feuer gelegt haben und sich anschließend ebenfalls erschossen haben. Aufgrund des starken Verkohlungszustandes der Leiche konnte allerdings bei der Obduktion keine genaue Todesursache festgestellt werden. Mit einer DNA-Analyse und zahnärztlichen Unterlagen soll eine eindeutige Identifizierung durchgeführt werden.
Wegen der Legehennen hat sich auch bereits die Bezirkshauptmannschaft eingeschaltet. Der Amtsarzt überzeugte sich, dass die Hühner versorgt werden. In der Folge wird man die finanzielle Situation von Schmidt untersuchen und sehen, ob ein Testament vorhanden ist bzw. ob es gesetzliche Erben gibt und diese das Erbe antreten. Weiters wird auch über das nächste Vorgehen bezüglich des Hühnervolks entschieden werden.
Der Bruder der Ermordeten will den Reiterhof in Heidenreichstein mit seiner Familie weiterführen.

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noen.at vom 04.02.2009

Wenig private Kontakte  

Schmidts Legehennen produzierten pro Tag rund 5.000 Bio-Eier für die „Hofer“-Regale. 

Karl Schmidt war geschieden und hatte sich mit seiner Landwirtschaft auf die Produktion von Eiern spezialisiert. Er besaß in zwei Ställen in der Nähe des Ortes rund 7.400 Legehennen in Bio-Freilandhaltung. Seine Hühner legten pro Tag rund 5.000 Bio-Eier, die zu 99 Prozent in die Regale des Diskonters Hofer wanderten. Die Fütterung der Hühner war computergesteuert, die Tiere hatten acht Hektar Weideland zur Verfügung und bei Schlechtwetter einen Wintergartenauslauf. Schmidt war auch Jäger und Jagdpächter in Reibers.

Schmidt war zwar Mitglied der Feuerwehr Tiefenbach, enge private Kontakte dürfte er im Ort allerdings zu niemandem gepflegt haben. Die meiste Zeit dürfte seine Arbeit mit den Hühnern in Anspruch genommen haben. FF-Kommandant Franz Perzi kann sich die Tat nicht erklären: „Wenn bei der Feuerwehr Not am Mann war, konnte ich mich immer an ihn wenden. Ich habe ihn in den vergangenen Tagen aber nur gesehen, wenn er mit dem Auto vorbeigefahren ist, da ist mir nichts aufgefallen.“
Nachbarin Brigitte Plei bestätigte, dass Schmidt zwar nicht sehr gesellig aber bei den meisten Anlässen anwesend war. „Er war nicht viel daheim, meist haben wir ihn nur auf seinem Traktor oder im Auto gesehen. Er hat immer freundlich gegrüßt, aber wir wussten eigentlich nicht sehr viel von ihm.“ Ganz begreifen kann sie die Vorgänge noch immer nicht. „Das ist wie in einem schlechten Film, das ist alles ein Schock.“

Karl Schmidt hatte zweimal bei Gemeinderatswahlen für eine FPÖ-nahe Liste kandidiert. Vor einigen Jahren hatte er sich auch in der Barbara-Karlich-Show als „Bauer als Millionär“ präsentiert. Aufgrund seines Auftritts sei er dann, so wird erzählt, von einer seiner zwei Töchter auf höhere Unterhaltszahlungen geklagt worden. Dass es Schmidt tatsächlich finanziell gut ging, wird allerdings von vielen Kautznern bezweifelt.

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kurier.at vom 04.02.2009

Milliardär muss Jagdgatter entfernen  

12.000 Euro Strafe für Milliardär
Ein russischer Investor hat in Rohr im Gebirge einen ganzen Berg einzäunen lassen, um ein Jagdgatter zu betreiben. Die Behörde hat bereits saftige Bußgelder verhängt.

Nationalpark Hohe Tauern. Reichlich Wild wurde auf Gut Brunntal ausgesetzt. Ein russischer Milliardär "züchtet" sich in Rohr im Gebirge sein eigenes Jagdparadies. An die 80 Stück Hirsche, Gams- und Steinwild wurden bereits mit Transportern in das 214 Hektar große Gehege von Rashid Sardarov gebracht. Der Abschuss der Tiere ist jedoch noch strengstens untersagt und wird mit hohen Strafen geahndet.

Die weidmännischen Pläne des geheimnisvollen Investors sorgen, wie berichtet, für gehörigen Zündstoff. Der begeisterte Jäger hat das "Gut Brunntal" gekauft und sich so ein riesiges Jagdgatter für Rot-, Sika-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild sowie für seltene Davidhirsche geschaffen. Dabei hat er die Behörde gekonnt ausgetrickst.

Da die nächste Jagdgebietsfeststellung erst 2010 ist, kann der Russe auch nicht vorher um die Errichtung eines Gatters ansuchen. Deshalb nützte er eine Gesetzeslücke und bekam die Bewilligung zur Tierhaltung nach dem Bundestierschutzgesetz. Der gesamte Berg ist bereits drei Meter hoch eingezäunt. Die Behörde lässt sich jedoch davon nicht abhalten, die Vorkommnisse am Gut Brunntal genau zu kontrollieren. Bezirkshauptmann Philipp Enzinger hat die Causa "Sardarov" zur Chefsache erklärt.

Keine Gnade

Dem Vernehmen nach wurden dem Russen bereits Strafen der BH in der Höhe von 12.000 Euro aufgebrummt. Es handle sich dabei jedoch um Bagatelldelikte, wie zu spät abgegebene Bauansuchen, falsch entsorgter Bauschutt und Ähnliches. Sardarov lässt sich bekanntlich ein, seinen Vermögensverhältnissen angepasstes, Jagddomizil inklusive einiger Nebengebäude mitten in den Wald bauen.

Indes wächst und wächst der Tierbestand innerhalb des Zauns. "Hier mussten wir allerdings auch schon eine Strafe verhängen", so Enzinger.
  Die Haltung von Steinwild ist in Österreich jedoch meldepflichtig. Die Behörde wurde darüber jedoch nicht in Kenntnis gesetzt. Dafür setzte es ungefähr 3000 Euro Bußgeld.

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tierschutznews.ch vom 03.02.2009

Günther Jauch ärgert Jäger   

Quizmaster Günther Jauch sorgt für Ärger unter den heimischen Jägern. In seiner RTL-Sendung «Wer wird Millionär« vom Freitag, 23. Januar, ließ er einen flapsigen Kommentar fallen, der den Vorsitzenden des Jagdschutz- und Jägervereins Hersbruck, Rolf Knipser, wütend macht. Jauch bezeichnete einen Jäger recht scherzhaft als «professionellen Mörder«. Knipser will die Aussage vom Landesjagdverband prüfen lassen.

Zu der Aussage von Jauch kam es, als eine junge Dame auf dem Ratestuhl bei der Beantwortung der 32000-Euro-Frage: «Der Große und der Kleine Kudu sind ...? A: indische Gottheiten, B: Antilopenarten, C: über 7000 Meter hoch, oder D: Comichelden« den Publikumsjoker zu Rate zog. Der Mann war sich rasch sicher, dass die richtige Antwort «Antilopenarten« lauten würde, weil er Jäger sei. Nach unterhaltsamem Hin und Her zwischen dem «Joker«, der Kandidatin und Günther Jauch, das das Publikum mit Lachen belohnte, war sich die junge Frau immer noch nicht ganz sicher. Sollte sie die vorgeschlagene Antwort nehmen? Jauch sagte daraufhin scherzhaft: «Also, professioneller Mörder, ist o.k.« Soll heißen: «Nimm die Antwort.«

Dass der Begriff «professioneller Mörder« gefallen ist, ärgert den Hersbrucker Jäger Knipser sehr. Er sieht seinen Berufsstand angegriffen. «Diese ungeheuerliche und verleumderische Äußerung von Günther Jauch vor einem Millionenpublikum, ,der Jäger ist ein professioneller Mörder’, ist für uns Jäger nicht hinnehmbar«, meint er. Und weiter: «Eine derartige, öffentlich vorgebrachte Verleumdung eines zahlenmäßig großen Personenkreises dürfte mit dem in Deutschland geltenden Strafrecht sicher nicht vereinbar sein. Der Landesjagdverband wird diese Frage prüfen lassen.«

Die Jäger ließen sich nicht «mit RAF-Terroristen, Raubmördern, Kindsmördern, mordenden Extremisten und anderen Verbrechern auf eine Stufe stellen«. «Ich schätze Herrn Jauch sonst schon«, sagt Knipser. Doch diesen Spruch wollen sich er und seine Kollegen nicht gefallen lassen.

Eine RTL-Sprecherin meinte dazu: «Dem Moderator Günther Jauch ging es lediglich darum, die Glaubwürdigkeit des Zusatzjokers hervorzuheben.«

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 03.02.2009

Hunderte Kormorane fischen die Ybbs leer 

Raubvögel machen Fischern und Rettern der Äsche Arbeit zunichte. Umweltschützer warnen vor Radikalabschuss. 

YBBSTAL / Die Katastrophe ist für die Ybbs-Fischer perfekt: Geschwader von Kormoranen jagen derzeit Ybbsäschen und Forellen und machen jahrelange mühsame Aufbaumaßnahmen bei der Fischwaid zwischen Kematen und Opponitz zunichte.

"Es ist unbeschreiblich, mit welcher Gründlichkeit die Kormorane die Ybbs befischen", sagt Helmut Schelberger vom Waidhofner Fischereiverein "Petri Jünger". Er und seine Vereinskollegen führen bereits Beobachtungslisten und berichten dem "Österreichischen Kuratorium für Fischerei", wann und wie viele Kormorane sie gesichtet haben. "An einem Tag haben wir 164 Exemplare gezählt", so Schelberger." Egon Brandl vom Waidhofner Arbeiterfischereiverband bestätigt das: "Vergangene Woche habe ich Schwärme von bis zu 30 Vögel beobachtet."

Zugefrorene Teiche sorgen für "Kormoran-Tourismus"

Brandl nennt auch den Grund für die überhand nehmenden "fliegenden Touristen", die ihre Brutplätze an der Donau haben. "Wenn die Teiche im Einzugsbereich der Donau zugefroren sind, ziehen die Kormorane in die Täler und fischen in den eisfreien Gebirgsflüssen." Dabei kommen sie bis ins "Fischerdorf" Opponitz. "Es ist ein echtes Existenzproblem für unsere Fliegenfischstrecke", sagt Bürgermeister Ing. Erwin Forster. Da die Vögel im Verband vorgehen und regelrechte Treibjagden auf den Fischbestand veranstalten, fischen sie ganze Abschnitte der Ybbs de facto leer. "Wenn das so weiter geht, bedeutet es das Aus für unseren Fliegenfisch-Tourismus", malt Forster schwarz.

Auch der Opponitzer Fischerei-Aktivist Franz Rosenberger sieht die Zukunft der Ybbsfischerei in düsteren Farben. "Wenn nichts geschieht, gibt es bald nur noch Koppen in der Ybbs." Dabei sieht er für Jagd- und Fischereibesitzer Bundesforste und die Gemeinden in den Brutgebieten an der Donau Handlungsbedarf. Die Bejagung am Oberlauf der Ybbs lindere die Situation wenig.

Warum sich der Ehrgeiz der Jäger beim Kormoranabschuss in Grenzen hält, weiß Forster: "Als Trophäe ist der Kormoran uninteressant, die Bejagung ist zeitaufwändig und mit Bürokratie verbunden, die Entsorgung der Kadaver ist teuer."

Im Waidhofner Stadtgebiet, wo sich vier Vereine die Fischgründe teilen, ist die Bejagung aus jagdrechtlichen Gründen gar nicht erlaubt. Vergrämungsaktion mit Knallkörpern zeigen nur beschränkt Wirkung. "Die Vögel merken den Unterschied bald." Den Fischereiverbänden bleibt nichts anderes übrig, als jährlich teuren Zusatzbesatz mit Jungfischen durchzuführen. "Die sind die Stömung meist nicht gewohnt und halten sich vor allem bei Hochwasser nicht", sagt Schelberger, der nicht weiß, wie lange sich der Verein die jährliche Pacht von 32.000 Euro noch leisten kann: "Keine Fische, kein Fischerkartenverkauf, keine Einnahmen."

Vom Aussterben bedrohte Tierart wird zur Landplage

"Die Ökologie der Äsche führt zu einer im Vergleich zu anderen Fischarten der Region erhöhten Anfälligkeit gegenüber Kormoranprädation", stellt Biologe Mag. Stefan Guttmann vom Verein "Rettet die Ybbsäsche" fest. Die Äsche weist ein ausgeprägtes Schwarmverhalten in den Wintermonaten auf, versteckt sich nicht und flieht zu träge. Er rät zu länderübergreifendem Management und Monitoring des Fischbestands. "Umfassendes Management des Kormorans ist aber derzeit nicht existent", so Guttmann. "Erste Exemplare haben wir erst 1995 an der Ybbs beobachtet", sagt Schelberger.

Tierschützer warnen: "Nur abschießen greift zu kurz"

Dass ein Radikalabschuss der Vögel zu kurz greifen könnte, davor warnen Naturschützer. Erich Abfalter von den Waidhofner Grünen sagt: "Früher war das ein vernetztes System. Die Kormorane haben dort, wo sie heimisch waren, ihre Freiräume gehabt. Abschießen allein bringt nichts, es muss behutsame Maßnahmen wie das Entfernen von Gelege geben", sagt er. "Mit Abschießen behandelt man das Symptom, nicht die Ursache."

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diepresse.com vom 02.02.2009

Essl: „Ich habe die Jagd noch nie gemocht“  

Zehn Jahre Essl-Museum werden heuer gefeiert. „Die Presse“ begleitete Österreichs prominentesten Sammler und Baumax-Gründer beim Besuch der Diplom-Präsentation der Malereiklasse der Wiener Angewandten.

Darf ich weitermalen?“, fragt Karlheinz Essl und hat auch schon den Pinsel in der Hand. Leicht panisch blickt der Kunststudent auf Staffelei, Leinwand, den älteren Herren, den er nicht kennt, dann in die Runde seiner Professoren – ratlose Gesichter. „Nein! Machen Sie doch Ihr eigenes!“ „Sehr gut“, ist Essl zufrieden. Erleichtertes Lachen in der kleinen Gruppe, die Österreichs prominentesten Kunstsammler bei einem seiner seltenen Rundgänge durch die Universität für angewandte Kunst begleitete, darunter die Malerei-Professoren Johanna Kandl und Gerhard Müller. Fast aber wirkte es, als hätten sie Essl diese kreative Einmischung, eigentlich eine ziemliche Respektlosigkeit, zugetraut. Fast.

Eine Unsicherheit, die an das ambivalente Verhältnis der österreichischen Kunstszene zu ihrem größten privaten Gönner erinnert – Galeristen nörgeln hinter vorgehaltener Hand über die hohen Prozente, die Essl ihnen abverlangt, Museumsdirektoren über die „Lex Essl“, die Spenden auch an private Ausstellungshäuser absetzbar machte, böse Zungen über die Kunstverkäufe, die Essl angeblich im Keller abwickelt („Blödsinn, ich berate nur Sammler, die beginnen wollen.“). Und einige Künstler ätzen, dass er immer die schlechtesten Arbeiten aussuche.

„Ich könnte nie ein Tier erschießen“

Was zumindest Johanna Kandl nicht bestätigen kann: „Herr Essl hat ein hervorragendes Auge, sucht immer das Beste aus“, erzählt sie zwischen zwei Präsentationen – und wirkt überhaupt sehr happy. Schließlich nimmt sich der mittlerweile vor allem international umtriebige Sammler gleich mehrere Stunden Zeit, die Diplomarbeiten der Studierenden zu besichtigen. Fragt neugierig nach, freundlich, geduldig, fast großväterlich mild. Hin und wieder lobt er auch, höflich bis enthusiastisch. Zum Beispiel Johanna Berchtold, die mit der durchdachten, perfekt gemalten Safari-Serie „Archaisches Rendezvous“ ihr Studium abschloss. Die Ölbilder gingen von dem Auftragswerk aus, ein Jagdfoto des verstorbenen Vorarlberger Beschlägefabrikanten Julius Blum zu malen. Album um Album blätterte die 22-Jährige durch, näherte sich dem ihr erst wenig sympathischen Thema Großwildjagd – und fand schließlich „auch positive Aspekte“.

Die Bilder wirken illustrativ, werden durch eine Art 70er-Jahre-Patina weicher, versöhnlicher, in eine andere Zeit verortet. Essl zieht prompt eine Parallele zur englischen Malerin Cecily Brown – die auch von der jungen Künstlerin sehr geschätzt wird, wie sie gleich zugibt. Ein riesiges erlegtes Nashorn fällt in einem der Bilder fast aus dem Rahmen. Essl schaudert es, er hat die Jagd noch nie gemocht, erzählt er, könnte nie ein Tier erschießen, würde sich nie mit einer Trophäe brüsten. Trotzdem ist er so begeistert wie nur noch ein zweites Mal an diesem verregneten Nachmittag: „Diese Kraft und Dynamik, eine tolle Serie, ich muss Ihnen wirklich gratulieren.“ ...

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"Kronen Zeitung" vom 31.01.2009

Kater "Felix" schleppte sich in verbotener Tellerfalle heim 

Tierbesitzerin in St. Willibald ist empört: 

Empörung in der Innviertler Gemeinde St. Willibald: Ein Tierquäler hat eine verbotene Tellerfalle aufgestellt - und der zehnjährige Kater "Felix" ist hineingeraten. Allerdings zum Glück nur mit den Spitzen der Vorderpfoten, sodass er überlebte - und sich sogar, im Eisen hängend, nach Hause schleppen konnte. Sein Frauerl Erna Grüll hat Anzeige erstattet und ist froh, den Schmusetiger wieder zu haben. "Jetzt glaube ich fast, dass es auch für Katzen Schutzengel gibt." Der Verdacht richtet sich gegen einen Tierhasser, der mit dem Tellereisen allerdings auch Menschen in Gefahr gebracht hat.

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"Kronen Zeitung" vom 31.01.2009

"Problem"-Luchs mit Sender im Nationalpark ausgewildert 

Durch die Wälder im Kalkalpen-Areal streifen auch noch drei weitere Raubkatzen:

Er ist zumindest nicht so einsam wie unser Braunbär "Moritz": Im Nationalpark Kalkalpen wurde nun ein mit Sender versehener Luchs ausgewildert, der zuvor als "Problem"-Katze bei Kirchdorf gefangen worden war. Er kann in dieser Gegend aber auf drei Artgenossen stoßen.

Die Rückkehr der Raubtiere nach Oberösterreich: 

Als nun in Höfen bei Kirchdorf Hasen und Hühner gerissen wurden, wurde eine Durchlauffalle aufgestellt - und prompt tappte ein eineinhalbjähriger, 14 Kilo schwerer Luchs hinein. "Er wurde ,gechippt und mit Halsbandsender versehen, dann im Nationalpark ausgewildert. Nun können seine Wanderungen beobachtet werden", berichtet Landesjägermeister Sepp Brandmayr (siehe Interview).

Luchse waren in Oberösterreich im Jahr 1812 ausgerottet worden. Seit knapp zwanzig Jahren wandern wieder Exemplare aus Tschechien ein, hinterließen im Mühlviertel und in den Kalkalpen Spuren. "Aber auch Wölfe ziehen wieder in unser Bundesland", erklärt Wildbiologe Christopher Böck vom Landesjagdverband. Zwei wurden aber irrtümlich erlegt: Auf der Rettenbachalm bei Bad Ischl wurde ein Wolf mit einem wildernden Hund verwechselt, bei Rohrbach einer mit einem Fuchs ...

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orf.at vom 30.01.2009

Tödliches Beziehungsdrama im Waldviertel

In Tiefenbach bei Kautzen (Bezirk Waidhofen/Thaya) dürfte sich ein blutiges Beziehungsdrama ereignet haben. Ein Mann soll seine Lebensgefährtin erschossen haben. Die 48-Jährige wurde mit einem Kopfschuss gefunden.

Nachbarn fanden die Leiche

Entdeckt wurde die Leiche der Frau von Nachbarn des Mannes. Sie wollten ihm mitteilen, dass eine Scheune seines auf dem ehemaligen Anwesen seiner Eltern in Flammen steht. Bei dem Versuch, ihn in seiner Wohnung anzutreffen, fanden sie die tote Frau. Sie dürfte mit einem Jagdgewehr erschossen worden sein.

Anschließend dürfte der Täter die Scheune selbst angezündet haben. Sie brannte komplett nieder. Die Flammen griffen auch auf das ehemalige Elternhaus des Mannes über und richteten dort Schaden an. 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Täter in Flammen umgekommen?

Dringend tatverdächtig sei der 51-jährige Lebensgefährte der Frau, sagte Ernst Schuch vom niederösterreichischen Landeskriminalamt.

Laut Polizei ist derzeit unklar, ob sich der Mann das Leben genommen hat. Seine Leiche könnte in der abgebrannten Scheune liegen. Bis zum späten Freitagabend war es für die Einsatzkräfte aber zu gefährlich, dort nach dem Mann zu suchen, weil noch immer Glutnester zu löschen waren. Auch ist die verkohlte Holzkonstruktion, die von der Scheune übrig geblieben ist, einstürzgefährdet. Die durch den Brand festigkeitsgeschwächten Holzträger und -stützen müssen von der Feuerwehr über Nacht weggeräumt werden.

Vermutlich kann die abgebrannte Scheune erst am Samstag durchsucht werden.

Laut den Ermittlern deutet aber nichts darauf hin, dass der Mann geflüchtet sein könnte. Sämtliche Fahrzeuge befinden sich noch vor dem Haus.

Viel Geld in Bio-Hühnerhaltung investiert. 
Schulden als mögliches Motiv


Im leicht angekohlten Auto des Mannes wurde eine Waffe gefunden. Ob es sich um die Tatwaffe handelt, ist unklar.

Auch über das Motiv der Tat ist noch wenig bekannt. Gerüchte, wonach Schulden und Probleme mit dem Gerichtsvollzieher Auslöser für das Beziehungsdrama gewesen sein könnten, wurden bisher nicht bestätigt. Nachbarn berichten aber von großen Investitionen, die der 51-Jährige erst in den letzten Jahren in zwei große Stallungen investiert habe, in denen er Bio-Freilandhühner gezüchtet habe.

Der 51-jährige Mann ist laut den Ermittlern in erster Ehe geschieden und hat zwei erwachsene Kinder. Einer der Nachbarn wurde am Freitagabend von der Polizei einvernommen, um nähere Aufschlüsse über die Hintergründe der Bluttat zu bekommen.

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"Die Presse" vom 30.01.2009

Leserbrief an "Die Presse" zu "Halali für Jäger und Heger" vom 28.01.09

Jäger in der Politik sind der Grund, warum Gesetze von Jägern für Jäger gemacht werden. Jüngstes Beispiel ist die Verordnung zum Greifvogelabschuss in Niederösterreich - obwohl Experten eindringlich davor warnen, diese Tiere zu erlegen, weil etwa der Habicht durch eine Krankheit ohnehin akut bedroht ist und Jäger nicht in der Lage sind, die Greifvögel voneinander zu unterscheiden, gilt es “Feuer frei”. Der Grund ist einfach, die Jäger sehen in jedem Beutegreifer sofort einen Jagdkonkurrenten und der muss schnellstens ausgeschaltet werden.
Wie scheinheilig die Katholische Kirche agiert, zeigen die Hubertusmessen, Dompfarrer Faber geht mit denkbar schlechtem Beispiel voran und tötet selbst aus reiner Mordlust. Was wohl das Jüngsten Gericht dazu sagen wird?


Marion Löcker
Österreichischer Tierschutzverein

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orf.at vom 29.01.2009

Wilderei - Gämse zweimal mit Pistole angeschossen 

Ein grausamer Fall von Wilderei ist in Zirl bekannt geworden. Ein dreijähriger Gamsbock ist dort in den letzten Tagen gleich zweimal mit einer Pistole angeschossen worden.

Schwer verletzt gefunden

Das Tier wurde schwer verletzt vom Jagdpächter gefunden und musste dann vom zuständigen Jäger erlegt werden. Der Wert des Bocks wird mit rund 1200 Euro angegeben.

Die Polizei in Zirl bittet um sachdienliche Hinweise.

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"Die Presse" vom 29.01.2009

Halali für Jäger und Heger

Unter der Patronanz der Stadt Wien ging Montagabend zum 88. Mal der Jägerball des "Grünen Kreuz" übers Tanzparkett. Der "jüngste Ball" wie viele meinen, war wie alljährlich ausverkauft und entpuppte sich traditionell als legere Netzwerker-Bühne für die Schönen, Reichen und Einflussreichen des Landes.

Draußen Protest, drinnen Walzer-Seligkeit. Gegen den "Mordsspaß Jagd" waren rund 100 Demonstranten angetreten, um der in zünftigen Trachtenanzügen und festlichen Dirndln einziehenden Waidmänner und -frauen mit dem auf Transparenten transportierten Urteil "Ihr seid erbärmlich" Lust am Waidmannsglück zu trüben. Drinnen in der Hofburg umfing die mehr als 5000 Besucher frischer Tannenduft sowie der vertraute Klang von Jagdbläsergruppen, und von der Bühnendekoration her grüßte das Murmeltier. Die Wiener Sängerknaben intonierten ungeachtet der Schonzeit das Lied "Auf, auf, Ihr fröhlichen Hasen!".

Die Anzahl der Jäger in der Bundesregierung habe sich mit Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich verdoppelt, outete Vizekanzler Josef Pröll in seiner Eröffnungsansprache. Tendenz steigend: Christine Marek habe man zum runden Geburtstag einen Jagdkurs geschenkt. Die Prüfung stehe für 2010 an, somit würde es die regierende Jagdgesellschaft nächstes Jahr schon auf drei Köpfe bringen.

Als Neojäger outete sich der stets nach neuen Schäflein pirschende Dompfarrer Anton Faber. Als vergangenes Jahr 300 Waidmänner mit dem Wunsch an ihn herantraten, im Stephansdom eine Jagdmesse zu zelebrieren, kalkulierte Faber in Windeseile den Multiplikatoreffekt: "Wegen zehn protestierenden Tierschützern lasse ich mir nicht 1500 fromme Jäger entgehen!".

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 27.01.2009

"Sonntagsjäger haben Freibrief" 

Unter der Patronanz der Stadt Wien ging Montagabend zum 88. Mal der Jägerball des "Grünen Kreuz" übers Tanzparkett. Der "jüngste Ball" wie viele meinen, war wie alljährlich ausverkauft und entpuppte sich traditionell als legere Netzwerker-Bühne für die Schönen, Reichen und Einflussreichen des Landes.

Draußen Protest, drinnen Walzer-Seligkeit. Gegen den "Mordsspaß Jagd" waren rund 100 Demonstranten angetreten, um der in zünftigen Trachtenanzügen und festlichen Dirndln einziehenden Waidmänner und -frauen mit dem auf Transparenten transportierten Urteil "Ihr seid erbärmlich" Lust am Waidmannsglück zu trüben. Drinnen in der Hofburg umfing die mehr als 5000 Besucher frischer Tannenduft sowie der vertraute Klang von Jagdbläsergruppen, und von der Bühnendekoration her grüßte das Murmeltier. Die Wiener Sängerknaben intonierten ungeachtet der Schonzeit das Lied "Auf, auf, Ihr fröhlichen Hasen!".

Die Anzahl der Jäger in der Bundesregierung habe sich mit Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich verdoppelt, outete Vizekanzler Josef Pröll in seiner Eröffnungsansprache. Tendenz steigend: Christine Marek habe man zum runden Geburtstag einen Jagdkurs geschenkt. Die Prüfung stehe für 2010 an, somit würde es die regierende Jagdgesellschaft nächstes Jahr schon auf drei Köpfe bringen.

Als Neojäger outete sich der stets nach neuen Schäflein pirschende Dompfarrer Anton Faber. Als vergangenes Jahr 300 Waidmänner mit dem Wunsch an ihn herantraten, im Stephansdom eine Jagdmesse zu zelebrieren, kalkulierte Faber in Windeseile den Multiplikatoreffekt: "Wegen zehn protestierenden Tierschützern lasse ich mir nicht 1500 fromme Jäger entgehen!".

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orf.at vom 22.01.2009

Streit um Greifvögelabschüsse 

Die neue "Beutegreiferverordnung" erlaubt den Abschuss von 200 Mäusebussarden und 40 Habichten pro Jahr. Während der zuständige Landesrat Josef Plank (ÖVP) von notwendigen Maßnahmen spricht, vermuten die Grünen rein jagdliche Interessen.

Aktionismus vor dem Landhaus

Die Grünen unterstützten am Donnerstagvormittag eine von WWF und BirdLife initiierte Aktion vor dem St. Pöltner Landhaus: Drei verkleidete Greifvögel, ein Jäger mit einem Plastikgewehr und jede Menge blutrote Konfetti. WWF, Birdlife und die Grünen appellierten, die Verordnung zurückzunehmen.

Petrovic: "Dient jagdlichen Interessen"

Nach Ansicht von Madeleine Petrovic, der Klubobfrau der Grünen, dient die Verordnung jagdlichen Interessen und nicht dem Artenschutz: „Bei der überwiegenden Mehrzahl dieser Beutegreifer ist überhaupt kein Nachweis erbracht, dass sie die angeblich gefährdeten Tiere überhaupt in irgend einer Art und Weise bedrohen.“

Plank: "Maßnahmen, wo es Probleme gibt"

Zur Überraschung der Akteure war auch der zuständige Landesrat Beobachter der Aktion. Plank verteidigte den jährlichen Abschuss von 200 Mäusebussarden und 40 Habichten: „Wir stehen hier mit beiden Beinen am Boden - für den Artenschutz, aber auch dort, wo es Bestände gibt, die in vielen Bereichen Probleme verursachen, dort muss es auch Managementmaßnahmen geben.“

Verordnungsgegner sammeln Unterschriften

Die Gegner der Verordnung wollen auch mit einer Petition die Beutegreiferverordnung zu Fall bringen. 13.000 Unterschriften gebe es bereits, die Petition soll Ende Jänner an Landesrat Plank übergeben werden.

Die neue "Beutegreiferverordnung" wurde im Dezember 2008 beschlossen und gilt für die Dauer von fünf Jahren.

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"Niederösterreichische Nachrichten" vom 20.01.2009

Bussarde: Kritik an Abschuss 

JAGD / Bis Ende Jänner dürfen Mäusebussarde und Habichte erlegt werden.

Die neue Beutegreiferverordnung der NÖ-Landesregierung sorgt für heftigen Protest von Seiten der Naturschützer. Im Zeitraum zwischen 1. Dezember und 31. Jänner dürfen laut Gesetzestext 200 Mäusebussarde und 40 Habichte im Landesgebiet von Niederösterreich erlegt werden. Im Bezirk Scheibbs belaufen sich die Höchstabschusszahlen auf einen Mäusebussard sowie fünf Habichte. Die Verordnung gilt bis 2014.

Die Naturschutzorganisation WWF spricht von einem "beispiellosen jagdlichen Eingriff in die heimische Vogelwelt" und fürchtet einen "blutigen Jänner" im Land. In der Verordnung gehe es ausschließlich um jagdliche Interessen, kritisiert der WWF. "Durch die geringen Abschusszahlen sind die derzeitigen Bestände dieser Tierarten im im Bezirk Scheibbs und im gesamten Bundesland nicht gefährdet", betont hingegen Bezirksjägermeister Dr. Ferdinand Schuster. Bussarde treffe man im Bezirk sehr häufig an, zudem werde jeder Abschuss genau dokumentiert. Ohne der Greifvogelverordnung würde die Population zu stark anwachsen, ist Dr. Schuster überzeugt.

Der bis Ende Jänner zum Abschuss frei gewesene Bussard wurde übrigens bereits im Hegering Steinakirchen erlegt.

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orf.at vom 20.01.2009

Mit Schrotgewehr selbst in Bauch geschossen 

In Krieglach im Bezirk Mürzzuschlag hat sich in der Nacht auf Dienstag ein Mann mit einem Schrotgewehr selbst angeschossen. Eigentlich hielt der 34-Jährige auf dem Balkon seines Einfamilienhauses Ausschau nach einem Fuchs.  

Gewehr fiel um - Schuss löste sich

Der Jäger lauerte auf einen Fuchs, als er sein Jagdgewehr abstellte und dieses plötzlich aus unbekannter Ursache umfiel - dabei löste sich ein Schuss und traf den Mann in den Bauch.
Die Ehefrau des 34-Jährigen hörte den Knall; sie alarmierte die Rettung, die den Schwerverletzten ins LKH Bruck brachte.

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kleinezeitung.at vom 18.01.2009

Zwei Hunde getötet: Wieder keine Strafe 

Auf dem Grund eines pensionierten Arztes in einer Wörthersee-Gemeinde wurde zum zweiten Mal ein Hund erschossen. Doch die Staatsanwaltschaft erhob keine Anklage.

Tierfreunde sind entsetzt: 

Ein pensionierter Arzt und sein Sohn haben im August 2008 auf einen frei laufenden Hund geschossen. Das Tier starb an den Schussverletzungen. Doch das Verfahren gegen die Männer wurde jetzt eingestellt. Der Hundehalter hingegen erhielt eine Strafe. "Ich bekam eine Zahlungsaufforderung, weil mein Hund keinen Maulkorb trug", sagt Michael Stibor. Wie berichtet fielen die Todesschüsse, als sein Vierbeiner in einer Wörthersee-Gemeinde auf das Grundstück eines Mediziners rannte.

Aus dem Schneider

"Wir haben aus Beweisgründen keine Anklage erhoben", bestätigt Staatsanwalt Helmut Jamnig. Die Verdächtigen konnte offenbar belegen, dass der Husky-Berner Sennen-Mischling eines ihrer Schafe gebissen hat, bevor sie schossen. Diesbezüglich gibt es ein tierärztliches Attest. Damit sind die Verdächtigen offenbar aus dem Schneider: Denn wenn jemand ein Tier erschießt, um sich selbst oder sein Eigentum zu schützen, ist das nicht strafbar.

Anwalt mit Biss

Was auffällt: Auf dem Grund des Pensionisten wurde schon einmal ein Tier erschossen. 2007 tötete der Mediziner einen anderen Hund auf die gleiche Weise. Doch strafrechtliche Konsequenzen blieben damals genauso aus wie heute. In einem Prozess wurde der Mann freigesprochen. Im aktuellen Fall will Hundefreund Stibor aber nicht klein beigeben. Er hat sich einen Anwalt mit viel Biss genommen: Rudolf Mayer, bekannt durch den Inzestfall von Amstetten. Der Promi-Jurist sagt: "Ich habe die Fortsetzung des Verfahren beantragt." Denn: "Die Schüsse waren in keiner Weise nötig." Mayer schildert: "Zuerst hat der Vater mit dem Revolver geschossen. Dann griff der Sohn zum Gewehr und tötete den Hund." Den Einvernahmeprotokollen zur Folge hätte sich der Hund von dem Schaf schon entfernt -gehabt als der Sohn schoss. "Das hätte also nicht sein müssen", so Mayer. Sein Antrag auf Fortsetzung wird noch geprüft.

Denkzettel 

Der Mediziner wollte auf Anfrage keine Stellungnahme dazu abgeben. Für ihn und seinen Sohn gilt die Unschuldsvermutung. Stibor betont: "Ich will mit dem Tod meines Hundes kein Geld verdienen. Ich will nur, dass die Verantwortlichen einen Denkzettel bekommen." Etwas gibt ihm zu denken: "Vor wenigen Tagen erhielt ich einen anonymen Anruf von einer Frau, die behauptet hat, dass kürzlich auch ihr Dackel von dem Pensionisten erschossen worden sei." Irgendwo ist da der Hund drin.

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orf.at vom 17.01.2009

Kormorane regen die Fischer auf

Auf ihrem Weg in den Süden bleiben Kormorane oft mehrere Wochen oder Monate in Kärnten. Das regt die Angler auf, denn die großen Vögel ernähren sich von Fischen. Nun sollen sie abgeschossen oder vertrieben werden.

Immer wieder Ärger mit den "Gästen"

Seit rund 15 Jahren sorgen Kormorane für Aufregung unter Kärntens Fischern, derzeit vor allem wieder im Gailtal. Die Vögel rasten auf ihrem Weg in den Süden in Kärnten und plündern die heimischen Fischbestände, sagen die Fischereigemeinschaften.
Die Vögel stammen meist aus dem Norden Deutschlands oder aus Polen. Jahrelang standen sie unter Schutz und durften nicht bekämpft werden. Mittlerweile dürfte es in Europa aber bereits rund eine Million von ihnen geben. Deshalb dürfen sie seit 2006 bei uns auch abgeschossen werden.

Erlegung nur zum Schutz der Fischbestände

Der Jurist Helmut Schell vom Amt der Kärnten Landesregierung: "Die rechtliche Seite ist in Kärnten aufgrund des Kärntner Naturschutzgesetzes in der Kärntner Tierartenschutzverordnung geregelt. Darin ist geregelt, dass ausschließlich im Interesse des Schutzes der heimischen Fischbestände der Kormoran erlegt werden darf und zwar von 1. Oktober bis 10. April."

Jeder Vögel frisst pro Tag 500 Gramm Fisch


Zwischen 200 und 350 Kormorane werden jedes Jahr in Kärnten registriert. Die Vögel erreichen eine Flügelspanne von bis zu eineinhalb Metern und haben einen täglichen Fischbedarf von rund einem halben Kilogramm pro Tier. Dadurch entsteht ein Schaden in der Höhe von mehreren Hunderttausend Euro, sagen die Fischer.
 
"Ob es nötig ist, ist eine andere Geschichte"

Auch der Biologe Bernhard Gutleb hält deshalb die Bekämpfung der Fischräuber für tolerierbar: "Wir sagen, wir bejagen ihn, wir vertreiben ihn von Stellen, wo er wirklich fischereilichen Schaden macht. Ansonsten lässt man ihn in Ruhe. Eine Bejagung ist vertretbar, ob sie notwendig ist, ist eine andere Geschichte."
Die Kormorane wollen fressen, die Fischer wollen angeln. Den Fischen dürfte der Unterschied ziemlich egal sein.

"Jäger sollen uns helfen"

Rund 50 Kormorane sind derzeit im Gailtal unterwegs. Täglich schnappen sie etwa 200 Fische aus der Gail. Deshalb fordert der Fischereiverwalter der Stadtgemeinde Hermagor-Presseggersee, Georg Krutzler, mehr Abschüsse und Vertreibungsmaßnahmen: "Sie fischen uns jetzt noch die letzten Fische, die in der Gail sind, heraus. Dadurch haben wir das Problem wie schon in den letzten Tagen, dass die Petrijünger nichts mehr zum Fischen haben. Wir fordern die Jäger auf, dass sie uns da ein bisschen mit Warn- oder Abschüssen behilflich sind."

50 Abschüsse in den letzten drei Jahren

In den letzten drei Jahren wurden im Schnitt 50 Kormorane abgeschossen. In strengen Wintern machen sie kürzer Halt. Sind Seen und Flüsse zugefroren, ziehen sie rasch weiter in den Süden.

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orf.at vom 16.01.2009

Geschützter Seeadler an Grenze abgeschossen 

Zu Jahresende wurde ein schwer verletzter, junger Seeadler mit mehreren Schrotkugeln im Körper entdeckt, der derzeit in einer Greifvogelstation gepflegt wird. Sein Überleben ist aber laut WWF fraglich.

Abschuss könnte auf NÖ Seite geschehen sein

Das Tier lag in einem Wald unmittelbar an der Grenze zum Weinviertel, extrem ausgehungert, mit gebrochenen Flügeln und eiternden Wunden. Die schweren Verletzungen des Adlers ließen den Schluss zu, dass er sich schon seit längerem in dem Wald aufgehalten haben muss.
Laut WWF ist nicht auszuschließen, dass der Abschuss auf österreichischer Seite erfolgt ist, denn tschechische Täter hätten reichlich Zeit gehabt, den Vogel zu beseitigen, so der WWF.

WWF beklagte Anschlagserie gegen Seeadler

Der aktuelle Fall setze eine Serie illegaler Anschläge auf Österreichs, nach wie vor vom Aussterben bedrohtes, Wappentier fort. Eine Erholung der Bestände werde seit Jahren durch illegale Verfolgung verhindert.
Falls auch diesmal der Täter in Niederösterreich zu suchen sei, würde es sich bereits um den vierten Abschuss eines Seeadlers im Weinviertel innerhalb eines Jahres handeln.

Schon im November wurde Adler gefangen

Zuletzt wurde im November bei Hauskirchen im Bezirk Mistelbach ein Adler offenbar in einer illegalen Schlagfalle gefangen und dann erschossen. 
Im Dezember 2007 war es in Bernhardsthal zum bisher spektakulärsten Fall gekommen: Einem Jäger wurde der Aussendung zufolge der Abschuss von zwei Seeadlern nachgewiesen, in einem Strafprozess sei er vom Vorwurf der Bestandsgefährdung freigesprochen worden.

Landesjagdverband drängt auf Untersuchung

Der WWF und der Landesjagdverband fordern eine konsequente Untersuchung und Verfolgung der aktuellen Fälle sowie den raschen Abschluss des Verfahrens gegen den Schützen von Bernhardsthal.
Seine Verurteilung wegen Übertretung des Jagdgesetzes sei über ein Jahr nach der Tat immer noch nicht rechtskräftig.
                
Tschechische Jäger helfen bei Ermittlungen

Peter Lebersorger vom nö. Landesjagdverband kündigte an, dass mit der tschechischen Jägerschaft zusammengearbeitet werde, um den Abschuss zu klären. Egal, auf welcher Seite der Grenze der Schütze zu suchen ist - er hat gegen das Jagdgesetz verstoßen und einen schweren Schlag gegen unseren gemeinsamen Seeadlerbestand geführt", so Lebersorger.
Tschechische Naturschützer und Jäger planen nun ein Treffen aller beteiligten Parteien, um der illegalen Greifvogelverfolgung im südmährisch-weinviertlerischen Raum endlich ein Ende zu machen.

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"Tennengauer Nachrichten" vom 15.01.2009

„Nacht des Fuchses“

35 Füchse und 14Marder erlegten die Jäger am Wochenende in der „Nacht des Fuchses“. Gegen den Abschuss demonstrierten Umweltschützer vor Ort. 

SCHEFFAU. Auch im Jahr 2009 gab es sie, die „Nacht des Fuchses“. Vergangenes Wochenende machte sich die Jägerschaft im Tennengau auf die Jagd nach Reineke Fuchs. „Voraussetzung für die Jagd ist eine Vollmondnacht und Schnee, denn sonst sieht man die nachtaktiven Tiere nicht“, erklärt Bezirksjägermeister Rupert Schnöll.

35 Füchse und 14 Marder wurden am Wochenende im Tennengau in der Nacht des Fuchses erlegt. Eine begrenzte Zahl, die zum Abschuss freigegeben ist, gibt es im Falle der Füchse nicht.

„Die für die Jagd in Frage kommende Zeit ist der begrenzende Faktor“, sagt Schnöll. Doch nicht bei allen Menschen stößt der Abschuss der Tiere auf Verständnis. „Es wird jeder Fuchs geschossen“, sagt Thomas Putzgruber, Obmann des Vereins „Respek-Tiere“. Vor allem dass die erlegten Tiere in Scheffau vor einer Kirche ausgelegt werden, erzürnt ihn. „Die Jägerschaft geht dort so weit, dass sie ihre Opfer vor einem Gotteshaus auslegt. Das entspricht nicht dem katholischen Grundsatz ’Liebe deinen Nächsten’“, sagt Putzgruber. Der Verein rief deshalb in der „Nacht des Fuchses“ zu einer Kundgebung in Scheffau auf.

 „Der Fuchs ist ein Tier, das von jeher gejagt worden ist“, sagt Schnöll. Das Raubwild müsse bejagt werden, um das Niederwild zu schützen und die Population unter Kontrolle zu haben. Zudem hatten drei der erlegten Füchse Räude. „Eine Krankheit, die auch der Mensch bekommen kann“, ergänzt der Bezirksjägermeister. Diese Jagd diene auch vor allem dazu um festzustellen, wie gesund der vorhandene Fuchsbestand ist. In diesem Jahr war auch eine Tierärztin dabei, die untersuchen soll, ob die Füchse vom Fuchsbandwurm befallen sind.

 Für die Naturschützer von „RespekTiere“ gelten diese Beweggründe nicht. Sie sehen als hauptsächlichen Grund für die „Nacht des Fuchses“ die grundsätzliche Lust an der Jagd auf diese Tiere.

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ots.at vom 13.01.2009

Neue Greifvogelverordnung: Blutiger Jänner in Niederösterreich! 

Kurz vor Weihnachten wurde von der niederösterreichischen Landesregierung eilig eine neue "Beutegreiferverordnung" zum Abschuss von 250 Greifvögeln beschlossen. Diese Verordnung soll einen beispiellosen jagdlichen Eingriff in die heimische Vogelwelt ermöglichen. Bis zum 31. Jänner ist es niederösterreichischen Jägern erlaubt, 200 Mäusebussarde und 50 Habichte zu erlegen; offiziell, um gefährdete Arten - die angeblich auf dem Speisezettel der Greifvögel stehen - zu schützen.

"Unter dem Deckmantel des Naturschutzes wird hier offenbar alten Feindbildern, den Greifvögeln, das Halali geblasen", ist Dr. Bernhard Kohler vom WWF empört. Wegen dieses mittelalterlichen Jagdverständnisses wurden in der Vergangenheit zahlreiche Tierarten wie Seeadler, Kaiseradler, Braunbär oder Luchs als vermeintliche Nahrungskonkurrenten des Menschen ausgerottet. WWF und BirdLife Österreich fordern Landesrat Plank zur sofortigen Rücknahme der Beutegreiferverordnung auf.

Gefährdete Arten wie Brachpieper, Smaragdeidechse oder Springfrosch, die in der Verordnung zur Legitimation für die Abschüsse herangezogen werden, verschwinden nicht durch Greifvögel, sondern durch die rasant fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraumes. Mäusebussarde fressen vorwiegend Mäuse und Aas, der Habicht erbeutet vor allem Vögel bis zu einer Größe von Krähen, Eichelhähern und Ringeltauben. Bei keiner der 26 Arten, die in der Verordnung aufgezählt sind, ist eine Bedrohung durch Mäusebussard und Habicht wissenschaftlich nachgewiesen. Bei 16 Arten davon fehlt sogar der Nachweis, dass sie überhaupt von den beiden Greifvögeln gefressen werden. "Wir können der absurden Argumentation 'Schutz durch Abschießen' absolut nichts abgewinnen. In Wahrheit geht es in der Verordnung wohl um jagdliche Interessen, indem man sich in den Niederwildrevieren mehr Fasane und Hasen verspricht. Habicht und Mäusebussard halten hier als Sündenböcke für Lebensraumverluste her!" verurteilt Mag. Gábor Wichmann von BirdLife Österreich die Verordnung scharf.

Die Greifvogelverordnung torpediert zudem langjährige Naturschutzbemühungen für die Rückkehr ehemals ausgerotteter Arten nach Österreich. So brüten im Osten unseres Landes fünf bis sieben Paare des majestätischen Seeadlers. Auch dem sehr seltenen Kaiseradler ist in den letzten Jahren in Niederösterreich mit zwei Brutpaaren ein eindrucksvolles Comeback gelungen. Mit der vorliegenden Verordnung öffnet das Land Niederösterreich Tür und Tor für "irrtümliche" Abschüsse dieser bedrohten Greifvögel, da Verwechslungen beim Abschuss vorprogrammiert sind.

Nach Meinung von WWF und BirdLife steht die Verordnung auch dem erklärten Bestreben der niederösterreichischen Jägerschaft entgegen, eine moderne, "weidgerechte Jagd zum Wohl der Natur" auszuüben. "Es ist bedauerlich, dass Landesrat Plank sich hier für ein völlig veraltetes Jagdverständnis stark macht - sogar auf die Gefahr einer neuerlichen EU-Klage hin", so die Naturschutzorganisationen. Die aktuelle Verordnung stellt bereits den zweiten Versuch dar, in Niederösterreich die EU-Vogelschutzrichtlinie zu umgehen, um die Jagd auf Greifvögel eröffnen zu können. Beim ersten Anlauf war ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich die Folge. Auch diese vorliegende Neuverordnung verstößt unzweifelhaft gegen EU-Recht, sind WWF und BirdLife überzeugt.

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"Kronen Zeitung" vom 09.01.2009

Hund "Maxl" tappt beim Gassigehen in Fangeisen

Nur in OÖ sind solche Fallen erlaubt:

Riesenempörung bei einer Mühlviertler Tierfreundin: Beim Gassigehen geriet ihr Vierbeiner "Maxl" in der Nähe eines Güterweges bei Liebenau in eine Fuchsfalle. Mit Müh und Not konnte der verletzte Labrador-Mischling befreit werden. Tierschützer schimpfen: Nur in Oberösterreich sind derartige Fallen noch erlaubt!

Von 17 Fallen in ihrem Heimatbezirk Freistadt weiß das Frauerl: "Mein Hund nahm den Geruch von Fleisch auf, lief hinter den Baum und tappte in die Falle." Erst mit Hilfe anderer Spaziergeher gelang es, ihn zu befreien. In seiner Angst biss er sogar sein Frauerl. Auch ein anderer Vierbeiner sei in der Gegend in eine solche Falle getappt - er starb.

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"Kronen Zeitung" vom 08.01.2009

Das Sterben unseres Wappenvogels

Verfrüht hatten Naturschützer des WWF über die Rückkehr des Seeadlers nach Österreich gejubelt. Denn Wilderer haben den Wappenvögeln mit Todesschüssen die Schwingen gebrochen. Viele der majestätischen Tiere sind auch Giftanschlägen zum Opfer gefallen.

Ein lauter Knall hatte die Stille der winterlichen Au bei Bernhardsthal im nördlichsten Niederösterreich durchbrochen. Sekunden später stürzte der mächtige Seeadler, der noch kurz zuvor seine Runden über den Feldern gezogen hatte, im Trudelflug zu Boden: Der Wappenvogel war durch einen Schuss aus der Büchse eines gemeinen Wilderers getötet worden. Der Täter (Name der Redaktion bekannt) konnte ausgeforscht werden. Zur Rechenschaft gezogen wurde er nicht. Und das, obwohl ihm der Abschuss gleich zweier Majestäten der Lüfte nachgewiesen werden konnte. "Leider kein Einzelfall. Erst vor wenigen Tagen haben wir einen jungen Seeadler entdeckt, der von Schrotkugeln regelrecht durchsiebt war", bestätigt WWF-Chefin Hildegard Aichberger. Tapfer hat sie mit Christian Pichler, ihrem Greifvogel-Spezialisten, den Kampf gegen die Vogelmörder aufgenommen. Draußen in der Vogelstation Haringsee (NÖ) sind die beiden aber mit unermesslichem Tierleid konfrontiert. Denn dort werden all diese angeschossenen, vergifteten und sonst wie gequälten Kreaturen hingebracht. Für viele ihrer Schützlinge kommt jede Hilfe zu spät. "Oben in ihren Horsten, in diesen uralten Weiden und Föhren, sind die Eltern mit ihren Vogelbabys ja sicher. Doch die Gefahr lauert am Boden. Dort, wo gewissenlose Tierhasser das Futter der Adler und Eulen mit hochgiftigem Pflanzengift präparieren und wo sie ihre Schlagfallen aufstellen, in denen die Vögel dann qualvoll zugrunde gehen", schildert WWF-Aktivistin Aichberger. Sicher dürfen sich die Seeadler allerdings auf dem Grund und Boden der Windhag'schen Stipendienstiftung bei Ottenstein im Waldviertel fühlen. Dort wacht Forstdirektor Richard Hackl mit Argusaugen über die seltene Fauna und Flora. Und tatsächlich wurde in diesen Revieren noch niemals einem Adler auch nur eine Schwinge gekrümmt. In ihrem Kampf gegen das neuerliche Aussterben der Seeadler hat die mutige Frau einen wichtigen Verbündeten gefunden: den niederösterreichischen Landesjagdverband. Dessen Vertreter Dr. Peter Lebersorger: ein Ökologe und Tierfreund durch und durch! "Schwarze Schafe in unseren Reihen dürfen und werden wir auch nicht dulden. Wer einen Seeadler erlegt, begeht einen schweren Verstoß gegen das Jagdgesetz", versichert der Waidmann. Doch der Kampf gegen die Vogelmörder ist auch ein Wettlauf mit der Zeit. Denn jedes Mal, wenn in den Horsten, deren Standorte streng geheim gehalten werden, Küken schlüpfen, werden auch die Wilderer aktiv. Aichberger: "Wir dürften in Österreich zehn Brutpaare haben. Wenn wir dem Töten nicht Einhalt gebieten können, wird Österreichs Wappenvogel aber wieder aussterben."

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n-tv.de vom 06.01.2009

WWF-Bärenprojekt - Vormarsch mit Hindernissen 

Der 19-jährige Djuro nähert sich vorsichtig dem Objekt seiner Begierde. Mehrere Kilometer schon ist der riesige Braunbär bereits dem unwiderstehlichen Geruch nach leckerem Fressen gefolgt, das Menschen dort an einer hohen Fichte für ihn aufgehängt haben. Djuro sieht nicht den Stacheldraht, der 50 Zentimeter über dem Boden rund um den Köder gespannt ist. Ein paar Haare seines Fells bleiben an dem Draht hängen, doch das kümmert den hungrigen Bären nicht. Mit einem gewaltigen Satz holt er sich den Eimer und verzehrt seine Beute. Dass eine Kamera seine Aktion festgehalten hat, stört Djuro nicht.

"Wir haben zum Glück wieder mehrere Beweise, dass Djuro noch am Leben ist", erzählt Georg Rauer (51), Wildbiologe an der Uni Wien. Djuro ist einer der Urväter des österreichischen Bärenprojekts der Tierschutzorganisation WWF und der vorletzte verbliebene Bär des vor fast 30 Jahren begonnen Wiederansiedlungsprojekts des WWF für "Ursus Arctos", den europäischen Braunbären.

Etwa 30 der kraftvollen Tiere hat das österreichische Bären-Projekt in den vergangenen Jahrzehnten hervorgebracht. Allein hier im Gebiet um den 1893 Meter hohen Ötscher-Berg streunten in den vergangenen Jahren bis zu zehn dieser größten Raubtiere Europas herum. Doch bis auf Djuro und seinen Sohn Moritz, der sich überwiegend im Salzkammergut herumtreibt, sind alle anderen Tiere inzwischen verschwunden. Elsa, das letzte Weibchen, wird seit dem vergangenen Jahr vermisst.

Weibchenmangel

"Wenn Djuro und Moritz nicht bald ein Weibchen finden, wird der Bär hier schon bald zum zweiten Mal aussterben", warnt Christoph Walder (40), Chef des WWF-Bärenprojekts in der Alpenrepublik. Ein peinlicher Rückschlag für das ehrgeizige WWF-Projekt, aber ein noch größerer für das von der EU geförderte Artenschutzprogramm. Lediglich im Süden Kärntens, im Grenzgebiet zu Slowenien, halten sich immer wieder Braunbären auf. Experten sprechen von einem halben Dutzend.

Doch Österreichs Bärenschützer wollen nicht aufgeben. Im Gegenteil: Mit einem noch ehrgeizigeren Plan soll das gewaltige Tier, das in Österreich vor rund 150 Jahren zum ersten Mal ausgestorben war, dauerhaft wiederangesiedelt werden. Die Fehler des ersten Ansiedelungsprogramms will man künftig vermeiden. "Wir haben dieses Mal unsere Hausaufgaben gemacht", betont Walder.

Der Plan erscheint einfach: Innerhalb von drei Jahren wollen die Naturschützer in den traditionellen Gebieten der Alpenrepublik 10 Bären aussetzen. In wenigen Jahren - das hat ein ähnliches Projekt im italienischen Trentino bewiesen - könnte dann der Bestand auf 30 oder mehr Tiere wachsen. Dort, im Adamello-Nationalpark, hat sich die Bärenpopulation von ursprünglich zehn seit 1999 verdreifacht. "Wenn ein Bestand erst einmal so groß ist, dann kann ihn auch der gelegentliche Verlust eines Tieres nicht mehr gefährden".

Widerstand von vielen Seiten

In den 90er Jahren hatte der WWF es zunächst mit drei Tieren versucht. Zu wenige, wie das gescheiterte Experiment beweist. Die Stammeltern für die neue Bärenpopulation sollen aus dem Nachbarland Slowenien kommen, wo heute bis zu 500 Braunbären vor allem in den südlichen Waldgebieten leben. Der slowenische Ursus Arctos gilt genetisch als der Urvater des alpenländischen Braunbären. Schon die Tier für das erste WWF-Programm stammten von dort.

Doch zurzeit stoßen die Bärenplaner in der Alpenrepublik auf den Widerstand fast aller relevanten Gruppen. Zwar kann sich der WWF nach einer eigens in Auftrag gegebenen Umfrage auf die Zustimmung von mehr als Zweidritteln der Bevölkerung stützen. Doch zwei für den Erfolg überlebenswichtige Gruppen "mauern". Österreichs zig-tausendfache Jägerschaft ist derzeit ebenso strikt gegen die erneute Wiederansiedlung wie die mächtigen Bauernverbände. Und angesichts dieser massiven Front verweigert die Politik in den "Bärenländern" Niederösterreich und Steiermark ihre Zustimmung. Die Länder aber sind für die finanzielle und personelle Absicherung des Projekts und die Schadensregulierung zuständig.

Vor allem die Jäger sind sauer auf den WWF. Sie glauben, dass die Naturschützer den Waidmännern die Schuld am Misserfolg des ersten Bärenprojekts in die Schuhe schieben wollen. Tatsächlich wurden die Grünröcke in den vergangenen zwei Jahren in den Medien mehr oder weniger offen für das erneute Aussterben der Bären verantwortlich gemacht. Zwar bestreiten diese den Vorwurf heimlicher Wilderei an den Tieren, doch zumindest in einem Fall fand die Polizei einen ausgestopften Jungbären im Keller eines Waidmannes.

Jäger gegen Neuauflage

Die Jägervereinigung ist deshalb vehement gegen ein neues Bärenprogramm.

"Ich bin immer hundertprozentig "pro Bär" gewesen. Aber inzwischen gibt es unter uns regelrechte Bärenhasser", gesteht Harald Lasinger, stellvertretender Bezirksjägermeister für das Waldgebiet. "Bevor nicht genau geklärt ist, was hier zum Verschwinden der Bären geführt hat, sind wir strikt gegen eine Neuauflage." Dass Jäger die Tiere als Trophäen heimlich geschossen haben könnten, weist er zurück. "Diesen Vorwurf lassen wir nicht so einfach auf uns sitzen".

Das Argument, dass die rund 30 in Österreich geborenen Tiere etwa durch Lawinen, Steinschlag oder im steilen Gelände abgestürzt sein könnten, wollen wiederum die WWF-ler nicht gelten lassen. Doch auch die im ländlichen Österreich nach wie vor sehr einflussreichen Bauern haben ihren Groll auf Meister Petz. Und dies, obwohl die einzelnen Bundesländer bisher bei der Regulierung der von Bären angerichteten und alles in allem relativ geringen Schäden keine Schwierigkeiten gemacht haben. Denn natürlich sind solche Schäden auf entfernten Höfen oder unter Schafherden bei einer größeren Bärenpopulation unvermeidbar.

Ohne die Einbeziehung aller relevanten Gruppen wäre auch das nächste Bärenprojekt zum Scheitern verurteilt", weiß Bären-Chef Walder. Dass es auch anders geht, haben die Bärenprojekte im benachbarten Slowenien, aber auch im italienischen Friaul bewiesen, wo die Jäger eine wichtige Schutzfunktion übernommen haben.

"Fünf vor zwölf"

"So, wie es jetzt aussieht, blockiert eine Partei die andere, und eine Einigung kommt nicht zustande, weil keiner die Verantwortung für ein erneutes Scheitern übernehmen will", fürchtet Walder. Dabei drängt die Zeit, denn wenn der Braunbär erst einmal wieder völlig ausgestorben ist, wird es umso schwerer sein, das neue Projekt zu beginnen. "Allen ist klar, dass es bereits fünf Minuten vor Zwölf ist" mahnt deshalb Gerald Plattner von den österreichischen Bundesforsten, Österreichs größtem Landbesitzer und ungemein wichtig für das Projekt.

Dabei könnte Österreich, wie auch andere ehemalige "Bärenländer" relativ leicht wieder zu einer sicheren Heimstatt für Ursus Actos werden.
"Allein vom natürlichen Lebensraum wäre hier Platz für 100 bis 300 Tiere", glaubt Veronika Länder-Grünschachner. Die studierte Wildbiologin, die ihre Tochter Elsa nach einem der - inzwischen vermissten Bärenweibchen nannte, hat ihr Haus mitten im (einstigen) Bärengebiet. "Man muss sich halt etwas anpassen", gibt sie sich überzeugt. "Im Trentino nimmt man den Bären ja auch als etwas selbstverständliches hin. Warum nicht auch bei uns."

Christoph Walder ist überzeugt, dass es mit der Wiederansiedlung in Österreich klappen wird, wenn nur die Politiker erst einmal grünes Licht gegeben haben. "Letztlich soll die Population schnell auf 50 bis 70 Tiere ansteigen. Die könnte dann mit der slowenischen vernetzt werden."

Ziel des WWF, so der Braunbär-Experte, ist die nördlichen Kalkalpen "dünn aber flächendeckend wieder zu besiedeln".

In Slowenien nie ausgestorben

Wie man mit dem Braunbären leben kann, beweisen Österreichs südliche Nachbarn, die Slowenen. Hier leben auf relativ kleinem Raum inzwischen bis zu 500 Tiere unter dem Schutz des slowenischen Bärenprojektes.

Allein im Schutzgebiet bei Masun im Süden treiben sich sich in dem bergigen Waldgebiet zurzeit etwa 80 bis 100 Tiere herum. "Braunbären sind hier seit 1890 offiziell geschützt. Die Art ist hier nie ausgestorben", erläutert Janez Kastelic vom Umweltministerium in Ljubljana.

Die Gesetze wurden in den vergangenen Jahren immer wieder den aktuellen Notwendigkeiten angepasst. "In Slowenien waren die Menschen immer an die Präsenz der Bären gewöhnt. Für sie ist es also etwas selbstverständliches." Mit dem Schutz und der Überwachung der Bärenpopulation sind in dem kleinen Land immerhin rund 400 Menschen hauptamtlich beschäftigt. Im Nachbarland Österreich sind es - alles zusammen gerade 19.

Immerhin stieg unter dieser staatlichen Obhut die Population von etwa 80 Tieren im Jahr 1940 stetig an. 1955 wurden schon 150 Bären gezählt, und 2004 waren es bereits über 400. So viele, dass die Regierung bis zu 100 Tiere zum Abschuss freigeben wollte. Unter dem empörten Druck der Naturschützer wurde die Entscheidung aufgehoben. Dass sich die Bären ständig nach Norden ausdehnen, ist den Tierschützern nur recht.

"Natürlich gibt es auch hier einen Teil der Bevölkerung, der strikt gegen die Bären ist", gibt Marco Jonovic zu. Er arbeitet für die slowenische Forstbehörde, die für die Betreuung der Bären zuständig ist.

Angesichts der wachsenden Zahl der Tiere nehmen zwangsläufig auch die von den kraftvollen Tieren angerichteten Schäden zu. Vor allem mit den Bauern kommt es immer wieder zum Konflikt. Die Zahl der Schafe hat sich in dem kleinen Land seit der Unabhängigkeit von 25.000 auf 150.000 erhöht. Wenn die Tiere auf den Weiden nicht gut geschützt sind, werden sie leicht eine Beute der Bären. Dennoch denkt in Slowenien niemand daran, den Braunbären aus der Region zu vertreiben. Im Gegenteil.

Slowenien hat in den vergangenen 20 Jahren Tiere nicht nur nach Österreich, sondern auch nach Frankreich und ins Nachbarland Italien zur Wiederansiedlung exportiert.

Nicht nur im Trentino, wo das vor zehn Jahren begonnene Bärenprojekt außergewöhnlich erfolgreich verlief, ist Meister Petz inzwischen fast schon heimisch. Auch in Friaul wandern immer wieder Bären aus Slowenien ein. "Nach dem offiziellen Monitoring leben hier 15 Tiere", sagt Paolo Molinari, amtlicher Bärenschützer, der die Zahl allerdings für zu hoch hält. In Italien, wo der Bär gesetzlich geschützt ist, "ist er ökologisch betrachtet, nie ausgestorben. Er hat sich lediglich zurückgezogen".

Dass auch hier also im "Projetto Urso" die Wiederansiedlung gefördert wird, ist angesichts der gemeinsamen Grenze mit dem "Bärenland Slowenien" nur natürlich. Inzwischen wird das Projekt europaweit auch von der EU gefördert. Das sei auch nötig, meint Bärenschützer Molinari:

"Wenn man grenzüberschreitende Projekte nicht weiterbringt, dann machen alle Initiativen keinen Sinn." Auf diese Einsicht hofft auch der Österreicher Walder, der zusammen mit dem WWF die Wiederansiedlung des Braunbären "im Alpenbogen von Slowenien bis Frankreich" anstrebt.

Natürlich gehören zu einer panalpinen Besiedlung auch Bärenpopulationen in Österreich und in der Schweiz. Bayern, so meint er, "ist für eine eigenständige Besiedlung aber wohl zu klein".

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krone.at vom 05.01.2009

Jäger rutschte 80 Meter tief ab 

Bei einem Jadgunfall in Brückl ist am Montag ein 53 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Der Mann war in einer Steilrinne 80 Meter nach unten gerutscht.

Gegen Baum geprallt


Der 53-jähriger Landwirt aus Brück war gemeinsam mit einem Jagdkollegen im Revier eines Jagdvereines in der Gemeinde Brückl mit der Vorbereitung von Jagdständen beschäftigt. Beim Queren einer Steilrinne rutschte er aus und schlitterte 80 Meter nach unten. Auf dem Weg nach unten prallte der Mann auch gegen einen Baum und zog sich dabei schwere Verletzungen zu.

Die Jagdkollegen konnten den Verletzten zu einem Forstweg bringen und mit dem Auto zur Erstversorgung fahren. Danach wurde der Bauer vom Hubschrauber in das UKH Klagenfurt geflogen.

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